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    Hyperventilation

    Ich bin derzeit (diese Woche noch) krank geschrieben, da mich meine Depressionen mit voller Wucht eingeholt haben (Heulkrämpfe, Selbstverletzung etc.).

    In Corona-Zeiten einen Therapieplatz zu finden - in meinem Umfeld derzeit "no-chance", es werden noch nicht einmal schriftliche Anfragen beantwortet, man bekommt Absagen etc.
    Ich habe jetzt mit einer Hypnosetherapie begonnen, die ich selbst bezahle, damit ich wenigstens wieder klar denken kann und die Panikattacken weniger werden. Das klappt so weit, kurz nach den Sitzungen bin ich sogar ganz gut drauf und recht optimistisch.

    Das Einzige, was nicht funktioniert: Ich hyperventiliere. Beim Autofahren, beim Laufen, überhaupt, wenn ich aktiv werde. Einer Angst o. ä. bin ich mir dabei nicht bewusst. Ich schnappe nach Luft wie ein Fisch auf dem Trockenen, mir wird schwindelig, Konzentration fährt auf Null, es kribbelt überall. Ich soll dann tief und ruhig atmen und mich hinsetzen.

    Natürlich kann ich nicht komplett abschalten, da ich noch pflegende Angehörige bin und in Corona-Zeiten kann man froh sein, dass das "Essen auf Rädern" überhaupt noch gebracht wird oder nicht in den Briefschlitz gesteckt wird.

    Ich versuche es mit ruhigem Atmen, lenke mich ab - ich kann irgendwie nicht zur Ruhe kommen. Komme mir ständig vor wie auf dem Laufband.
    Im Normalfall wäre ich in der depressiven Phase in eine Tagesklinik gegangen, was aber momentan nicht funktioniert. Zu lange krank schreiben ist auch keine Lösung. Medikamente bekomme ich nicht runter, zu lange habe ich gebraucht, chemiefrei zu werden.

    Hat mir jemand Tipps, wie man dieses Hyperventilieren in den Griff bekommen kann?
    Tanzen ist wie träumen - nur mit den Füßen
    22.06.06 "Bienie" , 04.04.11 "King" , 24.05.17 "Raica"

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    AW: Hyperventilation

    Wenn du akut hyperventilierst, dann halte dir am besten eine kleine Tüte vor Mund und Nase und atme tief ein und aus. Falls du gerade keine Tüte zur Hand hast, atme in die möglichst gut geschlossenen Hände, die du dir vor den Mund hälst. Fast immer lässt die Hyperventilation praktisch sofort nach.
    Das ist jetzt nur der körperliche Aspekt, aber vielleicht lernt deine Psyche, wenn es so funktioniert, dass es keinen Grund zur Panik gibt und sich die Atmung schnell wieder reguliert. Probier es aus!
    Es gibt keinen Weg zum Frieden, der Frieden ist der Weg (Mahatma Gandhi)

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    AW: Hyperventilation

    Ruf deinen Hypnosetherapeuten an und arbeitet genau dahin!
    Wofür hast du ihn denn?

    Seit wann hast du das- in Bezug auf diese Hypnosetherapie?

    Es könnte sein, dass sich durch diese Arbeit etwas in dir gelöst hat, was noch nicht aufgeräumt ist und nun diese Angst samt Hyperventilieren auslöst.
    Dann gehört dahin gesehen und das Thema angeschaut und bearbeitet!

    Ruf an- damit musst du keinen Tag länger als nötig rumlaufen.
    Und wenn es um ein "Nachjustieren" geht, dann wird auch der Therapeut froh sein, wenn er ein Thema, was sich nun zeigt, gleich bearbeiten kann.

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    AW: Hyperventilation

    Liebe Binie,

    hier in der Rubrik habe ich einige psychologische Online-Angebote gelistet. Wartenzeiten gibt es da angeblich nicht. Vielleicht ist ja was für Dich dabei.

    Gegen Hyperventilation hilft die sogenannte Lippenbremse. Hat mit gut geholfen.

    Alles Liebe und Gute
    neustart
    naja wenigstens hab ich es versucht

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    AW: Hyperventilation

    Ich danke Euch. Es wird jetzt zunehmend besser und zuerst habe ich es mit der Tüte versucht und der Hand, dann ruhiger atmen, an etwas anderes denken. Manchmal kommt es noch plötzlich, aber nicht mehr so ausdauernd.

    @neustart_jetzt: Was ist eine Lippenbremse?
    Tanzen ist wie träumen - nur mit den Füßen
    22.06.06 "Bienie" , 04.04.11 "King" , 24.05.17 "Raica"

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    AW: Hyperventilation

    Ich wollte Dich jetzt nicht mit meiner eigenen Erklärung verwirren, wo es bei google auf den ersten Blick verständliche Anleitungen dazu gibt. Ich kann es wirklich nicht besser erklären.

