Ich stelle mein post aus dem Nexten Talk noch mal hier rein und mache einen extra Strang damit auf.
Für eure Antworten wäre ich wirklich dankbar. Mir schwirrt der Kopf derzeit. Ist schon seltsam, wenn es um andere geht, dann funktioniert der Verstand glasklar, kaum sitz ich selber drin ist alles im Nebel.
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Hallo ihr Lieben, ich versuch mich mal zu sortieren und halbwegs klar zu formulieren. Tatsache ist, ich brauche euren bewährten Rat, vielleicht auch eine Kopfwäsche, auf jeden Fall eine objektive Sicht von außen.
Folgendes ist los:
Mit meinem Freund und mir ist soweit alles wunderbar, wir lieben einander. Nun hat er sich in drei Gehminuten von mir entfernt eine wunderschöne Wohnung genommen.
Meine beiden Buben sind ja noch nicht erwachsen, sie leben noch bei mir. Kurz war mal angedacht, dass wir alle zusammenziehen. dieser Plan wurde dann aber wieder verworfen. Nicht ganz unberechtigt. Ich bin erst vor knapp über einem Jahr umgezogen, habe das alte Familienhaus verkauft und mir mit den Kindern diese Wohnung genommen. Wir kennen einander auch noch nicht gar so lang und grad einfach sind meine jugendlichen Söhne auch nicht. Obwohl sich schon viel gebessert hat.
Sie haben meinen Freund von Anfang an lieb aufgenommen und voll akzeptiert. Also das war nicht der ausschlaggebende Grund. Eher die Summe verschiedener Gegebenheiten.
Ich hab mich sehr gefreut über seinen Herzug in meine unmittelbare Nähe. Die Wohnung war leider sehr renonvierungsbedürftig. So haben wir die letzten fünf Wochen wirklich durchgearbeitet, teilweise bis Mitternacht. Dann waren wir wieder mit meinem Auto unterwegs, Sachen besorgen. Wir haben geschuftet und geschleppt. Auch mein großer Sohn hat mitgeholfen.
Wir hatten besprochen, dass an seiner Wohnung und an meiner Wohnung beide Namen angebracht werden. Der Vorschlag kam eigentlich von ihm und ich habe ihm zugestimmt und mich gefreut. Für mich war es der Ausdruck der Gemeinsamkeit, des gemeinsamen Lebens in einer verbindlichen Beziehung.
Nun wo alles fertig ist und sehr schön geworden ist, möchte er seine Mutter und seine Schwägerin, die ich noch nicht kenne, einladen. Ich soll die Lady of the House sein. Kochen und so........ eben die Dame des Hauses sein. Das klingt ja wunderbar und ich hätte das gerne gemacht.
Nun geht es aber um meine Kinder. Geplant ist die Einladung für kommenden Samstag, Meine Buben sind also zu Hause und sie dürfen nicht kurz rüber kommen (drei Gehminuten) und mit uns mitessen. Es ist ihm nicht recht.
Ich bin total vor den Kopf gestoßen dadurch.
Die letzten Monate war er sehr viel bei mir und hatte viele Sachen bei mir untergebracht. Das war den Umständen geschuldet und sollte ja auch keine Dauerlösung sein. Daher habe ich da nichts dagegen gehabt.
Dazu kommt, dass seine Familie mich ablehnt, also ihn vor mir gewarnt hat. Sie wollten nicht, dass wir zusammenziehen. gut - vielleicht ist das ja auch berechtigt, wir kennen einander einfach noch nicht gar so lang und auch ich war bei dem Thema ziemlich zurückhaltend. Allerdings empfand ich die Warnungen als Grenzüberschreitung und Frechheit mir gegenüber.
Immerhin sind wir beide rund um die 50 Jahre alt.
Aber so what - ist mir egal. Ich bin mit ihm und nicht mit seiner family zusammen.
Aber dass meine Kinder jetzt nicht mal zum essen rüber kommen dürfen, ein Essen, dass ich kochen soll, in nur drei Gehminuten Entfernung und die Kinder sitzen zeitgleich hungrig zu Hause oder dürfen sich selber um ihr Essen kümmern. DAS finde ich nun schon etwas heftig.
Selbstverständlich habe ich das Thema angesprochen - unter vier Augen. Er hat total eingeschnappt reagiert, ist vom Kaffeetisch einfach aufgestanden und hat mich dort allein sitzen lassen. Nach zwei weiteren Tassen Kaffee und drei Zigaretten Wartezeit, bin ich dann zu ihm in die Werkstatt , die der Wohnung angeschlossen ist, gegangen.
Er fuhrwerkte dort wild herum, war sichtlich zornig und meinte ich soll ihn in Ruhe lassen. Auf wiederschaun.
Gut - ich ging.
Ich habe ihm ein mail geschrieben, in dem ich ihm noch mal meine Sicht der Dinge darlege, ich schrieb ihm auch , wie sehr ich ihn liebe und mich die Situation verletzt und ich habe in diesem mail auch bedauert, dass er das Gespräch abgelehnt hat und ich daher gnötigt bin, ein mail zu schreiben.
