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  1. Inaktiver User

    Hochzeit, aber die Tochter meines Verlobten greift mich massiv an

    Hallo,
    wie oben schon beschrieben habe ich ein Problem mit der häuslichen Situation hier.
    Mein zukünftiger Mann, 56 und ich (31) haben uns ganz schnell nach dem Tod seiner Frau als Paar kennengelernt. Da wir Nachbarn sind und ich mich um seine verstorbene Frau gekümmert habe hatten wir aber vorher schon Kontakt .
    Nach dem Tod letztes Jahr im Oktober haben wir schnell zueinandergefunden und uns lieben gelernt. >Sein Sohn (34) respecktiert das auch , mag mich , und auch seine Kinder sprch die Enkelkinder meines Freundes hängen an mir wie Kletten...
    Nur die Tochter (31) macht uns beiden mittlerweile das Leben zur Hölle. Ich bin dumm, psychisch krank, hätte eine glückliche Familie auseinander gebracht etc.... Sie lässt nicht mit sich reden, denn ich wäre berechnend würde über Leichen gehen und könnte auch ihre Mama umgebracht haben..
    Sie versucht mit Leuten aus meiner Vergangenheit Kontakt aufzunehmen, an Diagnosen( ich bin nicht körperlich nicht gesund) zu kommen, etc...

    Mein Freund stellt sich klar auf meine Seite, steht voll und ganz hinter mir aber mich zermürbt das alles irgendwie und langsam zweifle ich selbst an der Hochzeit, weiss nicht warum, nur ein Gefühl

    Ach so wir haben ihr gesagt das ich auf keinen Fall das Haus möchte, das werden wir auch in einem Erbvertrag alles festhalten, die Ängste könten wir ausräumen



    Kennt das jemand von euch?
    Wäre lieb wenn jemand antwortet
    Geändert von Inaktiver User (22.08.2010 um 02:09 Uhr) Grund: ergänzt um ein paar fakten

  2. Inaktiver User

    AW: Hochzeit, aber die Tochter meines Verlobten greift mich massiv an

    wäre eine anzeige wegen übler nachrede oder zumindest die androhung einer solchen anzeige etwas womit du leben kannst?

    überzeugen wirst du sie nicht können, dass du kein schlechter mensch bist.

  3. User Info Menu

    AW: Hochzeit, aber die Tochter meines Verlobten greift mich massiv an

    Liebe Frettelmami,

    versetz Dich mal in die Lage der Tochter.... die wollte mit ihrem Vater gemeinsam trauern...

    stattdessen ist ihr Vater jetzt glücklich und sie steht - zumindest nach ihrem Empfinden - alleine da.

    Dazu bist Du noch im gleichen Alter wie die Tochter.

    Ich hab in meinem Umfeld schon ein paar Mal gesehen, dass sich Töchter extrem schwer tun, eine neue Partnerschaft des Vaters zu akzeptieren.

    Schon allein, dass "diese Person" den Namen der geliebten Mutter tragen könnte, verursacht ihnen Gänsehaut.

    Ich schreib Dir das nur, damit Du etwas Verständnis für sie hast.

    Das hat nicht mit Deiner Person als solches zu tun.

    Wichtig ist doch nur, dass Dein Mann zu Dir steht.

    Alles andere ist traurig, aber nicht zu ändern.

    Denn anstatt sich den Gefühlen Neid und Eifersucht zu stellen, verdrängt sie diese lieber und will reale Gründe dafür finden, dass Du eben nicht die geeignete Frau bist.

    Solange Dein Mann hinter Dir steht, solltest Du das ignorieren.

    Liebe ist ein Geschenk. Genieße das.

    Alles Liebe und viel Kraft

    angie

  4. User Info Menu

    AW: Hochzeit, aber die Tochter meines Verlobten greift mich massiv an

    Liebe Frettelmami,

    ohne eure Liebe, die ich ebenso als Geschenk sehe und die ich dir von Herzen gönne, in Abrede zu stellen, kann ich die Reaktionen der Tochter gut verstehen.

    Das sogenannte Trauerjahr ist keine Erfindung der Kirche sondern hat sich in unserer und auch anderen Gesellschaften als guter Rahmen eben zur Trauerarbeit gezeigt. Dies gilt für alle Trauernden, nicht nur für Ehepartner.

    Wenn dein Freund dies so für sich nicht braucht, ist es schön. Die Tochter braucht es offensichtlich doch und kann damit schlecht umgehen. Hat den jemand mit ihr getrauert? In wie weit war sie in die Krankheit und das Sterben der Mutter eingebunden? Ist das ein Thema zwischen den Geschwistern?

    Für mich liest sich das nach einem schwer verletzten und einsamen Menschen, der auf eine unglückliche Art und Weise nach Hilfe schreit.

