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  1. Registriert seit
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    Das 1. Mal in eine Klinik und Antidepressiva - was erwartet mich?

    Liebe bri-Community,
    einige kennen mich eventuell aus früheren Strängen, ich habe in den letzten Jahren einige familiäre Belastungen (Trennung, Scheidung, kranker KV, 100% alleinerziehend) überstanden/überstehen müssen und einen Neuanfang gewagt (neuer Partner, Patchwork, gemeinsames Haus).

    Dennoch/trotzdem/deshalb(?) bin ich in eine schwere Depression gerutscht und gehe ab nächste Woche in eine Tagesklinik und bekomme dort zum ersten Mal „echte“ Antidepressiva, bisher habe ich mehrmals, auch über längere Zeit nur Opipramol genommen, von Hausärztin verschrieben. Ich habe in den letzten Jahren mehrmals eine Kur beantragt, abgelehnt, ich habe an einer Online Therapie der Krankenkasse teilgenommen, völlig nutzlos für mich, ich weiß es vom Kopf, aber die Erschöpfung wurde immer größer, überfordert von Job und Familie, oder von Familie und Job, die Reihenfolge werde ich wohl erst in den nächsten Wochen verstehen.

    Ich bin sehr froh, so schnell einen Platz in der Tagesklinik bei uns im Ort bekommen zu haben. Aber ich frage mich auch, was erwartet mich dort, wie wirken die Antidepressiva, auf was muss/kann ich mich einstellen?

    Die Dauer in der Klinik soll mindestens 4 Wochen betragen, danach stufenweise Wiedereingliederung in den Job.

    Ist das eine realistische Zeit, wie lange dauerte es bei Anderen erfahrungsgemäß?

    Für ein Feedback zu den Antidepressiva und der Dauer der Behandlung würde ich mich sehr freuen von Betroffenen, die das schon mal durchgemacht haben.

    Vielen Dank und Grüße, Renka!
    Geändert von Renka (18.08.2019 um 12:11 Uhr)

  2. Avatar von Spadina
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    AW: Das 1. Mal in eine Klinik und Antidepressiva - was erwartet mich?

    Na ja, da gibt es Einzel und Gruppentherapie, wenn die Klinik gut ist, wird sich auch nach draußen begeben, Achtsamkeitsübungen, welche Therapieangebote sonst noch angeboten werden, erfährst du sicherlich auf der Homepage.

    Tanztherapie, Kunsttherapie, Entspannungstechniken vielleicht, Qi Gong vielleicht.

    Therapieerfolge hängen auch davon ab, wie man sich einbringt. Sehr gut wäre es, sich sofort bei der ersten Gruppentherapie mit seinen mistigen Gefühlen und Problemen einzubringen.

    Ich habe das schon so oft erlebt, dass da welche gegen Ende der 4. Woche überhaupt das 1. Mal was von sich gesagt haben. Therapiemöglichkeit dann eben extremst verfehlt. Außer, dass da mal was kam: ja, das geht mir auch so... Schade um die Zeit, den Therapieplatz. Und genau solche Menschen. kriegen auch meist keine Verlängerung auf Wochen.

    Ich würde auch die Erwartung mal runterschrauben, man sei mit Medis dann geheilt und alles sei wieder im Lot..

    Das ist auch mit intensivem Einbringen oft nicht der Fall. Aber Fortschritte machen sich bemerkbar auf diesem langen Weg.
    Mein Himmel bleibt magisch, wie meine Träume, meine Bilder, mein Leben....
    Ich bin die, die ich bin.


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    AW: Das 1. Mal in eine Klinik und Antidepressiva - was erwartet mich?

    Hallo Renka,
    ich habe Dir eine PN geschrieben.
    LG Cindy


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    AW: Das 1. Mal in eine Klinik und Antidepressiva - was erwartet mich?

    Zitat Zitat von Renka Beitrag anzeigen
    ....und bekomme dort zum ersten Mal „echte“ Antidepressiva, ...
    Verständnisfrage: Du gehst erst nächste Woche hin, kennst aber schon die Medikation? Wer hat diese festgelegt?


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    AW: Das 1. Mal in eine Klinik und Antidepressiva - was erwartet mich?

    Zitat Zitat von NurZuGast Beitrag anzeigen
    Verständnisfrage: Du gehst erst nächste Woche hin, kennst aber schon die Medikation? Wer hat diese festgelegt?
    Ich war zum Vorgespräch in der Klinik und die Ärztin hat mir gesagt, dass es dort Antidepressiva als Medikamente gibt, auf jeden Fall was anderes als nur Opipramol.


