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  1. Registriert seit
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    AW: PTBS, Christopher Robin, wie mit ihm reden?

    Wo wäre dann der Vorteil gegenüber einem Fachbuch zu lesen? I h brauch ehrlich gesagt bei einigen intimen Fragen Hilfe.


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    AW: PTBS, Christopher Robin, wie mit ihm reden?

    Zitat Zitat von LovePink Beitrag anzeigen
    Wo wäre dann der Vorteil gegenüber einem Fachbuch zu lesen? I h brauch ehrlich gesagt bei einigen intimen Fragen Hilfe.
    Na- du beantwortest deine Frage doch schon selbst!
    Es gibt Fragen, die in einem Fachbuch eben nicht beantwortet werden.

    Ich muss zugeben, dass mich diese Frage irritiert- wenn deine Waschmaschine defekt ist- liest du dann auch erst ein Fachbuch oder suchst andere Betroffene auf- oder gehst du zu einem Fachmann?

    Da kannst du ja froh sein, dass dein Mann offenbar eine andere Einstellung zum Thema "Fachkraft" hat- denn sonst wäre der ganz sicher noch nicht bei einem Therapeuten.

    Mich erinnert das an einen Satz von Goethe:
    "Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart"

    Du MUSST überhaupt nichts- du DARFST die Chance nutzen, zu einem/r Fachmann/-frau zu gehen und für dich und deinen Mann das Leben zu verbessern!

    Es sollte dir aber auch klar sein, bei soviel Zweifeln und Gegenwehr (vielleicht auch schon Aversion)- würde ich mir den Gang zu einem Fachmann sparen, denn von "solchen Menschen" nehmen wir nur schwerlich etwas an.
    Es wäre schade, diese Chance dann so zu vergeben.

    Für UNS machst du das nicht- wir sind schon nach dem Lesen hier wieder verschwunden.
    Wenn, dann machst du das NUR für dich, für euch......
    Was dich offenbar so von einem Informations-Gespräch abhält- ist sicherlich auch ein Gedanke wert- wenn man bedenkt, dass es nur helfen kann und es dennoch soviele Fragezeichen gibt!

  3. Moderation Avatar von Sternenfliegerin
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    AW: PTBS, Christopher Robin, wie mit ihm reden?

    Guten Morgen,

    ich schließe mich Kenzias für mich sehr gutem, zutreffendem Post von heute morgen an und muß sagen, daß mich Deine Haltung, LovePink, ziemlich befremdet.
    Zitat Zitat von LovePink Beitrag anzeigen
    Ich muss mir nochmal überlegen, ob ich mich vom „Fachmann“ beraten lasse... aber ich muss sagen, dass ich eigentlich, die Gespräche mit den anderen Frauen von Betroffenen sehr gut finde, weil sie auch oft schon in einer ähnlichen Situation waren oder ein ähnliches Problem hatten.
    Irgendwie vermischt Du hier sehr die Ebenen.

    Natürlich kann es für Dich hilfreich und entlastend sein, mit den Angehörigen anderer Betroffener zu sprechen,
    aber ein wirkliches Verständnis (falls überhaupt) für die Situation und Krankheit Deines Mannes wirst Du nur aufbauen können, wenn Du Dich mit einem wirklichen Fachmann darüber austauschst.

    Ein weiteres Beispiel, das es Dir vielleicht besser verdeutlicht.
    Wäre jemand an Krebs erkrankt, dann würde ein Austausch mit betroffenen Familien und Angehörigen insofern helfen, daß man sich ein bißchen besser in die emotionale und vielleicht auch organisatorische Ebene einer solchen Erkrankung einfindet und ja, das ist natürlich gut und hilfreich, soweit stimmen wir alle überein.

    Trotzdem weiß man dann aber immer noch nichts über genau die Krankheit eines Betroffenen,
    darüber und wie man am besten damit umgeht und dem Patienten am besten zur Seite stehen kann, kann nur das Team informieren, das den Patienten kennt und betreut.

    Einiges an Hilfreichem läßt sich verallgemeinern, anderes nicht.
    Du würdest doch wohl kaum auf dem Standpunkt beharren, daß nur ein Austausch mit anderen Angehörigen dann hilfreich wäre, sondern man würde sich wohl auch von Ärzten Infos und Gespräche wünschen, um die Situation und Erkrankung so gut es geht zu verstehen zu lernen.

