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  1. Registriert seit
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    AW: Narz*ssmus in der Familie und im Umkreis -- Depressionen / Verzweiflung

    Immer raus aus der Situation. Du wirst einen Narzissten nicht überzeugen können.

    Hier hilft nur konsequenter Selbstschutz.


  2. Registriert seit
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    AW: Narz*ssmus in der Familie und im Umkreis -- Depressionen / Verzweiflung

    Liebe Ahornblatt,

    ich habe lange versucht, den Kontakt zu meiner narzisstischen Schwester aufrecht zu halten. Ich habe mich, bevor ich über das Thema Narzissmus gelesen hatte und die Kommunikationsstrategien verstanden hatte, die dort eine Rolle spielen, mich immer gefragt, warum ich sie in Normalgrösse besuche und im Ameisenformat wieder da herauskomme...;-)

    Als ich verstanden hatte, dass es narzisstisches Verhalten ist, dem ich ausgesetzt bin, habe ich versucht, mich derartig anzupassen, dass ich nicht immer Betroffene von Verbalattacken werde und es für mich nicht so anstrengend wird. Es ging nur dann, wenn ich möglichst nichts mehr gesagt habe und möglichst immer gesichtsloser wurde. Dann sind keine aggressiven Ausbrüche zu erwarten gewesen.

    Aber irgendwann habe ich mich dann gefragt: will ich das? Was habe ich denn von einem solchen Kontakt?

    Ein vernünftiges Gespräch war mit ihr nicht drin. Sie redete mit Jedem auf der Strasse, nur nicht mit mir, die direkt neben ihr ging.

    Ich habe 2017 sowohl zu ihr wie auch zu meiner Mutter, die immer zu ihr hielt (ich war "Die Böse") den Kontakt abgebrochen und seitdem ist mein Leben viel leichter geworden und ich habe mehr Selbstbewusstsein generieren können.

    Hier im Forum habe ich im Strang "Kontaktabbruch zur Herkunftsfamilie und wie es uns damit geht" viel gelesen und manchmal gepostet und gemerkt, wie viele Frauen gleiche oder ähnliche Erfahrungen in ihren Familien machen. Der Witz ist auch, wir hören alle die gleichen Sprüche: "Du bist viel zu empfindlich", "Das war doch nur Spass", "Das hast Du Dir nur eingebildet", "Du gehörst mal zum Psychiater"...

    Damals habe ich mich gefragt, wo finden eigentlich diese geheimen Konferenzen statt, wo die alle ihre Sprüche lernen????

    Meiner Meinung nach gibt es keine Lösung, ausser zu gehen. Es ist auch für mich traurig, da ich keinen Kontakt mehr zu meinen Neffen habe dadurch, und habe keine eigenen Kinder (worüber ich froh bin)

    Du wirst es nicht erreichen, Jemanden aus dem narzisstischen Gefüge zu ändern, denn daran haben "die Anderen" kein Interesse.

    In der stressigsten Zeit mit meiner ex-Familie hatte ich eine Autoimmunerkrankung entwickelt, die seitdem bis jetzt schubfrei geblieben ist. Ich bin sicher, das bekomme ich nie mehr.

    Mittlerweile ist für mich klar, dass ich mich nie mehr "so" behandeln lasse.

    Ich habe keine andere Empfehlung für Dich als zu gehen.

  3. Avatar von Simpleness2
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    AW: Narz*ssmus in der Familie und im Umkreis -- Depressionen / Verzweiflung

    Zitat Zitat von Sneek Beitrag anzeigen
    Wenn Du Abstand hältst, sollte es zu keiner Notsituation kommen.


