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    Den Mut finden, Dinge anzusprechen (CN Suizid)

    Liebe Bri-NutzerInnen,

    ich habe hier in den letzten Tagen und Wochen so viel Hilfe von euch erfahren, dass ich mich hier verstanden fühle. Dafür möchte ich euch danken.

    Ich wende mich nun mit einem Problem an euch, das ich irgendwo ansprechen muss, aber ich weiß nicht, wo und wie.

    Ich bin seit anderthalb Jahren wegen einer Depression in Therapie, Medikamente nehme ich aber keine. Seit einem Jahr quält mich zunehmend der Gedanke, dass mein Leben nach meinem Studium quasi vorbei sein wird. Dass dann nichts mehr kommen wird. Dass ich dann alles verlieren werde. Meine Rückschläge bei der Jobsuche machen das alles nicht einfacher. Ich habe immer öfter aktive Gedanken in diese Richtung, ohne, dass es bis jetzt konkrete Umsetzungen dieser Gedanken gegeben hätte. Aber es gibt sie, diese Gedanken.

    Angesprochen habe ich sie niemandem gegenüber. Nicht meinen Eltern und auch nicht meiner Therapeutin. Ein paar Mal, als die Gedanken wirklich beängstigend konkret wurden, habe ich meine Eltern angerufen und sie gefragt, ob ich über das Wochenende zu ihnen kommen könnte (dass mir in dem Moment alle möglichen Pläne durch den Kopf gingen, habe ich aber nicht gesagt). Dadurch wurde mein Kopf etwas klarer, aber das hielt nicht lange an.

    Meine Therapeutin weiß auch nichts davon, weil ich irgendwie die Angst habe, dass ich sie enttäuschen würde. Ich weiß, eigentlich gibt es wohl niemand Geeigneteren, um überhaupt ein solches Thema anzusprechen und ich kann mich glücklich schätzen, sie zu haben, aber irgendwie schaffe ich es nicht, mich WIRKLICH zu öffnen. Ich habe Angst, dass ich dann alle um mich herum enttäuschen und verstören würde.

    Und dann ist da noch irgendwie dieses Gefühl, dass ich ja funktionieren müsste. Dass ich ja gerade noch an meiner Masterarbeit sitze und Bewerbungen schreiben, mich auf Gespräche vorbereiten und hingehen und dort einen guten Eindruck machen muss. Dass ich mich doch zusammenreißen müsste. Ich versuche es ja, aber die Gedanken, dass vielleicht bald alles vorbei ist, gehören mittlerweile so zu meinem Alltag wie Atmen.

    Ich weiß, das ist ein sehr sensibles Thema, aber ich wollte mal fragen, ob jemand von euch vielleicht Erfahrungen hat. Wie kann man dieses Thema in der Therapie am besten ansprechen? Was passiert, wenn man dem Therapeuten zu verstehen gibt, dass diese Gedanken einfach nicht mehr aufhören? Wie reagiert der Therapeut? Was kann helfen? Die Nutzerin Ruba hat mir gegenüber die Möglichkeit einer Tagesklinik erwähnt. Ich weiß, dass es eine in meiner Nähe gibt, aber die haben natürlich auch nur begrenzte Plätze. Man kommt da doch sicher nicht einfach so rein.

    Ich habe irgendwie auch eine latente Angst, dass die Schwere der Gedanken womöglich gar nicht ernst genommen wird. Ich weiß zum Beispiel, dass es hier in der Nähe auch eine psychiatrische Notfallambulanz gäbe, aber auch da habe ich Angst, wirklich hinzugehen und mich zu öffnen, und vielleicht können sie dann gar nichts für mich tun.

    Ich weiß nicht, was ich tun soll. Irgendwie weiß ich, dass das, worüber ich manchmal nachdenke, keine wirkliche Option sein kann, aber ich habe Angst, dass die Gedanken irgendwann stärker werden.

