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    wie grenze ich mich effektiv ab?

    Hallo Allerseits,

    nach langem Überlegen habe ich mich jetzt auch entschlossen, was zu posten.
    Kurz zu meiner Situation:

    seit 3 Jahren mit meinem Partner zusammen (wohnen von Anfang an zusammen), er hat drei Kinder (Zwillinge, Jungs 6 Jahre und eine Tochter, 9 Jahre) die regelmäßig alle zwei WE`s zu uns kommen und in den Ferien da sind. Wir leben in einer 3-Zimmer-Wohnung mit meinen 3 Katzen (die ich schon ewig hab). Ex hasst mich und wir hattten über die Jahre wirklich ungeheuerlichen Stress, den sie auch über die Kinder ausgetragen hat. Üble Story, aber darum gehts hier nur bedingt.

    Mein Problem: ich habe aktuell eine sehr, sehr heftige Gastritis, und neben den evtl. infektiösen Ursachen hört man ja immer wieder, dass sowas oftmals psychisch ist. Neben meinem stressigen Beruf habe ich nun die Kinderwochenenden auf Sicht. So hart es sich anhört. Aber erholsam sind die nicht für mich. Neben dem ständigen Geräuschpegel, den 3 Kinder in einer relativ kleinen Wohnung machen stresst mich auch, und darum gehts hier, dass die Kinder immer irgendwelche Termine haben, die mein Partner dann abfahren muss. Der eine soll zum Schwimmkurs (obwohl er noch nicht so weit ist, hat Panik davor), der andere zum Geburtstag (ok), die andere zum Handball, und dann noch Fussball usw.....) ständig gurkt mein Partner mit den Kindern hin und her (gut, dann ist hier mal Ruhe) aber "natürlich" mit meinem Auto. Wir haben nur dieses eine was Ihr euch durch die Unterhaltszahlungen für 3 Kinder erklären könnt. Ist eigentlich auch ok, ich habe für mich entschieden, dass er man machen soll wenn er will und ich dann eben meinen Interesssen nachgehe. Leider klappt das innerlich nicht. Ich ärgere mich trotzdem, dass er diese Aufträge, die z.T. ja völlig ok sind, z.T. aber wie Beschäftigungstherapie seitens der Ex wirken, so kritiklos ausführt. Ich will mich darüber aber nicht mehr ärgern! Habt ihr einen Tip?

    Danke für die Antworten,
    Bona2

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    AW: wie grenze ich mich effektiv ab?

    Halllo Bona,

    zum einen: Zwei Erwachsene, drei Kinder und drei Katzen in einer drei Zimmer Wohnung, das hört sich ziemich eng an, hast Du mit Deinem LG darüber gesprochen, eine größere Wohnung zu mieten?

    zum anderen: es ist das normalste auf der Welt, dass Kinder nach der Schule oder auch an Wochenenden ständig Termine haben, Sport, Musik, Schwimmen, manchmal Konfirmandenunterricht, Verabredungen und und und. Ich bin auch an den meisten Nachmittagen das Taxi meines Sohnes (auch am Wochenende, wenn zb Fussballtuniere sind oder Schulveranstaltungen). Das ist nun mal so. Wenn die drei bei Euch sind und Termine haben, ist es absolut richtig und legitim, dass er sie dort hin fährt, evtl auch unter der Woche, das ist dann natürlich eine Sache der Absprache mit der Mutter der Kinder. Bei einem Kind ist das schon stressig, bei dreien finde ich es richtig, wenn man sich das aufteilt. Übernimmt die Mutter denn auch einen Teil der Fahrdienste?

    Geht es Dir darum, dass er dafür Dein Auto benutzt? Ich habt ja eine klare Absprache, dass aus Kostengründen kein zweites angeschafft wird. Ich hab eher den Eindruck, es geht nicht um Dein Auto, sondern um die Tatsache an sich, dass die Kinder viel Zeit beanspruchen. Ich persönlich finde es gut, dass er sich kümmert, die Kinder sind noch nicht so alt, dass sie überall alleine hinkönnen.

    Und zum Schwimmkurs? mit 6 oder 9 zu früh??? Ich bitte Dich! Mein Sohn hat mit fünf sein Seepferdchen gemacht und mit 6 Bronze, mit sieben Silber. Er war immer eine Wasserratte, aber manchmal musste ich auch dahinter sitzen, dass er zum Schwimmkurs geht. Manche Kinder machen das auch etwas später, natürlich muss man sie nicht zwingen, aber das Schwimmen lernen ist aus meiner Sicht lebenswichtig. In der Schule ist es dann sowieso Teil des Unterrichtes und wird sogar mehr bewertet in der Sportnote, als die Leistungen im normalen Sportunterricht. Zumindest ist das an unserer Grundschule so.

