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    verwirrt Heftige Weinattacken mit Suizidgedanken wegen Eisenmangel?

    Hallo zusammen

    Ich bin neu hier, weiss leider nicht mehr weiter und hoffe, dass mir jmd. weiterhelfen kann..

    Gemäß meinem Hausarzt habe ich einen Eisenmangel (Wert etwa 24), der aber gemäß ihm nicht weiter schlimm ist und mittels Eisentabletten behandelt werden sollte. Ich hatte von ihm auch eine Überweisung zu einem Psychiater erhalten, da mein Problem gemäss ihm auch psychisch sein könnte (hab ihm u.a. erzählt, dass vor 3 Jahren mein Vater an Krebs gestorben ist).

    Das Problem ist, dass ich seit längerer Zeit u.a. antriebslos bin, keine Lust auf nichts habe, keine Freude mehr an meinem Leben empfinde und fast wöchentlich sehr heftige/hysterische Weinattacken habe, die mit starken Suizidgedanken/-plänen einhergehen, da dieser Druck während der Attacke fast nicht auszuhalten ist. Ich hatte kürzlich meinen ersten Termin beim Psychiater, bei dem ich mich aber nicht verstanden und ernst genommen gefühlt habe. Ich hatte leider - wohl aus Zeitmangel und Scham - auch nicht alles erzählen können, z.B. Suizidgedanken.

    Der Psychiater meinte sofort, der Eisenwert sei viel zu niedrig und gefragt, wieso keine Infusion in Betracht gezogen wurde. Er hat mir nun eine empfohlen und haben somit auch einen Termin hierfür vereinbart. Aber ohne zu überprüfen oder Rücksprache mit meinem Hausarzt zu nehmen, ob ich den Eisenwert auch korrekt wiedergegeben habe? Wie will der mir die korrekte Dosis verabreichen ohne nachzufragen?

    Ich bin etwas verunsichert, da mein Hausarzt etwas anderes behauptet hat (dass es nicht so schlimm sei). Auch war ich im Herbst wegen hohen Fiebers im Krankenhaus und frage mich, wieso da schon niemand den Eisenmangel festgestellt hat, wenn der so extrem tief war/ist (sie haben damals vieles überprüft, da die Ursache für mein Problem unklar war). Ein Kaliummangel wurde aber offenbar festgestellt und habe während dem Aufenthalt auch Tabletten bekommen. Wem soll ich jetzt glauben?

    Der Psychiater war auch irgendwie etwas verplant und weiss nicht, ob ich dem trauen kann. Ich hatte bereits mit etwa 14-15 Jahren mal einen rechten Eisenmangel (Wert 7), der mittels einer Infusion behoben wurde. Solche Symptome wie oben erwähnt hatte ich aber noch nie.

    Hat jemand Erfahrung mit dem? Kann es sein, dass ein Eisenmangel solch heftige Symptome auslöst? Ich hab zwar ein Antidepressivum in die Hände gedrückt bekommen (das in einigen Fällen offenbar gem. Packungsbeilage Suizidgedanken/-verhalten auslöst, was ich aber jetzt schon habe!), fühle mich völlig allein gelassen/abgespeist und hab riesige Angst vor der nächsten Attacke. Andererseits habe ich auch Angst, hier völlig zu übertreiben.

    Ich will das Problem einfach sauber angehen, da es so zunehmends nicht mehr lebenswert ist. Was würdet ihr an meiner Stelle tun? Hab auch schon überlegt, eine Zweitmeinung (oder eher Drittmeinung) einzuholen, aber ein neuer Termin würde leider auch wieder dauern.

    Ich hoffe, jemand kann mir ein paar gute Ratschläge geben
    Geändert von Sissina (20.03.2020 um 07:54 Uhr)

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    AW: Heftige Weinattacken mit Suizidgedanken wegen Eisenmangel?

    Eisenmangel und Suizidgedanken zu haben ist sehr ungewöhnlich. Bekannt ist ja die Wirkung von Antidepressiva, welche durch die Umstellung der Biochemie suizidales Verhalten auslösen können. Ich frag mich bei deinem posti, wie stark die Suizidgedanken sind. Über Suizidgedanken zu schreiben ist kompliziert.

