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  1. Registriert seit
    15.01.2020
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    Könnt Ihr mir helfen?

    Hallo liebe Bri-Com,

    bisher war ich manchmal stiller Mit-Leser, vor allem in den Mode-Threads - manchmal sehr amüsant .

    Der offene und hilfsbereite Stil hier in diesem Forum hat mich dazu gebracht, mich heute hier anzumelden.
    Sorry, dass ich hier mit der Tür ins Haus falle - aber ich hoffe, dass mir hier jemand weiter helfen kann.

    Worum geht es: Meine Frau (>50) und ich (<60) sind seit gut 30 Jahren verheiratet, haben 2 Kinder und 3 Enkelkinder. Familiär ist alles im Reinen, beide Kinder haben gute Zukunftsaussichten.

    So, jetzt ans Eingemachte: Für meine Frau ist jedes Glas leer, egal, wie voll es ist - für mich ist jedes Glas voll, egal, wie leer es ist. Ich hoffe, das ist für alle noch verständlich.

    Meine Frau, die ich sehr liebe, weiss seit langem, dass sie wegen ihrer psychischen Einstellung professionelle Hilfe in Anspruch nehmen sollte. Was sie aber jedes Mal nicht anfängt - weil: ich krieg ja nirgends Termine; ich find ja niemand in unserer Gegend, ich find ja keine Psycho-Frau, der ich vertraue ...

    Heute war wieder mal so ein Highlight: Sie war wegen Schmerzen in der Schulter bei der Physio - die Orthopädin hatte sie wegen Schulterschmerzen überwiesen. Die Diagnose der Physio: Durch das ständige alles-ins-sich-aufnehmen hat meine Frau extreme Verspannungen im Schulter-Nacken-Bereich, die sich auch mit intensiver Physio nicht lösen lassen.

    Ja, Psychotherapie wäre schon hilfreich, meint auch meine Frau - aber: siehe oben ...

    Ich versuche mein möglichstes, ihr beizustehen, Probleme, die es naturgemäß immer gibt, vorher zu lösen - nur langsam weiß ich keinen Rat mehr.

    Ich liebe meine Frau, auch wenn sie sich immer weiter zurück zieht - aber ich sehr keine Möglichkeit, diesen Rückzug zu stoppen oder umzukehren. Erst recht sehe ich aktuell keine Chance, diese Depression in irgend einer Weise zu lösen. Ganz einfach - ich bin verzweifelt!

    Mit unserer Tochter kann ich darüber reden - aber was hilft es, wenn ich am Telefon nur noch heule. Ansonsten gibt es niemand, mit dem ich dieses heikle, intime Thema ansprechen kann. Mir laufen jetzt schon wieder die Tränen ...

    LG an alle

  2. Avatar von animosa
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    7.274

    AW: Könnt Ihr mir helfen?

    Du solltest zu einer Beratungsstelle gehen. Zum Beispiel zu ProFamilia. Dort kann man dir weiterhelfen.

    Da kann dann auch deine Frau mal mit hinkommen. Stepp bei Stepp. Das ist ja besser, als zu verzweifeln. Damit hilfst du deiner Frau ja nicht.
    Wir kommen zum Mond, aber nicht mehr an die Tür des Nachbarn.

  3. Avatar von Sofiaa
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    133

    AW: Könnt Ihr mir helfen?

    LordNyx das ist nicht einfach für dich.
    Ich finde es aber sehr gut und wichtig das du offen darüber schreibst.

    Animosa hat Recht, suche dir eine Beratungstelle. Auch du brauchst Hilfe. Vielleicht kannst du über diesen Weg deine Frau überzeugen mitzugehen.
    Carpe diem

  4. Avatar von Akzent
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    6.825

    AW: Könnt Ihr mir helfen?

    Wenn man jetzt schon wegen Verspannungen an Körperstellen zur Psychotherapie muss, also ich weiss nicht recht, wie ich das jetzt einordnen kann. Das nörgeln mit den Gläsern ist Ansichtssache. Ein halbvolles Glas z. B. für den Einen zu wenig für den anderen voll genug. Bekanntes Beispiel. Was das jetzt mit Depressionen zu tun haben soll, ist an sich auch nicht ersichtlich. Rückzug aus der gemeinsamen Teilnahme ist schon eher ein Merkmal.

    Vielleicht ist auch eine Eheberatungsstelle eine Option.

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



  5. Registriert seit
    20.07.2010
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    AW: Könnt Ihr mir helfen?

    Zitat Zitat von LordNyx Beitrag anzeigen
    wenn ich am Telefon nur noch heule. Ansonsten gibt es niemand, mit dem ich dieses heikle, intime Thema ansprechen kann. Mir laufen jetzt schon wieder die Tränen ...

