Ein Kind abschieben, bleibt ein Kind abschieben.
Diese Wohngruppe ist nichts anderes als das Auffangbecken für Kinder, die früher in Heimen gelebt haben.
Und genau solche Kinder kommen in so einer Wohngruppe zusammen.
Meist aus asozialen Verhältnissen, wo Missbrauch, Kriminalität, Kindervernachlässigung an der Tagesordnung waren.
Da zu glauben, da ist es cool und schön... das ist Selbstbetrug und ganz schon ganz schön an der Realität vorbei.
Aber wenn es ja nicht die eigenen Kinder sind...
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05.04.2011, 11:07
AW: Nexten Talk II - Nexten und kein Ende
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05.04.2011, 11:42
AW: Nexten Talk II - Nexten und kein Ende
Ach, Dani ....
Sicherlich kann die betreute Wohngruppe auch ein Abschieben sein.
Es kommt eben immer auf den Einzelfall an.
Die Tochter hat nunmal erlebt (sie glaubt das nicht nur!), dass es da toll ist. Sie will das, um aus dem Streithaus ihrer Mutter rauszukommen. So, wie der Sohn schon vor Jahren zum Vater ist, weil er von seiner Mutter und dem aggressiven lieblosen Klima im Hause seiner Mutter wegkommen wollte.
Fuer die Tochter kommt die Loesung, bei ihrem Vater zu wohnen, eben nicht in Frage. Es geht nicht.
Und das liegt nicht daran, dass sie nicht meine Tochter ist. Sondern weil sowohl der Vater, als auch ich sehr genau hinschauen, was mit dem Maedel los ist und wie ihr am besten geholfen werden kann.
Das mag sich hier anders anhoeren. Aber Du kennst keinerlei Fakten ueber das Maedel und ihre Situation.
Also urteile doch bitte nicht so abfaellig. Das hilft niemandem weiter.Dala
Walk what you talk
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05.04.2011, 12:20Inaktiver User
AW: Nexten Talk II - Nexten und kein Ende
Dala,
als meine Tochter 15-16 war , wollte sie auch weg. Wir haben auch nur noch gestritten. Es gab fast keine normale Kommunikation. Sie wollte auch in eine Wohngruppe oder ein Heim.
Ich habe es so wie Dani gesehen, als Abschieben. Ich habe es nicht zugelassen, das Jugendamt hat mir dabei geholfen, sie wussten von Anfang an, wie sie mich einschätzen sollten. Auch die Indenitätskriese meiner Tochter wurde gesehen.
Sie hatte eine Auszeit für mehrere Wochen bei Ihrer Freundin, eine "fremde" Mutter hat mein Kind bei sich gehabt, aber für eine festgelegte Zeit. Meine Tochter wurde von mir "gezwungen" zur Therapie, in der sie die frühe Trennung von ihrem Vater aufgearbeitet hat. Ich wußte damals, wenn ich sie ganz gehen lasse, werde ich sie verlieren. Sie hat mich gebraucht um an den Auseinandersetzungen mit mir stark zu werden und ich habe es auch "ausgehalten", habe mich darauf eingelassen.
Wir haben sehr inniges Verhältnis zueinander, sie hat sich ihre Selbständigkeit und Unabhängigkeit von mir "erkämpft" und somit ein Gerüst für ihr weiteres Leben geschaffen.
Ich finde es für die Tochter deines Mannes sehr traurig, dass keiner der Eltenr so richtig 100% hinter ihr steht
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05.04.2011, 12:44
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05.04.2011, 12:50Inaktiver User
AW: Nexten Talk II - Nexten und kein Ende
Ich glaube nicht, daß der Vater nicht hinter seiner Tochter steht. Wenn ich die Situation aufgrund Dala's bisheriger Posts richtig einschätze, geht es darum, daß es räumliche (nicht wohnungbedingte) und menschliche Gründe gibt, warum die Tochter nicht zum Vater möchte. Und sie ist in einem Alter, wo ich denke, sie sollte mitentscheiden können, wo ihr Weg hinführt.