    Warum löst du das Eisenmangelproblem nicht mit deinem Hausarzt und lässt dir dort die Eisentabletten verschreiben, wenn dir das dein Hausarzt schon sagt. Gut wäre es wenn du in deinen Text einige Absätze einbaust, auch wenn du glaubst, das liest dann nicht jeder wenn du keine Absätze machst. Ansonsten finde ich es an sich sehr wertvoll, wenn sich ein Psychiater wirklich mit Eisenmangel auseinandersetzt und darüber spricht.

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee

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    AW: Heftige Weinattacken mit Suizidgedanken wegen Eisenmangel?

    Hört sich so an, als sei das Psychiatergespräch eher holprig verlaufen.
    Auch dass Du keine Zeit hattest, bzw. das Thema mit den Suizidgedanken vermieden hast, anzusprechen, ist schade.
    Hast Du da wieder bald einen Termin? Kam andere Therapie als Medikamente nicht ins Gespräch, vor allem vor dem Hintergrundes des Todes Deines Vaters?

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    AW: Heftige Weinattacken mit Suizidgedanken wegen Eisenmangel?

    Hallo und herzlich willkommen Sissina.

    Mit Eisenmangel kenne ich mich nicht aus, im Bezug auf Depressionen kann ich dazu nichts sagen. Du schreibst weiter von einem Kaliummangel, also anscheinend ist die Physis nicht im Gleichgewicht. Bei Verdacht auf Depression wird ja immer zuerst ärztlich abgeklärt, ob körperliche Ursachen für dafür vorliegen können. Es gibt ja auch körperliche Erkrankungen, die ohne psychische Ursache Depressionen auslösen können. Also da bist Du jetzt, bei der Klärung. Das ist schon mal gut.

    Dein Hausarzt hat eine Maßnahme ergriffen und Dir gut zugeredet. Vielleicht braucht es ein wenig Zeit, bis da eine Besserung eintritt. Oder Du brauchst was anderes, das kann halt auch sein. Eine Zweit- oder Drittmeinung finde ich da sinnvoll. Den Termin würde ich machen und in der Zwischenzeit dem Vorschlag des Hausarztes eine Chance geben.

    Wer hat Dir denn das Antidepressivum "in die Hand gedrückt"? Ich finde Deine Bedenken hierzu absolut berechtigt! Ein AD löst kein Problem und heilt auch keine Depression. Die alleinige Gabe ohne Psychotherapie ist nicht leitlinienkonform! Wenn Du da Bedenken hast, dann vertrau Dir selbst und nimm es (vorerst) nicht. In die Hand drücken finde ich schon mal ganz schlecht. Es gibt bessere Möglichkeiten, einen Patienten einzustellen, etwa in einer Tagesklinik oder in einer Reha.

    Bleibt die Frage, wie gehst Du mit dem Druck und den Symptomen um, bis Du die richtige Hilfe erhältst. Erst mal wünsche ich Dir viel Kraft! Auf Dich aufpassen kannst Du ja gut, das ist schon viel. Ich wünsche Dir, dass es bald besser geht. Auch mit Suizidgedanken musst Du nie alleine sein. Die Telefonseelsorge ist 24 Stunden am Tag erreichbar. Für den Übergang, bis Du in zielführender Behandlung bist oder eine Besserung spürst, gibt es auch kurzfristig sehr gute psychologische Beratungen, etwa bei der Caritas, der AWO oder in psychosozialen Zentren. Reden hilft!

    Alles Liebe und Gute für Dich!
    neustart
    naja wenigstens hab ich es versucht

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    AW: Heftige Weinattacken mit Suizidgedanken wegen Eisenmangel?

    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    Eisenmangel und Suizidgedanken zu haben ist sehr ungewöhnlich. Bekannt ist ja die Wirkung von Antidepressiva, welche durch die Umstellung der Biochemie suizidales Verhalten auslösen können. Ich frag mich bei deinem posti, wie stark die Suizidgedanken sind. Über Suizidgedanken zu schreiben ist kompliziert.

    Warum löst du das Eisenmangelproblem nicht mit deinem Hausarzt und lässt dir dort die Eisentabletten verschreiben, wenn dir das dein Hausarzt schon sagt. Gut wäre es wenn du in deinen Text einige Absätze einbaust, auch wenn du glaubst, das liest dann nicht jeder wenn du keine Absätze machst. Ansonsten finde ich es an sich sehr wertvoll, wenn sich ein Psychiater wirklich mit Eisenmangel auseinandersetzt und darüber spricht.
    Für mich persönlich sind die Suizidgedanken stark und bedrohlich, hab aber auch keine Vergleichsmöglichkeiten. Sie "drängen" sich mir in meiner jetzigen Situation leider immer wieder auf. Wenn nochmals ein sog. Schub kommt, habe ich zudem Angst, dass ich irgendeinem Impuls nachgebe. Ich habe keinen konkreten Plan erarbeitet, mich aber zumindest informiert, welche humanen Möglichkeiten es gibt.