    LG an alle
    Bist du dir sicher, dass deine FRAU die Depressive ist?


  6. Registriert seit
    20.07.2010
    Beiträge
    9.187

    AW: Könnt Ihr mir helfen?

    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    Wenn man jetzt schon wegen Verspannungen an Körperstellen zur Psychotherapie muss, also ich weiss nicht recht, wie ich das jetzt einordnen kann. Das nörgeln mit den Gläsern ist Ansichtssache. Ein halbvolles Glas z. B. für den Einen zu wenig für den anderen voll genug. Bekanntes Beispiel. Was das jetzt mit Depressionen zu tun haben soll, ist an sich auch nicht ersichtlich. Rückzug aus der gemeinsamen Teilnahme ist schon eher ein Merkmal.

    Vielleicht ist auch eine Eheberatungsstelle eine Option.

    Ich habe es auch noch nicht so erfassen können, warum es eigentlich wirklich geht....

    @LordNyx - es gibt optimistischere und weniger optimistische Menschen. Das ist erstmal ein Persönlichkeitsmerkmal, das nicht "wegtherapiert" wird.

    Freu dich, dass du so locker und zuversichtlich durch dein Leben gehst.

    Nervt dich deine Frau durch ihre Art?

    Dass Nackenverspannungen natürlich eine psychische Komponente haben ist klar. Dass man deswegen eine Therapie macht, ist denkbar, aber doch etwas ungewöhnlich von der Indikation her.

    Wie ist denn das Leben deiner Frau?
    Dass eure Kinder wohlgeraten sind - fein. Dass deren Zukunftsaussichten erfolgversprechend zu sein schein - ebenfalls fein.

    Wie sind die Zukunftsaussichten deiner Frau?
    Wie geht es ihr? In der Arbeit? Mit dir?

    Wie ist eure Ehe (abgesehen davon, dass du mit ihr unzufrieden bist)?

    Was heißt, du versuchst "dein Möglichstes"? (meiner bescheidenen Lebenserfahrung nach klaffen da die Selbsteinschätzung des Mannes und die Einschätzung der Frau oft eklatant auseinander )

    Dieses "Highlight" wie du es nennst und das du so dramatisch inszenierst, also dass ein Physiotherapeut sagt, dass Verspannungen hartnäckig (Wortsinn ....) sind - DAS ist schon so ein Tiefpunkt für dich?

    Ich tue dir sicher unrecht! Aber ich fand dein 1. Post über die Sorgen, die du dir wegen deiner Frau machst, irgendwie seltsam.
    Vielleicht kannst du noch weitere Infos schreiben?

    Was sagt sie denn eigentlich selber? Wäre es denkbar, dass SIE (statt dir) hier schreibt? Ist immer komisch, wenn man über jemanden redet, den man lieber selber hören sollte.

  7. Avatar von schafwolle
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    23.226

    AW: Könnt Ihr mir helfen?

    Zitat Zitat von LordNyx Beitrag anzeigen
    Meine Frau, die ich sehr liebe, weiss seit langem, dass sie wegen ihrer psychischen Einstellung professionelle Hilfe in Anspruch nehmen sollte.
    Eine Einstellung ist einfach eine Meinung, eine Ansicht, ein inneres Verhältnis, das
    jemand zu einer Sache oder einem Sachverhalt hat.

    Daraus ein psychisches Problem abzuleiten, das gar der Behandlung bedarf, finde
    ich etwas eigenartig.

    Ich gehe mal davon aus, dass Deine Frau nicht von heute auf morgen von der Optimistin
    zur Pessimistin mutiert ist ...?


    Die Diagnose der Physio: Durch das ständige alles-ins-sich-aufnehmen hat meine Frau extreme Verspannungen im Schulter-Nacken-Bereich, die sich auch mit intensiver Physio nicht lösen lassen.
    Nach wie vielen Sitzungen wurde diese Aussage denn getroffen?

    Und was meinst Du mit "alles in sich aufnehmen"?


    Ich versuche mein möglichstes, ihr beizustehen, Probleme, die es naturgemäß immer gibt, vorher zu lösen ...
    Worin stehst Du ihr bei?

    Und warum löst Du ihre Probleme (welche?) für sie??


    aber was hilft es, wenn ich am Telefon nur noch heule.
    Kriegt Deine Frau mit, dass Du wegen ihr heulst???
    Das klingt sehr seltsam., muss ich sagen.

  8. Avatar von Hair
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    31.12.2014
    Beiträge
    2.941

    AW: Könnt Ihr mir helfen?

    Dass Physiotherapeuten gerne mal von psychischen Komponenten bei Schulter-Nacken Verspannungen reden, ist mir nicht unbekannt.
    Da ich Migränikerin bin und weiß, dass das sehr gerne mit eben diesen Beschwerden einhergeht, vermeide ich daher Physiotherapeuten wenn es geht.

