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  1. Registriert seit
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    AW: Narz*ssmus in der Familie und im Umkreis -- Depressionen / Verzweiflung

    Liebe Ahornblatt,

    es klingt schon alarmierend, dass Du Symptome hast, bei denen Dir kein Arzt helfen kann, und irgendwie auch nicht untypisch.

    Welche Krankheit ich hatte, spielt im Prinzip keine Rolle. Man wird halt an der Stelle krank, wo man am Meisten vulnerabel bist.
    Ich habe jedenfalls beschlossen, bevor ich jetzt tonnenweise Medikamente nehme, verändere ich mein Leben. Und es ging weg. Ok, ich habe auf mehreren Ebenen etwas machen müssen. Ich habe sehr viel recherchiert, auch in Foren von Betroffenen. Dort war überall zu lesen, dass diese Krankheit auch mit Stress zusammen hängt. Sehr wahr....

    Ich finde es richtig, was Kenzia gesagt hat, dass es egal ist, ob man belastenden Strukturen narzisstisch nennt oder wie auch immer.
    Mir hat es damals aber ungemein geholfen, zu erkennen, dass ein System dahinter steckt, eine Strategie, ein ganzes Konglomerat an Verhaltensweisen. Mir hat es enorm geholfen, dass ich dieses "Label" entdeckt habe, und welche Rolle ich in dem System spiele.


  2. Registriert seit
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    AW: Narz*ssmus in der Familie und im Umkreis -- Depressionen / Verzweiflung

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Wenn so einfach gehen möglich ist.
    Es bedeutet, seine Welt zu verlassen.
    Und es fühlt sich am Anfang genauso lebensgefählrich und lebensfeindlich an, als würde man diese Welt tatsächlich verlassen- auf den Mars oder den Merkur ziehen.

    Das ist durchaus eine sehr schwierige und weitreichende Aufgabe.
    Zitat Zitat von Gigimaus Beitrag anzeigen
    Wenn du in so ein System reingeboren wirst, empfindest du es als normal. Oft ist es gar nicht so einfach, zu erkennen, was los ist, wenn man durch Manipulation und dysfunktionale Strukturen geprägt wurde.
    Ja, das stimmt.
    Emotional ist Familie ein Einheitsbrei und sich differenzieren können- wer bin ICH, was bin ICH von all dem?- ist sehr schwierig und oft nicht eindeutig.
    Fühlt man sich als Kind nicht gut, ist das Normalzustand- wie sollte es auch anders sein? Es gibt kein Parallel-Leben, in dem es einem gut geht und man den Unterschied erleben könnte.

  3. Avatar von Ivonne2017
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    AW: Narz*ssmus in der Familie und im Umkreis -- Depressionen / Verzweiflung

    Ich falle nach 2 Jahren immer noch ab und zu in ein Loch und zweifle.
    Das hängt damit zusammen, dass es für Teile meiner Herkunftsfamilie Normalzustsnd war/ist und ich denke, meine Mutter kann gar nichts dazu.

    Für sie ist es eben auch normal, böse und gehässig zu sein. Sie merkt es nicht. Meine jahrelangen Versuche, die Beziehung auf eine gesunde Basis zu stellen, konnten daran nichts ändern.


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    AW: Narz*ssmus in der Familie und im Umkreis -- Depressionen / Verzweiflung

    Zitat Zitat von Ivonne2017 Beitrag anzeigen
    Für sie ist es eben auch normal, böse und gehässig zu sein. Sie merkt es nicht. Meine jahrelangen Versuche, die Beziehung auf eine gesunde Basis zu stellen, konnten daran nichts ändern.
    Es ist der Leidensgrad, der zum "aufstehen und woanders hingehen" auffordert.
    Deine Mutter hat gar keinen oder nur einen geringen, warum sollte sie was ändern wollen?


  5. Registriert seit
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    AW: Narz*ssmus in der Familie und im Umkreis -- Depressionen / Verzweiflung

    Buchtipp: B Wardetzki, Weiblicher Narzissmus


  6. Registriert seit
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    AW: Narz*ssmus in der Familie und im Umkreis -- Depressionen / Verzweiflung

    Meine Mutter hat eine narzisstische Persönlichkeitsstörung, meine Schwester ist ihr "Goldkind".
    Ich bin 54 Jahre ihrer Liebe hinterher gelaufen, habe mich von ihr bevormunden, ignorieren, schlagen und beschimpfen lassen. Leide wie du seit Jahren unter Depressionen und Panikattacken. Vor kurzem habe ich nach einer erneuten "Entgleisung" meiner Mutter den Kontakt komplett abgebrochen. Auch wenn es weh tut, fühle ich mich befreit. Manchmal hilft wohl nur ein glatter Schnitt.
    Dir, liebes Ahornblatt, alles Gute und viel Kraft.
    LG Sonnenblume

  7. Avatar von Ivonne2017
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    AW: Narz*ssmus in der Familie und im Umkreis -- Depressionen / Verzweiflung

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Es ist der Leidensgrad, der zum "aufstehen und woanders hingehen" auffordert.
    Deine Mutter hat gar keinen oder nur einen geringen, warum sollte sie was ändern wollen?
    Das denke ich auch. Solange es Menschen im Umfeld gibt, die Schwester/Bruder/Mutter im Verhalten bestätigen, gibt es keinen oder nur geringen Leidensdruck.
    Geändert von Ivonne2017 (18.03.2019 um 09:59 Uhr)


  8. Registriert seit
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    AW: Narz*ssmus in der Familie und im Umkreis -- Depressionen / Verzweiflung

    Buchtipp: B. Wardetzki, Weiblicher Narzissmus

  9. Moderation
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    AW: Narz*ssmus in der Familie und im Umkreis -- Depressionen / Verzweiflung

    "Ehe man sich als depressiv diagnostiziert, sollte man gucken, ob man nicht von Armleuchtern umgeben ist."

    Damit will ich nicht sagen, daß du nicht depressiv bist. Aber es scheint, als wärst du von Armleuchtern umgeben, ob die jetzt narzisstisch sind, oder nur einen schlechten Charakter haben, oder dich einfach nicht mögen, oder ein Sch***leben haben und Gesellschaft in ihrem Unglück wollen, oder nicht aus ihren Rollen entkommen können weswegen sie dich nicht aus deiner Rolle entkommen lassen. So taff kann man gar nicht sein, daß es einem da nicht schlecht geht. Du wirst nicht trocken, solange du im Regen stehst. Du mußt aus dem Regen raus. Die einzige Art, das Spiel zu gewinnen, ist, nicht da zu sein, wo es gespielt wird.

    Vielleicht geht es dir damit nicht besser: Die Depression schafft ihr eigenes Elend. Aber vielleicht wird's zumindest weniger anstrengend.
    ** Moderatorin in Sparforum, Freundschaftsforum, und "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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