    Ich habe bereits Eisentabletten von meinem Hausarzt bekommen, die ich einnehme. Aber das dauert offenbar bis eine Besserung eintritt. Mein Hausarzt war der Meinung, dass eine Infusion nicht nötig sei. Und eben, dass meine Probleme nicht nur vom Eisenmangel herrühren könnten.

    Leider ist mein Vertrauen in Ärzte etwas angeknackst. Ich hatte in der Vergangenheit wohl bereits Fehldiagnosen erhalten, die mich dann eben ins Krankenhaus geführt haben.
    Geändert von Sissina (19.03.2020 um 07:50 Uhr) Grund: Zitieren vergessen

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    AW: Heftige Weinattacken mit Suizidgedanken wegen Eisenmangel?

    Zitat Zitat von Sturmfest Beitrag anzeigen
    Hört sich so an, als sei das Psychiatergespräch eher holprig verlaufen.
    Auch dass Du keine Zeit hattest, bzw. das Thema mit den Suizidgedanken vermieden hast, anzusprechen, ist schade.
    Hast Du da wieder bald einen Termin? Kam andere Therapie als Medikamente nicht ins Gespräch, vor allem vor dem Hintergrundes des Todes Deines Vaters?
    Ich habe im April die Eiseninfusion beim Psychiater und vorher ein kurzes Gespräch, damit mir das Vorgehen erklärt wird. Aber wie's weiter geht, weiss ich nicht. Und nein, eine andere Therapieform kam leider nicht ins Gespräch.


    Zitat Zitat von neustart_jetzt Beitrag anzeigen
    Hallo und herzlich willkommen Sissina.

    Mit Eisenmangel kenne ich mich nicht aus, im Bezug auf Depressionen kann ich dazu nichts sagen. Du schreibst weiter von einem Kaliummangel, also anscheinend ist die Physis nicht im Gleichgewicht. Bei Verdacht auf Depression wird ja immer zuerst ärztlich abgeklärt, ob körperliche Ursachen für dafür vorliegen können. Es gibt ja auch körperliche Erkrankungen, die ohne psychische Ursache Depressionen auslösen können. Also da bist Du jetzt, bei der Klärung. Das ist schon mal gut.

    Dein Hausarzt hat eine Maßnahme ergriffen und Dir gut zugeredet. Vielleicht braucht es ein wenig Zeit, bis da eine Besserung eintritt. Oder Du brauchst was anderes, das kann halt auch sein. Eine Zweit- oder Drittmeinung finde ich da sinnvoll. Den Termin würde ich machen und in der Zwischenzeit dem Vorschlag des Hausarztes eine Chance geben.

    Wer hat Dir denn das Antidepressivum "in die Hand gedrückt"? Ich finde Deine Bedenken hierzu absolut berechtigt! Ein AD löst kein Problem und heilt auch keine Depression. Die alleinige Gabe ohne Psychotherapie ist nicht leitlinienkonform! Wenn Du da Bedenken hast, dann vertrau Dir selbst und nimm es (vorerst) nicht. In die Hand drücken finde ich schon mal ganz schlecht. Es gibt bessere Möglichkeiten, einen Patienten einzustellen, etwa in einer Tagesklinik oder in einer Reha.

    Bleibt die Frage, wie gehst Du mit dem Druck und den Symptomen um, bis Du die richtige Hilfe erhältst. Erst mal wünsche ich Dir viel Kraft! Auf Dich aufpassen kannst Du ja gut, das ist schon viel. Ich wünsche Dir, dass es bald besser geht. Auch mit Suizidgedanken musst Du nie alleine sein. Die Telefonseelsorge ist 24 Stunden am Tag erreichbar. Für den Übergang, bis Du in zielführender Behandlung bist oder eine Besserung spürst, gibt es auch kurzfristig sehr gute psychologische Beratungen, etwa bei der Caritas, der AWO oder in psychosozialen Zentren. Reden hilft!

    Alles Liebe und Gute für Dich!
    neustart
    Mein Hausarzt hat mir bereits Eisentabletten verschrieben, die ich auch nehme, aber ja, das dauert offenbar einige Monate. Mein Hausarzt war ja der Meinung, dass eine Infusion nicht nötig sei. Und eben, dass meine Probleme nicht zwingend vom Eisenmangel herrühren könnten, sondern vielleicht vom Tod meines Vaters.

