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Thema: Depression durch Quarantäne
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06.04.2021, 12:20Inaktiver User
AW: Depression durch Quarantäne
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06.04.2021, 12:23Inaktiver User
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06.04.2021, 12:47
AW: Depression durch Quarantäne
Ich muss und will das hier gar nicht diskutieren. Ich habe mich nur zu einem Kommentar in diese Richtung verleiten lassen durch den Kommentar von Martha Agatha, die schrieb diese Maßnahmen hätten ihre Begründung.
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06.04.2021, 15:14
AW: Depression durch Quarantäne
Ich kann dir nur raten, dir eine Tagesstruktur zu zulegen. Ich war mal wegen einer anderen Erkrankung 8 Wochen in Isolierung, das ist nochmal was anderes, da muss man stationär aufgenommen werden.
Damals wusste ich nicht, wie lange diese Isolierung anhalten würde, sie hätte auch durchaus noch länger dauern können.
Am Anfang habe ich gedacht, ich springe gleich aus dem Fenster. Erschwerend kam hinzu, dass ich in einer Klinik weit weg von meinem Heimatort untergebracht war, Besuche wären mit Schutzkleidung erlaubt gewesen, aber außer meinem Partner am Wochenende war das wegen der der Distanz keinem möglich, mich zu besuchen.
Es war sehr schlimm, daher kann ich das von dir nachvollziehen. Aber ich habe gemerkt, dass es wichtig ist, sich eine Struktur zu geben. Erst habe ich überlegt, was ich schon immer gerne mal getan hätte, aber keine Zeit dazu da war.
Also fing ich an, Stories aus meinem Leben aufzuschreiben. Ich führte auch Tagebuch, denn die ganze Situation und auch der Weg dorthin waren etwas bizarr.
Dann nahm ich mir zu verschiedenen Uhrzeiten Dinge vor. Ich machte Gymnastik (so es meine Zustand zuließ), ich rätselte, ich schaute nur nachmittags für 1 h und dann abends nach 20 Uhr Fernsehen. Mein Bruder schickte mir einen Italienischkurs.
Dann gab es Zeiten, in denen ich telefonierte, nach dem Mittagessen schlief ich eine Runde, durch die Krankheit war ich auch sehr erschöpft.
So brachte ich die 8 Wochen herum und im Nachhinein muss ich sagen, so schlimm das ganze war, es hatte doch auch was Gutes. Vorher war ich nur am Rennen, ich hing in einer Situation fest, aus der ich keinen Ausweg sah.
Es ist jetzt 10 Jahre her und für mich war das wie ein Reset. Danach war die Zeit auch nicht einfach, aber es hatte sich etwas verändert. Achja, was ich noch vergessen habe: ich fing wieder an, Aquarell zu malen, das war auch sehr schön, dafür hatte ich sonst kaum Zeit.
Hoffe, du kannst das später auch mal nicht als Strafe oder furchtbare Zeit sehen, sondern auch als Chance, Dinge zu sortieren und zu überdenken.
Darüber nachzudenken, ob das jetzt berechtigt ist oder nicht und warum die Welt im Allgemeinen und Besonderen so schlecht ist, bringt nix. War bei mir am Anfang auch so, ich wollte es nicht akzeptieren, als ich das konnte, wurde es besser!
Wünsche dir trotz der Situation gute Tage und verzweifle nicht, die Zeit geht herum!
Es gibt keinen Weg zum Frieden, der Frieden ist der Weg (Mahatma Gandhi)
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06.04.2021, 16:20Inaktiver User
AW: Depression durch Quarantäne
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Geändert von Inaktiver User (06.04.2021 um 16:28 Uhr)
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06.04.2021, 19:09Inaktiver User
AW: Depression durch Quarantäne
Von meinen Gesundheitsamt. Ich sehe das bei Dir gar nicht gegeben, so wie Du den "Kontakt" zu dem Mann beschreibst, und dann noch mit negativem PCR-Test.Kontaktperson (Kategorie 1): enge Kontaktperson mit über 15 Minuten Kontakt von Angesicht zu Angesicht zu einer positiv getesteten Person. Für Kontakte der Kontaktpersonen ohne direkten Kontakt zum positiven Fall besteht keine Quarantäneverpflichtung.
Vielleicht hakst Du da noch mal nach ? Wobei bei der Belastung der Gesundheitsämter vermutlich nicht mit einer Korrektur zu rechnen ist.
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06.04.2021, 19:18
AW: Depression durch Quarantäne
Ich finde das was Fels schreibt sehr gut und hilfreich. Vielleicht ist da was für Dich dabei, liebe Rui?
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06.04.2021, 21:18
AW: Depression durch Quarantäne
Diese seltsame Logik begleitet uns schon lange. Mitbewohner einer Kontaktperson ersten Grades sind nicht automatisch ebenfalls Kontaktpersonen ersten Grades.
Ich meine mich zu erinnern, daß Übertragung in Haushalten keine Gewißheit ist. Im letzten Sommer wurde da wohl einiges zu angeguckt.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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06.04.2021, 21:44
AW: Depression durch Quarantäne
Erstens geht die Wahrscheinlichkeit der Ansteckung darüber. In Haushalten stecken sich längst nicht alle an.
Und zweitens gibt es ja noch eine Inkubationszeit. An dem Tag, an dem die Mutter krank wird, ist das Kind vielleicht schon angesteckt, aber noch nicht ansteckend.
Die Regeln sind nicht dazu gemacht, um uns zu ärgern - auch wenn wir nicht alles sofort verstehen.
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06.04.2021, 22:44
AW: Depression durch Quarantäne
Ja in gemeinsamen Haushalten stecken sich nicht alle an. Trotzdem ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch. Und wenn ich Symptome entwickeln würde, dann hätte ich schon Tage vorher ansteckend sein können. Und meinem Kind bin ich nunmal sehr nahe. Von daher ist es nicht logisch, dass er raus darf. Aber natürlich schön für ihn.
Auf jedem Fall ist die Gefahr der Ansteckung grösser als 45min in einem Raum (30m2) mit dem Mann, der immer mehr als 2m von mir weg war und sich nicht am Gespräch beteiligt hat. Egal....



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