    Ich möchte um Entschuldigung dafür bitten, dass ich das Thema ausgerechnet hier anspreche. Tatsächlich ist dieses Forum in den letzten Wochen eine Anlaufstelle für mich geworden und ich weiß wirklich nicht, mit wem ich gerade sonst reden soll. Meine Therapeutin sehe ich nämlich erst am Dienstag wieder. Ich würde vorher gerne irgendwie einen Plan entwickeln, wie ich das ihr gegenüber am besten ansprechen kann, und tatsächlich ist mir gerade dieses Forum eingefallen, weil ich hier immer sehr viele tolle und hilfreiche Beiträge zu allen möglichen Themen lese. Danke dafür!

  2. Avatar von bazeba
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    AW: Den Mut finden, Dinge anzusprechen (CN Suizid)

    Liebe LilyHydrangea,

    ich habe deinen Beitrag gerade gelesen und möchte dir wenigstens die Nummer der Telefonseelsorge dalassen:

    0800/111 0 111 · 0800/111 0 222 · 116 123

    Ich glaube nicht, dass deine Suizidgedanken nicht ernstgenommen würden, wenn du der Therapeutin davon erzählst. Ich bin auch davon überzeugt, dass dir die Notfallambulanz helfen kann, gerade weil du offenbar sehr konkrete Gedanken hast.

    Ich drück dich du wünsche dir alles Gute!
    Bazeba
    Never be afraid, never.

  3. Moderation Avatar von maryquitecontrary
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    AW: Den Mut finden, Dinge anzusprechen (CN Suizid)

    Liebe LilHydrangea,

    Ich arbeite beruflich als Psychiaterin und möchte dir wirklich Mut machen, deine Suizidgedanken anzusprechen.

    Sowohl die Therapeutin als auch eine Notfallambulanz sind mit der Problematik vertraut. Im Zweifelsfall auch der Hausarzt. Dir braucht es nicht peinlich zu sein, es handelt sich nicht um ein persönliches Versagen sondern im Gegenteil um eine verantwortungsvolle Handlung. Warte nicht, bis der Druck zu groß wird, sondern hole dir Hilfe.

    Selbstmordgedanken, auch Pläne, sind ein typisches Symptom bei Depressionen und ein deutliches Zeichen dafür,dass du mehr Hilfe/Behandlung brauchst, als du bekommst. Halte nicht an der Fassade fest, sondern hol dir Hilfe! Nur Mut, und alles Gute!
    that was the river - this is the sea


    Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum


  4. Registriert seit
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    AW: Den Mut finden, Dinge anzusprechen (CN Suizid)

    Liebe Bazeba, liebe maryquitecontrary,

    vielen Dank für eure Beiträge. Das hier aufzuschreiben und eure Antworten zu lesen, hat sehr geholfen, wirklich!

    Aktuell sieht mein Plan aus, dass ich am Dienstag wohl meiner Therapeutin endlich die Wahrheit sagen werde. Die Sache ist halt, dass diese Gedanken häufig sehr heftig kommen, aber irgendwie dann auch plötzlich wieder verschwinden, und ansonsten sind sie eher unterschwellig da und manchmal gibt es ja auch Tage, an denen ich plötzlich Hoffnung habe, dass alles wieder gut wird.
    An diesen Tagen kommt es mir vor, als wäre das Thema unendlich weit weg und wenn ich meine Therapeutin an so einem "guten Tag" treffe, traue ich mich erst recht nicht, über Suizid zu reden, weil ich mir dann immer denke "vielleicht ist es ja jetzt endlich vorbei".

    Aber vermutlich muss ich es trotzdem ansprechen, denn das geht schon seit Monaten so.

    Was würde eigentlich konkret passieren, wenn ein Patient in der Therapie so etwas äußert? Was würde der Therapeut tun? Würde er dem Patienten helfen, in eine andere Behandlung zu kommen, oder würde er sagen, dass der Patient sich darum selber kümmern müsste und er als Therapeut nichts mehr tun kann?

