Hallo ihr Lieben,
Ich hab schon seit geraumer Zeit immer mal wieder in diesem Forum mitgelesen und muss viele der Ratschläge wirklich loben. So bin ich heute Morgen nach dem Aufstehen mal auf die Idee gekommen selbst mein "Problem" hier zu schildern und mir mal anzuhören, was man mir in meiner momentanen Lage so rät.
Kurze Randangaben: Ich bin 21 Jahre alt, studiere aktuell und habe seit fast 9 Monaten einen wirklich tollen Freund, 26 Jahre ebenfalls Student, mit Kind (3 Jahre), der fast 400 km von mir entfernt wohnt.
Ich weiß gar nicht so recht wie man so eine komplizierte Gegebenheit möglichst strukturiert und ausführlich schildert, aber ich gebe mir mal größte Mühe. Leider ist das Ding unglaublich lang geworden, aber kürzer erschien mir nicht möglich, weil ich dann das Gefühl hätte zu viele wichtige Details auszulassen. Wem es zu lang ist sollt's einfach nicht lesen :)
Angefangen hat alles als ich und J. uns letztes Jahr kennengelernt haben. Der Mann war mir auf Anhieb sehr sympathisch und hat mich quasi beim ersten Kennenlernen auf einer Party direkt umgehauen. Er hat bereits an dem Abend erwähnt, dass er einen, damals 2 Jahre alten Sohn hat, der allerdings nicht aus einer Beziehung entstanden sei.
Zu dem damaligen Zeitpunkt war ich mir sicher, dass das kein größeres Problem darstellen würde, da für mich etwas Festes ohnehin nicht in den Sinn kam. Wir haben uns dann regelmäßig am Wochenende gesehen und die restliche Zeit auch immer viel telefoniert und geschrieben. So wurde aus dem Lockeren dann doch was Festes. Die Tatsache mit dem Kind war mir zu dem Zeitpunkt zwar klar, aber ich war so begeistert, dass ich dachte wenn ich will, dann schaff ich auch alles.
Um die Beziehungssituation kurz zusammenzufassen: ich kann eigentlich gar nicht klagen. Der Mann ist der Wahnsinn. Er trägt mich auf Händen, ist begeistert von mir und in der Lage meine hohen Ansprüche zu erfüllen. Er achtet immer wieder auf Kleinigkeiten und tut liebevolle Gefallen: wie beispielsweise meinen Abwasch jeden Tag an dem er hier ist, weil er weiß, dass das meine unliebste Haushaltstätigkeit ist.
Generell muss man über J. sagen, dass er in fast allen Faktoren genau das ist was ich will und immer wollte. Zielstrebig, fürsorglich, eigenständig und auf eine positive Weise unglaublich auf mich fixiert.
Nun kommen wir zu den Problemen. Das erste sind die Sachen rund um das Kind herum. Hier stört mich zum einen die generelle Tatsache, dass da überhaupt jemand ist der ein Kind von ihm hat schon sehr. Ich wäre nie "die Mutter des ersten Kindes" ich wäre quasi "Frau mit Kind Nr. 2".
Ich bin in Russland aufgewachsen und mir wurde noch ein sehr hohes Bild von Familie vermittelt. Wenn man jemand geschwängert hat, musste man diesen nunmal heiraten. Kinder außerhalb der Ehe gab es in dem Sinne fast nicht. Gut dazu muss ich sagen, dass Herr J. erst erfahren hat, dass er einen Sohn hat, als dieser bereits 3 Monate alt war. Er unterstreicht selbst auch oft, dass er sich darauf freut, wenn er mal "richtig" Vater wird mit allem drum und dran, weil das in diesem Fall gänzlich verloren gegangen ist. Dementsprechend kompliziert war auch die Bindung zwischen J. und seinem Sohn. Seit den ersten Tagen der Beziehung hab ich mich immer dafür eingesetzt, dass mehr Vatergefühle bei ihm einsetzen und ihm bewusst wird, wie wichtig er für das Kind ist. Er war damals noch auf einem eher ignoranten Stand und hat den Kleinen vielleicht einmal alle 2-3 Wochen gesehen.
Dass das so nicht ging, war mir vom ersten Moment klar, als ich erfahren habe wer die Mutter ist.
