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  1. Avatar von hw1960
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    AW: Psychosomatische Klinik Vorstufe zur Entmündigung und Gefängnis

    Das was Capuccino schreibt, ist verdammt starker Tobak.
    Ich war letztes Jahr für 8 Wochen in einer Psychosomatischen Klinik (Rhön-Klinik in Bad Kissingen) und kann nur gutes über die Klinik und ihre Mitarbeiter berichten.
    In meiner Gruppe gab es Leute die waren zwar anwesend, haben sich aber nicht an den Gruppengesprächen beteiligt. Ich denke wenn ich Probleme habe, möchte ich diese Probleme nicht wieder mit nach Hause nehmen sondern daran arbeiten. Diese Leute haben ihre Behandlung und die Ärzte in Frage gestellt.
    Die Leute die mitgearbeitet haben, haben ihren Rucksack geleert den sie seit Jahren mit sich herumgeschleppt haben. Diese Leute waren mit dem Ergebnis zufrieden.
    Ich hatte meinen Rucksack dermaßen voll, er ging nicht mehr zu.
    Mein Rucksack war leer als ich die Klinik verlassen habe. Mir geht es heute nach etwa 1 1/2 Jahren immer noch gut.
    Ich möchte damit sagen: Wer nicht bereit ist auch nur ein wenig mitzuarbeiten, der kann nicht verlangen dass die Ärzte ihn mit Samthandschuhen anpacken. Immerhin ist so eine Therapie nicht gerade billig, und die Klinik muss gegenüber dem Kostenträger erklären warum die Therapie nicht funktioniert hat.
    Vielleicht sollte man sich darüber mal Gedanken machen.
    LG Heidi
    Wer zu sich selbst gefunden hat,
    der kann nichts mehr verlieren.
    (Stefan Zweig)


  2. Registriert seit
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    AW: Psychosomatische Klinik Vorstufe zur Entmündigung und Gefängnis

    Zitat Zitat von hw1960
    Das was Capuccino schreibt, ist verdammt starker Tobak.
    Ich war letztes Jahr für 8 Wochen in einer Psychosomatischen Klinik (Rhön-Klinik in Bad Kissingen) und kann nur gutes über die Klinik und ihre Mitarbeiter berichten.
    In meiner Gruppe gab es Leute die waren zwar anwesend, haben sich aber nicht an den Gruppengesprächen beteiligt. Ich denke wenn ich Probleme habe, möchte ich diese Probleme nicht wieder mit nach Hause nehmen sondern daran arbeiten. Diese Leute haben ihre Behandlung und die Ärzte in Frage gestellt.
    Die Leute die mitgearbeitet haben, haben ihren Rucksack geleert den sie seit Jahren mit sich herumgeschleppt haben. Diese Leute waren mit dem Ergebnis zufrieden.
    Ich hatte meinen Rucksack dermaßen voll, er ging nicht mehr zu.
    Mein Rucksack war leer als ich die Klinik verlassen habe. Mir geht es heute nach etwa 1 1/2 Jahren immer noch gut.
    Ich möchte damit sagen: Wer nicht bereit ist auch nur ein wenig mitzuarbeiten, der kann nicht verlangen dass die Ärzte ihn mit Samthandschuhen anpacken. Immerhin ist so eine Therapie nicht gerade billig, und die Klinik muss gegenüber dem Kostenträger erklären warum die Therapie nicht funktioniert hat.
    Vielleicht sollte man sich darüber mal Gedanken machen.
    LG Heidi
    heidi, ich hab ganz ähnliche erfahrungen gemacht. nur wer sich öffnet, dem kann geholfen werden! habe mich (vor 3 jahren stat.aufenthalt wg depresssionen u schlafstörungen, untergewichtig) schon sehr bald im gruppengespräch geöffnet- und viele denkanstösse bekommen, an die mein trauerndes herz nie rangekommen wär.
    heut lebe ich in runder zufriedenheit und habe seit dem aufenthalt nie wieder ne therapie gebraucht.
    am rande: um medikation musste ich seinerzeit "betteln!"
    lg fraueastwood

  3. Inaktiver User

    AW: Psychosomatische Klinik Vorstufe zur Entmündigung und Gefängnis

    @Hallo Capuccino

    lass Dich hier bloss nicht runterziehen.Deine Wahrnehmung dass da was in der Klinik nicht richtig lief hast genau erkannt.Auch das Verhalten der Therapeuten war unprofessionell.Um einen seelisch kranken Patienten adäquat zu konfrontieren,brauch ich ihn nicht anzubrüllen.
    Zum Glück können solche frustrierte, machtgeile Therapeuten ihr Verhalten als Therapiekonzept auslegen.Fein aus`m Schneider.Der Patient ist ja der Kranke. Der muss das mal so hinnehmen, weil wir wollen ihm ja nur helfen!!

