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    Wie viel muss man mitmachen als Neue?

    Liebe Community,

    ich habe auch ein Exemplar eines Gebrauchten. Wir sind seit 1,5 Jahren zusammen, leben in getrennten Wohnungen und sehen uns fast täglich, sind zusammen entweder bei ihm oder bei mir. Das Problem: Der inzwischen volljährige Sohn will mit den neuen Beziehungen seiner Eltern nichts zu tun haben. Das führt dazu, dass mein Freund mehrfach in der Woche in sein früheres zuhause fährt, seine Wäsche dort wäscht und auch regelmäßig da übernachtet. Er findet das normal, auch Ausflüge und kleine Reisen mit Ex und Sohn zu unternehmen. Er genießt seinen guten Kontakt zu seiner Ex und sein Familienleben. Bei allem bin ich außen vor. Die Ex kenne ich nicht und da sie keinen Wert auf ein Kennenlernen oder Kontakt legt, gibt es auch keine Möglichkeit für mich, dies zu ändern.
    Wir bekommen oft Streit, weil ich diese Situation nach 1,5 Jahren nicht mehr ertrage (die Übernachtungen mit Frühstück, die Ablehnung des Sohnes). Anfangs habe ich es gut gefunden, dass er für seinen Sohn und seine Ex da ist, mit ihnen das erste Weihnachten verbringt und ihnen hilft, damit umzugehen. Mittlerweile hat auch sie seit 1 Jahr einen Freund. Geändert hat sich nichts. Zwischendurch ist mein Freund noch eine alte Liebschaft, die er nicht vergessen konnte, wieder eingegangen. Keine wusste von der anderen. Er hat uns beiden immer gesagt, er sei bei seinem Sohn und seiner Ex. Inzwischen ist dieses Verhältnis beendet.
    Nun möchte ich langsam eine Perspektive haben. Er will alles so lassen wie es ist und sagt, dass ich Glück und Liebe wegwerfe und dass ich doch genug Liebe bekomme. Dass ich nur eifersüchtig wäre, weil ich keine Familie hätte und er solange er lebt die Beziehung zu Sohn und Ex behalten wird. Ich möchte ja gar nicht, dass er sie aufgibt. Ich möchte ingetriert werden und ich möchte nicht, dass er dort übernachtet.
    Bin ich zu egoistisch? Ich wünsche mir eine Partnerschaft mit Zugehörigkeit, Vertrauen und Zusammenhalt. Deshalb habe ich schon oft Schluss gemacht, aber er kommt immer wieder an und unser Sex ist toll. Aber das reicht mir nicht aus, sich immer nur zu verabreden. Zusammen wohnen will er auch nicht, weil er keinen Stress haben möchte, wenn er mal ne Nacht nicht nach Hause kommt. Bei solchen Worten kann man doch Liebesschwüre nicht ernst nehmen, oder? Ich bin es leid, immer nur die nächste Entwicklung abzuwarten. Die dann aber letztendlich nicht kommt. Was meint ihr?

  2. gesperrt

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    AW: Wie viel muss man mitmachen als Neue?

    Meine Ferndiagnose lautet:

    Er will es unverbindlicher als Du. Und ist an einer eheähnlichen Beziehung nicht interessiert.
    Das hatte er auch schon und will so etwa nicht mehr.

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    AW: Wie viel muss man mitmachen als Neue?

    Liebe Dani,

    du bringst es auf den Punkt. Ich weiß es schon lange. Das Problem ist, sich auch dieser emotionalen Falle zu befreien. Denn er will bei mir sein, Intensität, Leidenschaft, ist eifersüchtig auf andere und meine Vorhaben und Freunde. Will mir einreden, dass wir eine intensive Liebesbeziehung haben. Akzeptiert meine Fluchtversuche nicht, kommt immer wieder - erfolgreich. Denn wir lieben uns. Trotz all der Verletzungen und Demütigungen. Scheix Spiel. Zu wenig zum Leben und zuviel zum Sterben (der Liebe).

  4. Inaktiver User

    AW: Wie viel muss man mitmachen als Neue?

    Jil,

    ich denke mal, die Probleme mit deinem Exemplar rühren nicht daher, dass er ein "Gebrauchter" ist, sondern dass er grundsätzlich ein Zeitgenoose ist, der sich nur ungern festlegt und dem seine "Freiheit" über alles geht.

    Die Ex und sein Sohn bieten nur eine willkommene Ausrede, um sich nicht näher bzw. (noch) häufiger mit dir beschäftigen zu müssen. Ob er sich wirklich immer dort aufhält wage ich mal zu bezweifeln.