Die Frau ist arbeitslos, Hauptschulabschluss, ohne Absicht arbeiten zu gehen und Entschuldigung wenn ich das so schreibe "dumm wie Brot". Sie ist weder in der Lage die Grundbausteine der deutschen Rechtschreibung zu verstehen, noch eine gescheiten Satz zu formulieren.
Die Tatsache, dass Herr J. wiederholt mit so einer Frau eine intime Beziehung hatte bringt in mir jedes Mal ein unglaubliches Gefühl von Ekel auf. Er ist erfolgreicher Student, der sein Informatikstudium bald mit sehr guten Leistungen abschließt und nebenbei noch einen tollen Werksstudentenjob bei einer renommierten deutschen Firma hat. Wie in aller Welt treffen solche zwei Welten denn aufeinander?
Die Assoziation mit der Frau geht sogar so weit, dass ich mich nicht einmal geschmeichelt fühle, wenn er mir ein Kompliment bezüglich meiner Intelligenz oder meines Aussehens macht, weil ich tief im Inneren das Gefühl habe: wer sowas nimmt, der hat ohnehin keine Standards.
Hinzu kommt, dass die Frau mit der Kindererziehung schlichtweg überfordert ist. Der Kleine macht was er will und ist gewohnt, dass er beispielsweise für Aufmerksamkeit einfach nur schreien muss.
Ich hab jahrelang nebenbei in sozialen Einrichtungen für Kindern gearbeitet und kann mir gut ausmalen was mal aus dem armen Jungen wird, wenn da niemand die Bremse zieht.
Gottseidank hat all mein gutes Zureden sehr viel in J bewegt. Der Umgang zwischen ihm und dem Kind ist mittlerweile viel besser. Er holt den Kleinen nun für mindestens zwei Tage die Woche und engagiert sich auch dafür, dass die Zukunft des Kindes bei ihm liegt (alleiniges Sorgerecht nach Abschluss des Studiums).
So muss ich zwar einerseits sagen, dass ich mich immer mehr für den Kleinen freue, aber ich hab das Gefühl, dass ich durch mein Drängen, zwar das Richtige für die Allgemeinheit (J, das Kind und die Frau) getan habe, aber dabei irgendwie auf der Strecke liegen geblieben bin. Durch mein hohes Verantwortungsbewusstsein lag für mich der Kleine einfach immer an erster Stelle.
Ich selbst verstehe mich zwar gut mit dem Kind und bin wirklich liebevoll und fürsorglich. Er ist sehr gern bei mir und umarmt mich viel, wird gern von mir getragen und spielt auch manchmal lieber mit mir als mit seinem Papa. Aber meinerseits kommen da keinerlei positiven Gefühle auf. Noch viel Schlimmer tief im Inneren ist das Kind immer der Grund warum alles "nicht Perfekt" sein kann. Niemals.
Durch das Kind sind so beispielsweise alle früher gemachten Pläne gestorben. Es war ursprünglich geplant, dass J. nach Abschluss des Bachlors zu mir zieht und wir dann gemeinsam hier weitermachen. Zusammen mit einem Auslandssemester und so weiter. Sobald ich einen besseren Überblick über die Sache mit dem Kind hatte war mir schon klar, dass es so wohl nie laufen würde und mittlerweile ist auch fest beschlossen, dass er weder herziehen wird, noch dass wir gemeinsam irgendwie ins Ausland kommen.
Ich weiß einfach nicht ob ich die Kraft dazu habe, dass wirklich auf Dauer so mitzumachen. Ich habe einfach das Gefühl, dass ich in meinem Leben immer einen Faktor haben werde, den ich weder wollte noch beeinflussen kann.
Hinzu kommt die Tatsache, dass J.'s Familie mir gegenüber wirklich nicht nett ist. Bei Familienfeiern wird mit mir kaum ein Wort gewechselt und selbst wenn ich mir Mühe gebe (z.B Essen mitbringe oder bei der Bewirtung der Gäste helfe) wird das meist nur mit einem knappen "Danke" abgetan. Auf tollere Events, wie dem Abiball des Bruders werde ich gar nicht erst eingeladen.