    Vielleicht sollten sich die Therapeuten mal überlegen wie das beim Patienten ankommt und was das beim Patienten anrichtet,die offen und auf Hilfe hoffend so rüde und aggressiv behandelt werden.

    Gerade diese Machtlosigkeit die viele depressive Patienten empfinden wird dadurch noch bestärkt.Die wissen doch gar nicht wie man sich gegen Angriffe wehrt,wie man das macht, wie man sich hinstellt und kämpft.Da muss erstmal der Selbstwert aufgebaut werden.Und das geht nun mal schlecht wenn ich voll mit Medikamenten bin.Also was soll dann dieses: den Patienten "konfrontieren" wollen.

    Viele wehren sich nicht,melden das nicht.Und wenn,dann wird der Patient einfach als therapieunwillig abgestempelt.So einfach wird das gehandhabt!

    Die meisten Patienten werden vor Therapieantritt nicht mal über das jeweilige Konzept aufgeklärt,können sich weder dafür noch dagegen entscheiden.

    Mit Sicherheit gibt es auch gute Kliniken,die wissen wie man mit Kranken angemessen umgeht.Aber weiss man vorher auf was man sich einlässt?

    @
    chappaqua


  4. Registriert seit
    11.08.2008
    Beiträge
    19

    AW: Psychosomatische Klinik Vorstufe zur Entmündigung und Gefängnis

    Hi Chappaqua,
    super, dass Du mir zur Seite stehst. Und entgegen allen Unkenrufen. Meine Therapie war erfolgreich und effektiv und die Theras waren sehr zufrieden. Nur finde ich im Nachhinein den Ton manchmal ziemlich daneben. Aber ich war eben in einer Notlage und habe daher vieles akzeptiert, was ich jetzt so nicht mehr akzeptieren würde. Es geht eben auch anderes als einen Patienten ins Kreuzverhör zu nehmen oder fertigzumachen. Das sehe ich jetzt durch den Kontakt zu neuen Theras außerhalb der Klinik. Und wenn drei Ärzte ständig Druck ausüben, dass man doch die ach so tollen Klinikdrogen nehmen soll. Und wenn man andere Ärzte außerhalb der Klinik will, dann muß man gleich die Klinik verlassen...Hääääää
    Grüße
    Capuccino

  5. Inaktiver User

    AW: Psychosomatische Klinik Vorstufe zur Entmündigung und Gefängnis

    Zitat Zitat von hw1960
    .
    Ich war letztes Jahr für 8 Wochen in einer Psychosomatischen Klinik (Rhön-Klinik in Bad Kissingen) und kann nur gutes über die Klinik und ihre Mitarbeiter berichten.
    Das erstaunt mich jetzt wirklich !!!!!!!!

    Genau aus dieser Klinik bin ich nach 3 Wochen mit Hilfe der Krankenkasse wieder abgehauen - nachdem mir von meiner Therapeutin und dem Chefarzt unterstellt wurde, ich hätte einen Mitpatienten in den Selbstmord getrieben.....

    Natürlich habe ich das NICHT getan und der arme Kerl hat Gott sei Dank auch überlebt, aber es war wohl einfach beruhigender für sie, mir das in die Schuhe zu schieben, als sich mal die Frage zu stellen, ob jemand, der nach einem Suizidversuch direkt aus der Psychiatrie ins Rhön-Klinikum verlegt wurde, wirklich über 5 Tage hinweg mit Hausgebot belegt und ansonsten ohne jegliche Behandlung bleiben sollte....

    Ich hab das diesem Patienten später erzählt; er hat sich kaputt gelacht bei der Vorstellung, daß ich (die ich ihn vorher nicht kannte und grad mal 4 Tage gemeinsam mit ihm auf einer Station war) so viel Macht über ihn hätte, daß er sich auf ein Wort von mir hin das Leben nehmen wollen würde.

    Nichtsdestotrotz steht das sogar in meinem Entlassbericht drin und hat mir seitdem extrem viel Ärger eingebracht.