    Ob dich sein Sohn mag oder kennenlernen will, ist überhaupt nicht das Problem. Das kann sein Sohn halten wie er will.

    Was dich zu interessieren hat ist, inwiefern er an einer verbindlichen Beziehung mit dir interessiert ist. Das geht auch mit Kindern aus erster Ehe. Aber ich denke mal, daran ist er nicht interessiert.

    Es liegt an dir, zu entscheiden, wie du Partnerschaft leben willst. Ob du dabei die zweite oder dritte oder zehnte bist, ist völlig ohne Belang.

    Gruß, Elli

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    AW: Wie viel muss man mitmachen als Neue?

    Liebe Elli,

    danke! Damit hast du schon mal die quälende Eifersucht etwas gedämpft.
    Ich habe immer wieder so ein Problem mit dieser Ausgrenzung. Ich war über 10 Jahre verheiratet und kenne solch ein Verhalten überhaupt nicht.

    Ich bin immer wieder verblüfft und pralle völlig machtlos mit meinen Bedürfnissen bei ihm ab. Er sagt immer, dass er mich nicht versteht. Wir hätten doch alles, ich würde 90% seiner Zeit mit ihm verbringen. Was ich noch mehr wollte. Mir fehlt die Zugehörigkeit. Ich brauche nicht unbedingt zusammen in einer Wohnung zu leben. Aber ein zueinander stehen, irgendetwas Gemeinsames als nur die intensive Zeit bis zur nächsten täglichen Verabredung, bei mir oder bei dir.

    Schlage ich ihn mit seinen eigenen Waffen, ist er sauer. So habe ich z. B. meine wenigen Sachen aus seiner Wohnung mitgenommen, was ihn sehr gekränkt hat. Er hingegen hinterlässt nur eine aufsteckbare Zahnbürste bei mir.

    Während ich hier schreibe, komme ich mir wirklich blöd vor. Sobald er mit seiner emotionalen Macht über mich seine komischen Argumente vorbringt, glaube ich ihm. Habe ich etwas Abstand, komme ich zu den gleichen Ergebnissen wie ihr.

    Warum also lässt er nicht los, wenn er immer wieder so viel Stress von mir bekommt? Und er leidet wirklich, wenn ich mal wieder einen Schlussstrich gezogen habe. Aber wir zerfleischen uns auch bei jedem neuen Streit. Wir reden aneinander vorbei, weil er so gekonnt das Wort VERBINDLICHKEIT einfach ausblendet. Als ob ich chinesisch rede oder schreibe. Ellenlange Briefe, in denen er mir seine Liebe erläutert und Begebenheiten schildert als Beweis dieser Liebe. Aber alles nur in der Vergangenheitsform. Nichts zukunftsgerichtetes. Ich kann das kaum ertragen, immer nur den nächsten Tag abzusehen, während er inzwischen den Spieß umdreht und sagt, dass man nicht auf eine Frau bauen kann, die ihn ständig vor die Tür setzt. Clever von ihm, nicht wahr?

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    AW: Wie viel muss man mitmachen als Neue?

    Zitat Zitat von Jil69 Beitrag anzeigen
    Denn wir lieben uns. Trotz all der Verletzungen und Demütigungen. Scheix Spiel.
    Also unter Liebe würde ich was anderes verstehen... aber nu...

    Wie Elli schon geschrieben hat - es hat mit seinem Charakter zu tun, nicht mit seinem Status "gebraucht"...

    Mal ganz hart: Du hast nur 2 Möglichkeiten.

    Entweder reicht Dir das, was Du mit ihm haben kannst, und das seh ich einfach nicht, denn Du bist offensichtlich (und aus meiner Sicht verständlich) unglücklich.

    Oder Du ziehst konsequent einen Schlußstrich und wartest, bis Du jemandem begegnest, der unter Beziehung dasselbe versteht wie Du. Und nicht Affäre mit tollem Sex.

    Nimm Dein Herz in die Hand, Kopf hoch, Rücken gerade und leb nicht länger ein Leben, das Dich nicht glücklich macht

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    AW: Wie viel muss man mitmachen als Neue?

    herr x. hat einen harem. darin ist platz für die hauptfrau und eine bis zwei nebenfrauen.

    wenn das dein lebenskonzept ist, rauf dich weiter mit ihm herum, wenn nicht, dann geh!
    lg
    legrain

  8. gesperrt

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    AW: Wie viel muss man mitmachen als Neue?

    Vertausche "leidenschaftliche Liebe" nicht mit Drama.

    Das kann es durchaus MAL sein, aber nicht ständig:

    Eigentlich sollten die positiven übermütigen überschwänglichen Gefühle deutlich auf einer Waage überwiegen.

    Überwiegen aber Ängste, Sorgen, negative Gefühle, Unruhe, gar Eifersucht, dann ist das eher Drama und keine leidenschaftiche Liebe.

    Das ist dann schon eher Obsession. Aber vermutlich muss man da mal auch durch, bevor man gewappnet ist und irgendwann einmal einen Menschen trifft, der richtiger für einen ist.

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    AW: Wie viel muss man mitmachen als Neue?

    Liebe Dani,

    Drama, Obsession trifft wohl den Status der Gefühle. Es vergeht keine Woche, in der es nicht zu quälenden Gefühlen, enttäuschten Erwartungen oder negativen und kleinmachenden Kommentaren kommt.

    Bevor man es nicht selbst erlebt hat, kann man es sich nicht vorstellen. Ich bin eine sehr selbstbewusste und selbständige Frau und ich hätte mir nie träumen lassen, dass es jemand schafft, dass ich mich klein und verzweifelt fühle.

    Und ich kann nur alle warnen vor diesem Teufelskreis.

    Mit dem ersten Betrug habe ich die Beziehung beendet und dachte, ich gehe kaputt daran. Glaubt nicht, dass es ein "Tut mir leid" oder "verzeih mir" oder "ich wollte dir nicht wehtun" kam.

    Ich habe nur von ihm gehört, dass ihm meine Liebe nicht genug sei. Und schon schnappt die Falle zu. Klar bin ich schuld! Es sind immer die Frauen schuld, wenn die Männer nicht voll befriedigt sind. Die Geliebte war ja viel besser, viel verständnisvoller. Plötzlich findest du dich in einem Vergleich wieder. Wer sich mehr Mühe gibt, bekommt das Wohlwollen und seine Liebe. Also die Bemerkung mit dem Harem trifft es genau.

    Und schon bist du am Rand deines Verstandes. Du bekommst genau so viel Liebe und Innigkeit, die ausreicht, um deine geschundene Seele ein bisschen zu trösten, aber nicht genug, um sich sicher und glücklich zu fühlen.

    Sprichst du deine Bedürfnisse an, stellst gar Forderungen oder Bedingungen an die Beziehung, beginnt ein neues perfides Spiel: Aushungern. "Wer liebt, stellt keine Bedingungen". Das Entweder-Oder-Spiel wird einfach nicht mitgespielt, ausgesessen, ignoriert. Überhaupt wird alles ignoriert und überhört, was mit Farbe bekennen zu tun hat.

    Ich habe es mit einem Überfluss an Liebe versucht. Gescheitert. Ich habe es mit Liebesentzug versucht. Gescheitert. Denn das perfide Spiel ist so: Ich liebe dich, wenn alles so läuft, wie ich es will. Wenn du Bedingungen stelltst, liebst du mich nicht und ich brauche das Gefühl geliebt zu werden. Wenn du mich liebst, willst du mich nicht verändern und verstehst meine Situation.

    Das Ganze gepaart mit ausgeschaltetem Handy über das Wochenende bei der Ex bis hin zu SMS-Bombardements und Telefonserien seinerseits, Beschimpfungen, aggressivem Verhalten und wütendem Verlassen der Szenerie, weil keine Konfliktfähigkeit vorliegt oder das schon so ein eingespieltes Verhalten ist, weil immer wieder funktioniert.

    Was auch super ist: das immer wieder Hinterherlaufen und die Beziehung wieder aufnehmen zu wollen. Dies ein Zeichen, dass er mich liebt und ich ihn nicht (weil ich nicht an der Beziehung festhalte und daran arbeite!).

    Ich bin noch nie in so einer Falle gelandet. Es ist einfach schrecklich. Ich weiß das alles und komme emotional nicht davon los. Vielleicht muss ich wirklich erst jemand anderen kennenlernen. Aber das ist nicht so einfach, denn dieser Haremsbesitzer ist äußerst attraktiv, kann soooo liebenswert und viel Liebe geben und auch so verletzlich. Ein großer Junge eben.

    Eine richtige Hass-Liebe. Ich hoffe, dass mein Unterbewusstsein und mein Selbsterhaltungstrieb irgendwann einsetzt und ich weniger unter der Trennung als unter dem Zusammensein leide.

  10. User Info Menu

    AW: Wie viel muss man mitmachen als Neue?

    Zitat Zitat von Jil69 Beitrag anzeigen
    Ich hoffe, dass mein Selbsterhaltungstrieb irgendwann einsetzt
    Das wünsche ich Dir von ganzem Herzen.


    Aber anscheinend ist der Leidensdruck noch nicht groß genug....

    Vielleicht liest Du mal den Thread von "weiterweg" nach.... evtl. schaffst Du dann einen Cut....

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