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  1. Avatar von Uni-Corn
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    AW: Das 1. Mal in eine Klinik und Antidepressiva - was erwartet mich?

    Liebe Renka,
    ich war 2017 in einer psychosomatischen Klinik. Das, was Du beschreibst, ist mir auch passiert. Zwar nicht in der Gruppen-, sondern in der Tanztherapie.....Es gab zwei Mitpatientinnen, die meinten, ich tanze zu aggressiv (ich habe keinen attackiert oder so) und rede zu oft über meine Schmerzen....(Mit chron. Schmerzstörung spoielten die halt ne große Rolle)

    Leider hatte ich auch die "Simulanten", die auf Rente wollen, da werde ich richtig wütend.

    Aus Selbstschutz hab ich mein Zimmertelefon entfernt, meine Zimmernr. nicht kommuniziert und daher selbst bestimmt, wann ich Kontakt wollte. (Ausgenommen Therapietermine) War in Summe eine gute Entscheidung.

    Im Anschluss hatte ich noch ne ambulante Gruppengesprächstherapie, das Gejammere dort ging mir so auf den Zünder, ich hätte fast abgebrochen...

    Weiter alles Gute! LG
    Einfach machen...wird gut

    Ich hol mir mein Spiel zurück!!!!!


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    AW: Das 1. Mal in eine Klinik und Antidepressiva - was erwartet mich?

    @Uni-Corn:
    Das deckt sich auch mit meinen Erfahrungen.
    Zu aggressiv tanzen - doof, oder?
    Es gibt immer irgendwelche,
    die andere ständig kritisieren,
    aber wehe, Du machst das Gleiche.
    Gruppentherapie hatte ich aus den gleichen
    Gründen nicht gerne,
    die Einzelgesprächen haben mir mehr gebracht.
    Im Herzen bin ich ein Kind der 70er.

  3. Avatar von Uni-Corn
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    AW: Das 1. Mal in eine Klinik und Antidepressiva - was erwartet mich?

    Zitat Zitat von Nette1962 Beitrag anzeigen
    @Uni-Corn:
    Das deckt sich auch mit meinen Erfahrungen.
    Zu aggressiv tanzen - doof, oder?
    Es gibt immer irgendwelche,
    die andere ständig kritisieren,
    aber wehe, Du machst das Gleiche.
    Gruppentherapie hatte ich aus den gleichen
    Gründen nicht gerne,
    die Einzelgesprächen haben mir mehr gebracht.
    Inzwischen bin ich schlauer, es wäre mir schlichtweg egal, was Andere denken oder sagen, DENN, im Akutzustand ist das eigene Hemd das allernächste und die eigenen Befindlichkeiten sollten an erster Stelle stehen. (Natürlich mit gebotener Rücksichtnahme).
    In der Tanztherapie darf getanzt werden und zwar genauso, wie einem in dem Moment ist und hilft.Ob da Wut spricht oder schwebende Befreiung, das hat keiner zu beurteilen. Gruppentherapie als Nachsorge? Never!!! Im Nachhinein hab ich mir 25x 1,5 h Probleme anderer Personen angehört, zum Teil in meinen Augen ziemlich krudes Zeug. Nach etwa 15 Terminen ist mir einmal der Kragen geplatzt und ich habe gemotzt....Danach ging es mir besser, aber der Jammertante nicht...War auch nicht meine Intention.

    Heutzutage mit den Erfahrungen aus 2017 würde ich den ganzen Klinikaufenthalt anders gestalten....Besser für mich...
    Einfach machen...wird gut

    Ich hol mir mein Spiel zurück!!!!!


  4. Registriert seit
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    AW: Das 1. Mal in eine Klinik und Antidepressiva - was erwartet mich?

    Ich starte in meine 6. Woche, mindestens 7 werden es nach aktuellem Stand werden. Die Klinik gibt mir Zeit und ich nehme sie mir auch. Zuviel hat mich die letzten Jahre gefordert und teilweise sehr überfordert.

    Mein Laut werden hat eigentlich was Gutes bewirkt, die Gruppendienste werden auf einmal von Allen gemacht und der "Cheffe" ist viel ruhiger und disziplinierter. Trotzdem und dennoch haben mich die Ärzte und Therapeuten natürlich ins Gebet genommen "Türen knallen geht GAR NICHT!" und mir hat die Sache auch tagelang zu schaffen gemacht. Danach gab es aber auch einen Wendepunkt bei mir, ich kann mich jetzt sowohl besser von der Gruppe abgrenzen (wenn es mir zuviel wird) als auch integrieren (wo ich es will). Therapieziel also gut erreicht, oder? Die eine Ärztin meinte auch, es wäre für die Klinik ein "Geschenk", wenn ein Patient mal so einen Ausbruch hat, dann wissen sie endlich, wo sie ansetzen müssen. Nun denn ...! Weiter geht's!

  5. Avatar von Simpleness2
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    AW: Das 1. Mal in eine Klinik und Antidepressiva - was erwartet mich?

    Hast Du einen ambulanten Therapieplatz für die Zeit danach in Aussicht? Ein Klinikaufenthalt kann immer nur ein Anfang sein.


