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    AW: Es wiederholt sich alles

    Zitat Zitat von ichbins2006 Beitrag anzeigen
    Wenn er dann aber andrerseits dahockt, mit Mundwinkeln bis zum Boden und fast am heulen ist, weil keiner, den er fragt Zeit bzw Lust hat,sich mit ihm zu treffen, und er dann tatsächlich noch Sätze sagt, wie: „ich hab doch ein scheiss Leben“, dann hock ich neben ihm und könnt plärren….. .
    Ja- das ist schwer auszuhalten als Mutter, denn man kann in dem Alter kein Spielzeug mehr hervorzaubern und wie bei einem kleinen Kind, ablenken oder es reicht, dass man selbst voller Liebe zu seinem Kind ist.

    UND- du kannst, wie schon erwähnt, MIT deinem Sohn zusammen mal überlegen, was sonst noch machen könnte.
    Es gibt Wege, es gibt andere Möglichkeiten - das ist doch kein Endpunkt, wo er nun für immer und den Rest seines Lebens stehen bleiben wird!

    Das alles kann der Anfang für neue Wege sein, raus aus diesen Mustern in neue Welten!

    Dein Sohn lebt trotz "blöder Situation" in einer Welt voller Möglichkeiten und Unterstützung.
    Mag sein, dass deine Geschichte dich momentan hindert, diese Möglichkeiten zu erkennen. Wenn, dann mach dir klar, dass dieses evtl bestehende Gefühl von Ausgeliefertsein- DEINES ist und deinem Sohn wahrhaftig die Welt offen steht. Er muss halt noch lernen, diese Wege zu finden und zu gehen. Erkenne, WIE unterschiedlich seine Situation und deine damalige war!

    Ich drück dir die Daumen, dass du bald einen guten Therapeuten findest!

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    AW: Es wiederholt sich alles

    Hallo ihr Lieben,

    ich möcht mich nochmal für eure tollen Antworten bedanken.
    Es sind einige Punkte dabei, die mich ein bisschen ..... "trösten"..... klingt blöd. Sie helfen mir auf jeden Fall.
    Wenn auch leider nicht auf Dauer. Aber ich denke inzwischen etwas anders über manche Dinge und hoffe, dass das so bleibt.

    Es fällt mir nach wie vor sehr schwer, das Alleinesein meines Sohnes zu verkraften.
    Manchmal gibt es Highlights, wenn er jemanden findet, der mit ihm zum Fussball spielen geht. Und da schöpfe ich auch wieder Hoffnung. Aber komischerweise sind das selten Kontakte von Dauer.

    Aber eigentlich wollte ich wegen etwas ganz anderem schreiben.
    Ich wollte euch mitteilen, dass ich jetzt tatsächlich sowohl einen Gesprächstermin bei der Caritas Familienhilfe als auch einen fixen Therapie-termin erhalten habe.
    Einmal Anfang August und den anderen Ende August.
    Also gar nicht mehr so lange hin.

    Ich sehe also ein kleines Lichtlein am Ende des Tunnels.
    Fast freue ich mich sogar drauf.

    Auf jeden Fall nochmal vielen Dank euch allen!!!!!
    Es tut gut,hier zu schreiben und Resonanz zu erhalten.

    Grüsse Silvia

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    AW: Es wiederholt sich alles

    Ach, wie schön! Das freut mich.

    Und die paar Tage bis Anfang August kriegst du bestimmt auch noch rum.

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    AW: Es wiederholt sich alles

    Könntest Du Dir vorstellen, Kontakt zu Deinen ehemals besten Freundinnen von früher aufzunehmen? Natürlich kannst Du nichts mehr von damals nachholen, aber wenn sie Dir zugewandt sind, könnt Ihr vielleicht darüber sprechen, wie das damals so für Euch war. Sie könnten ihre Sicht der Dinge/des Kontaktabbruchs erklären und Du Deine.
    Zähl mal bis zehn, ich brauch 'ne Stunde Ruhe.