    LG Karin

  5. Inaktiver User

    AW: Hochzeit, aber die Tochter meines Verlobten greift mich massiv an

    Warum wollt ihr denn schon so schnell unbedingt heiraten?
    Ich würde es lieber erst einmal langsam angehen lassen.
    Die Reaktionen der Tochter sind natürlich maßlos überzogen und unangemessen, aber dennoch kann ich verstehen, dass sie sich einfach von den Ereignissen überrollt fühlt.

  6. User Info Menu

    AW: Hochzeit, aber die Tochter meines Verlobten greift mich massiv an

    Hi frettelmami,
    das Verhalten der gleichaltrigen Tochter ist für Dich natürlich nicht schön und in gewisser Weise unzumutbar. Ich muß aber den anderen Recht geben, mir tut die Tochter auch ein Stück weit leid. Wie war denn Euer Verhältnis (Tochter und Du) vor dem Tod der Mutter?
    Wie war das Verhältnis von Dir zum Vater und wie schnell tatsächlich wurdet ihr zum Liebespaar?

    Ich stelle diese Fragen auch vor dem Hintergrund des Trauerjahres und möchte Dir dazu folgende Geschichte erzählen.

    Meine in der Schulzeit beste Freundin war 14 und ihre Schwester 16, als deren Mutter 1982 mit gerade mal 48 Jahren an Krebs starb. Der Vater kannte auch bereits vor dem Tod der Mutter schon länger eine andere Frau und unmittelbar nach dem Tod der Mutter kamen sie zusammen. Die Kinder reagierten darauf sehr verstört, meine Freundin noch schlimmer als ihre ältere Schwester. Die Dame zog dann auch gleich nach ein paar Wochen mit Sack und Pack in das Haus ein, brachte gleich noch ihren 17 jährigen Sohn mit, und beide Neuhinzugekommene in dieser für die Kinder "Zwangsgemeinschaft" führten sich auf, als gehöre ihnen das Haus. Es wurden sämtlich Fotos und Möbelstücke der verstorbenen Mutter sofort entfernt.
    Der Vater war offensichtlich wieder glücklich, aber die Kinder hatten zu ihm keinen Zugang mehr, weil die neue Frau die Regeln bestimmte und er diese Frau sehr liebte. Kleines Beispiel: die jüngere Tochter hatte ihr Zimmer neben dem Schlafzimmer der Eltern. Nun mußte sie sich nur Wochen nach dem Tod ihrer Mutter anhören, wie ihr Vater mit der Neuen im Schlafzimmer, in dem kurz zuvor noch ihre verstorbene Mutter geschlafen hatte, ausgiebig Sex hatten. Gruselig. Ende vom Lied: beide Töchter zogen mit 18 aus, die ältere akzeptierte die Verbindung ihres Vaters zur neuen Frau irgendwann und gründete eine eigene Familie. Die jüngere hat die Frau nie akzeptieren können, weil sie sagte: Meine Mutter ist in meinen Armen zu Hause gestorben, das war traumatisch für mich und diese Hexe hat mir keine Zeit für die Trauer gelassen und für das Trauern MIT meinem Vater.

    Das Verhältnis zum Vater und ihrem Elternhaus, das sie als solches nicht mehr betrachten konnte blieb schwierig, die jüngere Tochter kehrte in ihrer Studienzeit nur noch selten nach Hause zurück.

    Als dann nach immerhin 16 Jahren 1998 der Vater diese Frau heiratete, brach die jüngere (zu dem Zeitpunkt 30 Jahre alt) den Kontakt endgültig ab und ist bis heute nie mehr nach Hause zurückgekehrt. Da mag man nun viel analysieren können, Fakt ist, sie hat das Verhalten dieser Frau und ihres Vaters unmittelbar nach dem Tod der Mutter als unsensibel empfunden und ist nie darüber weggekommen.

    Die Frau an seiner Seite ist noch heute da. Auch wenn damals, vor nunmehr 28 Jahren, als die Mutter meiner Freundin starb, das ganze Dorf diese neue Frau natürlich unmöglich fand und ich sowieso solidarisch mit meiner besten Freundin, diese Frau nicht mochte, wird sie heute und schon lange als sehr, sehr nette Frau beschrieben, gegen die niemand was hat und die sich voll in die Dorfgemeinschaft eingebracht hat. Jeder in der Familie und Umgebung gönnt dem Vater von Herzen, dass er nicht alleine ist. Selbst wenn nicht, was interessiert das Geschwätz der Umgebung die Betroffenen, aber dadurch, dass die Frau inzwischen längst akzeptiert ist, ist das Leben in der Gemeinschaft für die beiden natürlich angenehmer. Der Verlust der Tochter aber war ein hoher Preis, über den, wie ich kürzlich von Vater hörte, er nie hinweggekommen ist. Inzwischen ist er 70, recht alt und gebrechlich und kann/will über seine jüngere Tochter schon viele Jahre nicht mehr reden.