  6. Registriert seit
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    AW: Das 1. Mal in eine Klinik und Antidepressiva - was erwartet mich?w

    Ja, ich habe eine Psychotherapeutin. Ich war bei ihr schon vor der Klinik und kann im Anschluss direkt weitermachen, habe noch Stunden offen.


  7. Registriert seit
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    AW: Das 1. Mal in eine Klinik und Antidepressiva - was erwartet mich?

    In bleibe noch 2 Wochen in der Tagesklinik und beginne danach mit stufenweiser Wiedereingliederung auf der Arbeit (währenddessen ist man noch krankgeschrieben). Ich war dann 8 Wochen in der Tagesklinik und fast 10 Wochen nicht auf der Arbeit. Das ist eine sehr lange Zeit, aber diese Klinik war das Beste, was ich tun konnte! Ich fühle mich jetzt schon wie ein neuer Mensch, ich habe soviel Kraft wieder bekommen und kann mich gar nicht mehr erinnern, wann ich zuletzt so fit und ausgeglichen war. Erst im Vergleich zu jetzt merke ich, wie lange vorher ich schon so kraftlos und ausgepowert war.
    Das Medikament (Sertralin) werde ich mindestens 1 Jahr weiter nehmen und werde so lange von der Ambulanz der Klinik weiter betreut.
    Ich bin total positiv überrascht, wie einfach es letztlich war, in eine psychiatrische Klinik zu kommen und wie umfassend und individuell man dort behandelt wird, zumindest in der Klinik, wo ich bin, ich hoffe, das ist kein Einzelfall.
    Ich kann nur dazu raten, diese Hilfsangebote zu nutzen. Meine Hemmschwelle war sehr groß in die „Psychiatrie“ zu gehen und ich hatte auch gar nicht gewusst, dass das, was ich hatte, eine schwere Depression war. Im Nachhinein bedaure ich natürlich, dass ich erst so spät die richtige Behandlung gefunden habe. Aber die Klinikärzte sagen auch, dass eine Depression bei manchen Menschen nicht so klar zu erkennen ist, wenn sie nach außen hin noch lange funktionieren. Am Schluss ging aber gar nichts mehr und ich dachte ich wäre „verrückt“. Nein, es war eine klassische Depression. Ich bin so froh, dass es nun geklärt und erstmal sehr gut behandelt ist. Wie es die nächsten Jahre weiter geht, wird sich zeigen, auf jeden Fall ist es gut zu wissen, wo ich dann schnell Hilfe bekomme.

  8. Avatar von ereS
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    AW: Das 1. Mal in eine Klinik und Antidepressiva - was erwartet mich?

    renka das klingt alles sehr positiv, weiterhin alles gute fuer dich
    es ist gut, das du diesen schritt gegangen bist
    das auge der moderatoren ist ueberall...


  9. Registriert seit
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    AW: Das 1. Mal in eine Klinik und Antidepressiva - was erwartet mich?

    Wie sind Eure Erfahrungen mit Wiedereingliederung nach längerer Krankschreibung und Klinikaufenthalt?

    Ich beginne übernächste Woche wieder mit der Arbeit, über vier Wochen eine schrittweise Steigerung der Arbeitszeit. Soweit so gut. ABER - ich habe einen Riesenbammel vor der Wiederkehr in die Firma, zu den Kollegen, zu den Aufgaben.

    Die Klinik hat mir persönlich sehr gut getan und auch zuhause hat sich sehr viel verbessert und wieder stabilisiert. Dafür war die Tagesklinik auch sehr gut geeignet, dass man gleich in seinem gewohnten Umfeld „üben“ kann und positive Reaktionen der Familie einen sehr motivieren weiterzumachen.

    Aber auf der Arbeit? Ich war dann 9 Wochen nicht da. Mir graut vor dem Stress im Großraumbüro und vor der gleichen Stimmung wie zuvor. Irgendwie wünscht man sich, dass man als „neuer“ Mensch auch an einen „neuen“ Arbeitsplatz zurückkehren kann, alles entspannt und aufgeräumt 😉

    Wie war das bei Euch? Kommt man schnell wieder in die Routine und meine Sorgen und Ängste vorab sind unbegründet? Ich sage mir jetzt schon extra „Mach dich nicht VORHER verrückt, Du musst es erst ERLEBEN und dann kannst du schauen, ob es Dich weiter überfordert und ob und was dagegen getan werden kann!“

    Auch habe ich nächste Woche in der Klinik nochmal ein Rollenspiel, in dem ich üben soll/kann, wie das erste Gespräch mit den Kollegen laufen könnte, wenn ich wieder da bin.

    Über Berichte zu Euren Erfahrungen mit der Rückkehr an den Arbeitsplatz würde ich mich freuen!

  10. Avatar von Uni-Corn
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    AW: Das 1. Mal in eine Klinik und Antidepressiva - was erwartet mich?

    Du steigst ja bestimmt erst stundenweise ein, in der Klinik wurde bestimmt auch Achtsamkeit und Abgrenzung bearbeitet. Wie es genau läuft, kann Dir keiner genau sagen, aber aus meiner Erfahrung werden solche Situationen immer anders als in der eigenen Vorstellung. Du wirst das schaffen.
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