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    AW: Depressionen, Angststörungen, Erschöpfung

    Zitat Zitat von bienie Beitrag anzeigen
    Ich habe mich geritzt, war lethargisch, fett, kraftlos.

    Auch wenn ich mich jetzt kraftlos fühle, ständig heule, so fühle ich - und das empfinde ich als gut - meine Wertevorstellung und ein Versprechen, das ich mir gegeben habe: Niemals die Familie im Stich lassen. Auch wenn die Gedanken noch so tief sinken. Wie ein Mantra.


    Bitte verzeih, liebe Bienie, ich habe Deinen Beitrag von letzter Woche leider erst jetzt gelesen.

    Dein Eingangssatz könnte von mir sein.

    Dieses Versprechen - "niemals die Familie im Stich lassen" - ist in meinen Augen eine einfach nur grausame Hypothek. Haben sich Deine Eltern als du klein warst im selben Umfang um dich gekümmert, wie sie es jetzt von Dir erwarten? Möglicherweise können wir uns über PN weiter austauschen.?!

    Meine Situation ist folgende: Vater ist 2016 mit 79 Jahren verstorben, Darmkrebs, er hatte Angst den Arzt aufzusuchen.
    Mutter ist Jahrgang 1934, geistig völlig fit, körperlich dem Alter entsprechend.

    Sie will weder Patientenverfügung noch Vorsorgevollmacht in die Wege leiten - das wird sie niemals brauchen - "will" aber bis zum Tod zuhause gepflegt werten, möglichst von mir, "obwohl du ja nicht pflegen kannst".

    Ich finde es so bitter, dass Leute wie Du und ich, die erschöpft sind vom ganzen bisherigen Lebensverlauf keine Lobby und keine Stimme haben.

    Gerade gestern habe ich versucht, meiner Mutter zu erklären. (bitte ggf. in meinem Cousinen-Strang nachlesen):

    Schau, C. ist so zierlich mit ihren leider nur noch 35 kg. Jeder bemitleidet sie. Ich wiege 95 kg (auf 1,60 m) und bin körperlich gesund, das strahle ich auch aus. Mein Energielevel entspricht ungefähr der Körperkraft der Cousine. Mutter hat es einigermaßen verstanden.

    Mann - Fehlanzeige. Er gehört leider zu den Menschen, die sich vermutlich sagen: "wenn ich etwas nur lange genug ignoriere, ist es nie passiert.

    Darf ich Dich drücken?
    Katzen lieben Menschen viel mehr, als sie zugeben wollen,
    aber sie besitzen genug Weisheit, es für sich zu behalten.


    Mary Eleanor Wilkins Freeman (1852 - 1930), US-amerikanische Schriftstellerin

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    AW: Depressionen, Angststörungen, Erschöpfung

    Zitat Zitat von Utetiki Beitrag anzeigen
    Liebe Bienie,
    versuche bitte nicht in solchen Kategorien zu denken.
    Ich weiß, es ist schwer in solchen Situationen lebensmutig zu sein. Und: solche Gedanken wird Dein Freund bestimmt nicht haben.
    Ich darf mich hier bitte anschließen.
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    Mary Eleanor Wilkins Freeman (1852 - 1930), US-amerikanische Schriftstellerin

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    AW: Depressionen, Angststörungen, Erschöpfung

    Zitat Zitat von bienie Beitrag anzeigen
    Aufgewacht, Angst bekommen vor dem Tag. Die Übelkeit nimmt braucht Reserven auf.
    Welches Medikament hat man Dir verschrieben? Es wird noch einige Tage dauern, bis die Wirkung einsetzt.

    [B]Angst vor dem Tag. [B/]

    Kenne ich und meine, dass es das massivste seelische Problem ist, unter dem man/frau leiden kann.

    GLG
    Katzen lieben Menschen viel mehr, als sie zugeben wollen,
    aber sie besitzen genug Weisheit, es für sich zu behalten.


