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  1. Avatar von kuhliebe
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    AW: Ständig Depressionen. Will endlich Medikamente ausprobieren. Wie geht man vor?

    Ich kann Bea nur zustimmen.
    Ich bin erst weitergekommen mit ein neuen Therapeuten als ich aufgehört habe die Gründe zum x Male durchzuhecheln. Ich brauchte Hilfe um damit abzuschliesen und nach vorne zu schauen. Das Licht zu suchen was den Schatten macht.

    Es war so - ich nehme es an - aber es lähmt mich nicht mehr - ich will weiterkommen - ich hab es in der Hand die Dinge zu bewerten.

    Ich habe auch eine geringe Dosis Citalopram genommen vor 6 Jahren zwei Jahre 20 mg dann 1 Jahr 15 mg
    Dann zwei Jahre 10 mg und seit einem Jahr 5 mg ob die noch was bewirken.ist fraglich laut Arzt. Aber so ganz ohne trau ich mich nicht.

  2. VIP Avatar von katelbach
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    AW: Ständig Depressionen. Will endlich Medikamente ausprobieren. Wie geht man vor?

    Zitat Zitat von absoluterfreak Beitrag anzeigen
    Achso - irgendwie hatte ich im Kopf, dass 'normale' Hausärzte auch direkt sowas verschreiben können. Dann gucke ich vielleicht einfach mal wo der nächste Psychiater zu finden ist. Irgendwie habe ich noch Hemmungen meine Therapeutin darauf anzusprechen. Von den vier Therapeuten, mit denen ich bisher gesprochen habe (zwei davon nur 'ausprobiert') hatte ich das Gefühl, dass die mir eher von Medikamenten abraten wollten.
    Die Verordnung von Antidepressiva geht auch in der hausärztlichen Praxis. Allerdings vermutlich nicht "auf Wunsch". Du musst schon mit deinem Hausarzt darüber sprechen.
    Und die/der Psychotherapeut/in sollte natürlich darüber Besched wissen.

    Bei mir haben Therapeutin und Hausarzt zusammengearbeitet. Allerdings hatte ich auch einen Bekannten, der Psychiater war und geholfen hat, das richtge Medikament zu finden.

    Ich habe mich ziemlich lang gesträubt, AD zu nehmen. Als ich mich dann doch entschlossen hatte, war das der Durchbruch. Erst dann war ich der Therapie zugänglich, weil mich der Wirkstoff mich wacher gemacht hat und das Gedankenkreisen unterbrochen hat.
    Thank you for observing all safety precautions.

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    Geändert von katelbach (03.05.2019 um 10:17 Uhr)

  3. Moderation Avatar von Anemone
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    AW: Ständig Depressionen. Will endlich Medikamente ausprobieren. Wie geht man vor?

    Ich habe mich ziemlich lang gesträubt, AD zu nehmen. Als ich mich dann doch entschlossen hatte, war das der Durchbruch. Erst dann war ich der Therapie zugänglich, weil mich der Wirkstoff mich wacher gemacht hat und das Gedankenkreisen unterbrochen hat.
    Genau so ist es, es macht irgendwie wacher. Und nur die Ursachen aufarbeiten ist meiner Erfahrung nach nicht ausreichend. Daher meine Empfehlung mit der Verhaltenstherapie. Ich bekam Hausaufgaben, wir machten Übungen, ich bekam, da auch fachlich interessiert, Buchempfehlungen.
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  4. Registriert seit
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    AW: Ständig Depressionen. Will endlich Medikamente ausprobieren. Wie geht man vor?

    Und Bedenken gegen AD generell ist kontraproduktiv. Es hilft dem Kranken, sich selber zu helfen.
    Liebe Anemone, ich kann das so nicht stehen lassen. Die Wirksamkeit ist wissenschaftlich nicht erwiesen und die Absetzproblematik wird totgeschwiegen. Und dennoch, als Betroffene sage ich auch: wenn damit nur einer Person geholfen wird, dann kann es die Risiken wert sein.

  5. VIP Avatar von katelbach
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    AW: Ständig Depressionen. Will endlich Medikamente ausprobieren. Wie geht man vor?

    "In der Hand des Könners ein Segen, ansonsten so gefährlich wie eine Axt in der Hand eines wildgewordenen Affen. " Das sagte mein Doktorvater zu Kortikostteroiden.

    Ich habe mindestens 2 Jahre mit Therapie inklusive eines stationären Aufenthalts quasi verloren, wollte und konnte 24 Stunden am Tag schlafen und wenn ich wach war rotierte mein Denken um ein Thema. Ich kam von irgendwo zurück nach Hause und saß ewig in der Garage im Auto, weil ich mich nicht aufraffen konnte, auszusteigen.