Es gibt in meinen Augen keine Patentlösung XYZ - das wäre sehr schön, man bräuchte nur dem einen Weg folgen, und schwupps ist alles gut. Die Lösung muss die älteren Kinder mit ins Boot nehmen, machbar und nachhaltig sein.
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05.04.2011, 12:51Inaktiver User
AW: Nexten Talk II - Nexten und kein Ende
Der Vater würde das Kind ja aufnehmen, aber das ginge nur mit zusätzlicher Belastung der "Stiefmutter". So habe ich es zumindest verstanden und das finde ich besonders traurig.
Wenn die Stiefmutter erschöpft am Boden liegt, dann wird sich keines der "Stiefkinder" groß um sie kümmern.
Ich bin ehrlich: bevor ich vor die Hunde gehe und mich nicht mehr oder unzureichend um mein/e eigenen Kind/er kümmern kann, würde ich es ablehnen, ein problematisches(!) Stiefkind in irgendeiner Form zu betreuen. Bis zur Erschöpfung reinhängen würde ich mich nur bei meinem eigenen Kind, das gebe ich offen zu.
Sage ich jetzt ganz pauschal, ohne in der konkreten Situation drinzustecken.
Gruß, ElliGeändert von Inaktiver User (05.04.2011 um 12:57 Uhr)
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05.04.2011, 12:54Inaktiver User
AW: Nexten Talk II - Nexten und kein Ende
@elli: Beim Lesen deines Post habe ich gerade gedacht: Hat sie vielleicht Fiella und Dala vermengt? Dala hat kein "eigenes" Kind, der Stiefsohn wohnt dort im Haushalt. Bei Fiella geht es um den Zuzug des nächsten Stiefkindes, dort gibt es ein "gemeinsames Kind" und sie ist die "Erschöpfte".
Ist diese Vermengung möglich?
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05.04.2011, 12:59Inaktiver User
AW: Nexten Talk II - Nexten und kein Ende
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05.04.2011, 13:11
AW: Nexten Talk II - Nexten und kein Ende
Hi Dulcinea,
der Vater steht 100% hinter der Tochter. Einzig die Mutter schert sich um nix. Die Tochter hatte zwei Therapeuten. Beiden hat sie sich nicht geoeffnet.
So, wie Du Deine Tochter zu einer anderen "Mutter" geschickt hast, wuerde ich die Tochter in betreutes Wohnen schicken. Damit sie erstmal aus der Situation raus ist und auch, damit sie sieht, wie es dort wirklich ist.
Sie glaubt, mit dem Wohn-wechsel, gehen ihre Probleme weg. Was nun garantiert nicht passieren wird.
Ich wuenschte, ich haette auch eine liebevolle Mutter, die das Maedel nehmen wuerde. Aber leider will niemand das Maedel laenger als 2 Tage "ertragen".
Und bei uns wohnen geht aus verschiedenen Gruenden nicht, die ich hier nicht alle ausbreiten will. Die aber zu vielen Teilen bei der Tochter liegen und nur zu wenigen Teilen bei uns.
Einer der Teile von uns aus waere, dass der Vater seinen Job auf halbtags kuerzen muesste. Oder ich hoere auf zu arbeiten.
Und das alles gegen den Willen der Tochter, die nicht bei uns wohnen will - auch aus verschiedenen Gruenden.Geändert von dala (05.04.2011 um 13:17 Uhr) Grund: Zitat gekuerzt
Dala
Walk what you talk
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05.04.2011, 13:27
AW: Nexten Talk II - Nexten und kein Ende
Liebe dulcinea,
in Deinem Fall war das sicher das Richtige.
In anderen Fällen kann das auch damit enden, dass sich die - kranken - Kinder umbringen.
Meine eine Pflegetochter war bei mir, weil sie für die Aufnahme in eine Wohngruppe noch zu krank war und auf keinen Fall zur Mutter durfte...
Die andere, weil ihrer Mutter letztendlich doch die Gefahr zu groß war, dass sie sich aus dem Fenster stürzt...
Als abschieben sehe ich so etwas nicht. Vielen Kindern wäre es besser bekommen, wenn sie rechtzeitig "abgeschoben" worden wären....


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