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  1. Registriert seit
    11.08.2008
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    cool Psychosomatische Klinik Vorstufe zur Entmündigung und Gefängnis

    Hallo,
    ich war den Sommer über in einer psychosomatischen Klinik. Es hat mir gut geholfen. Aber vieles hat mich auch belastet. Die vielen kranken Menschen, die vollgestopft wurden mit Medis. Die rauchen und viel Kaffee trinken, alles toleriert von den Ärzten. Mir wurde gesagt, wenn ich Medikamente bekomme, dann darf ich den Beipackzettel lesen und andere Patienten dürfen das wohl nicht. Hallo, das ist wohl mein gutes Recht. Genauso wie ich dann jede Tablette täglich einzeln abholen muß. Ständig wurde einem alles mögliche unterstellt, davon, dass man weil man Depressionen hat, eben auch selbstmordgefährdet ist. Dass man Drogen nimmt oder Alkohol. Wenn man nicht so offen war, wie die Theras sich das vorgestellt haben, redete die Therapeutin mit mir in einem Ton a la Feldwebel. War man gefügig hat die Therapeuten gelobt, dann sind sie dahingeschmolzen wie Wachs.
    Heimfahrten wurden mir teilweise auch nciht erlaubt, weil ich mich ja bloß nicht überforden darf. Jetzt wo ich wieder zuhause, merke ich wie ich meine Freiheit wieder geniesse.
    Grüße
    Cappucino

  2. Avatar von phlomis
    Registriert seit
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    AW: Psychosomatische Klinik Vorstufe zur Entmündigung und Gefängnis

    Zitat Zitat von Capuccino
    ... Jetzt wo ich wieder zuhause, merke ich wie ich meine Freiheit wieder geniesse. ...
    Das ist doch toll!
    I am my own special creation

    XXXI


  3. Registriert seit
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    AW: Psychosomatische Klinik Vorstufe zur Entmündigung und Gefängnis

    Hallo Cappuccino,
    orry, aber dann warst Du in der falschen Klinik. Ich war auch Anfang des Jahres in einer Psychosomatischen Klinik zur Reha. Ich wollte keine Medikamente nehmen und für meinen Therapeuten war das vollkommen in Ordnung. Mir wurde dort beigebracht, daß ich mich selber viel wichtiger nehmem muss, meine eingenen Bedürfnisse mehr in den Vordergrund stellen soll.
    Dort wurde sehr viel Wert auf Sport gelegt, weil dadurch psychische Spannungszustände gut abgebaut werden können.
    Wer übers Wochenende nach Hause fahren wollte, durfte das auch nach Absprache mit dem Therpeuten. Also ich kann nur sagen, diese Klinik und die Therapeuten haben mir sehr geholfen, meine Depression ist fast verschwunden. Meine Lebenskrise ist nicht vorbei, aber mir geht es viel besser und ich weiß jetzt, was ich tun kann, damit ich mich besser fühle.....auch ohne Medikamente.
    Natürlich kommt das auf die Schwere der Erkrankung an. Manchmal geht es nicht ohne Medikamente.


  4. Registriert seit
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    AW: Psychosomatische Klinik Vorstufe zur Entmündigung und Gefängnis

    Hallo ich-bins,
    na ja ich hatte halt Schlafstörungen und hohen Blutdruck aufgrund der Angstzustände und eben Unruhezustände, aber ist es ein Grund, einen so unter Druck zu setzen?
    Grüße
    Capuccino

  5. Inaktiver User

    AW: Psychosomatische Klinik Vorstufe zur Entmündigung und Gefängnis

    ich finde so einen thread hier aber irgendwie nicht sehr hilfreich. sowas schürt doch nur angst. einerseits schreibst du, dir wurde gut geholfen, andererseits sprichst du von einer vorstufe zur entmündigung und gefängnis. die wortwahl muss man sich mal auf der zunge zergehen lassen. entmündigung und gefängnis! ich stehe auf der warteliste eines psychosomatischen krankenhauses und da macht's doch echt mut, sowas zu lesen!

    natürlich möchte man die verantwortung für sein leben nicht völlig abgeben. das verstehe ich ja auch. wenn man sich aber so gar nicht darauf einlassen mag/kann, dann ist man vll in einer tagesklinik oder bei eine normalen therapie besser aufgehoben?

