Zuerst möchte ich mich kurz vorstellen:
Ich bin mittlerweile 38 Jahre und habe einen 14jährigen Sohn aus erster Ehe. Seit mittlerweile fast 10 Jahren lebe ich mit meinem Sohn alleine. Ich habe mich damals scheiden lassen, weil wir uns zu unterschiedlich entwickelt haben. Nachdem ich mit 29 mich zu sehr angepasst wurde und mich selbst verlor, entschied ich mich zur Trennung und zur Scheidung. Es war sehr hart, doch heute sind mein Exmann und ich uns einig, dass es für uns beide die beste Entscheidung war. Die Zeit danach war schwer und hart und die nächsten 8 Jahre arbeitete ich hart um meine Ziele zu erreichen. An erster Stelle stand immer das Wohl unseres Sohnes und trotz unserer Scheidung sind wir Eltern geblieben, auch wenn es nicht einfach war. Doch heute sind wir stolz drauf, denn unser Sohn musste sich nie zwischen uns stellen oder sich zwischen uns entscheiden.
Oft war ich sehr unglücklich weil ich alleine war. Es war nicht so dass ich keine Beziehung hatte, aber irgendwie felte immer etwas und ich dachte schon naja das wars wohl. Den Mann für mich gibt es nicht. Naja und dann traf ich ihn. Er war so überhaupt nicht mein Typ, nicht mein Traummann, aber irgendwie schlich er sich in mein Herz und irgendwann war es dann um mich geschehen. Eigentlich wollte ich mich gar nicht auf ihn einlassen. Naja ein verheirateter Mann und dass seine Ehe schon in Trümmern liegt usw. - die Geschichte hört man doch andauernd.
Heute nach fast 8 Monaten ist er noch immer nicht geschieden - aber nicht weil er es nicht will, sondern weil die Scheidung mittlerweile seit fast 6 Monaten läuft. Sie ist ausgezogen. Das Haus und die Schulden und Betriebskosten für die Erhaltung interessieren sie nicht.
Die ganze Situation ist nicht einfach. In ca. 10 Tagen ist die nächste Verhandlung. Was kommt dann wieder? Wird es endlich ein Ende haben?
Aber dann wenn es ganz schwer wird, dann denke ich drann: Ich habe ihn nicht gesucht und doch habe ich ihn gefunden und daher werde ich das was wir gefunden haben nicht aufgeben nur weil die Scheidung so lange dauert.
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 138
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04.07.2011, 15:50
Nicht gesucht und doch gefunden
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04.07.2011, 16:07
AW: Nicht gesucht und doch gefunden
sehe ich auch so. Wo ist das Problem? Ihr seid (offiziell) zusammen? Warum zögert sich die Scheidung so lange hin?Aber dann wenn es ganz schwer wird, dann denke ich drann: Ich habe ihn nicht gesucht und doch habe ich ihn gefunden und daher werde ich das was wir gefunden haben nicht aufgeben nur weil die Scheidung so lange dauert.There's no life before coffee
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04.07.2011, 18:26Inaktiver User
AW: Nicht gesucht und doch gefunden
catwisel,
Scheidungen können sich hinziehen. Da braucht es Geduld und gute Nerven.
Er ist der Mann an deiner Seite, ich denke, er steht in der Öffentlichkeit zu dir.
Gehört das Haus beiden ? Dann muss sie sich an den Schulden beteiligen und er muss für ihren Anteil an sie Miete zahlen, wenn er alleine dort wohnt. Wenn das nicht funktioniert, müsste das Haus halt verkauft werden.
Jedenfalls sind dir da die Hände gebunden, es ist auch nicht deine Sache.
Ich frage mich ebenso: warum dauert das so lange ? Hat dein Partner einen guten Anwalt ? Ich habe schon von Fällen gehört, wo sich das Ganze über Jahre hingezogen hat, aber nach 3 jahren zumindest die Scheidung ausgesprochen wurde vom Gericht.
Gruß, Elli
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04.07.2011, 22:15
AW: Nicht gesucht und doch gefunden
Hallo Catwisel,

also ich finde 8 Monate jetzt nicht ungewöhnlich lange für ein Scheidungsverfahren. Das kann sich schon hinziehen, bis solche Dinge wie Rentenrechte, Zugewinn, Unterhaltsansprüche etc.pp. geklärt sind. Wichtig ist doch, dass die Scheidung eingereicht wurde und alles läuft. Dass die Zeit im Moment nicht lustig und unbeschwert ist, ist klar. Aber das Ende ist doch absehbar. Wovor hast du denn Angst?Geändert von Chris13 (04.07.2011 um 22:21 Uhr)
Chris
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05.07.2011, 13:48
AW: Nicht gesucht und doch gefunden
Vor 10 Monaten hat er ihr seinen endgültigen Entschluss gesagt, dass er sich scheiden lassen will und es schien als ob sie sich gütlich einigen würden. Leider war dem nicht so, denn ich tauchte in seinem Leben auf und sie stimmte dann aufgrund mir einer einvernehmlichen nicht mehr zu.
