+ Antworten
Seite 8 von 8 ErsteErste ... 678
Ergebnis 71 bis 80 von 80

  1. Registriert seit
    15.06.2007
    Beiträge
    6.098

    AW: PTBS, Christopher Robin, wie mit ihm reden?

    Zitat Zitat von allesch Beitrag anzeigen
    Erstens zu Kenzia - ich bin auch der Meinung, wie du, daß ein Therapeut der seinen Beruf nicht verfehlt hat nicht mit Angehörigen reden wird - ABER der Patient kann trotzdem das Vertrauen verlieren.
    Das kann sein, stimmt. Und vielleicht wäre auch eine ganz klare Ansage an den Mann nicht genug "ich will meine Fragen klären, die ich hier im Forum hatte".

    Es könnte auch sein, dass der Mann sehr froh wäre, wenn die eigene Frau mit den Versuchen- ihn zum Reden zu bringen- aufhört und das, weil der eigene Therapeut erklärt hat. (und nochmal: ich rede von generell und nicht speziell auf den Patienten bezogen).

    Mein Gedanke war, dass die Fragen der TE- die offenbar für sie nicht beantwortet werden- vielleicht vom Therapeuten beantwortet werden kann.
    Der vorhandene Therapeut schien mir das Nächstliegendste (einfachste, denn wie komme ich bei einem fremden Therapeut zu so einem Gespräch? oder wieviel Aufwand wäre es, mich bei einer Klinik zu einem Gespräch zu melden?)

    und eine Frage:
    Zitat Zitat von allesch Beitrag anzeigen
    der Fachmann für eine PTBS ist nicht der Psyc hiater - das ist der Betroffene.
    Zitat Zitat von allesch Beitrag anzeigen
    Ich habe mal ein ganz tolles Buch einer Betroffenen gelesen, die so rund einem halben Dutzend Thereputen ein ganz schlechtes Zeugnis auststellen musste.

    Also auch Fachleute können sich - trotz Studium - trotz fAchaufbildung trotz Supervision sagen wirs mal so - daneben benehmen.

    Die hat gesagt, ihr hätten die Psychiater -Mist erzählt - sie sei durch Gespräche mit ihrem Freund besser klargekommen. Also - auch sie hat Arbeit investiert um rauszukommen. Sich selbst Therapieren ist nicht identisch mit Resilent.

    dann waren das nicht die Therapeuten die geholfen haben sonder der Zufall,
    Was genau sollen diese Auflistungen denn jetzt der TE sagen?

    So richtig kann ich diese Auflistung gerade nicht verstehen.

    Natürlich gibts Therapeuten, die nicht helfen-natürlich gibts frei-therapeutische Situationen oder Momente, die in einem Menschen viel bewegen können.
    Und jeder, der sich mit Trauma beliest, wird lesen, dass nicht jedes Trauma eine Therapie braucht.
    Was soll das jetzt der TE sagen? Das der Therapeut doch nicht so wichtig ist?
    Das sie mit ihren Versuchen- ihn zum Reden zu bringen- vielleicht doch absolut richtig ist?
    Man sich besser nicht auf Therapeuten verlässt?

    Ich gehe davon aus, dass der Mann der TE beim Therapeuten in guten Händen ist (zumindest ist er nicht ganz alleine). Um den mache ich mir somit gar keine Gedanken.
    Gedanken habe ich mir um die TE gemacht, die nach Unterstützung gefragt hat und die scheinbar nicht ganz verstanden hat, warum dieses Auffordern weniger gut ist.
    Dann dorthin zu weisen, wo man von "Ahnung" ausgehen kann- Therapeut oder Traumaklinik- finde ich stimmig. Es geht doch gerade nur um reine Information, wie man mit traumatisierten Menschen umgehen sollte (oder nicht).

    Mehr als Ideen und Gedanken mitgeben, können wir doch sowieso nicht.


  2. Registriert seit
    25.12.2018
    Beiträge
    51

    AW: PTBS, Christopher Robin, wie mit ihm reden?

    Guten Abend,

    Ich muss mir nochmal überlegen, ob ich mich vom „Fachmann“ beraten lasse... aber ich muss sagen, dass ich eigentlich, die Gespräche mit den anderen Frauen von Betroffenen sehr gut finde, weil sie auch oft schon in einer ähnlichen Situation waren oder ein ähnliches Problem hatten.
    Ich finde eigentlich, dass ich das meiste nicht mit Außenstehenden besprechen möchte. Ich bespreche es jetzt mit euch und habe es auch mit anderen Außenstehenden im Internet besprochen, aber das ist etwas anderes, weil ihr mich nicht persönlich mit Namen kennt.
    Ich bin dazu erzogen loyal zu sein und ich käme mir illoyal vor, sehr persönliche Dinge von Mr. Pink einem Außenstehenden mitzuteilen.