Seither herrscht absolute Funkstille. Gelesen hat er es, denke ich, schon. Aber es kommt nichts. Nicht mal ein: Lass uns morgen drüber reden.
Ich finde halt, wenn gemeinsame Türschilder abgesprochen sind (sind noch nicht montiert, was okay ist, es ist ja noch alles frisch) dann bewohnt man auch beide Domizile gemeinsam. Dann ist er KEIN Gast bei mir und ich KEIN Gast bei ihm. Meine Kinder sollten ihm dann doch auch willkommen sein. Natürlich sind sie mehrheitlich hier bei mir, Da haben sie ja auch ihre Zimmer und all ihre Sachen, ihre Computer, ihre Schulsachen, ihr Leben. wir haben ja bisher auch fast schon zusammen gewohnt hier bei mir, es war eben etwas eng und wie gesagt als Dauerlösung nicht gedacht.Es gab eigentlich keine gröberen Probleme mit meinem Freund und den Buben. Ganz im Gegenteil. Mein großer Sohn hat sogar mitgeholfen bei der Arbeit, während sein erwachsener Sohn (ca 30 Jahre alt) keine Hand rührte.
Nun aber soll wie es den Anschein hat, alles anders sein. Jetzt , wo alles fertig ist.
Reagiere ich über?
Falls etwas an meiner Schilderung unverständlich formuliert ist oder sonst noch Fragen sind, bitte fragt.
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Thema: Überreaktion von mir?
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29.09.2011, 08:26Inaktiver User
Überreaktion von mir?
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29.09.2011, 08:35Inaktiver User
AW: Überreaktion von mir?
Igraine,
zuerst mal herzlichen Glückwunsch zu eurem Patchwork-Living-Apart-together oder wie man das nennen möchte. Ich finde ein solche Lösung auch prima und lebe sie selber, allerdings ist mein Liebster nicht ganz so "together" wie bei dir....
Räumlich gesehen....
Jetzt zu deinem Problem: wie begründet es dein Partner, dass es ihm nicht recht ist, dass deine Kinder wenigstens zum essen vorbeikommen ?
Die Situation ist natürlich nicht einfach, da du schreibst, dass seine Verwandten seither nicht besonders nett mit dir umgegangen sind....
Vielleicht befürchtet dein Partner Spannungen bei der Begegnung und will deine Kinder da raushalten ? Oder er möchte seinen Verwandten nicht gleich das "Komplettpaket", also mit Kindern zumuten ?
Ich kann dich verstehen, ich würde mir zumindest auch wünschen, dass die Kinder zum essen kommen können. Aber angesichts eurer konkreten Situation ist es vielleicht doch nicht schlecht, die Kinder nicht gleich beim ersten mal mit am Tisch sitzen zu haben. Zumindest aber müsste seinerseits keine derartig harsche Reaktion auf deinen Wunsch sein.
Habt ihr inzwischen über das Problem reden können ?
Gruß, ElliGeändert von Inaktiver User (29.09.2011 um 08:52 Uhr) Grund: Ergänzung
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29.09.2011, 08:35Inaktiver User
AW: Überreaktion von mir?
korrigiere mich wenn ich etwas falsch verstanden habe:
seine familie kennt dich noch nicht persönlich, hat aber bedenken bis ablehnung dir gegenüber signalisiert.
jetzt kommt es zum ersten aufeinandertreffen.
ich würde da erstmal klein anfangen. erstmal du. und dann wenn das gut gelaufen ist und verdaut- dann die kinder dazu.
die geballte famile mit einem rutsch- kann es sein, dass dein freund auch ein stückweit muffesaussen gegenüber seinen leuten hat und erstmal "klein" anfangen möchte?
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29.09.2011, 08:37
AW: Überreaktion von mir?
Was für eine verspannte Situation - und eigentlich unwürdig für zwei erwachsene Menschen.
Ich würde an deiner Stelle direkt auf ihn zugehen und sagen: Es muss ein Kompromiss her. Kinder sind beim Essen dabei, danach gehen sie nach Hause und dürfen ein Video gucken oder sonstiges, was sie sonst nicht unbedingt dürfen. Oder so was in der Art. Vorausgesetzt natürlich, dass du diesen Kompromiss, dass die Kinder nur zum Essen dabei sind und dann wieder abhauen tragen kannst.
Wenn der Mann sich nicht kompromissbereit zeigt, würde ich das Essen komplett absagen. Das geht so nicht.
Schämt er sich für die beiden?
LG,
brionyGarstige Bratkartoffeln! (Gollum)
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29.09.2011, 08:38Inaktiver User
AW: Überreaktion von mir?
Aus dem Nexten-Strang hier einkopiert, da ich erst zu spät gesehen habe, dass TE hier einen eigenen Strang aufgemacht hat

@Igraine: Zum Einen kann ich deine Gedanken bezüglich der "Ausgrenzung" deiner Söhne nachvollziehen. Und dann zum Anderen denke ich: Der Mann will DICH seiner Mutter und Schwägerin vorstellen, und sucht dafür erstmal einen kleinen intimen Rahmen ohne die Kinder. Vielleicht ist sein Ansinnen nicht die Ausgrenzung, die du dabei fühlst?