    Drei Kinder sind stressig, aber Du wusstest ja als Du mit ihm zusammenkamst, dass er sie hat. Wie ist Dein Verhältnis zu den Kindern?

    Ihr habt doch immer zwei komplette Wochenenden im Monat alleine...unternehmt ihr da was zu zweit? Oder reichen Dir die beiden Wochenenden nicht?
    Wenn die Kinder an den Wochenenden rumgefahren werden, hast Du da denn schon mal dran gedacht, mitzufahren, zb zu Fussballtunieren? Oder willst Du, will er, wollen die Kinder das nicht? Ich finde es aber auch nicht schlimm, wenn Du da alleine etwas unternimmst und Kindern und Vater IHRE Zeit einfach gönnst und die Zeit für Dich selbst geniesst.
    Ich wünsch Dir mehr Gelassenheit, sei froh, dass Du einen LG hast der sich um seine Kinder kümmert.
    Das einzige, was mich stören würde, ist evtl die Wohnsituation.
    Wie alt bist Du? Willst Du selbst mal Kinder?

    LG Destiny
    Geändert von Destiny68 (12.03.2011 um 11:20 Uhr)
    Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar - Antoine de Saint-Exupéry

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    AW: wie grenze ich mich effektiv ab?

    @Destiny...ich glaube es geht hier gar nicht um das Faktum, dass die Kinder hin- und hergefahren werden. Wenn ich mich in die Situation, wie hier beschrieben, hineinfühle, geht es um was tieferliegendes. Dass die Kinder dies und das tun und der Vater da auch hilft und fährt und so, ist glaube ich nicht das Hauptproblem, zumindest wird es hier verstandesmäßig auch so erfasst, dass dies auch gut und ok ist.

    Dass ein Patchwork mit einem Vater von 3 Kindern nicht unbedingt einfach ist, verstehe ich voll und ganz und die TE scheint es auch zu stressen. Da läuft sicher viel nicht auf Verstandesebene sondern auf Gefühlsebene, die oftmals ganz was anderes sagt.

    Bona, fühl doch mal in dich rein, was ist es denn wirklich, es sind doch nicht Termine oder? Was denkst du, nimmt dich an der Sache mit?

    Aufbruch

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    AW: wie grenze ich mich effektiv ab?

    @destiny: ich glaube, bona ist nicht geholfen mit einem post nach dem motto "reg dich nicht auf, freu dich an dem, was du hast"... denn, wie sie hier schreibt:

    Ich will mich darüber aber nicht mehr ärgern! Habt ihr einen Tip?
    also: bona will sich nicht ärgern. ärger lässt sich aber leider nicht einfach an - und wieder abstellen...

    und, akut isses wohl richtig scheiße, mit so 'ner gastritis. hatte ich auch schon... und wenn da noch zusätzlicher stress dazukommt... ätzend.

    akutmaßnahme: flucht am kinderwochenende! sauna, massage, lieblingsbuch. oder in den wald, wandern. also: was nur für dich machen, wo dich keiner stört, du dich nicht kümmern musst, sondern wirklich abschalten kannst. oder es zumindest versuchen. wenn nix hilft: kur verschreiben lassen, dann bist du erstmal komplett aus der nummer raus und kannst dich "sortieren".

    langfristig würde ich auch über die größere wohnung nachdenken- ich denke mir mal, in einer 3zkb-wohnung ist das auch mit einer räumlichen abgrenzung etwas sehr herausfordernd. bei vier zimmern könnte es ein reines kinderzimmer geben, das ihr ansonsten als gästezimmer nutzen könntet (und der herr papa hätte unter der woche ein spielzimmer...), es blieben noch ein schlafzimmer, ein wohnzimmer, und vielleicht DEIN zimmer? dann kannst du die tür zu machen, ohrstöpsel auf, und du bist der welt entkommen. :-)

    ansonsten, wenn es dir um deinen eigenen ärger geht, vielleicht mal für dich schauen: was stört dich so wahnsinnig - ärgerst du dich darüber, dass du dich ärgerst? was triggert das verhalten der ex möglicherweise, und ist das abstellbar (also: der trigger)? habt ihr konstruktive lösungen versucht zu erarbeiten, für euch alle gemeinsam (ich glaub schon - du klingst für mich nämlich so, als hättest du das ganze für dich recht gut durchgeackert, und du sagst ja auch, dass dich gar nicht die termine der kids stören, sondern das verhalten der ex und das kritiklose verhalten deines partners)? ... vielleicht auch über eine günstiges kleines "exil-appartment" nachdenken...?