All diese Dinge nagen sehr an mir und machen mich zunehmend unglücklicher. Das Problem an der Sache ist, dass ich anzweifele, ob ich jemals wieder so einen tollen Mann wie J. finden kann. Weil ich doch schon viele Männer kennengelernt habe und die meisten nicht annähernd in der Lage sind meine Anforderungen zu erfüllen.
So steht für mich hauptsächlich die Frage im Raum, ob es mir ohne J. wirklich besser gehen würde als mit. Das zweifel ich nämlich sehr stark an.
So es war nun schon ein riesiger unendlich langer Text. Falls das jemand überhaupt ganz liest: Danke ich jetzt schonmal vom ganzen Herzen! Ich weiß dass hier auch alle genügend eigene Probleme haben, um so lieber ist es wenn man dann noch gewillt ist anderen zu helfen.
Liebste Grüße,
Viridity
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20.06.2011, 11:05Inaktiver User
Freund mit Kind und komplizierter Familie, kann ich das mit 21?
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20.06.2011, 11:52
AW: Freund mit Kind und komplizierter Familie, kann ich das mit 21?
Hallo,
ich beginne jetzt mal etwas ketzerisch mit "wir sind hier nicht in Russland"
, daher kannst Du natürlich Deine Moralmaßstäbe hier ansetzen, das kann aber wie Du auch grade erlebst, schwierig werden.
Ein Freund von uns war auch mal mit einer Russin zusammen, auch deren Beziehung scheiterte an ihren Vorstellungen, denen er nicht rechtzeitig nachkam.
Jetzt aber zum eigentlich Thema, so wie Du das beschreibst, sehe ich keine Zukunft für Euch. Versuche einen Partner ohne Vergangenheit zu finden, Du bist noch sehr jung, das ist ja nicht so schwer, denn bei Deiner Einstellung zum Kind von J. und Deinem "Ekel" ob der Kindesmutter (finde ich echt heftig!!) sehe ich da dauerhaftes Konfliktpotential.
J hat nunmal das Kind, ich kann auch nicht nachvollziehen, warum Du auf der einen Seite so einen Druck machst, dass er sich kümmert, Dir das dann aber auch nicht passt.
Wo ist das Problem, mit dem Auslandssemester, wenn der Kleine eh noch bei seiner Mama lebt?
Warum kannst Du nicht zu ihm ziehen?
Und Euer Kind wäre schon Euer erstes, denn er hat ja wohl weder Schwangerschaft noch Geburt miterlebt, er kommt auf Dein Drängen hin nun seiner Verpflichtungen nach. Er sieht das ja selber
Und was seine Familie angeht, ich weiß ja nicht, wie Du dort auftrittst. Sollte Dein Auftreten ähnlich sein wie hier im Strang, bin ich nicht ganz so überrascht, dass sie zurückhaltend sind.
Du kommst schon etwas arrogant und überheblich rüber:
Zitate:
Er trägt mich auf Händen, ist begeistert von mir und in der Lage meine hohen Ansprüche zu erfüllen.
Die Frau ist arbeitslos, Hauptschulabschluss, ohne Absicht arbeiten zu gehen und Entschuldigung wenn ich das so schreibe "dumm wie Brot".
Durch mein hohes Verantwortungsbewusstsein...
Weil ich doch schon viele Männer kennengelernt habe und die meisten nicht annähernd in der Lage sind meine Anforderungen zu erfüllen.
Ich meine, Du bist 21 Jahre alt, vielleicht solltest Du da mal etwas die Kirche im Dorf lassen
Das soll jetzt auch nicht böse gemeint sein, ist aber mein Eindruck
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20.06.2011, 12:56Inaktiver User
AW: Freund mit Kind und komplizierter Familie, kann ich das mit 21?
cheetah2000 dankeschön für deine Antwort
!
Stimmt wo ich den Text nochmal lese komme ich furchtbar rüber. So war es keinesfalls gemeint und ob das nun glaubwürdig wirkt oder nicht so furchtbar bin ich im wirklichen Leben sicherlich nicht. Auch wenn sich eine gewisse Haltung sicherlich durch den Schreibstil hier widergespiegelt hat, aber da spricht auch viel der Frust aus mir und eine gewisses Wunschdenken spielt auch mit rein. Daher der gebrauch der vielen "übertriebenen" Ausdrücke.
