Die Erziehungshelferin strebt eine "Kur für die Mutter" an. Ohne Kinder. Damit sie sich erholen kann.
Ob der KV in der Zeit die Betreuung der drei gewährleisten kann? Muss ja bzw. muss er sich dann schlau machen, welche Unterstützung er in diesem Fall vom JA oder andere Betreuungseinrichtungen bekommen kann.
Vater 2 hat das "Glück", nur den einen zu haben, der fällt ja unerholungstechnisch nur zu 1/4 ins Gewichtund er arbeitet in der Nähe der KM. Sprich die Abholung des Kleinen an den Betreuungstagen liegt auf seinem Arbeitsweg - aber Vater 2 hat das eigentliche grosse Glück, daß er neben dem Haus seiner Eltern lebt, im Zweifelsfall übernimmt dann die Oma die Betreuung, so wie ich die Betreuung übernehme, wenn mein LG am KiWoEn Samstags arbeiten muss.
Grundsätzlich ist seine Vaterzeit aber identisch mit der meines LG.
Vater 2 hat ebenfalls ein gestörtes Verhältnis zur KM, ist aber gleichzeitig ihr Vermieter und wohl eifersüchtiger Betrachter der ON/OFF-Beziehung der KM. *spannend oder?*
@Mochito: Ich glaube, Du verwechselt hier etwas - Es geht nicht darum, daß mein LG seine Kinder "nicht sehen" will oder sie als Belastung in seinem Leben empfindet.
Erkläre mir bitte, WO genau der Nutzen für die Kinder liegt, wenn sie abends nach der Arbeit vom KV im Haushalt der Mutter abgeholt werden.
Dann bei Ankunft abgefüttert werden, weil KM nicht in der Lage ist Abendbrot zu machen. Der Kleine verschwindet umgehend im Bett, hat also ausser Fahrtzeit von ca. 45 - 60 Min. (je nach Verkehr) und Essen nichts von seinem Vater. Die Grösseren schon mehr Zeit, aber auch max. 2 Stunden.
Die Kinder stehen etwas früher auf, wir haben zu fünft ein Bad zur Verfügung - zu Hause sind deren mind. 3 (die ich schon gesehen habe) - und sie haben morgens dann nochmal eine Fahrtstrecke von ca. 45 Minuten (Verkehr nicht so dicht)
Und ich rede jetzt nicht von der Belastung KM/KV, sondern vom Nutzen für die Kinder, um die es ja eigentlich beiden Elternteilen gehen sollte.
Und sage mir, wo der KV das Geld für die Fahrtkosten hernehmen soll, wenn er nur seinen Eigenbehalt (der geringer ist, weil er ja einen wirtschaftlichen Vorteil hat, da er mit seiner LG zusammenwohnt) hat.
Antworten
Ergebnis 10.001 bis 10.010 von 14771
Thema: Nexten Talk
-
04.11.2010, 07:19Inaktiver User
AW: Nexten Talk
Geändert von Inaktiver User (04.11.2010 um 07:43 Uhr)
-
04.11.2010, 07:24
AW: Nexten Talk
Tini.. du hast es noch nicht verstanden. Es geht nicht um die Kinder oder den Kindsvater. Hier geht es um die Mutter. Und die Familienhelferin wird alles daran setzen, dass die Mutter ein besseres Leben hat (weil es ihr die Männer ja versaut haben).
Es ist müssig darüber zu sprechen, wo der Nutzen ist. Es gibt keinen, ausser dem obgenannten und dagegen ist kein Kraut gewachsen. Ausser dass dein LG die Mitarbeit verweigert und alles beim alten lässt.
Ich kann deine Entrüstung verstehen, wenn man es selber nicht erleben würde... man würde es nicht glauben. Ich kann dir nur ein einzigen Rat geben: Klink dich aus dieser Sache aus, geh auf Distanz. Dein LG muss für sich eine Lösung finden oder eine Entscheidung treffen, da kannst du dich noch so aufreiben im Hintergrund. Es ist zwecklos.Life has no remote.
Get up and change it yourself.
-
04.11.2010, 07:30Inaktiver User
AW: Nexten Talk
@Signora: DAS ist es was ich meinte. Dein Mann geht "am Stock", gesundheitlich, menschlich,finanziell etc. pp. Wenn man eure Geschichte hört, möchte man meinen, es wäre für die Kinder UND deinen Mann besser gewesen, er hätte nach der Trennung umgehend alle Kinder genommen. Er trägt täglich eine private emotionale und gesundheitliche Last mit sich, und das KANN auf Dauer kein Mensch zusätzlich zum Job tragen.
Mein Gedanke: Es ist für meinen LG wahrscheinlich einfacher zu tragen, wenn er die drei Kinder bei sich hätte, die Betreuung nach seinen Gesichtpunkten ordnen könnte, wüsste WIE es ihnen ergeht und dafür (alle) den Stress mit der KM/Ex nicht hätte. Er müsste dann eine Stufe auf der Karriereleiter runtersteigen, aber "so what", es wäre allein seine Verantwortung ohne Rechtfertigung vor der "Unterhaltsbehörde". Und ich habe meinem Partner gestern abend angesehen, daß genau diese Gedanken seit dem Gespräch gestern nachmittag mehr und mehr sein Hirn beschäftigen.