    das entscheidende bei der ursachenforschung, also der "psycho-arbeit", ist meiner meinung nach aber nicht unbedingt (nur), dass du rauskriegst, WAS dich da so hochbringt, sondern vor allem die frage zu beantworten: was kannst DU selbst daran ändern? KANNST du was ändern? hm...

    weiß nicht, mehr fällt mir gerade auch nicht ein...

    ps: aufbruch denkt mit weniger worten in eine ähnliche richtung (und war schneller...)
    Geändert von Bisamratte (12.03.2011 um 11:43 Uhr) Grund: ps beigefügt

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    AW: wie grenze ich mich effektiv ab?

    wow,
    danke für die schnellen und ausführlichen Antworten. Zum besseren Verständnis allgemein: klar ist 6 alt genug für einen Schwimmkurs. Ich hatte vergessen zu erwähnen, dass der eine Junge, der jetzt gerade unterwegs dahin ist, behindert ist und deshalb sehr zurück in seiner Entwicklung. Der andere Zwilling hat jetzt seinen Freischwimmer, hat aber mit heulen und allem drum und dran über ein Jahr!!! dafür gebraucht. Mich nervt in diese Fall, dass mein Partner es eigentlich auch sinnlos findet, den Jungen jetzt im Schwimmkurs zu haben, Ex es aber will und er macht. Früher waren solche Situationen häufiger und haben mir schwer zugesetzt, aber ich merke halt, dass ich daran nichts ändern kann und somit eine andere Haltung aufbauen muss/will.

    Ich selber habe keine Kinder und habe auch keinen Kinderwunsch. Ich werde demnächst 40 und sehe meine private Zukunft eher im Ausleben meiner Bedürfnisse. Ich arbeite als Sozialpsychiatrische Betreuuerin und bediene somit schon den ganzen Tag die Sorgen und Bedürfnisse von anderen, so dass ich da selber für einen Ausgleich sorgen muss.

    Das Verhältnis zu den Kindern ist ok. Wir akzeptieren uns gegenseitig und mögen uns auch (ok, bei dem einen Jungen bin ich mir nicht so sicher :)). Aber natürlich sind 3 ne harte Nummer. Auch wenn ich es vorher wusste, ist es doch was anderes, es jahrelang zu leben. Aber insgesamt ist es echt ok.

    Ich denke auch, ich sollte am WE eine gewisse Zeit für mich nehmen. Nur stelle ich immer wieder mit Entsetzen fest, dass ich dabei ein schlechtes Gewissen habe. Ich denke dann immer, ich signalisiere den Kindern und meinem Partner, dass sie mich nerven. Und das ist nicht schön. Zusätzlich kommt das Problem hinzu, dass ich nicht mobil bin, weil eben mein Partner das Auto benötigt. Aber irgendwo da scheint der Hund begraben zu sein.

    Eine größere Wohnung wäre toll. Allerdings auch schwierig, denn wir leben in meiner Eigentumswohnung. Ein eigenes Zimmer habe ich bereits, wir schlafen getrennt wegen unser beider Schlafstörungen. Das ist auch gut so, im Moment liege ich auch mit Wärmflasche und Tee im Bett und hab so immerhin etwas "Ruhe".

    Aufbruch28 und Bisamratte: danke für eure Empathie, das tut schon gut. Und by the way Bisamratte: wie hast du deine Gastritis in den Griff bekommen?

    Liebe Grüße
    Bona2

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    AW: wie grenze ich mich effektiv ab?

    Bona,

    es hilft dir wenig zu sagen, dass du es vergleichsweise "gut" hast, da die Kinder nicht ständig bei euch leben..... Du fühlst dich gestresst, was ich gut verstehen kann.

    Sind die Kinder die ganzen Ferien bei euch ? Wer betreut sie dann ? Soviel Urlaub habt ihr ja nicht wie es Ferien gibt....

    Was macht ihr an den "kinderfreien" Wochenenden ? Bist du mit der Gestaltung dieser WE zufrieden ?