    Indem Du Dich bisher so sehr gegen den Gedanken sträubst, mit Fachleuten darüber zu sprechen- für Dich, damit Du das alles besser verstehst und damit Deinem Mann mehr helfen könntest als bisher durch eher sinnlose, teilweise vielleicht sogar schädliche, wenn auch lieb gemeinte, laienhafte Interventionsversuche.

    Um nochmal auf den Strang-Titel zu kommen, ich kannte den Fim nicht, daher hatte ich mich ja informiert, aber allein im Lesen der Wiki-Infos war für mich klar, daß das eher kein sinnvoller oder gut geeigneter Film für jemanden mit einer PTBS ist, auch wenn da ein Kinderfilm-Label drauf ist.
    Trotzdem fiel Eure Wahl darauf- das ist für mich sozusagen symptomatisch.

    Gut gemeint ist nicht gut gemacht.

    Du negierst mit Deiner Haltung letztlich die auch für Dich hilfreiche Fachkompetenz von Menschen - und ich frage mich wirklich, woher so eine, sorry für das deutliche Wort, bornierte Haltung kommt.

    Ich finde eigentlich, dass ich das meiste nicht mit Außenstehenden besprechen möchte. Ich bespreche es jetzt mit euch und habe es auch mit anderen Außenstehenden im Internet besprochen, aber das ist etwas anderes, weil ihr mich nicht persönlich mit Namen kennt.
    Ich bin dazu erzogen loyal zu sein und ich käme mir illoyal vor, sehr persönliche Dinge von Mr. Pink einem Außenstehenden mitzuteilen.
    Deine Kinder hast Du ohne Hilfe von Hebammen und Ärtzen bekommen?!
    Wie intim ist erst ein nackter Körper, der ein Kind gebärt.

    Nur dann wäre Deinee obige Haltung wirklich konsequent und damit auch für mich akzeptabel.
    Hat ein Arzt etwa Deinen Unterleib gesehen?!


    Nochmals sorry für meine Vehemenz, aber ich bin einfach so irritiert, wie jemand so mit zweierlei Maß messen kann und das Offensichtliche nicht sieht.

    Die Situation Deines Mannes ist für alle Nichtbetroffenen nur mit Hilfe von soviel fachlich fundierter Kenntnis wie möglich halbwegs nachvollzieh- und verstehbar und nur dann so gut wie möglich händelbar.

    Mr. Pink und ich sind schon einige Male zu großer, geselliger Runde eingeladen worden, aber das ist schwierig... Mr. Pink ist eigentlich total gesellig. Ich glaube Mr. Pink sehnt sich danach hier ein Teil der Gemeinschaft zu werden, aber es ist für ihn ein bisschen schwierig mit großer geselliger Runde in einer Location, die er nicht kennt mit Leuten, die er noch nicht kennt... wenn er sich seinen Sitzplatz nicht aussuchen kann, eventuell laute Musik, eventuell irgendwelche Lichteffeckte im Festzelt. Das ist manchmal schwierig für Mr. Pink und ich komme mir komisch vor, wenn alle mit ihren Männern gehen, nur ich nicht.
    Was Du hier beschreibst, dafür muß man nichtmal eine PTBS haben, das mögen viele Menschen nicht.


    Es ist schön, daß Du Deinem Mann helfen willst und ihm beistehst, meine Hochachtung, aber ich habe das Gefühl, Du muß überhaupt erst lernen, wo und wie Du ihm wirklich helfen kannst und dafür braucht es auch meiner Meinung nach soviel fundiertes Verstehen wie möglich, was man sich in Gesprächen als Laie besser aneignen kann als durch Fachbücher.
    I don´t know where I´m going- but I´m on my way... Carl Sagan

    Vielleicht geht es auf dem Weg gar nicht darum, irgendwas zu werden.
    Vielleicht geht es darum, alles abzuwerfen, was wir nicht sind,
    so daß wir das sein können, wofür wir bestimmt sind.
    Paulo Coelho



    Moderatorin in den Foren: Beziehung im Alltag und Der "gebrauchte" Mann- ansonsten normale Nutzerin
    Geändert von Sternenfliegerin (18.01.2019 um 07:55 Uhr)

  4. Avatar von Tatra
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    AW: PTBS, Christopher Robin, wie mit ihm reden?

    Letztendlich tust du genau das was du deinem Mann in gewisser Weise vorwirfst, du möchtest Hilfe nicht annehmen, du möchtest nicht reden. Nur, dass du nicht willst und dein Mann nicht kann. Mich würde dieses ständige im Raum stehen deines Anspruchs darüber zu reden an Stelle deines Mannes sehr zusätzlich belasten.

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