    Vielleicht nur mal als Denkanstoß. Es geht nicht darum, dass ihr beide nicht glücklich werden sollt, aber vielleicht gehen manche Dinge einfach zu schnell und hinterlassen dann tiefe Wunden. Leider ist das Verhältnis der Tochter zu Dir ja schon im Eimer, das wird schwer wieder zu kitten sein. Natürlich ist das wichtigste, dass Dein Partner zu Dir steht! Aber ich kann auch die Tochter verstehen, auch wenn ihr Verhalten sicher Grenzen überschreitet, es ist wie schon oben gesagt, eine Hilfeschrei.

    LG Destiny
    Geändert von Destiny68 (22.08.2010 um 12:17 Uhr)
    Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar - Antoine de Saint-Exupéry

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    AW: Hochzeit, aber die Tochter meines Verlobten greift mich massiv an

    Ich kann das nachvollziehen, dass es für die Tochter nicht einfach ist. Die Mutter ist gerade mal 10 Monate tot und jetzt ist nicht nur schon eine neue Frau an der Seite des Vaters, sondern es steht auch schon eine Hochzeit ins Haus. Das muss doch für die Tochter so aussehen, als würde ihre Mutter mal eben so nahtlos ersetzt werden können. Ich verstehe ehrlich gesagt auch nicht, wieso ihr denn so schnell heiraten müsst und der Tocher nicht auch ein bisschen Raum für ihre Trauer lasst. Sie befindet sich wahrscheinlich noch in Trauer und eine Hochzeit wiederum sollte ein freudiges Ereignis sein und dass sie das nicht teilen kann, finde ich sehr verständlich.
    Time is an ocean but it ends at the shore - Bob Dylan

    Und wenn der Wind mal von vorne kommt - leicht nach vorne beugen und einfach weitergehen - S.B.

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    AW: Hochzeit, aber die Tochter meines Verlobten greift mich massiv an

    Ich kann das Verhalten der Tochter nicht nachvollziehen.

    Ich gehe mal davon aus, dass die verstorbene Mutter nicht von heut auf morgen gehen musste, sondern dass auch ein Leidensweg davor lag. Diesen Weg scheint ihr Mann, also der Vater der Tochter, mitgegangen zu sein. Sicher gilt die Trauer der verstorbenen Mutter, aber das Leid des Vaters sollte auch gesehen werden. Nun hat sich dieser Mann neu verliebt.. unschicklich schnell sagen vielleicht viele... aber niemand sollte beurteilen, wie schnell man sich nach so einem Verlust wieder verlieben kann und darf.

    Ich habe meinen Mann auch kurz nach dem Tod seiner Frau kennengelernt. Seine Frau war viele viele Jahre lang schon krank. Abschied hat mein Mann vermutlich schon viel früher genommen, nicht erst am Todestag. Seine Söhne waren damals 12 und 15 Jahre alt. Mein Mann hat sich also in mich verliebt und ich mich in ihn. Versteckspielen gab es bei uns nicht. Natürlich bin ich nicht mit der Holzhammermethode in die Familie gekommen, aber eine künstliche Pause haben wir auch nicht eingelegt. In unserem Fall ist alles gut gegangen. Bei unserer Hochzeit haben die Söhne eine kleine Rede in Gedichtform vorgetragen und auch gesagt, dass sie froh sind, "dass ihr Papa wieder lachen kann". Das sollte die 31jährige Tochter von der TE ihrem Vater auch gönnen und für mich ist die Reaktion der Tochter sehr herzlos und unangemessen.


    Donnamobile
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    Werde, die du bist




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    AW: Hochzeit, aber die Tochter meines Verlobten greift mich massiv an

    Es mag sein, dass der Vater seine Trauer schnell verarbeitet hat - die Tochter jedoch nicht.

    Mir ist auch nicht klar, warum ihr so schnell heiraten wollt.

    Tabea
    Bis auf Weiteres a.D.

  10. Inaktiver User

    AW: Hochzeit, aber die Tochter meines Verlobten greift mich massiv an

    Zitat Zitat von donnamobile Beitrag anzeigen
    Das sollte die 31jährige Tochter von der TE ihrem Vater auch gönnen und für mich ist die Reaktion der Tochter sehr herzlos und unangemessen.
    Sie übertreibt gewiss in ihrer Art der Ablehnung. Sie könnte sich ja auch einfach nur zurückziehen, bis es ihr nicht mehr so schwerfällt.

    Dennoch ist ein Tod immer der endgültige Abschied, egal ob die Person lange krank war oder nicht. So schnell eine neue Frau an der Seite des Vaters akzeptieren zu müssen fällt bestimmt niemandem leicht, ob man Teenager ist oder über 30. Mit dem Tod eines Elternteils gehr mehr zu Ende als nur der Kontakt zum Verstorbenen, Familienrituale, aus der Kindheit erhaltene Gewohnheiten, nichts ist mehr wie es war. Die Trauer der Kinder sollte man meiner Meinung nach respektieren, es muss ja keine "Kunstpause" sein, eine gewisse Zurückhaltung müsste doch möglich sein.

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