    Den Vorschlag mit der größeren Wohnung finde ich nicht schlecht (ist halt eine Kostenfrage): mit einem Zimmer, das nur dir alleine "gehört" sozusagen, egal ob nun KinderWE oder nicht. Einen Rückzugsort halte ich eh für wichtig, egal ob in deiner Situation oder eine andere....(hat sich erledigt, hat sich mit deinem Posting überschnitten)

    Dein Partner kümmert sich um seine Kinder, was wohl jeder in Ordnung findet. Ich würde mich an deiner Stelle komplett rausnehmen, eigene Sachen planen und unternehmen an den KinderWE. Ist natürlich schwierig, wenn es nur eine Wohnung gibt, da bist zu zwangsläufig mit involviert beim einkaufen, putzen, aufräumen etc. denke ich. Hätte ich auch nicht grade Freude dran, wenn ich vom Job gestresst am WE heimkomme, das gebe ich offen zu.... Aber gut, ich kenne das von meinem eigenen Kind, ich war immer Vollzeit berufstätig, aber heute wollte ich dass auch nicht mehr.

    Findest du die Beziehung zu deinem Partner in Ordnung ? Oder fehlt dir etwas ? Aufmerksamkeit für dich und deine Belange ? (was nichts damit zu tun hat, ob nun ab und an die Kinder kommen...)

    Gruß, Elli
    Auf der höchsten Stufe der Freundschaft offenbaren wir dem Freunde nicht unsere Fehler, sondern die seinen (F. de La Rouchefoucauld, 1613-1680)

    Fürchte dich nicht vor einem großen Schritt. Mit zwei kleinen lässt sich keine Schlucht überwinden (David Lloyd George)

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    AW: wie grenze ich mich effektiv ab?

    hallo bona,

    ui, das ist natürlich heftig: im job die sorgen der anderen, und dann noch die eigenen... wie hast du denn bisher für ausgleich gesorgt? gestehst du dir auch zu, mal "auszufallen"?

    zur gastritis: ich hatte zweimal eine, allerdings beide nicht so sehr schlimm. ich habe irgendeinen säurehemmer genommen, kaffee- und alkoholverbot, keine säfte, und ziemlich lange "schonkost"... zwieback, haferschleim etc... aber die entscheidende wendung zum besseren kam jedesmal, wenn ich den psychischen stressor ausgeschaltet, sprich: gekündigt habe (ja, war beide male stressinduziert, und kam jedes mal vom job).

    hast du, bzw. dein doc einen helicobacter-test gemacht? widerlicher kleiner erreger, kann man aber ganz gut was gegen machen...

    inzwischen nehme ich meinen magen als seismographen für stressphasen: wenn's mir gutgeht (trotz "objektivem" stress), zwickt auch nix im magen, und wenn's im magen zwickt, obwohl's mir "objektiv" gut geht, dann ist irgendwas nicht in ordnung - jobtechnisch, zwischenmenschlich... im moment zum beispiel schleicht sich wieder etwas an, aber das hat mit meinem umzug auf raten zu tun. da kann ich dann auch recht gelassen mit dem zwicken umgehen - wohl wissend, dass gelegentliches magenzwicken, wenn es auch fies sein kann, nix mit einer akuten, heftigen gastritis zu tun hat. bei der liegt man ja nun nachweislich eher mal flach.

    ich wünsche dir gute besserung... nicht nur vom magen her, sondern auch allgemein :-)
    Geändert von Bisamratte (12.03.2011 um 12:42 Uhr)

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    AW: wie grenze ich mich effektiv ab?

    Die Kinder sind die hälftigen Ferien bei uns aber somit ja den ganzen Urlaub meines Partners. Gut, das nervt mich ehrlich gesagt auch. Aber für mich ist trotzdem klar, dass das so sein muss und auch gut für die Vater-Kinder-Beziehung. Das stelle ich gar nicht infrage. Ich finde es zwar sehr schade, dass mein Partner und ich keine alleinige Urlaubszeit haben, aber das muss ich halt schlucken (Magen???) Immerhin fahre ich einmal im Jahr eine Woche mit einer Freundin in den Urlaub. Das hab ich mir mit mir selber erkämpft und habe trotzdem ein schlechtes Gewissen dabei. Ich glaube, dass ich ein Problem damit habe, mich auszuschließen. Von diesem Familiending. Ich hab schiss, dass mein Partner denkt er nervt mich nur mit den Kindern (was ja auch nicht stimmt). Und ich empfinde einen gewissen Druck von innen und außen, was meine Rolle anbelangt. So nach dem Motto: du hast dich für einen Mann mit 3 Kindern entschieden, also sei jetzt auch eine sich aufopfernde Stiefmutter!!! Ich bin da selber mit mir im Konflikt.