P.S. Nachdem er gestern zu Hause angekommen war, hat er dreimal mit den Kindern telefoniert. Kleinen an die Bettgeh-Uhrzeit erinnert, ins Bett begleitet und abends nochmal mit der Grossen telefoniert, wie der Abend als "Mutterersatz" für sie gelaufen ist. Wie es ihr geht, gerade jetzt in diesen "unruhigen Zeiten". Es war wie Symbiose, er sagt zu mir: Jetzt rufe ich mal die Grosse an, und frage wie es ihr geht... da klingelt das Telefon, und die Grosse ist dran.
P.P.S: Die Grosse möchte heute gern zu Hause bleiben, weil sie Freitag später zur Schule geht - da kann sie halt ausschlafen. Menschlich verständlich. KM hat sich schon bei meinem LG beschwert, daß DER Abend dann für SIE überhaupt nicht erholsam ist. Denn nachdem die Grosse gestern Baby-gesittet hat, hat ihr die Mutter wohl versprochen, den Abend mit ihr zu verbringen.... Mochito, sag' mir doch mal, wieviel Mutterliebe da für dich raustönt?
-
04.11.2010, 07:41Inaktiver User
AW: Nexten Talk
Ich bin momentan einfach nur "fassungslos".
Aber entgegen meine Auskotzens hier *sorry* war das Thema KM gestern abend nicht latent präsent. Mein LG weiß, daß ich mich da weder einmischen noch ihm irgendetwas raten werde. Sein Weg, den ich zwar mittrage, aber ihm vertraue, daß er das Beste bzw. beste machbare für die Kinder erreichen will.
Als er gestern nach Hause kam, sind wir zum Sport gefahren - haben uns richtig ausgepowert.
Er hat für sich so gesehen eine Lösung gefunden: kein Gespräch mehr ohne Therapeutin. Die Besuchsregelung bleibt wie sie ist. Ein Mehr an Betreuung persönlicher Natur wird (kann) er nicht leisten, Ausnahme: Kur der Mutter oder Wunsch der Kinder. Der Kleine erhält Zuwendung beim "Problem ins Bett gehen", "Morgens aufstehen" (Telefonischer Weckdienst/Schlafdienst" und "Hausaufgabenbetreuung", da will sich die Erziehungshilfe drum kümmern", denn das scheint ein Kreislauf zu sein.
Und er wird öfter telefonisch präsent sein, um zu hören, wie es den Kindern ergeht.
Er sieht die Möglichkeit zu Verbesserung nur, wenn die KM an der Situation arbeitet - es ist keine Verbesserung der Situation zu erwarten, wenn er die Kinder öfter nimmt. DAS löst nicht das Grundproblem im Kernhaushalt.
Ich merke nur, daß dadurch, daß ich hier meinen Gedanken Luft machen kann - ich im "reallife" wesentlich gelassener bin und mit der Situation immer noch ein stückweit "humorvoller" umgehen kann, als es meine Worte hier ahnen lassen. Und nach der gestrigen Erfahrung werde ich meinem Verhalten "Keine Gespräche meinerseits mit der Ex", wenn ich denn überhaupt bei Abholungen/Rückbringungen dabei bin, weiter pflegen. Und mein Fokus liegt auf der Zeit, die die Kinder hier sind und meinem LG zu unterstützen, seine Zeit besser "planen" zu können.
Klink Dich aus... Dadurch, daß ich mich mit der KM auf keine Gespräche mehr einlasse, und mich komplett auch den Gesprächen zwischen Eltern,Therapie und Erziehungshilfe rausnehme, ist für mich ein erster Schritt in diese Richtung schon geschafft - ich muss es jetzt "nur noch" schaffen, KM KM sein zu lassen - die Zeit mit den Kindern hier zu geniessen, und meinem LG zu vertrauen, daß er die Grenzen, die er gestern formuliert hat, auch einhalten wird/kann. Und dabei den Balanceakt: WAS ist gut für die Kinder, und WO geht es reinweg um die KM, ohne das die Kinder davon einen Nutzen haben bzw. wo es die die Kinder vielleicht auch noch mehr in ihrem täglichen Ablauf belastet, zu schaffen - aber ich merke, auch hier schon wieder in "seinen Bereich" zu gehen ;-) Also ganz "Merkbefreit" bin ich noch nicht *hoffnung besteht also noch*Geändert von Inaktiver User (04.11.2010 um 08:14 Uhr)
-
04.11.2010, 08:17Inaktiver User
-
04.11.2010, 08:42Inaktiver User
-
04.11.2010, 09:23
AW: Nexten Talk
Hallo Tini,
irgendwie komm ich mir direkt schäbig vor, wenn ich lese, was du hier so alles mitträgst und stemmst. Mich kotzt die Situation bei mir soo oft an, aber verglichen mit dir, ist das ja noch harmlos. Ich frag mich jetzt, ob ich vielleicht zu wenig belastbar bin? Hmm, oder zu egoistisch??
