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  1. Registriert seit
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    Gefühllosigkeit und Unwirklichkeit / schwere Depression

    Hallo,

    Ich befinde mich seit Juli in stationärer Behandlung mit schwerer Depression.
    Mir geht es in der Klinik sehr schlecht. Die Medikamente schlagen nicht an. Ich fühle mich innerlich wie tot, spüre gar keine Gefühle mehr und mich nicht. Ich bin nicht mehr ich selbst. Deshalb ziehe ich mich außerhalb der Therapiezeiten immer mehr zurück. Zudem bin ich einsam. Sehe meinen Sohn nur selten. Ich bin so hoffnungslos was die Zukunft betrifft. Weil es mir noch schlimmer geht als zur Einweisungszeit.

    Kennt jemand diese Gefühllosigkeit?
    Hab so Angst dass das bleibt.

    Lg skygirl


  2. Registriert seit
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    AW: Gefühllosigkeit und Unwirklichkeit / schwere Depression

    Wird denn in der Klinik keine Psychotherapie angeboten?


  3. Registriert seit
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    AW: Gefühllosigkeit und Unwirklichkeit / schwere Depression

    Ja. Leider nur einmal in der Woche.


  4. Registriert seit
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    AW: Gefühllosigkeit und Unwirklichkeit / schwere Depression

    Kann man das nicht ändern, also dass es häufiger stattfindet?
    Hast du das schon mal angesprochen?


  5. Registriert seit
    05.10.2019
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    AW: Gefühllosigkeit und Unwirklichkeit / schwere Depression

    Ja, weil ich ja leider immer noch nicht stabil bin. Es geht wegen zeitlichen Kapazitäten leider nicht


  6. Registriert seit
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    AW: Gefühllosigkeit und Unwirklichkeit / schwere Depression

    Hallo skygirl,

    tut mir leid das es dir zur Zeit so geht.

    Ich kenne das auch, ist schon einige Jahre her und ich hatte auch Angst, dass es bleibt. Es ging aber vorüber, mit Hilfe von Medikamenten und Therapie. Es hat aber eine ganze Weile gedauert bis beides "angeschlagen" hat.

    Ich möchte dir Mut machen: das schwierigste ist, diesen Zustand auszuhalten bis es besser wird.

    Hast du in der Klinik noch ergänzende Therapien wie Körpertherapie oder Kunsttherapie?
    Ich habe damals alles eher willenlos mitgemacht, tatsächlich hat mit da auch einiges geholfen.
    Think before you print.


  7. Registriert seit
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    AW: Gefühllosigkeit und Unwirklichkeit / schwere Depression

    Vielen Dank! Ja es gibt hier noch Musiktherapie und Ergotherapie. Es ist so hart und schlimm auszuhalten. Darf ich fragen, wie lange Du diese Episode hattest? Ich bin jetzt beim dritten Medikamentenversuch und es zeigt keine Wirkung. Geduld ist glaube ich bei der Erkrankung wesentlich.


  8. Registriert seit
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    AW: Gefühllosigkeit und Unwirklichkeit / schwere Depression

    Ich kann das so genau gar nicht sagen.... es hat sich eingeschlichen nach meiner Scheidung und einem übel geendeten Beziehungsversuch, dann gab es dazu noch Probleme im Job, irgendwie hab ich einige Zeit kein Land mehr gesehen.
    Da ich gut im verdrängen bin konnte ich es einige Zeit noch ignorieren, dann habe ich gehofft es geht wieder vorbei und dann saß ich irgendwann in einem schwarzen Loch.
    Die ganz schlimme Zeit (ich konnte nicht mehr arbeiten, dann Klinik) ging ca. ein halbes Jahr und für mich war es schon wichtig zu sehen dass es langsam wieder besser wurde. Weil ich wie du auch Angst hatte, das bleibt so und wird nie wieder besser.

    Ich hab auch heute noch dunkle Tage/Phasen, aber ich weiß jetzt - es geht vorbei.

    Bei den Medikamenten habe ich auch verschiedene ausprobieren müssen bis das richtige für mich gefunden war.
    Think before you print.


  9. Registriert seit
    05.10.2019
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    AW: Gefühllosigkeit und Unwirklichkeit / schwere Depression

    Was hat Dir die Kraft gegeben, das durchzuhalten? Ich bin von den Ängsten wegen dieser Gefühllosigkeit so kraftlos. Ich kann mich gar nicht spüren und sehe keine Besserung.

  10. Avatar von AweSomeOne
    Registriert seit
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    AW: Gefühllosigkeit und Unwirklichkeit / schwere Depression

    Hallo Skygirl77,

    auch von mir mein Mitgefühl für deine momentane Lage.

    Auch ich habe solche Zustände schon erlebt und auch ich kann dich nur darin bestärken, es irgendwie auszuhalten. Therapien mitzumachen und sich überhaupt noch aufzuraffen, ist schon enorm viel, was du schaffst.

    Für mich wurde es irgenwie leichter, als ich aufgehört habe zu kämpfen. Und damit meine ich nicht, dass ich mich aufgegeben habe, sondern mich nur dem Druck entzogen habe den ich und andere mir gemacht haben.

    Dabei haben mir Achtsamkeitsübungen geholfen. Ganz kleine einfache Einheiten, ganz ohne Erfolgsdruck.


    Wenn du mal den Kopf frei hast und darüber was lesen magst, hier ist ein Link:

    Depression kann man nicht bekampfen. Sie ist nicht Ihr Feind. › DER Personlichkeits-Blog

    Mir geht es dabei nur um den Denkanstoss in diesem Artikel, nicht um die Seite an sich.

    Ich fand diese Sichtweise sehr wohltuend, als ich für mich der festen Überzeugung war, dass nie wieder irgendwas gut wird.

    Und auch wenn es zuerst nur ein Gefühl der Ruhe in mir war, wirklich kleine Sekunden-Glücksmomente oder ein winziges Lachen; ich habe in mir drin wieder irgendwas gespürt.

    Das geht aber erst, wenn man loslassen kann.
    Und was du loslassen musst, kannst du nur für dich rausfinden.

    Ich wünsche dir wirklich alles Gute auf deinem Weg.
    'Every saint has a past, and every sinner has a future.'
    — Oscar Wilde —

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