Mein Kompromissvorschlag: Du kochst zu Hause Essen für deine Jungs. Er kocht zu Hause für Dich und seine Gäste. Du gehst dann rüber und isst mit Ihnen. Und der Rest wird sich durch die Stimmung ergeben.
Du schreibst in Bezug auf den Gegenwind in seiner Familie: Du liebst IHN...und er liebt DICH. Und das Ding mit dem Besuch ist erstmal etwas auf Erwachsenenebene zum Beschnuppern. Als ich die Eltern meines Mannes kennenlernte, fand das auch ohne seine Kinder statt. Auch der erste Besuch bei ihnen zu Hause fand ohne sie statt.
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29.09.2011, 08:59Inaktiver User
AW: Überreaktion von mir?
Hallo, danke für eure Antworten.
Die Schwägerin kenne ich noch nicht. Seine Mutter kenne ich , ich habe sie schon oft gesehen. War bei ihm zu Hause. Bis vor kurzem wohnte er teils bei seiner Mutter. Es ist ein sehr großes Haus mit vielen Räumen und da er von einem anderen Kontinent zurückkam, in die Heimat zurückkehrte, war dies zunächst mal, zum neuerlich Fuß fassen, die naheliegendste Lösung.
Aber er wollte natürlich nicht dort bleiben sondern was Eigenes haben.
Seine Mutter habe ich sehr bald kennen gelernt. Wie gesagt ich war oft bei ihm im Haus. Dazu gehört auch ein großer Garten mit Pool. Mein kleiner Sohn hatte im Sommer Geburtstag und damals war es sein Vorschlag, diesen Geburtstag bei der Mutter im Haus zu feiern, im Garten beim Pool und mit Grillen. Auch mein Vater, also der Opa der Kinder, war eingeladen.
Ich habe dieses Fest in sehr netter Erinnerung. meine Kinder sind also bei seiner Familie bekannt, kennen seine Mutter, saßen bereits an einem Tisch und haben gemeinsam gegessen.
Mein großer Sohn hat auch mitgeholfen, Sachen und Kisten aus dem Haus in die neue Wohnung zu transportieren. Er ist sehr kräftig.
Seine Familie ist etwas schwierig. Sie sind sehr nett zu mir......... an der Oberfläche. Aber wenn ich nicht dabei bin, dann warnen sie vor mir. Dazu muss ich sagen, dass ich sehr selbstständig bin, Akademikerin, verdiene mein eigenes Geld und will das auch so beibehalten.
Es geht eher hinter meinem Rücken los...... das Gerede. Mich hat dies am Anfang sehr verletzt und ab und zu erwischt es mich noch. 'Aber wie gesagt, ich bin mit ihm zusammen und seine Familie geht mir am Bopsch vorbei. Wenn ich ein Familienmitglied treffen muss, dann mache ich ein "schönes Gesicht" sage ein paar höfliche und belanglose Worte.......... und denk mir meinen Teil.,
Er war in den letzten Monaten sehr viel hier bei mir und den Kindern, übernachtete hier, hat sich anderen gegenüber sogar schon als Stiefvater vorgestellt.
Zur Ergänzung, meine Kinder sind jugendlich. Ich ging von Anfang davon aus, dass sie lediglich zum essen kommen und dann gehen. Das Erwachsenengerede interessiert sie ja auch nicht.
Mich belastet vor allem auch, seine Reaktion. Dieses zornig werden, dieses nicht drüber reden wollen. das "Wiederschaun".
Ich fühle mich irgendwie blöd dabei und nicht wirklich ernst genommen und wahrgenommen.
Er kennt doch meine Buben, sie kommen gut miteinander aus, seine Mutter kennt die Buben bereits, sie saßen bereits an einem Tisch gemeinsam. Sorry ich bekomms nicht auf die Reihe und weiss nicht was ich denken soll.
Ich hoffe ich hab jetzt alle Fragen so weit beantwortet und hoffe auf eure Statements.
Lg, Igraine
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29.09.2011, 09:12Inaktiver User
AW: Überreaktion von mir?
schon mal ne katze erlebt die sich bedrängt fühlt, in der ecke steht, die wand im rücken und dich in ihrer angst anfaucht und mit den ausgefahrenen krallen versucht dich anzuspringen?
so kommt mir die reaktion von deinem lebensgefährten vor.
a) du machst druck und bestehst auf weiss-der-kuckuck-was
b) du weisst was du für ihn empfindest, was er für dich empfindet, wo ihr in eurer beziehung zueinander steht und must deswegen kein fass aufmachen.
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29.09.2011, 09:26Inaktiver User
AW: Überreaktion von mir?
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29.09.2011, 09:34Inaktiver User
AW: Überreaktion von mir?
die mutter kennt igraine ja- aber igraine schreibt selbst, dass hinter ihrem rücken gestichelt wird- mit andern worten: die mutter kennt dich- aber eine wirkliche akzeptanz in seiner familie ist nicht da.
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29.09.2011, 09:37Inaktiver User


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