Er musste die Scheidungsklage einreichen und mittlerweile besteht sie darauf dass er alleine die Schuld am Scheitern der Ehe trägt, obwohl sie schon bevor er mich kennen lernte, sich bezüglich einer einvernehmlichen Scheidung einig waren.
Sie ist mittlerweile ausgezogen, hat alles hinter sich gelassen. Doch wir können erst wirklich unser Leben beginnen, wenn die Scheidung ausgesprochen ist.
Das Haus wurde in der Ehe gebaut, den Grund hat mein Freund geerbt. Es gibt mittlerweile ein Schätzungsgutachten und ihr Anspruch wurde bereits berechnet. Doch sie akzeptiert den nicht und will das doppelte. Wobei dies letztendlich für das Aussprechen der Scheidung egal ist meinte der Rechtsanwalt.
Angst? Hmmm Angst habe ich eigentlich keine, es ist nur für uns beide eine sehr schwierige Zeit. Diese ganze Ungewissheit, was bringt die nächste Verhandlung, wird dann Schluß sein - an unseren Nerven zerrt. Wir möchten einfach dass es endlich ein Ende hat und wir endlich damit beginnen können unser gemeinsames Leben zu genießen.
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05.07.2011, 16:01
AW: Nicht gesucht und doch gefunden
Die Scheidung läuft seit 6 Monaten, was ein völlig normaler Zeitrahmen ist.
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05.07.2011, 21:23
AW: Nicht gesucht und doch gefunden
Liegt denn überhaupt schon ein Trennungsjahr vor? Wenn das erst kurz vor dem Scheidungsantrag begonnen hat, wird sowieso erst in einem halben Jahre frühestens geschieden, wenn sie dann nicht einverstanden ist, kann es noch weitere zwei Jahre dauern. Ausserdem dauert alleine schon der Versorgungsausgleich bei den Rentenanstalten etwa vier Monate. Bis jetzt ist das zeitlich also alles im Rahmen und Du wirst evtl noch etwas Geduld haben müssen.
Und wer Schuld am Scheitern der Ehe hat, ist völlig uninteressant für das Verfahren, das Schuldprinzip gibt es schon lange nicht mehr.
Sei froh, dass sie getrennt sind, auch räumlich und er die Scheidung eingereicht hat. Ich wünsch Dir viel Glück
Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar - Antoine de Saint-Exupéry
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07.07.2011, 08:00
AW: Nicht gesucht und doch gefunden
Ich mach mir einfach zu viele Gedanken - immerhin kenne ich ja eigentlich seine Familie, seine Kinder und Freunde noch nicht und ich schätze davor habe ich ein wenig Angst.
Naja was solls, in einer Woche ist der nächste Termin und dann werden wir weiter sehen.
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08.07.2011, 22:47
AW: Nicht gesucht und doch gefunden
Wieso kennst Du denn seine Familie und seine Freunde noch nicht?
Wenn ich es richtig gelesen habe, dann kennst Du ihn seit 10 Monaten?
Wieso gab es da noch keine Gelegenheit Freunde kennenzulernen??
Das sind nur so meine Gedanken dazu...
VeWeNicht weil es schwer ist wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen ist es schwer. Seneca
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10.07.2011, 10:26
AW: Nicht gesucht und doch gefunden
Hallo Catwisel,
bei meinem Mann dauerte es mit der Scheidung von seiner Ex auch sehr lange, weil die Dame sich dagegen wehrte, die Eigentümer aufzuteilen und ständig rumzickte. Dazu muss man sagen, dass sie sich getrennt hatte und sofort mit einem neuen Partner zusammen lebte. Nachdem sie ein knappes Jahr getrennt waren, lernten mein Mann und ich uns kennen. Danach ging es noch zwei geschlagene Jahre mit der Scheidung hin und her. Weil sie es plötzlich nicht mehr so wirklich wollte. Da konnte mein Mann aber auch nichts gegen tun. Plötzlich ging es ratzfatz, ein Termin, Stunde später eine SMS von ihm, er sei jetzt geschieden. Die Eigentümer sind immer noch nicht aufgeteilt. Wir lebten im Übrigen schon vor seiner Scheidung lange zusammen, das hat uns nicht gestört. Man kann da nicht immer so leicht drauf Einfluss nehmen. Getrennt ist getrennt - am Ende ist geschieden als Partner dann natürlich schöner. Jedenfalls ist "getrennt lebend" auch ein Familienstand, das hat definitiv eine andere Bedeutung als "verheiratet". Also mach dir nicht zu viele Sorgen. Alles Gute für euch.
Sevi


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