    Vielen Dank für eure Beiträge!


  5. Registriert seit
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    AW: Den Mut finden, Dinge anzusprechen (CN Suizid)

    @Mary

    Ich unterschreibe Marys Post zu 100%

    Suizidgedanken sind kein Moralversagen, sondern ein Krankheitssymptom.

    @Liebe Seerose

    Ich hatte während des Studiums ein ähnliches Gefühl wie du ("nachher ist es vorbei"). Ich konnte nix anderes mehr denken wie das.
    Mich hat deine Schilderung gerade sehr "elektrisiert" irgendwie.

    Ich bin zum Arzt und bekam ein AD verschrieben (lange her, Umgang mit dem Thema Depression noch etwas rustikaler und so)
    Ich konnte mir überhaupt nicht vorstellen, dass ein Medikament helfen könnte. Ich hab das nur genommen, weil mein Hausarzt und mein späterer Mann mich dazu "gezwungen" haben. Nach 3 Wochen fing ich an, anders zu denken. Ich dachte nicht mehr "OH GOTT - ich kriege keine Stelle und vorher Fall ich eh durch. Ich bring mich um" - sondern " wenn ich in M keine Stelle kriege, dann halt woanders. Wenn ich durchfall, mach ichs nochmal". Umbringen wollte ich dann eher den Prof

    Auf einmal konnte ich wieder anders denken. War für mich ein magischer Durchbruch Richtung, das was ich so im Hirn und im Herz habe ist womöglich nicht der Weisheit letzter Schluss und es geht anders und viel schöner.

    Ich habe dann lange das AD genommen und mehrere (!) Therapien gemacht (bin manchmal etwas beratungsresistent )

    Ich rate dir sehr dazu, dich zu öffnen und dir bei der Therapeutin Hilfe zu holen. Vielleicht brauchst du ein (anderes) AD.
    Ich halte die rein medikamentöse Behandlung von Depressionen für falsch. Aber unterstützend oder initial halte ich sie für das Beste im Fall der Fälle.

    Alles Gute! Bist nicht allein. Gut, dass du hier schreibst

  6. Avatar von Mediterraneee
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    AW: Den Mut finden, Dinge anzusprechen (CN Suizid)

    Zitat Zitat von LilyHydrangea Beitrag anzeigen

    Ich bin seit anderthalb Jahren wegen einer Depression in Therapie, Medikamente nehme ich aber keine. Seit einem Jahr quält mich zunehmend der Gedanke, dass mein Leben nach meinem Studium quasi vorbei sein wird. Dass dann nichts mehr kommen wird. Dass ich dann alles verlieren werde.
    Liebe Lily,

    Du fragst zwar ausdrücklich nur danach, wie Du das Thema ansprechen sollst, aber ich erlaube mir trotzdem mal, auch inhaltlich ein paar Zeilen dazu zu schreiben. Wenn das für Dich im Moment irrelevant ist, ist das okay.

    Ich kann Dein Denken und Empfinden nachvollziehen. Ich bin in dieser Lebensphase auch in ein Loch gefallen und glaube, dass das vielen so geht.
    Damit möchte ich Deine Situation auf keinen Fall klein reden!
    Ich denke aber, dass solche Gefühle, Ängste und das Gefühl des Da-kommt-nichts-mehr öfter mal in Lebensphasen auftreten, in denen sich grundlegend etwas ändert (wie zum Beispiel der Übergang vom Studium in die Zeit danach).

    Mir ging es seinerzeit so, dass ich einfach gar kein Bild von dieser "Zeit danach" hatte, sie erschien mir nur wie eine graue, konturlose Masse. Das war schlimm.

    Ich bin jetzt über 50 und kann sagen, dass da ganz, ganz, ganz viel war, ich konnte es natürlich nicht sehen.

