Hallo Ihr,
ich bin neu hier bsp. war zuvor eine stille Mitleserin...Ich bin mir sicher, hier ein paar wertvolle Tipps zu bekommen.
Seit knapp einem Jahr bin ich mit meinem Partner zusammen. Für mich war immer klar, ich möchte keinen Freund, der bereits Kinder hat. Ich liebe Kinder und möchte auch mal welche haben jedoch war mir immer klar, dass ich einfach mit der Situation nicht zurecht kommen würde.
Ich fragte meinen Partner schon bevor wir zusammen gekommen sind ob er ein Kind hat da ich es von einer dritten Person hörte. Mein Freund sagte mir es stimme nicht und er habe kein Kind. Also glaubte ich ihm. Nach ca. 2 Monaten unserer Beziehung gestand er mir dann, dass er einen 3-jährigen Sohn habe. Er hatte Angst, dass ich sonst laufen gehen würde wenn er es mir von Anfang an gesagt hätte. Natürlich ist für mich eine Welt zusammengebrochen und ich musste erstmal mit der Situation zurecht kommen. Das Kind lebt bei der Kindesmutter. Er sieht es nur einmal die Woche. Es ist aber einfach so, dass ich nun genau dass habe, was ich niemals wollte. Ich habe mich jedoch für die Beziehung entschieden. Alles ist perfekt, ich liebe diesen Mann und unsere Beziehung ist wundervoll. Bis auf diese eine Sache. Es tut mir so schrecklich weh. Heute noch. Ich kann mich aber nicht von ihm trennen. Dafür sind meine Gefühle zu stark. Mein Freund möchte mich in die Sache einbeziehen, ich soll etwas mit ihm und den kleinen unternehmen aber ich kann es nicht. Ich habe es 2 x versucht. Ich muss die ganze Zeit meine Tränen zurückhalten. Wenn der Kleine ihn "Papa" nennt und alles, ich halte es nicht aus. Dazu kommt, es war kein Wunschkind die Ex hat ihm das Kind angehängt. Sie ist völlig krank, ich habe Geschichten gehört von der Mutter meines Freundes über diese Frau die sind heftig. Die waren auch zusammen vor Gericht usw. Mein Freund kümmert sich trotzdem und den Kleinen, denn er kann ja nichts dafür. Das finde ich auch gut. Allerdings wenn ich überlege, wenn ich mal schwanger werde, all die Dinge hat mein Freund schon einmal erlebt. Das tut mir unheimlich weh. Jede Woche ein Tag bevor der Besuchstag wieder ansteht gibt es Streit zwischen meinem Partner und mir weil ich mit meinen Gefühlen nicht zurecht komme. Wir ziehen in 2 Monaten zusammen. Wenn ich mir vorstelle, der Kleine kommt dann zu uns zu besuch und schläft vielleicht auch mal bei uns, dann habe ich absolut keine Lust mehr mit ihm zusammen zu ziehen. Ich möchte das einfach nicht. Ich bin völlig ratlos. Auf der einen Seite habe ich eine wunderschöne Beziehung wie ich sie noch nie hatte die mir unheimlich gut tut und auf der anderen Seite ist da etwas, was mir unheimlich weh tut und mich sehr traurig macht.
Es ist einfach die Sache, dass die Ex immer irgendwo eine Rolle spielen wird. Ständig stresst sie rum, hält sich nicht an die festen Tage und will immer überall ihre Finger mit drin haben.
Zur Info ich bin 22 Jahre alt und mein Partner 23.
Oh man, ich hoffe ich kann ein paar Tipps kriegen...
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 55
Thema: Angst vor der Zukunft
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12.08.2011, 09:23
Angst vor der Zukunft
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12.08.2011, 09:33
AW: Angst vor der Zukunft
Dein Freund hat dich massiv belogen, was seine Vaterschaft angeht. Er hat sein eigenes Kind verleugnet. Seine Begründung dafür finde ich mehr als schwach. Wie kannst du ihm da überhaupt noch vertrauen? Wieso glaubst du ihm, was er über seine Exfreundin erzählt? Man kann niemandem einfach ein Kind anhängen. Dafür sind immer genau zwei Personen verantwortlich. Aber dafür hat dein Freund bestimmt auch wieder eine ganz plausible Ausrede.
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12.08.2011, 09:37
AW: Angst vor der Zukunft
Ich habe mich jedoch für die Beziehung entschieden. Alles ist perfekt...
Erstens ist nicht alles perfekt, der Mann hat dich bereits zu Beginn der Beziehung angelogen. DAS waere fuer mich eher ein Grund das Weite zu suchen als alles Andere.