    Einen geeigneten Wirkstoff zu finden, war nicht ganz einfach, da die meisten AD zu der Zeit sedierend waren. Manche habe ich auch nicht vertragen. Mit dem ollen Fluoxetin ging nach ein paar Wochen langsam ein Vorhang auf. Ich hatte auch keine Absetzproblematik.

    Das ist jetzt 12 Jahre her.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


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  6. Avatar von fini.
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    AW: Ständig Depressionen. Will endlich Medikamente ausprobieren. Wie geht man vor?

    Es gibt doch auch sowas wie phychotherapeutische Hypnose.
    Vielleicht könnte man an der Wurzel allen Übels mal herumschrauben, damit du dich besser fühlst und sich was tut.
    Für immer ab jetzt!
    "Weißt du, was ich manchmal denke? Es müsste immer Musik da sein.
    Bei allem was du machst. Und wenns so richtig Scheiße ist dann ist
    wenigstens noch die Musik da. Und an der Stelle, wo es am Allerschönsten ist,
    da müsste die Platte springen und du hörst immer nur diesen einen Moment." ♫




  7. Registriert seit
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    AW: Ständig Depressionen. Will endlich Medikamente ausprobieren. Wie geht man vor?

    @katelbach: Ich freue mich von Herzen, dass Du einen Ausweg aus dieser Situation gefunden hast. Gedankenkreise bereiten mir ebenfalls Probleme, allerdings habe ich keines der Medikamente vertragen. Daher interessiert mich, wie Du nach Absetzen der Medikamente mit dem Gedankenkreisen umgegangen bist.

    Ob eine Selbstwertproblematik durch Medikamente zu beheben ist?


  8. Registriert seit
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    AW: Ständig Depressionen. Will endlich Medikamente ausprobieren. Wie geht man vor?

    Die Problematik an sich nicht, das geht nur mit "Arbeit an sich selbst".
    Deshalb wird kein vernünftiger Arzt in solchem Fall Medikamente und sonst nichts verordnen. Normal ist doch die Kombi Medikament und Therapie, wobei die Therapieform während der Behandlung auch durchaus wechseln kann.

    Im Verwandtenkreis haben wir eine junge Frau, bei der die Kombi Neuroleptika (die machen als Nebenwirkung "ausgewogen"), Gesprächstherapie und Ergotherapeut den Durchbruch brachten.

  9. VIP Avatar von katelbach
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    AW: Ständig Depressionen. Will endlich Medikamente ausprobieren. Wie geht man vor?

    @neustart_jetzt

    Nach dem Absetzen kamen die Gedankenspiralen nicht mehr zurück - oder nur in einem sehr begrenzten Ausmaß.

    Ich denke, nichts ist allein mit Medikamenten zu beheben, das sich auf frühe Traumata begründet. Medikamente können aber di Aufarbeitung unterstützen

    PN, wenn du magst.

    *edit* Sasapi war schneller.
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  10. Registriert seit
    20.07.2010
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    AW: Ständig Depressionen. Will endlich Medikamente ausprobieren. Wie geht man vor?

    Ich habe schon mal an anderer Stelle eine schiefe Metapher über "Bandscheibe Akutverorgung vs. Reha-Maßnahme" bemüht.
    Meine Vergleich sind leider immer eher mau, aber allen die sich so von Haus aus gegen Medikation verwehren - das eine schließt das andere mit Nichten aus. Im Gegenteil!

    Ich denke bei einer schweren Depression kann ein AD die Ausgangslage für eine erfolgreiche Therapie erst mal schaffen.

    Versuchen kann man es ja mal.

    Grundsätzlich kann jeder approb. Arzt in D ein Antidepressivum verschreiben. Auch Hausärzte. Es ist auch nicht immer so, dass die Allgemeiner keine Ahnung haben und die Psychiater schon. Viele HA sind einfach aufgrund der Verbreitung von psych. Erkrankungen eh oft damit konfrontiert.

    Psychiater haben vielleicht einen größeren Überblick über die möglichen Medikamenten - vielleicht verschreibt er auch seit 20 Jahren dasselbe, weil die Pharmareferentin so eine Süße ist.

    Also, das würde ich jetzt nicht so verallgemeinern bzgl. der Fachrichtung.
    Da würde ich mich als Patient aufs Bauchgefühl verlassen. Hausarzt der Patienten kennt! hat vielleicht nur 2-3 AD auf der Platte, kennt dafür die anderen Werte und Diagnosen. Im Idealfall

    Absetzproblematik: ja gibts! Da hast du Recht @Neu_Start.
    Mir Widerstrebt allerdings da der Begriff "Entzug". Ein Entzug eines abhängig machenden Medikamentes z. B. der Diazepam-Klasse ist echt was anderes.

    AD sollte man - wie z. B. - Kortison auch - ausschleichen und einschleichen. Und ja, das kann individuell angenehmer oder unangenehmer ein. Entzug ist was anderes. Manche werden es schon erlitten haben.

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