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  1. gesperrt
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    AW: Burn out - zum 2. Mal- erfahrungsaustausch

    Zitat Zitat von Nakilep Beitrag anzeigen
    Burn out ist schon per Definition eine Erschöpfungsdepression und entsteht niemals nur durch äußere Umstände.
    klar kann Erschöpfung nur durch äussere Umstände geschehen! Zu viel Arbeit, zu wenig Erholung kann den stärksten Menschen kaputt machen. Aber sicher doch. Speziell in unserer Welt, wo Arbeit und Leistung so hoch bewertet wird.

    gruss, barbara

  2. Inaktiver User

    AW: Burn out - zum 2. Mal- erfahrungsaustausch

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Bore-Out hatte ich mal. Sehr lähmend.den ganzen Tag nichts zu tun und trotzdem immer voll kaputt und den Hintern nicht hoch gekriegt. da war der erste Schritt raus, das mir irgendwann an dieser Stelle gekündet wurde. Worauf ich erst mal einige Monate gar nichts tat.
    Das hilft der TE jetzt enorm.

  3. Moderation
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    AW: Burn out - zum 2. Mal- erfahrungsaustausch

    Ich kenne einen Fall, bei dem ein Burnout in eine Teil-Berufsunfähigkeit mündete. Die Person kann nicht mehr Vollzeit arbeiten und bezieht eine Rente dafür. Burnout kann also gewissermaßen chronisch werden.

    Diese Person arbeitet inzwischen 20 Stunden, den Rest gleicht die Rente aus. Ist aber ein langer Weg, bis das von der Versicherung anerkannt wurde.
    Always be a little kinder than necessary. – James M. Barrie

    Moderation in den Foren "Rund um den Job", "Rund ums Eigenheim", "Fehlgeburt" und "Wissenschaft und Umweltschutz"

  4. Avatar von brighid
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    AW: Burn out - zum 2. Mal- erfahrungsaustausch

    die äusseren faktoren sind die arbeitsbelastung. die inneren faktoren sind: sich vieles, zu vieles zu wichtig zu nehmen, eigenes anspruchsdenken an die zu erbringende leistung, sich selbst nicht wichtig genug nehmen um an manchen punkten halt zu sagen.

    das ist ein wilder mischmasch und dann können noch körperliche "spezialitäten" dazukommen: hormonwechsel, schilddrüsenerkrankungen, und ähnliches............................
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

  5. Inaktiver User

    AW: Burn out - zum 2. Mal- erfahrungsaustausch

    Zitat Zitat von Cariad Beitrag anzeigen
    Ich kenne einen Fall, bei dem ein Burnout in eine Teil-Berufsunfähigkeit mündete. Die Person kann nicht mehr Vollzeit arbeiten und bezieht eine Rente dafür. Burnout kann also gewissermaßen chronisch werden.

    Diese Person arbeitet inzwischen 20 Stunden, den Rest gleicht die Rente aus. Ist aber ein langer Weg, bis das von der Versicherung anerkannt wurde.
    Ich kenne diverse Fälle von Leuten, die mit Burnout/Erschöpfungsdepression komplett verrentet wurden. Soweit ist es aber meines Erachtens hier noch nicht, bisher sind ja die vorhandenen Möglichkeiten (Therapie, Reha, Hilfe bei den äußeren Lebensumständen...) nicht mal ansatzweise ausgeschöpft worden.

    Ich würde es der TE auch nicht wünschen, die Betroffenen in meinem Umfeld kriegen eine Minirente bzw. Grundsicherung. Ein angenehmes Leben ist das auch nicht.
    Geändert von Inaktiver User (27.12.2019 um 09:50 Uhr)

  6. gesperrt
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    AW: Burn out - zum 2. Mal- erfahrungsaustausch

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das hilft der TE jetzt enorm.
    sie hat nach Erfahrungen gefragt, ich habe berichtet.