    Zudem ist die Beratung in Berlin - beziehungsweise war es damals - ich glaube, dass sich das nicht geändert hat. Ich wohne ziemlich weit von Betlin weg.

    Zu unserem Wohnort: Ich habe schon ein paar andere Mamis kennengelernt, mit deren Kindern unsere regelmäßig Playdates haben. Wir machen währenddessen Smalltalk... aber ich würde es nicht als echte Freundschafft bezeichnen, es ist dieser typische Smalltalk über kindgerechte Kochrezepte, Mitwachshosen nähen, Allergien und so weiter. Es ist nicht so auf der persönlichen Ebene. Ich bin deutlich jünger als die Anderen. Ich habe auch einen andern Lebensstil, weil ich viel und gerne Outdoor und was mit Tieren mache. Obwohl es hier ländlich ist, machen viele das nicht... andere wiederum schon, aber die habe ich noch nicht persönlich kennen gelernt... die trifft man dann zum Beispiel mit den Hunden, aber es ergibt sich keine Freundschaft daraus.

    Mr. Pink und ich sind schon einige Male zu großer, geselliger Runde eingeladen worden, aber das ist schwierig... Mr. Pink ist eigentlich total gesellig. Ich glaube Mr. Pink sehnt sich danach hier ein Teil der Gemeinschaft zu werden, aber es ist für ihn ein bisschen schwierig mit großer geselliger Runde in einer Location, die er nicht kennt mit Leuten, die er noch nicht kennt... wenn er sich seinen Sitzplatz nicht aussuchen kann, eventuell laute Musik, eventuell irgendwelche Lichteffeckte im Festzelt. Das ist manchmal schwierig für Mr. Pink und ich komme mir komisch vor, wenn alle mit ihren Männern gehen, nur ich nicht.


  3. Registriert seit
    21.04.2014
    Beiträge
    9.183

    AW: PTBS, Christopher Robin, wie mit ihm reden?

    Die Alternative ist, dass du auch nicht aus dem Haus kommst...


  4. Registriert seit
    25.12.2018
    Beiträge
    51

    AW: PTBS, Christopher Robin, wie mit ihm reden?

    Ganz ehrlich glaube ich, dass die Leute jetzt schon komisch gucken, weil ich bei diesen Gelegenheiten zu oft allein bin.


  5. Registriert seit
    15.06.2007
    Beiträge
    6.098

    AW: PTBS, Christopher Robin, wie mit ihm reden?

    Zitat Zitat von LovePink Beitrag anzeigen
    Ich muss mir nochmal überlegen, ob ich mich vom „Fachmann“ beraten lasse...
    Wieso setzt du "Fachmann" in Fragezeichen?

    Zitat Zitat von LovePink Beitrag anzeigen
    Ich bin dazu erzogen loyal zu sein und ich käme mir illoyal vor, sehr persönliche Dinge von Mr. Pink einem Außenstehenden mitzuteilen.
    Wie wäre es, wenn du das mit deinem Mann besprichst?
    Vielleicht würde er serh gerne auf deine Art von Loyalität verzichten, wenn es dadurch einen besseren Umgang mit seiner Krankheit geben könnte!?
    Wenn deine Loyalität soweit geht, dass du keinen Trauma-Therapeuten aufsuchen würdest- um wichtige Grundinformationen zu erhalten- wäre für mich der Zeitpunkt, diese Loyalität zu hinterfragen, denn sie hindert mehr als sie nützt.

    Zitat Zitat von LovePink Beitrag anzeigen
    Ich glaube Mr. Pink sehnt sich danach hier ein Teil der Gemeinschaft zu werden,
    Statt zu glauben, frage ihn und rede mit ihm- evtl ist es für ihn überhaupt kein Thema (mit seinem Hintergrund)
    Zitat Zitat von LovePink Beitrag anzeigen
    Das ist manchmal schwierig für Mr. Pink und ich komme mir komisch vor, wenn alle mit ihren Männern gehen, nur ich nicht.
    Ist es schwierig für Mr. Pink oder glaubst du nur, das es schwierig ist? Du scheinst es nciht genau zu wissen.
    Vor lauter "ich denke, ich meine, ich glaube" entwickeln sich ruckzuck neue Probleme, die letztlich gar nicht existieren.

    Wenn es für dich komisch ist, das dein Mann selten dabei ist- dann musst du für dich sehen, was du machst.
    Würde dein Mann als Manager 80h die Woche arbeiten und wäre für Freizeit zu müde- wäre dein Allein-gehen sicher weniger schlimm, oder?
    Ich wäre sehr vorsichtig, denn so züchtet man sich schnell neue Probleme.