    Für mich war damals wichtig zu erkennen, dass ich in kleinen Schritten weitergehen muss, damit ich mich nicht überfordere. Nicht gleich an das ganze Leben denken, an die gesamte Berufskarriere, an große Pläne, sondern nur an die nächste Woche, den nächsten Monat. Mir hat das geholfen. Und irgendwann entstand dann etwas aus der konturlosen Masse, das mein Leben war und ist.
    Manche Menschen leben so vorsichtig, die sterben wie neu.


  7. Moderation Avatar von maryquitecontrary
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    AW: Den Mut finden, Dinge anzusprechen (CN Suizid)

    Zitat Zitat von LilyHydrangea Beitrag anzeigen
    Aktuell sieht mein Plan aus, dass ich am Dienstag wohl meiner Therapeutin endlich die Wahrheit sagen werde. Die Sache ist halt, dass diese Gedanken häufig sehr heftig kommen, aber irgendwie dann auch plötzlich wieder verschwinden, und ansonsten sind sie eher unterschwellig da und manchmal gibt es ja auch Tage, an denen ich plötzlich Hoffnung habe, dass alles wieder gut wird.
    An diesen Tagen kommt es mir vor, als wäre das Thema unendlich weit weg und wenn ich meine Therapeutin an so einem "guten Tag" treffe, traue ich mich erst recht nicht, über Suizid zu reden, weil ich mir dann immer denke "vielleicht ist es ja jetzt endlich vorbei".

    Aber vermutlich muss ich es trotzdem ansprechen, denn das geht schon seit Monaten so.


    Es ist ja nicht ungewöhnlich, dass das schwankt.

    Es ist ein bisschen, als hättest du periodische Schmerzen, die dich beunruhigen und belasten, aber wenn du zum Arzt gehst, sind sie gerade weg. Trotzdem ist es wichtig, sie anzusprechen.


    Suizidgedanken sind, wie gesagt, häufig bei Depressionen. Deine Behandler sind davon abhängig, dass du ihnen sagst, wie es dir geht, und was dich belastet, aktuell wie auch in der Zwischenzeit. Sie sind im Zweifelsfall die einzigen, bei denen man nicht nur keine Fassade aufrecht erhalten muss, sondern es nicht soll, damit sie den Umfang deiner Erkrankung und deines Behandlungsbedarfes erkennen können.

    Ich finde es sehr gut, dass du das am Dienstag ansprechen wirst, und möchte dir noch mal Mut machen. Und falls du in der Zwischenzeit an einen Punkt kommst, wo du dir zu grosse Sorgen um dich machst oder die Suizidgedanken zu drängend werden, dann geh zur Ambulanz. Die sind dafür da!
    that was the river - this is the sea


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  8. Registriert seit
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    AW: Den Mut finden, Dinge anzusprechen (CN Suizid)

    Nochmals vielen Dank für eure Antworten!

    @R_Rokeby und Mediterranee: Ich habe jetzt schon von vielen Leuten gehört, dass dieses Loch nach dem Studium/kurz vor Ende des Studiums gar nicht unüblich ist. Trotzdem kommt es mir vor, als würden alle in meinem Umfeld irgendetwas anders machen als ich und direkt nach Studienende schon einen Job in der Tasche haben. Das frustriert unheimlich.

    Hinzu kommt, dass ich eine leichte Behinderung habe, mein Kopf kippt leicht zur Seite. Das hat mich im Alltag eigentlich nie eingeschränkt, aber ich habe immer die Befürchtung, dass mich deswegen keiner einstellen wollen würde. Denn ich hatte jetzt etliche Gespräche, die auch eigentlich zum großen Teil gar nicht so schlecht liefen, aber geklappt hat es letztendlich nie. Ich bekomme auch immer noch weitere Einladungen, aber irgendwie denke ich mir jetzt bei jeder neuen Einladung immer, dass es doch sowieso nicht klappt, sobald die mich sehen.
    Und das macht mich traurig, denn meine Behinderung ist das Einzige an mir, das ich nicht ändern kann. Meine Behinderung hat mich zwar bislang nicht davon abgehalten, die Nebenjobs und Praktika zu kriegen, die ich wollte, auch als Teamführerin anerkannt zu werden und als Vorstand eines großen Vereins gewählt zu werden, aber vielleicht tut sie es ja jetzt?
    Und das macht mich traurig, weil das der einzige Punkt an mir ist, den ich nicht ändern kann. Alles andere liegt in meiner Macht.