    Und egal ob Burnout oder Boreout: ich kenne keinen Weg hinaus, ohne dass man sich die notwendige Regeneration zugesteht. Egal wie lang die geht. und die geht immer VIEL länger als man vermutet!

    Das ist logischweise nichts, das man gern hört, wenn man darin steckt, mit allen Verantwortlichkeiten des Alltags (man kann ja nicht die Kinder mal ein halbes Jahr in den Keller sperren und dort vergessen), aber wahr bleibt es eben trotzdem.

    Da einen Weg zu suchen, ist nicht leicht - aber immerhin zeigt es eine Richtung auf, nach der man streben kann.

    gruss, barbara


  7. Registriert seit
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    AW: Burn out - zum 2. Mal- erfahrungsaustausch

    Zitat Zitat von traurigekatze Beitrag anzeigen
    Mal habe ich stressdurchfall ( kann ich von einer Magen-Darm-Grippe gut unterscheiden), dann habe ich kopf u.d nackenschmerzen , bin durchgehend erschöpft und müde, besonders extrem nach körperlichen “anstrengungen“, wie zbsp sauber machen. Meine augen brennen und habe das gefühl, sie kaum auf zu bekommen und schwindel.
    Liebe traurigekatze,
    Deine Symptome kommen mir sehr bekannt vor und du solltest sie Dir zu liebe sehr ernst nehmen. Ein Umzug kann ein Auslöser für einen Burn Out sein bzw das mühsam aufrechterhaltende Kartenhaus zum Einsturz bringen.

    Wie wurdest du vor 2 Jahren behandelt, wer hat dir Sertralin verschrieben und bist du dort noch in Behandlung? Das wäre aus meiner Sicht die erste Anlaufstelle jetzt.

    Ich war seit Sommer vier Monate krankgeschrieben, fast 8 Wochen davon war ich in einer Tagesklinik und nehme seitdem auch Sertralin. Ich bin auch alleinerziehend und Auslöser bei mir zum endgültigen Burn Out (vorher war ich schon jahrelang erschöpft aber noch funktionierend, auch der Kinder wegen) war auch ein Umzug, eine neue Partnerschaft und Veränderungen und Probleme auf der Arbeit, wo es jahrelang stabil war.

    Kurz vorm Weihnachtsurlaub wurde ich wieder gesund geschrieben und insgesamt geht es mir auch wieder recht gut. Nur der Festtagstrubel, der sich teilweise nicht ganz verhindern ließ, und teilweise ungeplant spontan dazu kam, haben mir jetzt doch recht schnell wieder zugesetzt und beim Lesen deiner Symptome klingeln auch bei mir sofort die Alarmglocken. Ich versuche so gut es geht vorzuplanen, nur das notwendigste zu machen und mir rechtzeitig Auszeiten zu nehmen (wie jetzt gerade beim Lesen und Schreiben).
    Die Therapien und die Zeit in der Klinik haben mir so gut getan, die Medikamente wirken gut (Sertralin und Dominal), das möchte ich so schnell nicht wieder hergeben! Aber ich merke eben auch, wie instabil ich noch bin und dringend weiter mein reduziertes Pflichtenprogramm und verlässliche Routinen bräuchte - mit Familie und zu Feiertagen mit Besuch nicht immer so leicht einzuhalten.

    Deshalb, liebe traurigekatze, suche am besten wieder eine Behandlung auf, wie vor zwei Jahren. Es ist letztlich egal, was die Arbeitskollegen denken. Es hilft deiner Gesundheit in keinster Weise und es kann auch jeden von ihnen treffen. Es gibt viele Gründe, warum Arbeitskollegen mal längere Zeit ausfallen. Und wenn es so ist, dann ist es so. Niemandem ist geholfen, wenn man erschöpft weiter zur Arbeit geht, nicht einem selbst und der Firma auch nicht.

    Höre auf dich und verlasse dich auf deine innere Stimme, sie sagt dir, wie es dir geht und was du brauchst!
    Alles Gute, und du bist nicht allein!

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