    Wenn die Kontakte alle locker sind und nicht in die Tiefe gehen- ist es doch genau genommen für euch perfekt!


  6. Registriert seit
    15.06.2007
    Beiträge
    6.098

    AW: PTBS, Christopher Robin, wie mit ihm reden?

    Zitat Zitat von LovePink Beitrag anzeigen
    Ganz ehrlich glaube ich, dass die Leute jetzt schon komisch gucken, weil ich bei diesen Gelegenheiten zu oft allein bin.
    Ups- da haben wir es schon!
    Du hast schon die Überzeugung in dir.......!


  7. Registriert seit
    21.04.2014
    Beiträge
    9.183

    AW: PTBS, Christopher Robin, wie mit ihm reden?

    Generell ist die Idee mit einem Fachmann zu sprechen nicht so falsch - wenn du nicht "Interna" vom Therapeuten deines Mannes erwartest.

    Du kannst für dich selbst, am besten bei einem anderen Therapeuten, Unterstützung holen um besser mit der Gesamtsituation klarzukommen.

    Wobei es eigentlich üblich ist, dass der behandelnde Arzt des Patienten ab und an sog. Angehörigengespräche führt. Zusammen mit dem Patienten natürlich.
    Da wäre dann Raum und Gelegenheit für dich, deine ganzen Fragen und Gedanken anzubringen.

    Ich kenne es so, dass man als Patient auch auf diese Möglichkeit hingewiesen wird, der Patient muss nämlich sagen "Ich möchte ein Angehörigengespräch".


  8. Registriert seit
    19.09.2018
    Beiträge
    28

    AW: PTBS, Christopher Robin, wie mit ihm reden?

    Zitat Zitat von kaffeesahne Beitrag anzeigen

    ... und ich freu mich für mich, das so zu lesen. Ein Positiv-Beispiel!
    Ich bin unbefristet berentet, und es dauert schon sehr lange. Aber: das ist nicht der Plan.
    Liebe Kaffeesahne,

    ich bin gerade sehr sprachlos über die Parallellen in unseren Leben.
    Mehr kann ich momentan nicht sagen, mich triggert dieser ganze Strang hier sehr.

    Aber vielleicht darf ich das hier:

    herzlich

    Schwammerl


  9. Registriert seit
    25.12.2018
    Beiträge
    51

    AW: PTBS, Christopher Robin, wie mit ihm reden?

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Statt zu glauben, frage ihn und rede mit ihm- evtl ist es für ihn überhaupt kein Thema (mit seinem Hintergrund)

    Ist es schwierig für Mr. Pink oder glaubst du nur, das es schwierig ist? Du scheinst es nciht genau zu wissen.
    Vor lauter "ich denke, ich meine, ich glaube" entwickeln sich ruckzuck neue Probleme, die letztlich gar nicht existieren.
    Wie gesagt ist es für Mr. Pink schwierig über die Dinge zu sprechen. Ich bin sicher: Er würde es so gerne besprechen, aber er kann nicht. Er schafft es nicht die Worte zu finden, stottert.

    Ich weiß aber, das Mr. Pink häufig Bemerkungen macht wie „Man fühlt sich so ausgeschlossen“ oder „Man fühlt sich als ob man nicht dazu gehört, wenn alle bei dem Martinsfeuer sind, nur man selbst nicht“... aber er konnte dann nicht weiter darüber reden.

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Wenn die Kontakte alle locker sind und nicht in die Tiefe gehen- ist es doch genau genommen für euch perfekt!
    Nein, eigentlich gar nicht. Wirklich nicht.


  10. Registriert seit
    02.08.2006
    Beiträge
    1.514

    AW: PTBS, Christopher Robin, wie mit ihm reden?

    @schwammerl:
    Kopf hoch!

    LovePink,
    Die Begleitung von Angehörigen, von der ich erzählt bekommen habe, hat eher die Ausrichtung, das DU begleitest würdest,
    nicht, das du intimes Preisgeben müsstest.
    Es geht darum, dir Fachwissen über die Krankheit (nicht über deinen Mann!) an die Hand zu geben, dich zu bestärken, wo du dich schützen solltest/ könntest usw.

    Das wollte ich dir vorschlagen.

    Es gibt auch Gespräche vom Behandler deines Mannes mit dir. Das soll dann eher seiner Therapie dienen.
    Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem andern zu!
    Geändert von kaffeesahne (16.01.2019 um 01:52 Uhr)

+ Antworten
Seite 8 von 8 ErsteErste ... 678

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •