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    alles andere ist viel wichtiger

    hallo,

    bin neu hier und muss mir jetzt mal ein bissl luft machen... ich lebe mit meinem lg seit gut zwei jahren zusammen, seine drei kinder (6/7/10) sind regelmäßig jedes 2.we bei uns zu besuch. der kontakt zwischen den kindern und mir ist seit anbeginn sehr gut (habe selber keine kinder). wir verstehen uns wirklich uns gut; ich hab wohl die position der 'große freundin' eingenommen, die aber trotzdem sagen darf, wo es langgeht. sorgen bereitet mir eher mein lg... auch er versteht sich im grunde gut mit seinen kindern, er ist liebe-und verständnisvoll; wenn er mit den kindern ein spiel o.ä. macht, dann ist er echt zu 100 Prozent dabei . tja und ist z.b. das spiel beendet ist auch sein akku ziemlich leer... und er wird zunehmend genervt und zum teil auch ungehalten. der umgang strengt ihn glaube ich unheimlich an, obwohl die kinder 'normal' anstrengend sind, gut erzogen. so steh ich am besuchs-we sehr oft 'allein' mit den kindern da, d.h. er geht dann mal allein shoppen (wobei er dann den kindern meist ne dvd mitbringt...), er vegräbt sich hinter zeitung oder zeitschrift oder recherchiert lang und ausgiebig im internet nach dingen die ihn interessieren. mittagsschlaf (den er an den kinderlosen we's nie macht) gehört auch dazu. es gibt für ihn dann sooo viele dinge, die tausendmal wichtiger als die kinder erscheinen... leider auch in den zwei wochen zwischen den we's. an geburtstage denken, mal anrufen, wie denn der erste schultag gewesen ist, sich gedanken machen, was man am besuchs-we machen kann... ich hab öfters das gefühl, er "vergißt" dass er kinder hat . gibt es unter euch welche, die ähnliches erleben?

    gruss
    die bohnenfrau

  2. Moderation

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    AW: alles andere ist viel wichtiger

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    AW: alles andere ist viel wichtiger

    Also ganz so extrem hab ich das nicht erlebt, aber ich denke, das ich auch rechtzeitig Grenzen gesetzt habe. Bei meinem Freund, geschieden, 2 Kinder, war das Argument, warum wir uns eben immer nur bei mir treffen könnten, seine kleinere Wohnung. Demzufolge hatte ich am Anfang unserer Beziehung zwar nicht alle Vorteile aus einer Beziehung, aber meist die Arbeit dann für 6 Personen zu sorgen, wenn er dann mit seinen beiden Kindern da war. Da kamen dann öfters so Sprüche, wie "meine Kinder brauchen jetzt dies oder das, kannst du dich mal drum kümmern", während er sich dann irgendwo hingelegt und ausgeruht hat.

    Bis zu einer gewissen Grenze war das für mich okay, da er mir dann bei anderen Sachen geholfen hat. Trotzdem habe ich ihn dann auch an seine Verantwortlichkeit für seine Kinder erinnert. Sich zum einen beschweren, das man ja die Kinder so selten hat, dann aber die Zeit nicht nutzen? Jedenfalls hat sich das jetzt geändert. Er unternimmt jetzt mehr mit seinen Töchtern, was diesen ja auch gut tut. Nach wie vor ist es aber so, das ihm seine Kinder auch sehr anstrengend sind, vor allem, wenn die Jüngste dann morgens schon um halb sechs, spätestens sechs am Wochenende wach ist und beschäftigt sein will. Da fand er es natürlich immer schön, das seine beiden bei mir übernachten wollten. Nur, da ich ja unter der Woche selbst wegen meiner beiden schon immer früh aufstehen muß, während er als Selbständiger dann unter der Woche sehr gut ausschlafen kann, habe ich das irgendwann auch nicht mehr so häufig gemacht.

    Wenn ich das jetzt mal mache, dann ist da auch eine ganz andere Wertschätzung von seiner Seite da. Generell, wenn er jetzt kommt mit seinen beiden Töchtern. Nach wie vor nutzt er diese Zeiten, in denen unsere Kinder dann zusammen spielen, erstmal zum Ausruhen, und da die beiden so früh aufstehen, kann ich das auch gut verstehen. Ich habe nur einfach die Verantwortung ein bißchen mehr an den zurückgegeben, der sie auch trägt. Da wir ja nicht zusammen wohnen, er sich ja auch nicht in dem Maße um meine Kinder kümmert und ich ja auch nicht in den Genuß anderer Vorteile dadurch komme, hab ich mich da eben auch ein bißchen abgegrenzt.

    Würden wir zusammenwohnen, wäre das wahrscheinlich wieder ein bißchen anders. Sorry, mehr kann ich dir im Moment nicht dazu sagen. Ich würde dir raten, evtl. selbst mal etwas für dich alleine an diesen Wochenenden, evtl. mit einer Freundin, zu unternehmen und ihm nicht die ganze Verantwortung abzunehmen. Denn immerhin ist für die Kinder ja auch die Zeit mit ihrem Vater wichtig.

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    AW: alles andere ist viel wichtiger

    danke für die schnelle antwort!

    ja die verantwortung... von anfang an war mir eigentlich wichtig, dass ER und die kinder die hauptpersonen sind und nicht ich und die kinder. gerne hab ich ihm den rücken freigehalten, damit er eben 'uneingeschränkt' die zeit mit den kindern genießen kann. habe mich betont im hintergrund gehalten und meinem lg das regiebuch in die hand gedrückt... bis die kinder halt mehr und mehr auf mich zukamen: 'können wir nicht dies oder jenes machen' oder mit mir die gespräche führen, die eigentlich der papa mit ihnen führen sollte... soll ich die kinder dann zum papa schicken und sinngemäß sagen: 'es ist ja schließlich papa-we und nicht bohnenfrau-we'? nee, das krieg ich dann auch nicht hin und würde bei den kinder eher verwirrung als sicherheit auslösen.

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    AW: alles andere ist viel wichtiger

    Liebe Bohnenfrau,

    kläre genau diese Fragen, die du hier stellst, mit deinem LG.

    Es ist meiner Meinung nach nicht in Ordnung, dass er versucht, sich aus der "Affaire" zu ziehen... und dir das Spielfeld zu überlassen. Es sei denn natürlich, dir macht es nichts aus, als Ersatz für den Papa als Bespaßerin einzuspringen.

    Hast du mit ihm schon darüber gesprochen?
    Chris

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    smile AW: alles andere ist viel wichtiger

    Na das würde mich auch nerven. Hilft nix, du musst für dich "kämpfen". Aber wie...

    Versuche doch,mit ihm einen klar strukturierten Plan für die Wochenenden zu verabreden. Wer macht was, wann, und mit wem. Inklusive Ruhepausen für ihn, und Ruhepausen für dich. Die Kinder können ja sicherlich auch mal zwei Stunden still irgendwas vor sich hin spielen.
    Ich denke, so ein Wochenende muss keine Dauerbespassung sein.

    Er kann sich deinem Wunsch nach solch einer Planung nicht entziehen. Du musst es einfach klar und verständlich formulieren und wirklich durchsetzen wollen. In Liebe.

    Du könntest ja auch mal ein Wochenende ganz weg sein , nebenbei gesagt - und was täte er dann? Kinder wieder abbestellen?

    LG Karla
    The original Karla
    est. 2006


  7. Moderation

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    AW: alles andere ist viel wichtiger

    Zitat Zitat von bohnenfrau Beitrag anzeigen
    ja die verantwortung... von anfang an war mir eigentlich wichtig, dass ER und die kinder die hauptpersonen sind und nicht ich und die kinder. gerne hab ich ihm den rücken freigehalten, damit er eben 'uneingeschränkt' die zeit mit den kindern genießen kann. habe mich betont im hintergrund gehalten und meinem lg das regiebuch in die hand gedrückt...
    Entschuldige, dazu gehören doch zwei. Er der das Regiebuch gibt und eine, die es nimmt. Und das gefällt dir zunehmend nicht mehr?

    Da hilft nur,

    - mit dem Partner reden,
    - nicht mehr zur Verfügung stehen.

    Unternimm was, wenn das Besuchtswochenende ansteht - allein! Seine Kinder sind nicht deine Verantwortung, sondern seine. Mach ihm das klar und gib das Regiebuch wieder in die Hände, in die es gehört.
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    AW: alles andere ist viel wichtiger

    Bohnenfrau, in welcher Rolle sieht er dich?
    Was "erwartet" er bezüglich der Kinder von dir?
    Habt ihr darüber schon einmal gesprochen?
    Chris

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    AW: alles andere ist viel wichtiger

    Ich denke, es geht hier mehr um die Ausgewogenheit! Es geht ja nicht darum, das du ihn jedesmal das ganze Wochenende alleine läßt. Den Kindern tut die Beziehung zu dir ja offensichtlich auch gut. Denke nur, das wenn sich ein Mann nur alleine um die Kinder kümmert in dieser Zeit und du außen vor bist, tut dir gut, noch das du mehr Verantwortung trägst als nötig.


    Ich hatte auch das Glück, das die beiden von meinem Freund von Anfang an sehr gut mit mir klarkamen und sich unsere Kinder auf Anhieb supergut verstanden haben. Das war fast schon zu gut, denn wenn er mit seinen beiden Töchtern dann bei mir war, war er meist nebensächlich. Das war auch mit einer der Gründe, warum ich mich dann zurückgezogen habe. Ich finde es schön, das sie dich miteinbeziehen und dir vertrauen. Evtl. wäre es gut, zu schauen, das man auch etwas findet, was man gemeinsam machen kann. Bei uns ist das so, das sich das eben abwechselt. Zuerst verbringt mein Freund eine gewisse Zeit mit seinen Töchtern alleine, dann machen wir aber in dieser Zeit, wo er sie hat, auch mal gemeinsam etwas mit unseren Kindern. Manchmal wollen die alleine miteinander spielen, manchmal machen wir dann aber bewußt einen Spieleabend mit allen, oder es wird mal gemeinsam ein Film angeschaut.

    Ich meine, mit den Fragen, kommt ganz darauf an.Wenn ich gefragt werde, ob sie bei mir übernachten können, da geht das für mich grundsätzlich okay, nur, letztendlich müssen sie ihren Vater fragen, ob er damit einverstanden ist. Wenn sie natürlich wegen Essen oder Trinken nachfragen, das kann ich ja alleine entscheiden. Denke, es wäre gut, wenn du dir jetzt mal überlegst, wie du dir das so vorstellen könntest, und dann mal ein Gespräch mit deinem LG führst.
    Geändert von sternschnuppe2 (10.09.2010 um 10:22 Uhr)

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    AW: alles andere ist viel wichtiger

    erstmal danke an alle, die hier antworten... das allein tut schon gut!

    letztens habe ich die we-planung mit keinem wort erwähnt, hab ihn machen lassen... mit dem ergebnis, dass er dann in allerletzter minute schnell-schnell sich irgendwas überlegt hat... ich fand das so halbherzig und echt traurig für alle beteiligten. danach lief es dann schon besser, d.h. er kam von sich aus und machte bereits mitte der woche schon mal nen vorschlag. aber ich spüre diese halbherzigkeit, dieses genervtsein allein schon vom 'ich muss mir gedanken drüber machen'.
    was meine person angeht: er sieht, dass ich ihm den rücken freihalte... ist keine selbstverständlichkeit für ihn.
    und ja... das we mal ganz für mich allein nutzen, einfach nich da zu sein wär echt heilsam... nur ist das nicht so einfach. am we bin ich nicht die große unternehmerin, mit freundinnen/familie treffe ich mich unter der woche. bin ich jetzt das we nicht da... er würde dies als angriff gegen sich selbst werten.

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