Ich bin eher zurückhaltend und bin gerade wenns um Gefühle geht auch manchmal etwas drastisch in der Formulierung, daher verzeihung, wenn es hier unhöflich und überheblich rübergekommen ist. Das war keinesfalls was ich vermitteln wollte.
Ich stelle mich hier nicht auf ein Podest und das in Wirklichkeit auch nicht so. Wenn ich mich für so toll halten würde, hätte ich sicherlich nicht die Angst niemanden zu finden, der mich wirklich liebt.
Ich weiß ich bin noch jung und vielleicht ist das auch das auch eins meiner "Probleme" an den Idealen. Ich neige wahrscheinlich noch mehr zum früheren Prinzessinen-Traum und mag mich noch nicht so recht damit abfinden, dass die Realität leider nicht so sein kann wie im Märchen. Daher oft auch noch die etwas ungünstige Wortwahl.
Ekel war auch sicherlich nicht das beste Wort für mein Gefühl der Mutter gegenüber. Es ist eine Mischung aus furchtbarer Enttäuschung und Wut der Frau gegenüber, dass sie ein Kind in die Welt setzt, um das sie sich nicht ordnungsgemäß kümmern kann und möchte. Sie hat da leider auch keine offenen Ohren für Anliegen von J. Ich selbst mische mich in diese Situation nicht ein, weil mir bewusst ist, dass ich nicht in der Lage bin der Mutter vorzuschreiben was sie zu tun hat.
Mich macht es einfach nur traurig und wütend, dass der Junge, der durchaus viel Potential hat Zuhause regelmäßig vor dem Fernseher abgeladen wird und nur Aufmerksamkeit bekommt, wenn er weint und schreit. In gewisser Weise bringt mich das zu einem Gefühl von Ablehnung (und in dem Fall auch gewissen Ekel) dieser Frau gegenüber, weil ich nicht verstehen kann wie man mit seinem eigen Fleisch und Blut so umgehenkann.
Mit dem Auslandssemester hab ich in dem Sinne kein Problem, wenn die Beziehung funktioniert würde es ja auch ein Jahr lang auf die Distanz klappen, aber ich würde es nicht gut finden, wenn J. das Kind für so lange alleine lässt. Schließlich kümmert er sich mittlerweile wirklich rührend um den kleinen.
Hinziehen ist leider momentan nicht möglich ich brauche noch 1,5 Jahre bis ich mit meinem Bachlor fertig bin und das Studium abzubrechen kann ich mir weder leisten noch ist das ne wirkliche Option.
Seiner Familie gegenüber bin ich eher sehr still. Ich habe Probleme mit dem Kennenlernen von neuen Leuten und habe mich da bisher sehr im Hintergrund gehalten. Ich versuche so nett zu sein wie ich kann und biete all meine Hilfe an. Leider war bereits seit dem ersten Treffen kein sonderliches Interesse da. Sie fragen nichtmal was ich mache, oder den generellen Smalltalk, den man so betreibt, wenn man eine neue Freundin vorstellt. Ich will deswegen auch nicht jammern. Es macht mich einfach nur etwas traurig, dass ich da auf keinen guten Nenner komme, obwohl mir das wichtig wäre.
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20.06.2011, 13:35
AW: Freund mit Kind und komplizierter Familie, kann ich das mit 21?
Liebe Viridity,
ich habe mich extra für Dich angemeldet.
Denn ich habe einen solchen Mann mit ähnlichen Rahmenbedingungen geheiratet, wie Du ihn schilderst: Akademiker mit Kind aus 1. Ehe, Exfrau aus bildungsferner Schicht, unfreundliche Familie des Mannes. Noch dazu musste ich in das Haus ziehen, das er mit seiner Exfrau kaufte und das sich natürlich in einem Dorf befindet, so dass ich täglich 2 Stunden unterwegs bin.
Mein Fazit: Nie wieder. Es gibt so viele Männer, die günstigere Lebensumstände mitbringen. Vor allem in Deinem Alter würde ich mir das nicht antun.
Ich habe meinen Mann geheiratet - aus Liebe. Mal sehen, ob unsere Liebe für die Bewältigung all dieser Schwierigkeiten ausreicht.