    Das AD habe ich vom Psychiater erhalten. Im April steht bei ihm die Infusion an. Aber wie's weitergeht, weiss ich nicht. Vielleicht will er mir einfach schnellstmöglich helfen, wer weiss. Ich will ja nicht Panik schieben oder übertreiben (habe manchmal die Befürchtung, dass ich das mache). Vielleicht warte ich die Infusionen einfach mal ab. Und vielen Dank!

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    AW: Heftige Weinattacken mit Suizidgedanken wegen Eisenmangel?

    Wer hat den Zusammenhang zwischen Eisenmangel und Depressionen gestellt?

    Sagen wir es so.... Es mag diesen Zusammenhang geben. Aber das ist nicht der erste oder fünfte Gedanke, den man diagnostisch so hat. Auch ist ein Ferritinspeicherwert von 24 nicht toll, aber auch nicht so dermaßen schlecht.
    Ich schreibe das nur, um die auch die lesbare Angst zu nehmen, dass du gerade eisenmäßig leerläufst.
    Ich gehe jetzt mal davon aus, dass dieser 24er Wert sich auf das Speicherferritin bezieht (?)

    Ist aber egal. Man behandelt keine Werte, sondern Menschen!

    Was mich zur nächsten Frage bringt: hat eigentlich mal irgendwer deine Schilddrüse gründlich gecheckt? Also nicht nur TSH, sondern auch die freien fT3 und fT4? Und geschallt?

    Bist du überhaupt mal gründlich internistisch untersucht worden? Gut wäre auch: VtB12, VtD, Folsäure - all diese haben einen Zusammenhang auch zum Eisen.

    Wenn eine somatische Ursache für deinen sehr schlechten Zustand gesucht wird, halte ich die Konzentration auf "Eisen" für zu wenig.

    Was für ein AD hast du verschrieben bekommen? Nimmst du es?
    Wie ist denn dein Leben so?
    hast du einen Freund? Eine Job? Hund/Katze/Maus?

    Wie geht es dir? Wie schläfst du? Wie ist dein Menstruationszyklus?
    Geändert von R_Rokeby (19.03.2020 um 11:10 Uhr)

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    AW: Heftige Weinattacken mit Suizidgedanken wegen Eisenmangel?

    Zitat Zitat von Sissina Beitrag anzeigen
    Für mich persönlich sind die Suizidgedanken stark und bedrohlich, hab aber auch keine Vergleichsmöglichkeiten. Sie "drängen" sich mir in meiner jetzigen Situation leider immer wieder auf. Wenn nochmals ein sog. Schub kommt, habe ich zudem Angst, dass ich irgendeinem Impuls nachgebe.
    Sissina,

    wenn die Suizidgedanken so stark sind, nimmt dich auch jedes Krankenhaus, dh. jede Psychatrie auf.
    Es gibt Krisen-Anlaufstellen in den Kliniken, dort müsstest du allerdings sagen, dass du zeitweise sehr starke Suizidgedanken hast
    Nach meinem Wissen wird dir dort sehr schnell und kompetent geholfen, in dem du auf bestimmte Medikamente getestet und bei Bekömmlichkeit eingestellt wirst
    Ebenso werden die körperlichen Untersuchungen veranlasst.
    Also alles an einem Ort.
    Wie es im Moment in den Krankenhäusern zugeht, weiss ich nicht ...
    Psychatrien haben aber mit den Intensivstationen nichts zu tun
    Es ist immer JETZT

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    AW: Heftige Weinattacken mit Suizidgedanken wegen Eisenmangel?

    Super dieser Hinweis Lyanna!

    Ich habe das selbst nicht so gemacht, habe aber von vielen guten Erfahrungen gehört. Niemand ist dort schlecht behandelt oder festgehalten worden oder was man so befürchten könnte.

    Man kommt ja aus einer suizidalen Krise überraschend leicht wieder heraus - nur halt schwerlich alleine.
    naja wenigstens hab ich es versucht

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    AW: Heftige Weinattacken mit Suizidgedanken wegen Eisenmangel?

    @Lyanna danke!

    mich verblüfft aber der ärztliche Fokus auf den Eisenwert....
    Und dass Psychiater Eiseninfusionen verabreichen ist mir auch nicht so geläufig.

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