    Ach ja. Mein Partner ist ein absoluter Goldschatz. Einen anderen will ich nicht und er ist trotz aller Umstände die Liebe meines Lebens.

    Gruß,
    Bona

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    AW: wie grenze ich mich effektiv ab?

    Bona darf ich vermessen fragen: finanzierst du deinen Partner mit?
    Hatte den Eindruck weil dein Auto, deine Eigentumswohnung...und Unterhalt für drei Kinder...

    Nein du bist nicht egoistisch wenn du Zeit für dich haben möchtest und dir diese auch nimmst.
    Letztendlich hast du die Wahl, du kannst brav weiter deinen Ärger schlucken, deinen Magen belasten und die ideale zugewandte Stiefmutter sein - bis zum Zusammenbruch.

    Oder du kannst deine Bedürfnisse ernst nehmen und gut für dich sorgen und bist so auch ausgeglichener und fröhlicher an den gemeinsamen Unternehmungen an den KiWoEn.

    Signalisiert dir dein Partner, dass du nur Anerkennung von ihm bekommst wenn du dich aufopfernd um die Kinder kümmerst? Würde er dich mit Liebensentzug strafen, wenn du ihm sagst "dieses WoEn ohne mich"?

    Dein Partner hat mit seiner Ex Frau die Entscheidung getroffen drei Kinder zu haben, für die ER (und nicht du) Sorge tragen muss. Und er hat die Entscheidung für eine neue Partnerin ohne Kinder und ohne Kinderwunsch getroffen. Nun, dann sollte auch die Konsequenz klar sein: er kümmert sich um die Kinder incl. Fahrdienst, du mischst dich nicht in die Erziehungsabsprachen zwischen den Eltern ein (auch wenn du den Schwimmkurs noch so sinnlos findest). Und er gibt dir den Freiraum an den KiWoEn auch was für dein Wohlergehen zu tun.

    Ich pädiere eindeutig gegen eine größere Wohnung. In deinem Fall würde ich sagen: er soll sich eine Wohnung suchen. Während der Woche könnt ihr ja gern bei dir leben aber an den KiWoEn könnte es ja auch eine Ausweichmöglichkeit geben. Warum sollst du dafür deine Eigentumswohnung aufgeben, die hast du dir ja bestimmt mit viel Mühe und Liebe ausgesucht.

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    AW: wie grenze ich mich effektiv ab?

    Mit Liebensentzug bestraft er mich zum Glück nicht. Eigentlich gar nicht. Am Anfang, als für ihn die Trennung von den Kindern noch sehr, sehr schmerzlich war und er ziemlich starke Probleme deswegen hatte hat er mir signalisiert, dass er meine Unterstützung braucht und wir das irgendwie zusammen wuppen müssen. War ich auch gerne bereit dazu. Ich war stärker in der Zeit. Als ich dann eine Woche ohne ihn im Urlaub war, war er richtig alle. Ich muss dazu sagen, dass er damals echt fertig war wegen der Situation und die Ex ordentlich Öl in Feuer gegosssen hat. Heute ist er nicht mehr labil und ist relativ ausgeglichen. Jedenfalls begann unsere gemeinsame Zeit damit dass ich ziemlich gefordert war und er es alleine wohl auch nicht gewuppt hätte. Diese Zeit ist aber vorbei, doch ich hab die Altlasten wohl irgendwie innerlich noch nicht abgeworfen.

    Es ist nicht vermessen zu fragen ob ich ihn mitfinanziere. Das tue ich, indem er bei mir wohnen kann und mein Auto benutzen kann. Wenn er eine eigene Wohnung hätte, hätte er gar kein Geld mehr zur Verfügung (durch die Unterhaltszahlung ist er beim Mindestbehalt angelangt) und somit würde bedeuten, dass er sich gar nichts mehr leisten könnte. Und das finde ich auch unattraktiv. So ist mir das finanziell lieber. Große Sprünge sind auch so nicht möglich.

    Bisamratte:
    oha. das ist ja auch hart, immer den Job zu wechseln. Aber immerhin offenbar möglich bei dir. Bei uns in der Gegend gibt es kaum Alternativen. Trotzdem mutig von dir, die Konsequenzen so zu ziehen.

    Gruß, Bona

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