  6. Registriert seit
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    AW: Das 1. Mal in eine Klinik und Antidepressiva - was erwartet mich?

    Zitat Zitat von Spadina Beitrag anzeigen
    Therapieerfolge hängen auch davon ab, wie man sich einbringt. Sehr gut wäre es, sich sofort bei der ersten Gruppentherapie mit seinen mistigen Gefühlen und Problemen einzubringen.
    Das ist ein guter Hinweis und ermutigt es genau so anzugehen, Danke!
    Denn man kommt ja neu in eine Gruppe und denkt, die anderen sind sicher schon „weiter“ und will deren Therapiefortschritt nicht „stören“. Aber es ist ja auch MEINE Therapie, also keine falsche Zurückhaltung!


  7. Registriert seit
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    AW: Das 1. Mal in eine Klinik und Antidepressiva - was erwartet mich?

    Zitat Zitat von Renka Beitrag anzeigen
    Ich war zum Vorgespräch in der Klinik und die Ärztin hat mir gesagt, dass es dort Antidepressiva als Medikamente gibt, auf jeden Fall was anderes als nur Opipramol.
    Danke für die Antwort. Hat sie Dir nichts darüber gesagt? Ich denke, ich würde da auch ganz genau nachfragen, bevor ich etwas nehme.


  8. Registriert seit
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    AW: Das 1. Mal in eine Klinik und Antidepressiva - was erwartet mich?

    Liebe Renka,
    von mir schon einmal alles Gute für Deinen Aufenthalt.
    Ich habe das seit fast zwei Jahren hinter mir und
    nehme die dort verordneten Medikamente immer noch.
    Die Dauer bei mir war ca. 10 Wochen.
    Allerdings war ich nicht tagesklinisch, sondern vollstationär.
    Vier Wochen kommen mir wenig vor,
    aber Du hast ja geschrieben "mindestens".
    Zwei Wochen bevor ich nach Hause durfte,
    habe ich mit einer Therapie angefangen.
    Mir geht es seitdem viel besser.
    Also, nur Mut.
    Im Herzen bin ich ein Kind der 70er.
    Geändert von Nette1962 (21.08.2019 um 12:16 Uhr) Grund: Post ergänzt


  9. Registriert seit
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    AW: Das 1. Mal in eine Klinik und Antidepressiva - was erwartet mich?

    Hallo Renka,

    Du scheinst sehr motiviert zu sein, das ist schon mal ein guter Baustein.
    Wahrscheinlich werden Dir dort Mitpatienten begegnen, die „nur“ dort sind, weil sie es als Möglichkeit sehen, einer dauerhaften Berentung ein Stück näher zu kommen. Grüppchenbildung wirst Du dort auch finden, Patienten die über Therapeuten, Ärzte und Therapiearten herziehen.
    Wenns Dir möglich ist, meide diese Runterzieher und Energieräuber. Ebenso Menschen, die einem ihr ganzes Leid klagen. Da man selbst als Patient dünnhäutig ist, kann man sich manchmal nicht genug abgrenzen, pass da auf Dich auf.

    Gut, dass Du die vier-Wochen-Zeitangabe auch als vorläufig annehmen kannst.
    Ich weiß aus dem familiären Umfeld, dass in Tageskliniken ganz verschiedene Optionen möglich sind. Denkbar ist auch, dass Du mit Hilfe dieser Klinik einen erneuten Reha-Antrag, mit Dringlichkeitsvermerk auf dem Ärztlichen Befundbericht, stellst und die Tagesklinikzeit verlängert wird, praktisch als Wartezeitüberbrückung (natürlich nur, wenn Du das möchtest).

    Bei der Medikamentengabe solltest Du vorab auf ein EKG bestehen. Es gibt eine häufiges, aber von vielen Ärzten vernachlässigtes Syndrom, die QT-Zeit-Verlängerung. Fast alle Antidepressiva verlängern die QT-Zeit. Lies mal nach oder lass es noch vom Hausarzt mit einem EKG abklären. Soll keine Angstmache sein. Ein Familienmitglied von mir wurde drauf hingewiesen und das war gut so.

    Ich wünsche Dir alles Gute und baldige Besserung, Pumpernickel


  10. Registriert seit
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    AW: Das 1. Mal in eine Klinik und Antidepressiva - was erwartet mich?

    Ich kann das Geschriebene von HPumpernickel nur bestätigen.
    Super auf den Punkt gebracht.
    Gruß Nette1962
    Im Herzen bin ich ein Kind der 70er.

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