Hallo,
Ich hatte vor 2 jahren schon mal ein richtiges burn out, mit allem was dazu gehört. Mir ging es sechs Wochen lang richtig schlecht.dann wurde es langsam wieder besser. Seit dem nehme ich sertralin.
Nun hatte ich wieder eine sehr stressige Zeit, weil wir umgezogen sind. Ich bin alleinerziehend und berufstätig. Ich habe schnell gemerkt, dass ich wieder an meine grenzen stoße und versucht, mir mehr pausen und ruhe zu gönnen. Nun haben wir den umzug hinter uns gebracht , der Stress ist von mit abgefallen und ich dachte mir vor zwei wochen auf einen sonntag noch, dass es heute endlich mal wieder nach wochen an der zeit ist, spazieren zu gehen, wozu in der letzten zeit kaum zeit war.
Ich habe kaum im auto gesessen und wollte los fahren , wo wir spazieren gehen wollten, wurde mir übel , bekam schwache und kribbelnde beine. Ich bekam eine panikattacke, die erst nach ca 1 stunde wieder weg ging, nachdem ich mich übergeben hatte. Seit dem fühl ich mich krank, schwach, wackelig. Genauso, wie damals vor 2 jahren. Es ist nicht jeden tag gleich, aber immer verschiedene symptome.
Mal habe ich stressdurchfall ( kann ich von einer Magen-Darm-Grippe gut unterscheiden), dann habe ich kopf u.d nackenschmerzen , bin durchgehend erschöpft und müde, besonders extrem nach körperlichen “anstrengungen“, wie zbsp sauber machen. Meine augen brennen und habe das gefühl, sie kaum auf zu bekommen und schwindel.
Es nervt mich und ich möchte nicht zum arzt. Der wirft mir wieder vor, warum ich keine psycho Therapie mehr mache. Ich habe schon 3 Therapien mit verschiedenen Therapeuten begonnen, aber sie haben mir nicht geholfen, ich fühlte mich unvertsanden. Es wurde immer nur über die panikattacken geredet oder Depressionen, wobei ich meine keine Depressionen zu haben. Ich habe keine schlechten gedanken, ich bin einfach nur erschöpft, überlastet, ausgebrannt. Ausserdem stoße ich auf der Arbeit wieder auf Unverständnis, werde schief angeguckt, als simulant abgestempelt.
Ich habe jetzt noch bis zum 1.1. Urlaub und ich hoffe, dass es mir dann wieder einigermaßen besser geht und ich zur Arbeit kann.
Wie hat sich das burn out bei euch angefühlt? Wart ihr krankgeschrieben? Habt ihr eine therapie gemacht? Was hattet ihr für symptome? Und ist es normal, dass es wieder ausbricht, nach dem der stress abfällt?
Freue mich über Austausch!
Lg
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 17
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26.12.2019, 22:19
Burn out - zum 2. Mal- erfahrungsaustausch
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26.12.2019, 22:59
AW: Burn out - zum 2. Mal- erfahrungsaustausch
"Burn out" bedeutet Erschöpfungsdepression, also ist Depression nicht falsch.
Und wenn Du, wie Du schreibst, Panikattacken hast, warum ist es dann falsch, wenn der Therapeut darüber reden will?
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26.12.2019, 23:21
AW: Burn out - zum 2. Mal- erfahrungsaustausch
Was du brauchst, wäre ja eher praktische Entlastung von all den Pflichten, sehe ich das richtig?
ja. Sobald die Anspannung loslässt, wird man krank.Und ist es normal, dass es wieder ausbricht, nach dem der stress abfällt?
ein ausgewachsenes Burnout braucht auch meist deutlich mehr Regenerationszeit als man denkt.
alleinerziehend und berufstätig zu sein, ist eine grosse Last. es ist wichtig, dass du Hilfe finden kannst, die Last erleichtern kannst, auf irgend eine Weise. Nicht leicht, ich weiss, aber notwendig.
gruss, barbara
Freue mich über Austausch!
Lg[/QUOTE]
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26.12.2019, 23:32Inaktiver User
AW: Burn out - zum 2. Mal- erfahrungsaustausch
Liebe traurigekatze,
von außen macht das alles einen sehr plausiblen Eindruck auf mich.
Schau dir mal alle Titel deiner Stränge seit 2016 an. "Burn-Out" begleitet dich schon lange und mit deinen Lebensumständen haderst du gewaltig.
Dein Leben läuft nicht rund und deine Gesamtsituation findest du nicht toll.
Der Ex Mann.... der Partner... die Mutter..... natürlich hast du auch 3 Kinder die dich fordern und einen Job wo du auch nicht glücklich bist.
Nicht jeder Therapeut ist der richtige und die Chemie muss auch stimmen.
Als aller erstes solltest du deine Krankheit akzeptieren. Und dann schauen was und wie du ändern kannst in deinem Leben.
Du bist bereits als Teenager Mutter geworden, danach folgten noch 2 Kinder und warst immer gefordert.....
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27.12.2019, 07:40
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27.12.2019, 07:45
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27.12.2019, 07:47Inaktiver User
AW: Burn out - zum 2. Mal- erfahrungsaustausch
wenn, deiner meinung nach, depression nicht das thema ist- was ist dann dein thema?
die rein körperliche erschöpfung?
die panikattacke hat gründe. und da liegt, vorallem da es schon so lange geht- noch viel mehr im argen.
anti-depressiva ohne therapie- ist quatsch.. flickwerk. sonst nichts.
was sagt denn dein psychiater? oder wer verschreibt dir die tabletten?Geändert von Inaktiver User (27.12.2019 um 08:01 Uhr) Grund: ergänzung
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27.12.2019, 08:30Inaktiver User
AW: Burn out - zum 2. Mal- erfahrungsaustausch
Ich bin selbst nicht betroffen, aber ich würde sagen, Du hast nicht zum zweiten Mal Burnout, sondern immer noch. Ein Burnout nicht einfach so nach sechs Wochen wieder vorbei, schon gar nicht nur mit Tabletten.
Wer ist denn derzeit Dein behandelnder Arzt, Dein Hausarzt oder ein Psychiater?
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27.12.2019, 10:28
AW: Burn out - zum 2. Mal- erfahrungsaustausch
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27.12.2019, 10:34
AW: Burn out - zum 2. Mal- erfahrungsaustausch
ich habe einerseits keine Affinität dazu (zu faul!), andererseits sehe ich so gut wie alle Gleichaltrigen ständig zumindest am Rand eines Burnout stehen und achte sehr sorgfältig darauf, dass mir das nicht passiert.Also vor allem, dass ich darauf achte, nicht zuviele Termine zu haben, dass ich genug Regenerationszeit habe. Wovon ich reichlich brauche. Jetzt gerade habe ich zwei Wochen Weihnachtsferien, abgesehen von der Zeit mit der Familie widme ich die mir und mir allein. Dann bin ich dann nachher wieder fit für den Alltag.
Hast oder hattest du auch ein burn out?
Bore-Out hatte ich mal. Sehr lähmend.den ganzen Tag nichts zu tun und trotzdem immer voll kaputt und den Hintern nicht hoch gekriegt.
da war der erste Schritt raus, das mir irgendwann an dieser Stelle gekündet wurde. Worauf ich erst mal einige Monate gar nichts tat.
gruss, barbara


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