    Nach dem Abi bin ich übrigens auch in so ein Loch gefallen, das war allgemein auch aus anderen Gründen eine sehr schwierige Zeit. Ich hatte mich dann zwar für ein Studium eingeschrieben, aber ein Teil von mir war überzeugt, dass jetzt eigentlich nichts Gutes mehr kommen kann. Tatsächlich hat sich im Studium alles so radikal geändert, dass ich (nach dem ersten Semester, das ich zum Ankommen gebraucht habe und nach dem ich dann noch mal den Studiengang gewechselt habe), dass ich total aufgeblüht bin.
    So ein Aufblühen würde ich mir noch einmal wünschen...

  9. Avatar von Mediterraneee
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    AW: Den Mut finden, Dinge anzusprechen (CN Suizid)

    Zitat Zitat von LilyHydrangea Beitrag anzeigen
    So ein Aufblühen würde ich mir noch einmal wünschen...
    Lass Dir von einer alten, weisen *räusper* Frau sagen, dass dieses Aufblühen auch noch mehr als einmal kommen kann.
    Die Eckpunkte im Leben (Abi, Studium, Job, vielleicht Hochzeit, Kinder, Hausbau, Reisen, Auslandsaufenthalte etc.) werfen einen gerne mal aus der Bahn, da man sich von dem gewohnten und gut geschmierten Leben verabschiedet in einen neuen Abschnitt, der einfach nur nebulös ist, solange er noch nicht begonnen hat.
    Aber wenn es gut läuft, erlebst Du dieses Aufblühen noch mehrere Male im Leben.

    Denkst Du denn, dass Deine Behinderung in die Entscheidung, Dir den Job jeweils nicht zu geben, mit reingespielt hat? Sie klingt jetzt nicht so gravierend, dass ich glaube, dass man Dich deswegen ablehnt. Ich habe eine Kollegin mit heftigen Ticks, die beeinträchtigen ihre Arbeit aber nicht. Sie hat bei ihrem Vorstellungsgespräch aber offen darüber gesprochen. Wäre das vielleicht für Dich auch eine Option?

    Bist Du mit der Depression denn in der Lage, einen neuen Job zu beginnen? Oder wäre es Dir (auch finanziell) möglich, erst mal ein paar Monate Pause zu machen und Dich ganz Deiner Therapie zu widmen?
    Manche Menschen leben so vorsichtig, die sterben wie neu.



  10. Registriert seit
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    AW: Den Mut finden, Dinge anzusprechen (CN Suizid)

    Examen-Panik/Krise ist üblich.

    Bei mir war's mehr. Also ich war schon "immer" seelisch angeschlagen und das hat mir dann den Rest gegeben. Da hatte ich es halt überhaupt nicht mehr im Griff. Ich konnte lange kompensieren und mir - wie du - denken "ich hab doch nix. Also, das was ich hab, das ist doch, auch nix anderes, wie die anderen..."

    Dann ging das nicht mehr und ich dachte wirklich, meine einzige sinnvolle () Option ist, dass ich mich umbringe.

    Im Nachhinein muss ich sagen, war es gut, dass ich damals so fertig war. Weil wenn ich nur so "wie gewohnt fertig" gewesen wäre, dann hätte ich das wohl noch ewig so verschleppt. Ich war das gewöhnt, verstehst du? Dass ich mich mies fühle. Das fiel mir selber gar nicht mehr auf - ich dachte "das ist halt so bei mir"

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