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Thema: Depression durch Quarantäne
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07.04.2021, 12:55Inaktiver User
AW: Depression durch Quarantäne
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07.04.2021, 12:58Inaktiver User
AW: Depression durch Quarantäne
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07.04.2021, 13:02Inaktiver User
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07.04.2021, 13:06Inaktiver User
AW: Depression durch Quarantäne
Liebe Raui,
Für jeden, der einen Funken Empathie hat und hier nicht seinen eigenem Frust an anderen ablassen muß, ist das völlig klar, und nichts, für das Du Dich rechtfertigen mußt.
Ich habe Deinen Post schon so verstanden, dass Du Dir hier etwas TRost und Verständnis abholen wolltest, aber das ist bei vielen Leuten hier nicht möglich. Nicht mal im Depressionsforum....
Mein Verständnis hast Du, ich kann DEinen Frust absolut verstehen ! Mir tun Singles in dieser Pandemie überaus leid, und all meinen Singlefreundinnen, die komplett vereinsamen, geht es mies. Und dann noch mit einem anstrengendem Kleinkind wird es noch schwieriger. Erst recht nun mit Quarantäne.
Halt die Ohren steif, Du schaffst das.
Und bald ist die Zeit rum.
Liebe Grüße
MisirluGeändert von Inaktiver User (07.04.2021 um 13:23 Uhr)
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07.04.2021, 13:09Inaktiver User
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07.04.2021, 13:10
AW: Depression durch Quarantäne
Ja, was war der Sinn des Threads? Vielleicht ein klein wenig ausheulen, weil ich mich ungerecht behandelt FÜHLTE. War nur mein Gefühl und ich weiss, dass es objektiv nicht war. Aber am meisten, weil ich über meine eigene heftige Reaktion auf die Quarantäneanordnung mit all den Folgen für mich selber erstaunt war und mir diesbezüglich Hilfe erhofft hatte. Deshalb auch im Depressionsforum und nicht im Corona Forum.
Es war ja auch nur am Anfang so heftig mit dem Weinen; mittlerweile ist ein lähmendes Gefühl der Traurigkeit geblieben und ich weiss, dass ich mich darum kümmern muss. Und das werde ich auch.
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07.04.2021, 13:11Inaktiver User
AW: Depression durch Quarantäne
Nein, Deine Detailkenntnis von Raui's Lebensumständen geht mir narürlich ab.

Aber so, wie es Raui schildert, scheint sie ja eher kühl diese Nummer geschickt zu haben.
Und sorry: Für mich wäre die Telefonseelsorge eher etwas für Leute ohne Freunde, bei denen sie sich Trost holen können.
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07.04.2021, 13:12
AW: Depression durch Quarantäne
Danke Misirlu! Ich geb mir Mühe und ja ich werde auch das schaffen!
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07.04.2021, 13:19Inaktiver User
AW: Depression durch Quarantäne
Früher hat man so etwas, sehr treffend, reaktive Depression genannt. Und die Zeiten bieten allen Grund, depressiv zu werden, speziell in Deiner Lage. Ich finde das völlig normal.
Ich würde Dir auch raten, Dir eine Struktur zu geben.
Irgendwelche Schränke aufräumen und ausmisten gibt einem immer ein gutes Gefühl, und man hat was geschafft. Du könntest Dir für jeden Tag gezielt einen vornehmen.
Mach jeden Tag ein bißschen Sport, Yoga. Pilates, Zumba ..... Bei Youtube gibt es genug Videos. Es fällt schwer, sich zuhause aufzuraffen, aber nach Bewegung gehts einem IMMER besser.
Geändert von Inaktiver User (07.04.2021 um 13:25 Uhr)
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07.04.2021, 14:30
AW: Depression durch Quarantäne
Ich bin durchaus empathisch. Und Frust kann ich auch nachvollziehen. Aber meine Empathie erschöpft sich möglicherweise an den Menschen, die ernsthafte Probleme haben. Zwei Wochen Quarantäne ist für mich kein ernsthaftes Problem. Nicht mal ein Problem. Es ist allenfalls nervig. Ein Jahr Corona mit all seinen Tiefen, eine Trennung kurz vor der Geburt, ein schwerer Job im Krankenhaus, Einsamkeit, fehlende Freundschaften (oder mindestens das Gefühl), alleinerziehend zu sein. Das alles und vieles mehr sind Probleme, für die ich sehr viel Verständnis aufbringe. Wenn jemand aber so verstört über eine Quarantänemaßnahme ist, dass sich Wut über einer völlig unschuldigen Freundin erbricht (ich meine die, die sie ans Gesundheitsamt gemeldet hat und mit der sie jetzt nicht sprechen kann, weil sie so emotional ist), wenn der Sohn mitbekommen muss, wie die Mutter völlig zusammenbricht wegen einer zweiwöchigen Maßnahme, statt ihm gegenüber die Haltung zu signalisieren, dass das Leben auch mal schwierig ist, wenn jemand völlig im Gedankenkreisen festhängt und hier (wie schon früh von Usern festgestellt wurde) nicht mehr erreichbar scheint und eine Freundin soweit geht, sich so krass abzugrenzen. Ich glaube dann ist es auch unsere Verantwortung mal Stopp zu sagen und der Hysterie nicht noch Futter zu geben. Denn die TE scheint es ja grad selber nicht zu können. Sich zu stoppen. Sie hat sich tagelang reingesteigert in das Gefühl der Ohnmacht. Immerhin schrieb sie hier sechs Tage vor Ende der Quarantäne von zwei Wochen. Das Ganze lief also schon seit einigen Tagen.
Es geht manchmal darum Gedankengänge gezielt zu steuern. Denn Gedanken bestimmen unsere Gefühle. Wenn ich den ganzen Tag denke alles ist schlimm fühle ich mich auch dreckig. Sich gedanklich in etwas reinsteigern ist etwas anderes als seinen Gefühlen über ein Ereignis Raum zu geben und diese zu verarbeiten, in dem man sie nicht verdrängt. Bei letzterem ist es ein gesunder und wichtiger Prozess. Das Reinsteigern hingegen hat eine inadequate Zunahme der Negativität zur Folge, die man bewusst und gezielt durchbrechen muss um den Kreislauf zu stoppen.



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