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  1. Registriert seit
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    Ist das normal bei Einnahme von Sertralin?

    Bin grad völlig verzweifelt. Nachdem ich vor ca. 10 Jahren eine Angsterkrankung mit daraus entwickelter Depression durchgemacht habe, war ich jahrelang stabil. Nahm eine Zeitlang Escitalopram, habe das auch gut vertragen, dann nach wirklich langer Phase der Stabilität abgesetzt.

    So, jetzt gings völlig unerwartet wieder los, Auslöser war wohl große Unsicherheit, wie es im Job weiter gehen könnte, die Partnerschaft läuft auch grad nicht so super und dann starb noch ein sehr alter Freund.
    Auf einmal war ich einerseits total aktiv, andererseits schlief ich abends um halb 9 vor dem Fernseher ein.
    In der Nacht von So auf Mo dachte ich, ich springe gleich aus dem Fenster (mach ich natürlich nicht!), aber ich kam einfach nicht mehr zur Ruhe, als ob man 3 Kannen Kaffee getrunken hätte.

    Morgens schickten mich meine Kollegen wieder heim, ich ging in die PIA und dort nahm man sich meiner an.
    Nun nehme ich Sertralin. Ich habe extreme Anwandlungen von Unruhe, brennende Hände und Füße, Schlaflosigkeit, Neben-mir-Stehen.

    Gestern war es deutlich besser, heute gehts mir wieder sehr schlecht. Jetzt frage ich mich natürlich, ob das tatsächlich Nebenwirkungen sind, was ja sein kann oder ob einfach mein Vegetativum auf den Stress so heftig reagiert.

    Was auch arg ist, sind die Blähungen und Bauchbeschwerden.
    Hat von euch jemand Erfahrung mit Sertralin, wäre euch sehr dankbar, ihr könnt auch über PN schreiben.
    Es gibt keinen Weg zum Frieden, der Frieden ist der Weg (Mahatma Gandhi)

  2. Avatar von Lizzie64
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    AW: Ist das normal bei Einnahme von Sertralin?

    Hallo Fels, das ist ja nicht so schön...
    Hast du denn das Sertralin eingeschlichen, wie man es ja soll?
    dadadadiamoisongdesisahoidaso!

    Der Neoliberalismus lässt die Gehirne der Jungen großflächig verschimmeln.
    Henning Venske


  3. Registriert seit
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    AW: Ist das normal bei Einnahme von Sertralin?

    Ja, ich nehme 25 mg für eine Woche seit Di. Dann soll ich auf 50 mg hoch gehen.
    Es gibt keinen Weg zum Frieden, der Frieden ist der Weg (Mahatma Gandhi)

  4. VIP Avatar von katelbach
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    AW: Ist das normal bei Einnahme von Sertralin?



    Bauch- und Verdauungsbeschwerden, Schlafprobleme und Müdigkeit sind einige der unerwünschten Wirkungen, die für Sertralin beschrieben sind.

    Ist immer sehr individuell, wie Medikamente vertragen werden. Für mich war z.B. Citalopram nicht tolerierbar.

    Nimmst du noch irgendwelche Medikamente - egal wogegen. Auch frei verkäufliche oder Nahrungsergänzungen?

    Je nach Stoffwechselweg können Medikamente den abbau von anderen Wirkstoffen beschleunigen oder verlangsamen, was dann zu einer geringeren oder höheren effektiven Dosis führt. Wird oft nicht berücksichtigt.

    Hast du Escitalopram jetzt erst abgesetzt oder schon länger? Abrupt oder ausschleichend?


    Alles Gute!
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin


  5. Registriert seit
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    AW: Ist das normal bei Einnahme von Sertralin?

    Antidepressiva zeigen bei jedem Menschen unterschiedliche Nebenwirkungen und ob überhaupt eine Wirkung erzielt werden kann,ist ebenfalls unterschiedlich.

    Ich persönlich habe Sertralin null vertragen (massive innere Unruhe).
    Ich leide ebenfalls unter einer Angststörung und kann daher von antriebssteigernden Antidepressiva ( in Zusammanhang mit Angststörungen) nur abraten.
    Die antriebssteigernde Wirkung steigert die innere Unruhe noch zusätzlich.

    Es braucht mindestens 4-6 Wochen,bevor eine antidepressive und angstlösende Wirkung eintritt, diese Zeitspanne hält man nicht durch,wenn man schon zu Beginn arge Probleme mit Nebenwirkungen hat.