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20.06.2011, 13:48
AW: Freund mit Kind und komplizierter Familie, kann ich das mit 21?
Hallo,
Ich möchte mich mal anschließen und dir nur sagen, überlege dir gut ob Du das willst. Du bist 21. Ich glaube du hättest ganz andere Optionen als diese. Ich bin auch mit diesem Alter eine Patchworkbeziehung, wenn man es so nennen konnte damals, eingegangen.
Ich war heillos überfordert. Obwohl die Ex-Frau nicht intrigiert hat, die Kinder in Ordnung waren. Die Familie hat mich auch nicht richtig aufgenommen, klar, war ja auch vieles jünger als mein damaliger Freund.
Ich wollte auch "für die Allgemeinheit gute Dinge tun" - bin aber selber dabei im Allgemeinen draufgegangen.
Ich war so beschäftigt, für alle "die Gute" zu sein, dass ich zu allen gut war, oder es probiert hab, aber zu mir selbst nicht.
Bei meinem Freund wars damals der umgekehrte Fall - er war erfolgreich, hatte Geld, gutes Aussehen und ich war die jenige die "dumm wie Brot" war. Ich hatte ein Kind aus erster Beziehung, null Geld, null Selbstvertrauen und dachte, ich muss alles machen um dieser tollen Familie zu gefallen. Der Mann hatte mich doch "gerettet" und jetzt musste ich alles zum Wohlwollen für ihn und die Familie machen. Ich wars ihm schuldig - dachte ich.
Eins ist dabei unter anderem draufgegangen - meine Jugend!!!
Ich hab mich mit Lernproblemen der Kinder, Scheidungsbewältigung seinerseits, Bekochung und Bewirtung der Verwandtschaft, Vergangenheitsbewältigung aller Art herumgeschlagen - jetzt bin ich 30.
Und es ist nicht leicht, wieder auf eigene Beine und das meine ich in jedem Sinne - zu kommen.
Alles war wichtig - und da bin ich auch selbst schuld - nur meine Zukunft nicht. Auf alles wurde Rücksicht genommen - nur auf das was ICH wollte nicht.
Überleg dir das gut, denn du kannst die Tragweite einer solchen Sache noch nicht abschätzen. Lies hier mal ein bisserl quer - und lass das auf dich wirken!
aufbruch
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20.06.2011, 13:54
AW: Freund mit Kind und komplizierter Familie, kann ich das mit 21?
Doch, du mischt dich massiv ein. Ergebnis ist, dass dein Freund seine Vaterpflichten jetzt ernst nimmt, was natürlich zu vermehrten Kontakten führt. Ohne die Mutter jetzt verteidigen zu wollen, merke ich hier starke Vorurteile gegeüber einer Frau mit einfacher Bildung. Das muss nicht heißen, dass sie das Kind nicht fördern kann. Woher weißt du, dass das Kind nur vor dem Fernseher sitzt? Woher weißt du, dass es bei deinem Freund besser aufgehoben wäre? Liebe hat nichts mit IQ oder Schul- bzw. Studienabschluss zu tun.
Außerdem gehören zum "Kindermachen" immer noch zwei. Er hat offensichtlich auch nicht verhütet. Spricht nicht für ihn.
Jetzt mischt du dich schon wieder ein.
Warum? Bist du mit ihnen zusammen? Was meint dein Freund? Du kommst mir sehr fordernd vor. Dir ist es wichtig, also haben seine Eltern so zu sein und nicht anders. So sind die Menschen meistens aber nicht - nur im Märchen oder in Telenovelas.
Nein, musstest du nicht. Es hätte sicher auch andere Möglichkeiten gegeben - man kann auch im Nachhinein etwas ändern, wenn man feststellt, dass man nicht glücklich ist.Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
Christian MorgensternIn einer Stunde ruhigen Sitzens verbrennt man 73 Kilokalorien.
- Ich habe meinen Sport gefunden.
Sommer 2021 - mehr als nur nasse Füße... reinklicken und mithelfen!
Moderatorin für:
Was bringt Sie aus der Fassung?Beziehung im AlltagTrennung und ScheidungÜber das KennenlernenForum für AlleinerziehendeReine Familiensache
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20.06.2011, 14:00
AW: Freund mit Kind und komplizierter Familie, kann ich das mit 21?