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    AW: Es wiederholt sich alles

    Hallo nochmal,

    erst mal an Greta1:
    Ganz ehrlich? Nein. Das könnte ich mir nicht vorstellen.
    Mit der einen besten Freundin habe ich mich Jahre später unterhalten und es nochmal mit einer Freundschaft versucht, aber es war von meiner Seite aus kein Vertrauen mehr da. Ich war immer misstrauisch und unsicher.
    Das hat nicht lange funktioniert und wir gingen wieder getrennte Wege.
    Die andere Freundin war damals die Drahtzieherin des ganzen Konfliktes inklusive auslachen, lästern und andere auf ihre Seite ziehen.
    Da sehe ich absolut keinen Anknüpfungspunkt mehr.

    Deswegen schreibe ich hier allerdings nicht.
    Obwohl ich weiß, dass ich kommenden Dienstag den Termin bei der Caritas habe, sitze ich heute wieder in einem der schwärzesten Löcher überhaupt.
    Die Fußball“Freunde“ meines Sohnes sagen ihm, sie hätten keine Zeit und treffen sich hinter seinem Rücken alleine.
    Er hat’s mitbekommen.
    Und er leidet….
    Und ich auch……
    Ich könnte heulen, schreien, die Jungs einzeln am Kragen packen und anschreien…

    Ich hab lange mit meinem Sohn geredet.
    Über Alternativen.
    Andre hobbies, neue, ganz andre Freunde.
    Er will nichts davon hören.

    In seinem Asia-Glückskeks stand vorgestern:
    „es gibt große Veränderungen.
    Sie werden glücklich sein“

    Man könnte abergläubisch werden und hoffen. Aber ich glaube nicht an sowas.

    Dieses besch…… Corona!!
    Als sich die Kids nur noch zu zweit treffen durften, hat sich jeder neu orientiert und fixiert. Und mein Sohn war allein…
    Es ist wirklich zum heulen!!!!

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    AW: Es wiederholt sich alles

    Das tut mir so leid für Dich. Ich habe das auch miterlebt. Bei mir selber und meinen Schwestern. Manchmal passt man in die alte Freundesgruppe nicht mehr rein und hat noch keine neue gefunden und das ist eine ganz schwierige Zeit.

    Wenn Dein Sohn nicht alleine etwas Neues ausprobieren will, vielleicht dann erst mal mit Dir oder Deinem Mann? Er könnte einen neuen Sport lernen. Da lernt man auch viele Gleichaltrige kennen. Bei der Tochter einer Freundin hat das viel gebracht. Sie ist einfach zu jung eingeschult worden und war immer die kleinste und die jüngste. Das war nicht schlimm bis zur Pubertät und jetzt hat sie halt noch kein Interesse an Jungs und ihre alten Freundinnen wollen nicht mehr mit ihr befreundet sein. Eine Weile wurde das durch einen Sportclub besser, aber das hat sich wohl wegen Corona leider wieder eingestellt. Sie wechselt jetzt an eine andere Schule.

    Meistens dauert es nicht so lange, bis ein Kind "aufholt". Du sagtest ja, etwa 6 Monate hinterher. Also, wie viel Monate habt ihr schon durchgestanden? Er ist jetzt vielleicht noch nicht soweit, dass er wieder was mit seinen alten Freunden zu tun haben will. Aber, vielleicht mit anderen Jungs?

    Hat er eventuell Interesse an einer Schülerzeitung oder interessiert er sich für Tiere? Er wird schon seinen Weg finden. Das kommt meistens plötzlich und das schwierige Jahr ist vorüber. Wir wurden alle in ein Internat geschickt, für nur ein halbes Jahr. Aber das hat bei allen von uns viel geholfen. So auf sich selbst gestellt, da bekommt man viel neues Selbstvertrauen. Was auch immer. Damals machte man auch viele Sprachkurse im Ausland oder Austausch-Schüler. Manchmal nur für die Herbstferien oder so. Aber schon das hat geholfen.

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