    Mary Eleanor Wilkins Freeman (1852 - 1930), US-amerikanische Schriftstellerin

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    AW: Depressionen, Angststörungen, Erschöpfung

    Ich nehme Citalopram.

    Aufgrund der ständigen Übelkeit verzögern sich meine Antworten.

    @Lady_Emelia, ich werde noch antworten
    Tanzen ist wie träumen - nur mit den Füßen
    22.06.06 "Bienie" , 04.04.11 "King" , 24.05.17 "Raica" 29.09.21 "Pirry"

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    AW: Depressionen, Angststörungen, Erschöpfung

    Lass Dir ruhig Zeit.
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    AW: Depressionen, Angststörungen, Erschöpfung

    Mittlerweile wird es langsam besser, die Medikamente schlagen an und die Übelkeit hält sich im Rahmen.

    Leider ist letzte Woche noch mein Hund gestorben, was mir zusätzlich, auch wenn es absehbar war, einen seelischen Kinnhaken versetzt hat.

    Jetzt lässt mein Körper so ziemlich alles raus, was sich angestaut hat, gestern Abend Fieber etc.

    Die Beratung der Sozialstation war zwischenzeitlich da und wir holen noch eine zusätzliche Hilfe ins Boot, außerdem sind wir an einem Notfallplan, wenn ich einmal plötzlich ausfallen sollte.
    Es dauert alles noch etwas, aber es läuft. Noch bin ich krank geschrieben, hoffe aber auf einen normalen Alltag.

    Das einzige, was mich derzeit belastet ist mein guter Freund, der einerseits immer für mich da ist, andererseits sich selbst vernachlässigt,
    schwer krebskrank raucht er wie ein Schlot und spricht ständig davon, wie lange er wohl noch hat - einerseits verständlich, andererseits
    belastend.
    Tanzen ist wie träumen - nur mit den Füßen
    22.06.06 "Bienie" , 04.04.11 "King" , 24.05.17 "Raica" 29.09.21 "Pirry"

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    AW: Depressionen, Angststörungen, Erschöpfung

    Liebe binie,
    es wird aufwärts gehen. Natürlich zieht dich im Augenblick der Tod deines Hundes runter-das wird besser. Es ist dein 4. Hund?
    Jeder,dessen Haustier gestorben ist ,kennt das (wir denken auch immer wieder an unseren verst. Kater).

    Hat die Beratung der Sozialstation dir was gebracht-ist eine Entlastung für dich möglich?
    Wenn Lösungen gefunden werden im Fall du verhindert bist, könnte doch gleich eingplant werden, dass du 1-2 Wochen weg bist (Klinik, Urlaub-einfach um zu Kräften zu kommen).
    Du wirst sehen,mit professioneller Hilfe bei Versorgung der Eltern, wird es dir besser gehen.
    Sei optimistisch!

    Ich weiss jetzt nichts zu den Medikamenten: wäre es möglich, in absehbarer Zeit in geringerem Umfang zur Arbeit zu gehen?
    Würde dir das gut tun?

    Was den Freund betrifft: da wäre jeder deprimiert. Aber warum soll er nicht rauchen, wenn es ihm guttut? Versuche ein bisschen Distanz zu halten. Auch wenn das schwer fällt.
    Alles Gute

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    AW: Depressionen, Angststörungen, Erschöpfung

    Oh bienie,

    in all dem Wust an Wortspiel-Nachrichten habe ich deine Posts leider übersehen. :-(

    Auch wenn ich "nur" Katzendienerin bin, tut es mir der Tod Deines Hundes unendlich leid.

    Du pflegst beide Elternteile (mit?). Eine Nachbarin und Freundin pflegt ihren 95-jährigen Vater (blind, bettlägerig, nicht mehr kontinent) und ich bin ehrlich erschüttert, was sie leistet und worauf sie verzichtet.