A reader lives a thousand lives before he dies... The man who never reads lives only one.
(George R. R. Martin)
Moderation von:
Alle Jahre wieder...
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-Reisen 
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20.06.2011, 14:28
AW: Freund mit Kind und komplizierter Familie, kann ich das mit 21?
Hallo,
ich kann deine Haltung gegenüber dem Kinder der Gesamtsituation verstehen und finde es gut, dass du bei deinem Freund erreicht hast, dass er sich jetzt wie ein Vater um sein Kind kümmert.
Nur ich glaube auch, dass du zu jung bist um dich endgültig auf diese Patchworksituation einzulassen. Und ja, es gibt auch noch andere tolle Männer auf dieser Welt. Ich würde versuchen ihn loszulassen und mich wieder auf mein eigenen Leben, mein Studium und den geplanten Auslandsaufenthalt zu konzentrieren.
Ich wäre in deinem Alter viel zu jung gewesen, um bereits eine Familie zu gründen und darauf läuft es ja heraus, wenn du mit ihm zusammen bleibst und mit ihm und dem Sohn zusammenleben wirst. Frage dich wirklich sehr ernsthaft ob du das kannst und ob du das willst.
Liebe Grüße
prometheaFreiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
Profilbild © edwardbgordon
Moderation: "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"
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20.06.2011, 14:37
AW: Freund mit Kind und komplizierter Familie, kann ich das mit 21?
@Prometha,
Es ist schwer ihr zu raten, sich zu überlegen, ob sie das möchte. Sie weiß ja noch nicht, welche Herausforderungen da auf sie und den Freund zukommen können.
Hier querzulesen, sollte aber einiges vermitteln.
@skribi
Sicher, mag sie etwas fordernd wirken. Aber hallo, sie ist 21. Hat man da nicht so die Idee, wie die Dinge zu laufen haben. Jahre später, sieht die Sache anders aus.
Aber ich finde, sie DARF diese Einstellung auch haben. Sie kennt die Herausforderungen und Fallen einer Patchworksituation doch nicht.
Wenn man bedenkt, wieviele Frauen hier schrieben, oft 40, 50 die auch ihre Probleme mit solchen Situationen haben. Sie ist 21.
Ich kenne die Gefühle, auch wenn es "mädchenmäßig" wirkt und so gar nicht reif - aber in dem Alter ist es vielleicht noch wichtig, 1. Frau zu sein, mit der der Mann Hochzeit, Kinder etc. erlebt. War bei mir auch so. Erschwerend kam bei mir hinzu, dass mein Freund das nie mehr wollte. Der Freund der TE schon. Also, Kleinmädchenträume sollte man in Patchworksituationen schnell mal ablegen.
Aufbruch
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20.06.2011, 14:53Inaktiver User
AW: Freund mit Kind und komplizierter Familie, kann ich das mit 21?
selbst wenn alle widrigkeiten sich in blauen dunst auflösen, ich sehe ein ganz grosses problem, dass auch über die jahre grösser werden wird: das kind.
du hast jetzt schon ressentiments gegen den kleinen. und mit der einstellung der kindsmutter gegenüber, deiner formulierung: wenn du dir vorstellst, dass dein freund mit ihr- das wird nix.
schauen wir mal in die kristallkugel: der kindsvater ist mit dem studium fertig und hat den ober-überflieger-job. 40 stunden woche oder teilzeit fürs kind?
ab welchem zeitpunkt wirst du in die rolle der stiefmutter geschoben damit er seine karriere vorantreiben kann? willst du mit deinem studium auch in den beruf gehen oder kannst du dir eher kind und küche vorstellen?
in dem fall selbstverständlich: eigene kinder.
und bei jedem 4 er im mathetest bekommt junior seine eigene abstammung sprich die mutter vorgehalten.
so, mal die kristallkugel wieder ausgeschaltet-------------------- klar mit 21 hatte ich auch ideen im kopf und herzen wie toll es werden könnte-------------- ich bin an der realität (anders gelagerte familienproblematik) fast zerbrochen.
mein rat?
geniesse die zeit aber plane ihn nicht als ehemann und kindsvater ein.


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