    Wenn Du das nicht kannst, frag Dich warum. Evt. könnte es daran liegen, dass Du immer noch die Erwartung, Hoffnung hast, anerkannt, geliebt, wert geschätzt zu werden. Sich von dieser Illusion zu verabschieden ist schmerzhaft.
    Geändert von Simpleness2 (16.03.2019 um 18:02 Uhr)


  4. Registriert seit
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    AW: Narz*ssmus in der Familie und im Umkreis -- Depressionen / Verzweiflung

    Noch ein Gedanke:
    Ob es sich hier um Narzissmus handelt, wissen wir nicht.
    Ich finde, dass dieser Begriff mittlerweile inflationär für sämtliche Menschen benutzt wird, die in ihrem Verhalten herabsetzend, demütigend, provozierend, abwehrend, verletzend, etc sind.
    Von dieser "negativen Verhaltenspalette" muss es nicht immer Narzissmus sein- es gibt unzählige Verhaltensstrukturen, die so sein können.

    Vielleicht hilft dieses Etikett, eher eine eigene Handlung zu vollziehen. Sozusagen eine Rechtfertigung, dass man auch mal "nein und stop" sagt.

    Dabei spielt es gar keine Rolle, ob jemand Narzisst ist, eine leichte Form davon hat oder ganz anders einsortiert würde, wenn man nur genug Schubladen hat.

    Wichtig ist doch nur, dass man sich von KEINEM Menschen demütigen und herabsetzen lassen muss!
    Dass man Wert HAT und nicht davon abhängig, dass die Familie einen in den eigenen Kreis aufnimmt.

    Wichtig ist zu verstehen und zu erleben, dass man ALLEINE kann!
    Man braucht diesen- diese Menschen nicht.

    kurz: selbst, wenn die ganze Welt attestiert, dass der Mensch vor mir geistig der Gesündeste von allen ist-- wenn er MICH schlecht behandelt, dann habe ICH jedes Recht, zu gehen.


  5. Registriert seit
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    AW: Narz*ssmus in der Familie und im Umkreis -- Depressionen / Verzweiflung

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen

    Dabei spielt es gar keine Rolle, ob jemand Narzisst ist, eine leichte Form davon hat oder ganz anders einsortiert würde, wenn man nur genug Schubladen hat.

    Wichtig ist doch nur, dass man sich von KEINEM Menschen demütigen und herabsetzen lassen muss!
    Dass man Wert HAT und nicht davon abhängig, dass die Familie einen in den eigenen Kreis aufnimmt.

    So ist es!
    Wenn ich so behandelt werde gehe ich prinzipiell!


  6. Registriert seit
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    AW: Narz*ssmus in der Familie und im Umkreis -- Depressionen / Verzweiflung

    Zitat Zitat von Taraneh Beitrag anzeigen
    So ist es!
    Wenn ich so behandelt werde gehe ich prinzipiell!
    Wenn so einfach gehen möglich ist.


  7. Registriert seit
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    AW: Narz*ssmus in der Familie und im Umkreis -- Depressionen / Verzweiflung

    Das sowas einfach sein soll hab ich nicht gesagt, aber wenn man so sehr darunter leidet und davon schon depressiv wird, sollte man sich schon überlegen ob man sein Leben auf diese Art verschwenden will.


  8. Registriert seit
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    AW: Narz*ssmus in der Familie und im Umkreis -- Depressionen / Verzweiflung

    Wenn du in so ein System reingeboren wirst, empfindest du es als normal. Oft ist es gar nicht so einfach, zu erkennen, was los ist, wenn man durch Manipulation und dysfunktionale Strukturen geprägt wurde.


  9. Registriert seit
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    AW: Narz*ssmus in der Familie und im Umkreis -- Depressionen / Verzweiflung

    Ich weis.


  10. Registriert seit
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    AW: Narz*ssmus in der Familie und im Umkreis -- Depressionen / Verzweiflung

    Zitat Zitat von step3 Beitrag anzeigen
    Liebe Ahornblatt,
    ich habe lange versucht, den Kontakt zu meiner narzisstischen Schwester aufrecht zu halten. Ich habe mich, bevor ich über das Thema Narzissmus gelesen hatte und die Kommunikationsstrategien verstanden hatte, die dort eine Rolle spielen, mich immer gefragt, warum ich sie in Normalgrösse besuche und im Ameisenformat wieder da herauskomme...;-)