    Ganz ohne Nebenwirkungen geht es selten ab aber sie sollten in einem erträglichen Rahmen sein.
    Müdigkeit z.B. fand ich bei weitem nicht so unangenehm wie innere Unruhe oder Übelkeit.

    Kommt man mit einem Medikament überhaupt nicht zurecht (unerträgliche Nebenwirkungen) ist es ratsam,das Medikament zu wechseln.

    Mir persönlich hat Amitriptylin (trizyklisches Antidepressivum) gut geholfen,es macht zwar zu Beginn müde aber es bringt die Gedanken zur Ruhe und der Körper entspannt sich.
    Eine Appetitsteigerung und damit eine Gewichtszunahme ist allerdings wahrscheinlich.

    Opipramol soll auch gut sein bei Angststörungen,hab es aber selbst noch nicht probiert.
    Es ist auf jeden Fall ein beruhigendes Medikament.
    Leider bedingen die meisten beruhigenden Präparate auch eine Gewichtszunahme aber im Fokus steht denke ich ein angstfreies Dasein.

  6. Avatar von taggecko
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    AW: Ist das normal bei Einnahme von Sertralin?

    Was war denn der Grund, warum man in der PIA Sertralin und nicht wieder Escitalopram angesetzt hat? Nach meiner Erfahrung ist es von den SSRI das am meisten antriebssteigernde. Gehe jetzt mal auf 12,5 mg und bespreche mit Deinen Ärzte, ob Du nicht wieder zurück auf Escitalopram wechseln kannst.


  7. Registriert seit
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    AW: Ist das normal bei Einnahme von Sertralin?

    Ich würde auch zeitnah die Beschwerden mitteilen.
    Als erstes Antidepressiva bekam ich (ist jetzt 10 Jahre her) auch Sertralin.
    Nachdem ich erzählte, das ich Sehstörungen hatte, setzten sie es ab und gaben mir etwas anderes.

    Ob deine Beschwerden am Einschleichen liegen, oder es nicht vertragen kannst, können die Ärzte am besten einschätzen!

    Alles Gute für dich!
    Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem andern zu!


  8. Registriert seit
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    AW: Ist das normal bei Einnahme von Sertralin?

    Danke euch! Das Escitalopram habe ich natürlich ausgeschlichen, so über 3 Monate. Hat auch gut geklappt. Diesmal meinte der Psychiater, dass Sertralin von der Wirkung her ähnlich wäre, aber etwas besser verträglich und mit weniger Nebenwirkungen. Beim Escitalopram hatte ich kaum Probleme am Anfang.

    Außer dem Antidepressiva nehme ich im Moment akut keine Medikamente. Zum Runterkommen und besseren Schlafen soll ich abends Pipamperol nehmen, das hilft mir tatsächlich zum Entspannen. Und ich kann es zum Sertralin nehmen, sagte der Arzt, gibt keine Wechselwirkung.

    Das ist halt grad etwas paradox. Zum einen soll das Sertralin ja eine Stimmungsaufhellung machen und ich bin ja auch seit September in einem Tief, nicht dauernd aber öfter. Und gleichzeitig macht es unruhig und dafür nimmt man dann das Pipamperol....

    Bin schon etwas skeptisch, zumal ich auch schwer am Überlegen bin, ob nicht doch auch etwas Körperliches die jetzige psychische Situation ausgelöst hat. Im September hatte ich mal einen sehr unangenehmen Darminfekt. Danach kamen sehr starke Gelenksschmerzen. Diese gingen wieder weg, kamen aber im Abstand von einigen Tag im Verbund mit einem Krankheitsgefühl immer wieder.

    Bei meiner Hausärztin wurde dann festgestellt, dass mein Autoimmunfaktor im Blut erhöht ist, was ja auf so etwas wie Rheuma hindeuten kann. Ich erspare euch die Aufzählung, wie schwer es war, in absehbarer Zeit einen Rheumatologen zu finden, der einem dran nimmt.

    Jedenfalls habe ich jetzt am Donnerstag einen Termin bekommen. Nun muss ich mal abwarten. Hoffe, dass der Arzt zugänglich für bestimmte Überlegungen ist und es nicht gleich abtut, wenn ich ihn nach einem Zusammenhang frage. Mal sehen!
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