Und zweitens..was ist an eurer Beziehung jetzt perfekt? Du sagst zwar du hast dich fuer die Beziehung entschieden, aber in Wahrheit nur fuer einen Teil des Mannes. Nicht den ganzen Mann, nicht eine Beziehung auf Geben und Nehmen.
Er hat ein Kind, eine Vergangenheit. Weder das Kind noch die Ex wird verschwinden. Du wirst entweder lernen muessen damit ohne Vorurteile umzugehen oder eben nicht zusammenziehen. Ihn am Wochenende alleine machen lassen und die Zeit geniessen. Aber so wie du dir das weitere Leben vorstellst, dass du jetzt schon Bauchschmerzen hast bei dem Gedanken der Kleine uebernachtet bei euch ..geht garnicht.
Du bist noch sehr jung. Nicht jede Frau kann damit umgehen dass der Andere schon Gepaeck hat, junge Frauen noch weniger, es ist daher keine Schande wie du dich fuehlst. Aber wenn du jetzt schon weisst was du genau nicht willst..dann such dir einen unbelasteten ehrlichen Partner. Oder du entscheidest dich fuer jahrelangen Krampf. Aber dann entscheide dich mit Zuversicht dass es klappen wird und dass es dir dabei gut gehen wird. Nicht jetzt schon mit dass dir die Situation weh tut. Dazu ist das Leben zu kurz und eine Beziehung zu wertvoll.
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12.08.2011, 09:39
AW: Angst vor der Zukunft
Hallo,
danke für Deine Antwort.
Ja, dass habe ich mich Anfangs auch gefragt, wie und ob ich ihm überhaupt noch etwas glauben kann. Ich habe ihm jedoch verziehen und habe versucht mich in seine Situation reinzuversetzen. Allerdings habe ich ihm auch von Anfang an klar gemacht, dass es doch logisch ist, dass es Probleme gibt wenn man so eine Sache verleugnet. Denn hätte ich es von Anfang an gewusst, würden diese Probleme nicht auftreten, da es dann nie zu unserer Beziehung gekommen wäre. Weil ich einfach nicht die Richtige für eine solche Situation bin.
Er erzählt mir selber fast nichts über seine Ex nur auf Nachfrage. Ich möchte aber auch mit ihm nicht über sie sprechen, weil ich dann richtig wütend und traurig werde. Mit seiner Mutter rede ich darüber und die kennt auch mein Problem.
Natürlich kann man niemanden ein Kind anhängen. Sicher ist er auch mit dran schuld denn er hätte ja ein Gummi benutzen können. Allerdings hat sie zu ihm gesagt, dass sie die Pille nehmen würde. Aber Recht gebe ich Dir natürlich, dass er auch hätte verhüten müssen.
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12.08.2011, 09:42
AW: Angst vor der Zukunft
Danke auch für Deine Antwort.
Ich liebe einfach den Mann, den ich am Anfang kennengelernt habe. So wie ich ihn hab lieben gelernt. Und nicht mit Anhang. Ich schaffe diesen Schritt nicht mich von ihm zu trennen. Ich weiß nicht wie... ich habe so oft versucht den Schritt zu gehen aber es geht nicht. Ich möchte den Mann zurück, den ich Anfangs kennengelernt habe.
Natürlich hat er mich massiv belogen. Aber diese rosarote Brille die ist leider immer noch da.
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12.08.2011, 09:48
AW: Angst vor der Zukunft
Ich möchte den Mann zurück, den ich Anfangs kennengelernt habe.
Also den Mann der sein Kind verleugnet?
Lara, ich verstehe deine Angst aber die Situation und dein Freund sind jetzt nunmal so wie sie jetzt sind. Nicht wie du dir das ertraeumt hat. Du musst aber mit der Lebensrealitaet umgehen, nicht mit Wunschtraeumen. Es kommt keine Fee die das Kind wegzaubert.Geändert von Farinelli (12.08.2011 um 09:55 Uhr)
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12.08.2011, 09:51
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12.08.2011, 09:54
AW: Angst vor der Zukunft
Liebe Lara,
irgendwie verstehe ich nicht so ganz, was du erwartest. Das ist eine verzwickte Situation und eine Lösung des Problems kann nur weh tun.
Aber das möchtest du wohl am liebsten nicht, oder?
Wenn du dir vorstellen kannst, dass es dir auf Dauer gelingen kann, dich mit der Situation abzufinden, dann sehe ich noch eine Chance.
Aber du wirst wohl schwerlich verlangen können, dass er auf sein Kind verzichtet.
Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann würde auch ein eigenes Kind mit ihm die Gefühle noch eher verstärken. D. h. du kannst es nicht ertragen, dass er das Erlebnis von Schwangerschaft und Geburt schon mit einer andere geteilt hat.
Dann wird dir nichts anderes übrig bleiben, als dich von ihm zu trennen und jemanden zu suchen, der kein Kind hat.