Auf alle Fälle habe ich eine Menge Respekt vor deiner Leistung und der deines LG. Hut ab
Donnamobilebbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbb bbbb
Werde, die du bist

-
04.11.2010, 09:49Inaktiver User
AW: Nexten Talk
Liebe Donna,
bitte sowas nicht sagen noch nicht mal im Ansatz denken, ich meine das mit dem schäbig - denn das ist keine von uns hier. Jede von uns trägt soviel, wie sie bereit und auch in der Lage ist zu tragen und auch in wieweit sie in der Lage ist, ihre persönlichen Bedürfnisse zu erkennen und zu leben. Manchmal ist es vernünftiger, sich NICHT belasten zu lassen und egoistischer zu sein. Wie Svenska es schon richtig sagt.
Ich für meinen Teil habe als Ausgleich mein Hobby, daß eben für mich "vor" den Kindesbelangen steht. D.h. wenn ich mich da engagieren muss/will, muss mein LG sehen wie er Arbeit und Kindesbetreuung an den KiWoEn auf einen Nenner bringt. Oder ich treffe mich mit meinen Freundinnen, abends wenn die Kinder da sind. So haben mein LG mehr von "unserer" Zeit und die Kinder haben den Papa auch "ganz für sich"
Und bisher klappt es auch so. Du siehst, auch ich bin ein kleiner Egoist - und das ist auch gut so, weil mein LG ein sehr starker Partner ist, und der braucht meinen Gegenwind, sonst würde er mich flugs vereinnahmen.
Ich bin der Typ, der sich "gern" auf die Seite von Schwächeren stellt, vielleicht weil ich am Anfang meines Lebens genau da stand, und dort keine bzw. wenig Hilfe bekommen habe? Und die Schwächeren sind hier in meinen Augen die Kinder.
Fälschlicherweise habe ich gedacht, die "arme, bemühte KM" sei auch eine Schwache. Aber das ist sie nicht, sie ist stark - leider (für mich) in den falschen Belangen und im Durchdrücken ihrer Befindlichkeiten - aber sie ist stark. Mein LG ist auch stark, stärker geworden durch die ganzen Kämpfe und auch stärker geworden, weil er spürt, daß ich hinter ihm stehe und den Kindern positiv gegenüber stehe.
Es wurde hier schon mal gesagt, aber es ist mir gerade in den letzten zwei Wochen nochmal richtig bewusst geworden: Mein LG und ich haben uns gesucht und gefunden. Wir finden im "tosenden Meer des Lebens" in uns die ruhende Insel. Und ich weiß ganz genau, daß es das ist, was die KM so ankotzt. ER ist glücklich, SIE findet ihr Glück nicht - und glaubt dabei sie hätte es soviel mehr verdient als er
Danke für deine lieben Worte. Das tut sehr wohl. Ich habe jetzt angefangen, für meinen LG ein Betreuungstagebuch (KiWoEn, Abholungen, Telefonate und auch Streitgespräche mit der KM, Besonderheiten bei Übergabe, Arzttermine, Elternabende) zu führen. Die Therapeutin hat es meinem LG angeraten, in dem "Vier Augen"-Gespräch der Beiden. Und rückwirkend für Oktober (fieserweise durch unseren Urlaub natürlich) kam da sehr viel zusammen. Warum ich es mache und er es nicht selber schreibt? Weil er der "Vergessliche Typ" ist, und es mir leicht von der Hand geht. Zumal ich in meinem Timer ohnehin alle Daten drin haben, damit ich weiß, wann ich das Auto habe oder eben auch nicht
-
04.11.2010, 09:57
AW: Nexten Talk
Das macht Sinn. Mein Freund hat auch so ein Tagebuch angefangen und irgendwann aufgehört. Ich hab ihn mehrmals erinnert, dass diese Vorfälle wichtig sind, dass man viel vergisst und es weiterführen sollte.
Er hats nicht getan. Aber das ist sein Problem.
Tini, lass das sein. Du hängst dich vielleicht nicht überall rein, aber du bleibst auch nicht aussen vor. Es sind die Probleme von deinem LG, der soll sie so aufschreiben, wie er sie erlebt und empfindet. Du weisst natürlich selber, was du tust, aber in deinen Handlungen sehe ich immer wieder, wie wenig du dich distanzieren kannst oder vielleicht auch nicht distanzieren willst. Das ist reine Elternebene was da abgeht und die Führung des Tagebuches obliegt dem Vater.
Wie du schon oben schriebst, focussiere dich auf die Kinder. Da hast du eine eigene Ebene. Lass die Elterneben dort wo sie hingehört.Life has no remote.
Get up and change it yourself.
-
04.11.2010, 09:58
AW: Nexten Talk
Wie schöööön das klingt und welch schönes Gefühl das sein muss.

Dann gibt es doch wieder einen kleinen "Ausgleich".. ich hab zwar nicht so schwierige Aufgaben zu stemmen wie du, dafür habe ich aber auch keine ruhige Insel im tosenden Meer
Alles Liebe weiterhin wünsch ich dirbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbb bbbb
Werde, die du bist




Zitieren