    in der klinik, für die ich angemeldet bin, gibt es das sogenannte belastungswochenende zum ende des aufenthalts. vorher darf man auch nicht nach hause (jedenfalls nicht über nacht). ich finde das auch irgendwie logisch. ist doch kein hotel, wo man kommen und gehen kann, wie man lustig ist. der vorteil des ganzen ist doch gerade der, dass man aus seinem gewohnten umfeld und alltag mal völlig rausdarf, um sich auf sich selbst zu konzentrieren. fernsehen gibt es dort zb auch nur in maßen und pc-/internetnutzung gar nicht. ich finde das, wie gesagt, ganz natürlich und logisch. die medikamentenfrage habe ich schon vorher geklärt. das internet ist voll von erfahrungsberichten dieser art.

    es tut mir leid, dass du offenbar pech hattest (wobei es dir doch auch geholfen hat, wie du schreibst??).


  6. Registriert seit
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    AW: Psychosomatische Klinik Vorstufe zur Entmündigung und Gefängnis

    Ich weiß noch dass man einmal vermutet hat, dass ich irgendwas nehmen. Die Befragung der Therapeutin war dann ähnlich wie ein Kreuzverhör. Muß das sein. Kann ja sein, dass manche Patienten sind agressiv usw. Aber manchmal habe ich schon überlegt, dass ich sage, die Thera soll mal ihren Ton überdenken und einmal habe ich der Oberärztin, gesagt, dass ich einen Thera nicht mehr will. Der hatte mich nämlich angeschrien. Grundsätzlich vermute ich, dass dieser autoritäre Stil in fast allen Kliniken herrscht. Weiterhin wurde es mir verboten, eine mir wichtige Behandlungsmethode außerhalb der Klinik zu machen. Dann hätte ich die Klinik verlassen müssen. Trotzdem hat es mir viel gebracht, aber im MOment kommen all diese Sachen hoch, die ich unterdrücken mußte.
    Grüße
    Cappuccino


  7. Registriert seit
    16.08.2007
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    416

    AW: Psychosomatische Klinik Vorstufe zur Entmündigung und Gefängnis

    Hallo Cappuccino,
    also ich kann von meiner Kur nur sagen, sie hat mir super geholfen.
    In den ersten 2 Wochen hatte ich super Heimweh, und auch da hat mir mein Therapeut sehr behutsam klar gemacht, daß ich die Zeit in der Kllinik als persönlichen Urlaub mit Wellnesscharakter ansehen soll. Ich kann viel Sport machen, mir viel Zeit für mich selber nehmen, neue nette Leute kennenlernen und gleichzeitig lernen, besser mit mir selber klar zu kommen, ohne die Abhängigkeit der Familie. Auch das Personal dort war sehr freundllich und nett....ich habe wirklich so viele nette Leute kennengelernt, daß ich nach 5 Wochen fast nicht nach Hause wollte.
    Ich denke mal, daß Du wirklich Pech mit der Klinik hattest. Ich kann die Klinik in der ich war nur wärmstens weiterempfehlen.
    Die Zeit dort hat mir viel gebracht. Soviel gelacht wie dort habe ich schon lange nicht mehr.

  8. Inaktiver User

    AW: Psychosomatische Klinik Vorstufe zur Entmündigung und Gefängnis

    Hallo Capuccino !

    Du warst aber nicht zufällig in Bad Neustadt ??



    Ganz generell kann ich nur jedem empfehlen, sich über das Therapiekonzept der Klinik kundig zu machen, bevor man sich irgendwo anmeldet....


    Liebe Grüße
    und gute Besserung


    Lara


  9. Registriert seit
    11.08.2008
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    AW: Psychosomatische Klinik Vorstufe zur Entmündigung und Gefängnis

    Hallo Luci,
    liegt wohl daran, dass ich ein sehr freiheitsliebender Mensch. Mir wurde auch geholfen, nur im nachhinein sehe ich es so, dass dieser autoritäre Umgangston der Theras, wenn man nicht so spurte, schon ziemlich krass war.
    Und meine Meinung darf ich hier schon noch sagen.
    Grüße
    Cappuccino

  10. Avatar von Dachziegel
    Registriert seit
    30.04.2008
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    1.132

    AW: Psychosomatische Klinik Vorstufe zur Entmündigung und Gefängnis

    Wenn die Klinik für Dich so schlimm war, warum hast Du den Aufenthalt dann nicht abgebrochen? Es ist ja eben kein Gefängnis.

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