    Aus diesem Gerede würde ich mir echt nichts machen. Etwas anderes ist, dass Deine Frau sich zurückzieht.
    Da wir über Eure Lebensumstände überhaupt nichts wissen, kann man da nichts raten, außer das Gespräch suchen.

    Der Hausarzt ist auch ein Ansprechpartner.
    Den Kindern am Telefon etwas vorheulen?

    Ich will hier kein Urteil fällen, aber echt, muss das sein? Was sollen die denn machen?


    Edit: ich habe den Eingangspost nochmal gelesen. Was mir auffällt ist insbesondere die Aussage des Physiotherapeuten, die ich wirklich sehr seltsam finde. Das sprach ich ja schon an, da nimmt er sich ja einiger heraus.


    Und mir fällt auf, dass Du von einer heiklen Lage sprichst. Heutzutage sind Depressionen nicht mehr heikel und nichts, was man verheimlichen müßte.
    Allerdings ist für mich nich nicht klar, ob es sich wirklich um Depressionen handelt und ob Deine Frau nicht an etwas ganz anderem leidet.

    War sie denn früher anders? Kann das auch an einer hormonellen Umstellung liegen, über die sie nicht mit Dir reden kann oder will?
    Geändert von Hair (18.01.2020 um 22:12 Uhr)


  9. Registriert seit
    17.09.2019
    Beiträge
    50

    AW: Könnt Ihr mir helfen?

    Es tut mir wahnsinnig leid, das zu hören
    Für deine Frau ist es wichtig, dass du ihr trotzdem das Gefühl gibst, du stehst hinter ihr, du verstehst ihre Ängste und Sorgen.
    Ich finde es auch nicht schlimm, dass du deinen Kindern etwas vorheulst. Im Gegenteil. Deine Kinder sind ja wahrscheinlich auch schon groß. Meine Eltern hatten auch eine sehr schwere Phase und mein Papa hat lange Zeit sich nicht getraut, offen über seine Gefühle zu sprechen. Als Kind ist man ab einem gewissen Alter auch mit für seine Familie verantwortlich und es spricht für mich für ein gesundes Familienklima, wenn der Vater sich auch den Kindern anvertraut (sofern die Kinder wie gesagt bereits selbst reif und erwachsen genug sind).
    Leider ist es sehr schwer, wirklich Tipps zu geben. Eine Therapie wäre vielleicht das Beste für deine Frau
    Sagt sie von sich selbst, dass sie eine Depression hat oder verneint sie das


  10. Registriert seit
    10.05.2015
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    298

    AW: Könnt Ihr mir helfen?

    Guten Morgen Lord,
    wenn die körperlichen Verspannungen schon so stark sind, dass Physiotherapie nicht mehr hilft, würde ich das sehr ernst nehmen. Eine Psychotherapie allein hilft da aber gar nicht. Vielleicht weiß/spürt deine Frau das und „findet“ deswegen keine passende Psychologin?
    Wie steht deine Frau im Moment zu ärztlicher Hilfe? Wünscht sie sich Hilfe, aber weiß nicht woher, oder lehnt sie Hilfe generell ab? Bei letzterem wird es schwierig, noch so gutgemeinte Hilfe wird dann schnell als übergriffig empfunden - was man auch schon an einigen Reaktionen hier im Strang sieht.

    Wünscht sie sich aber selbst Klärung und gflls Hilfe, wäre ein guter Rat zum Hausarzt zu gehen und einen Kur- oder Klinikaufenthalt vorzuschlagen. Oder wenn es in Eurer Nähe eine psychiatrische oder psychosomatische Klinik mit angeschlossener Ambulanz gibt, sich gleich dort direkt melden, der Hausarzt kann dann eine Überweisung/Einweisung ausstellen.

    Mein Fazit und Rat ist also, wenn wirklich Hilfe benötigt und gewünscht wird, dann eine ganzheitliche Behandlung suchen, für Körper UND Seele, es hängt alles zusammen.

    Such nochmal ein ruhiges sachliches Gespräch mit deiner Frau, sprich über DEINE Sorgen und dass Du Dir wünscht, dass IHR eine Lösung findet. Auch wenn deine Sorgen unbegründet sein sollten, so sind es doch Deine Sorgen und sollten in einer guten Beziehung Platz haben angesprochen und ernst genommen zu werden. Und wenn deine Sorgen berechtigt sind, so gib deiner Frau die Möglichkeit aktiv mit an einer Lösung für EUCH zu arbeiten - indem sie z.B. weitere ärztliche Hilfe sucht.

    Viel Glück für Euch!

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