Du bist noch jung, und ich kann gut verstehen, dass es dir so geht. Gerade darum solltest du eine Trennung in Betracht ziehen.
Wenn du jedoch bei deinem Partner bleiben willst, dann wirst du an deiner Einstellung etwas ändern müssen, du wirst lernen müssen, dich damit abzufinden.
Der Weg dazwischen wird immer Unzufriedenheit bedeutet.
lissieGeändert von lissie15 (12.08.2011 um 11:56 Uhr) Grund: um fehlende Buchstaben ergänzt
Das Chaos will anerkannt, will gelebt sein
ehe es sich
in eine neue Ordnung bringen lässt.
Hermann Hesse
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12.08.2011, 09:57
AW: Angst vor der Zukunft
Guten Morgen, Lara!
In einer Sache schließe ich mich dem hier bisher Geschriebenen an, dass es ein erheblicher Vertrauensmissbrauch von ihm war, Dir nichts von seinem Sohn zu erzählen. Aber das siehst Du selbst ja genauso.
Andererseits- ich möchte nicht, dass Folgendes jetzt für Dich abwertend klingt- aber Ihr beide seid sehr jung und auch Dein Freund ist zudem noch nicht lange Papa bis hin zu den ganzen Umständen (dass das Kind eher "ungewollt" war, er nicht noch jahrelang mit der Mutter und dem Kind zusammengelebt hat usw.) Vater oder Mutter werden in solch eher jungen Jahren ist schon eine ziemliche Herausforderung (ist es sowieso immer
) und dann eben noch unter diesen Trennungsumständen/Besuchszeiten usw. klar zu kommen- nicht leicht.
Ich kann Dich gut verstehen. Natürlich wünscht man/Frau sich einen eher "unbelasteten" Partner. Dass Dein Partner "schon" Papa ist in seinem Alter- eher "seltener". Aber- es ist nunmal so!
Jetzt musst Du ganz in Dich hineinhorchen! Und vor allem ganz offen mit Deinem Partner sprechen.
Weiß er um Deine Ängste, so wie Du sie hier beschrieben hast? Will er denn überhaupt noch Kinder oder schließt er das Thema bereits jetzt für seine Zukunft aus? Das wäre ja schon mal sehr wichtig für Dich zu wissen. OB es dann zwischen Euch dazu kommen wird, ergibt sich dann.
Liebe Lara, Deine Gefühle die Du beschreibst- ich kann das verstehen. Aber "eifersüchtig" auf sein Vorleben zu sein, das ist nicht fair ihm gegenüber. JEDER hat ein Leben vor jeder Beziehung. Der eine intensiver als der Andere. Wenn Du mit allem die "erste" sein möchtest- und dieses suchst, dann wirst Du immer einen Haken finden.
Vielleicht hat ein Mann schon mit einer Frau zusammen gewohnt (verliebt die ersten Möbel ausgesucht, die Wohnung renoviert usw), der andere hat mit seiner Ex eine Kreuzfahrt gemacht (viele Länder mit ihr gesehen, eine romantische Kabine bewohnt usw.) Weißt Du, was ich meine? Irgendwas wird er (oder ein anderer evtl. zukünftiger Partner) bereits erlebt haben. Und auch, dass die Ex so einen Terror schiebt- natürlich ein Stressfaktor aber glaubst Du nicht, dass Dir das auch bei einem Mann passieren kann, der vielleicht vor Dir eine langjährige Beziehung gehabt hat und die Ex- auch ohne Kind - nicht locker lässt und immer wieder versucht, Euch zu "stören"?
Natürlich ist so ein kleiner Wurm etwas ganz anderes und für Dich völliges Neuland- weil Du eben keine Kinder hast. Aber im Grunde stellt er sich seiner Verantwortung und möchte Dich daran teilhaben lassen. Sprich mit ihm und gebt Euch und vor allem Dir Zeit.
Ich würde vielleicht mit dem Zusammenziehen warten, es auf wenige Kontakte mit dem Kind beschränken (auch um des Kindes willen, solltest Du Dich irgendwann gegen ihn entscheiden) und dann eine Entscheidung treffen.
Lass Dich nicht von Eifersüchteleien leiten- aber verbiegen kannst Du Dich auf Dauer ohne unglücklich zu werden leider nicht.
Vielleicht kannst Du hieraus ein paar Gedankenanstösse ziehen
Alles Liebe
sam
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12.08.2011, 10:12
AW: Angst vor der Zukunft
@Lara
Du bist noch so jung, dass Du noch viele Männer kennenlernen kannst. Du musst Dich nicht mit einer Beziehung belasten, die auf Unehrlichkeit gegründet ist.
Trenne Dich.


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