    Als ich verstanden hatte, dass es narzisstisches Verhalten ist, dem ich ausgesetzt bin, habe ich versucht, mich derartig anzupassen, dass ich nicht immer Betroffene von Verbalattacken werde und es für mich nicht so anstrengend wird. Es ging nur dann, wenn ich möglichst nichts mehr gesagt habe und möglichst immer gesichtsloser wurde. Dann sind keine aggressiven Ausbrüche zu erwarten gewesen.
    Bei mir ist es so, desto weniger ich sage, desto mehr wird provoziert, ...
    bzw... manchmal klappt es auch, aber die Verbalattacken sind dann ebenfalls "Z*cke" die ich mir dann geben muss...
    Aber irgendwann habe ich mich dann gefragt: will ich das? Was habe ich denn von einem solchen Kontakt?

    Ein vernünftiges Gespräch war mit ihr nicht drin. Sie redete mit Jedem auf der Strasse, nur nicht mit mir, die direkt neben ihr ging.

    Ich habe 2017 sowohl zu ihr wie auch zu meiner Mutter, die immer zu ihr hielt (ich war "Die Böse") den Kontakt abgebrochen und seitdem ist mein Leben viel leichter geworden und ich habe mehr Selbstbewusstsein generieren können.

    Hier im Forum habe ich im Strang "Kontaktabbruch zur Herkunftsfamilie und wie es uns damit geht" viel gelesen und manchmal gepostet und gemerkt, wie viele Frauen gleiche oder ähnliche Erfahrungen in ihren Familien machen. Der Witz ist auch, wir hören alle die gleichen Sprüche: "Du bist viel zu empfindlich", "Das war doch nur Spass", "Das hast Du Dir nur eingebildet", "Du gehörst mal zum Psychiater"...
    Genau diesen Sprüche!!! "Du verstehst doch überhaupt kein spaß, sei nicht immer so negativ, du bist überempfindlich, keiner ist so wie du! Dieses Verhalten solltest du mal langsam ändern, du bist doch keine 15 mehr.. du benimmst dich wie 15... mein gott da steht man doch drüber...

    alles gehört...
    ps. danke für den Tipp mit dem Strang!

    Damals habe ich mich gefragt, wo finden eigentlich diese geheimen Konferenzen statt, wo die alle ihre Sprüche lernen????
    ganz genau!!!! das frage ich mich auch!!

    Meiner Meinung nach gibt es keine Lösung, ausser zu gehen. Es ist auch für mich traurig, da ich keinen Kontakt mehr zu meinen Neffen habe dadurch, und habe keine eigenen Kinder (worüber ich froh bin)

    Du wirst es nicht erreichen, Jemanden aus dem narzisstischen Gefüge zu ändern, denn daran haben "die Anderen" kein Interesse.

    In der stressigsten Zeit mit meiner ex-Familie hatte ich eine Autoimmunerkrankung entwickelt, die seitdem bis jetzt schubfrei geblieben ist. Ich bin sicher, das bekomme ich nie mehr.

    Mittlerweile ist für mich klar, dass ich mich nie mehr "so" behandeln lasse.

    Ich habe keine andere Empfehlung für Dich als zu gehen.
    Hallo step3
    ich kann dich sehr gut verstehen... deine Geschichte klingt ähnlich... irgendwie hat es immerwieder die gleichen Muster... früher dachte ich auch, man muss dadrüber stehen usw.. und konnte das noch leichter abstreifen , aber desto älter ich werde, desto mehr kränkt/verletzt es mich und desto intensiver, gleichgültiger und herablassender wird auch das Verhalten der Narz*ssten. Ich bin auch jmd. der es sehr schade findet.. wenn so die ganze Familie auseinanderbricht und das schlechte Gewissen bleibt natürlich, wenn ich in no-contact gehe..

    darf ich fragen was diese Autoimmunkrankheit war/ist? Ich habe nämlich auch seit einiger Zeit gesundheitlich zu kämpfen (ohne dass mir ein Arzt helfen kann).

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