    Ich war später noch in einer anderen Klinik und habe da einige ehemalige Patienten aus Bad Neustadt getroffen - und alleallealle ohne jegliche Ausnahme berichteten, daß es während ihres Aufenthalts dort Suizide unter den Patienten gegeben hat.


    Insofern bin ich äußerst verwundert, daß Du meinst, Du könntest nur Gutes über diese Klinik berichten ?!?!?


    Warst Du da in einer Krankenhaus-Station oder in einer Reha-Station ??



    Spätzle

  6. Inaktiver User

    AW: Psychosomatische Klinik Vorstufe zur Entmündigung und Gefängnis

    Zitat Zitat von Capuccino
    Und wenn man andere Ärzte außerhalb der Klinik will, dann muß man gleich die Klinik verlassen...Hääääää
    Das ist das übliche Verfahren: ein Konsil (d.h. eine Konsultation eines nicht klinikeigenen Arztes) erfolgt nur, wenn keine eigenen Spezialisten da sind - das ist eine Frage der Kostenübernahme.

    Aber ich fasse jetzt noch mal zusammen: du warst da, bist erfolgreich behandelt worden, aber die Ärzte waren sch..., haben dioch fertig gemacht usw.? Irgendwie klingt das für mich ein wenig widersprüchlich. Um bei Chappaquas Aussage zu bleiben, dass Gefühle nicht täuschen: Hier fühle ich eine Unstimmigkeit. Versteh mich nicht falsch: Ich weiß nicht, was dir dort widerfahren ist. Aber wenn es im Nachhinein so schlimm ist, wie kann es dann wirklich geholfen haben? Wie kann etwas, was mich so angreift, effektiv sein? (paradoxe Intervention?) Die Theras waren zufrieden: Wieso haben sie dann vorher so viel Druck gemacht? Das löst bei mir viele Fragen aus....

  7. Inaktiver User

    AW: Psychosomatische Klinik Vorstufe zur Entmündigung und Gefängnis

    @Spätzle

    das ist ja unfaßbar! Da fehlen einem die Worte


  8. Registriert seit
    11.08.2008
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    19

    AW: Psychosomatische Klinik Vorstufe zur Entmündigung und Gefängnis

    Ellipell,
    Du Schlaubergerin, ich hätte das Verfahren selber bezahlt. Trotzdem wurde es mir verboten. Die Allmacht der Klinik. Mafiamäßig.
    Grüße
    Capuccino


  9. Registriert seit
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    19

    AW: Psychosomatische Klinik Vorstufe zur Entmündigung und Gefängnis

    Hey Elli,
    lies mal richtig. Habe nicht gesagt, dass alle Ärzte sch... sind. Keine Ahnung warum es im Nachhinein so schlimm war. Hatte halt gedacht, es wäre so einfach die Ärzte davon zu überzeugen, dass ich keine Medis brauche und immer wieder wurden sie mir aufgedrängt, obwohl man wußte, dass sie ein rotes Tuch für mich waren. Vielleicht habe ich mich an irgendeinem Punkt zu sehr angepaßt, obwohl weiterhin viele Dinge für mich schrecklich waren. Wahrscheinlich ist auch deshalb mein Blutdruck in schwindelerregende HÖhe gestiegen.
    Grüße
    Capuccino

  10. Inaktiver User

    AW: Psychosomatische Klinik Vorstufe zur Entmündigung und Gefängnis

    Weißt du Cappucino, man kann vielen Sachen gegenüber kritisch eingestellt sein. Und dies ist häufig auch gut, gerade, wenn es um einen selbst geht. Ich weiß nicht, welches Krankheitsbild bei dir zugrunde liegt (und will es auch nicht wissen), zusätzlich schreibst du nur sehr oberflächlich was passiert ist, daher wird dir keiner sagen können, ob deine Behandlung angemessen war. Wenn es dich so stört, halte einfach nochmal Rücksprache mit Klinik und Krankenkasse. Was mich hier einfach stört, ist dieses sehr harsche Aburteilen und die Knüpfung von Zusammenhängen, die zumindest für mich nicht wirklich nachvollziehbar ist.
    Du hast im Übrigen nirgends differenziert - deswegen ist gerade dein Ausgangsposting auch so negativ aufgefallen. Auch jetzt erscheinst du mir sehr aggressiv (keine Sorge - ich bin schlimmeres gewohnt).
    Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg auf deinem Weg.

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