    Ich habe ebenfalls einen guten Freund, der sein Leben mit sehenden Augen ruiniert. Er ist ca. 1,95 cm groß, wiegt aber ca. 200 kg oder noch mehr, seine Laster sind Limonaden, Müslis und zu große Essensportionen. Mit nunmehr 53 trägt er Kompressionsstrümpfe, nimmt Blutdrucksenker. Handelsübliche Waagen gehen kaputt.

    Ich werde wirklich traurig sein, wenn er über kurz oder lang sterben wird, aber - wie Daphnia schreibt - ich kann Distanz halten.

    Das habe ich aber nicht von heute auf morgen und erst in den letzten paar Jahren gelernt.

    Ich wünsche Dir Mut und viel Kraft weiterhin!

    Emmi
    Katzen lieben Menschen viel mehr, als sie zugeben wollen,
    aber sie besitzen genug Weisheit, es für sich zu behalten.


    Mary Eleanor Wilkins Freeman (1852 - 1930), US-amerikanische Schriftstellerin

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    AW: Depressionen, Angststörungen, Erschöpfung

    Es hat wieder eine Weile gedauert, es ging mir nicht so gut, Achterbahn. Trotzdem will ich übernächste Woche wieder mit der Arbeit beginnen.

    Die Hilfe, die mir angekündigt war, wurde zwar großmundig versprochen, aber es fehlt an Personal. Im Grunde stehe ich im Augenblick wieder an der selben Stelle wie vorher, war mir einfach den Atem nimmt.
    Außerdem steht offen, ob mein Vater demnächst operiert werden muss, meiner Mutter geht es nicht gut, ich war persönlich mit ihr beim Arzt und werde nächste Woche den Arzt meines Vaters aufsuchen. Seine Demenz nimmt zu.

    Hinten und vorne klappt irgendwie nichts, außerdem fange ich ständig an zu heulen, wenn mir wieder etwas von meinem kleinen Hund in die Hände fällt. Ich vermisse ihn so, außerdem war er in Tiefphasen immer da und das wirkte sehr beruhigend. Nach vielen Jahren mit Hund ist alles so leer.

    Mein Freund, er ist ein sehr lieber Mensch, richtet sich aber selbst zugrunde, zusätzlich, das macht mich traurig. Distanz halten ist schwer, da gegenseitige Zuneigung vorhanden ist.
    Tanzen ist wie träumen - nur mit den Füßen
    22.06.06 "Bienie" , 04.04.11 "King" , 24.05.17 "Raica" 29.09.21 "Pirry"

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    AW: Depressionen, Angststörungen, Erschöpfung

    Liebe Binie, schön, daß Du uns ein update gibst.

    Das mit den Pflegekräften ist unsäglich. Hast Du auch die Möglichkeit einer 24h Pflegerin aus dem Ausland eroiert? Naja,meistens wollen die Eltern das ja dann nicht :-(
    Oder noch einen anderen Pflegestützpunkt ansprechen? Weiß ja nicht, wo Du wohnt, aber vielleicht gibt es Alternativen zur Caritas.

    Du darfst mich jetzt auslachen, aber ich beschäftige mich seit 30 Jahren mit Astrologie. Wir haben im Moment rückläufigen Merkur, d.h., es klappt einfach nichts.
    Ist bei mir so und vielen, die ich kenne, auch.
    Es geht noch bis 18. Oktober, danach sollte das Leben wieder einfacher werden.

    Vielleicht hilft es Dir, Hoffnung zu haben.

    Das mit dem Hund verstehe ich. Genau das ist der Grund, weshalb ich keine Haustiere mehr habe, obwohl ich Hunde und Katzen liebe. Das Abschiednehmen ist so schwer. Man vermisst seinen Gefährten so unendlich.
    Aber ich bin sicher, Dein Hund würde nicht wollen, daß Du so traurig bist. Versuche zu Lächeln, wenn Du an ihn denkst, an alle die schönen Zeiten, die ihr gemeinsam verbracht habt. Auch wenn Dir zu Heulen ist.
    “You are the sky. Everything else- it’s just the weather.”

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