    Weiter gute Besserung!
    Alles Liebe und Gute für Dich!
    neustart
    naja wenigstens hab ich es versucht

  7. Moderation

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    AW: Hyperventilation

    Bienie,

    Ich hyperventiliere oft beim Singen oder Sprechen, weil ich fürchte, daß sie Luft nicht reicht. Also atme viel zu oft ein, und viel zu wenig aus. Dadurch habe dann erst recht das Gefühl, daß die Luft nicht reicht, denn wenn ich nicht ausatme, werde ich das Kohlendioxid nicht los, das signalisiert "Hey, wir brauchen hier Luft!". Und dann wird mir schwindelig...

    Das ist also ein anderes Szenario als bei dir, aber vielleicht sind die körperlichen Effekte ja dieselben? Deswegen, mal ausprobieren (und auf jeden Fall mehrfach testen, bevor du es im "Ernstfall" einsetzt, damit du weißt, wieviel "genug" ist): Tief ausatmen. Nicht nur "die Luft rausfallen lassen", sondern wirklich mit Bauch und Rippen die Luft rausschieben. Zunge leicht oben gegen den Gaumen legen. Dann die Luft anhalten, bis es sich wirklich anfühlt, als müßte man mal wieder einatmen. Das kann bei mir mehr als eine Minute dauern. Hilft auch, wenn ich in Panik bin, und manchmal sogar, wenn ich nach einer starken Anstrengung am Japsen bin.

    Alles, was den Atemdruck erhöht (Lippenbremse, Hand) oder mich motiviert, die Atemfrequenz weiter zu steigern (Tüte) funktioniert bei mir gar nicht, obwohl viele Leute sehr gute Erfahrungen mit diesen Methoden gemacht haben. Deswegen kann es sein, daß meine Atemgewohnheiten merkwürdig sind und meine Methoden für andere nicht funktionieren. :-/

    Generell hilft singen oder deklamieren, einen regelmäßigen Atemrhythmus zu üben. (Vor allem: Sich ein mit Atemrhythmus geübtes Gedicht kann man sich auch beim Autofahren aufsagen!)
    Ansonten noch: Gymnastik mit Atemrhythmus. Oder die Hände leicht gegen die unteren Rippen oder den Bauch (je nachdem, wo du normalerweise hinatmest) zu drücken und gegen diesen Druck anzuatmen, weil du so ein besseres Feedback von deinem Körper über deinen Atem bekommst.

    Lernst du in der Hypnosetherapie Techniken gegen Panikattacken? Kannst du die auch einsetzen, um die Hyperventilation zu stoppen? Was Kenzia sagt: Wenn du nichts hast, oder es nicht richtig funktioniert, frag danach!

    Alles Gute!
    Geändert von wildwusel (14.05.2020 um 14:09 Uhr)
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Hyperventilation

    Die Auslöser der Hypoventilation sind - so weiß ich es jetzt - Gedankengänge. Diese Gedankengänge aber verlieren sich momentan nach und nach, seit ich die Hypnosetherapie mache.

    Ich hatte vor ein paar Wochen plötzlich Angst, das Haus zu verlassen etc. - beim Autofahren, immer wieder keine Luft mehr.
    All das legt sich derzeit langsam und ich bin froh darüber. Die Hypnose sollte ja die "Angstattacken" minimieren und es scheint tatsächlich zu gelingen.

    Ruhiges Atmen und Ablenkung, an etwas Positives denken, das hilft momentan ganz gut, um es gänzlich zu vermeiden.

    Danke Euch sehr
    Bienie
    Tanzen ist wie träumen - nur mit den Füßen
    22.06.06 "Bienie" , 04.04.11 "King" , 24.05.17 "Raica"

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    AW: Hyperventilation

    Zitat Zitat von bienie Beitrag anzeigen
    Die Auslöser der Hypoventilation sind -
    Ist das nun ein Schreibfehler oder echt so gemeint?- die Strang bezog sich auf HypERventilation.

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    AW: Hyperventilation

    Zitat Zitat von bienie Beitrag anzeigen
    Die Auslöser der Hypoventilation sind - so weiß ich es jetzt - Gedankengänge.
    Es sind nicht die Gedankengänge sondern es sind die Gefühle, die durch die Gedankengänge ausgelöst werden
    Angst ist ein Klassiker bei Hyperventilation und kann problemlos ausgelöst werden, wenn ich mir nur die "richtigen Gedanken" mache

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