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  1. Registriert seit
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    AW: Depressionen beim Partner und ich kann nicht mehr

    Krankheitsgewinn hin oder her ...
    wer noch niemals eine "echte Depression" hatte, weiss auch nicht, wie sich das anfühlt oder anfühlen könnte, wenn der Depressive überhaupt noch was fühlt ...

    Ich bin ebenfalls depressiv und würde es keinem Menschen zumuten, mit mir zusammenleben zu müssen ...
    das ist mir in all den Depressionsphasen bewusst geworden.
    Allein komme ich ganz gut mit mir zurecht ...ist noch jemand da für länger als 3 Tage, werden die Depressionen übermächtig und ich bin kaum zu ertragen ...schon gar nicht, wenn jemand mir dann sagt, was ich machen soll, damit es mir "besser" geht.

    Ich bin auch Krankenschwester gewesen ...die Depressionen hab ich früher unterschätzt,
    erst als ich sie selbst in unermesslich starker Form erfuhr und leben musste, wusste ich, wie sich Depression anfühlt ...
    Die Depressionen, die mich jetzt gefangen halten, sind für mich erträglich ...für andere nicht ...und das ist auch gut so.
    Es ist immer JETZT

  2. Avatar von schafwolle
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    AW: Depressionen beim Partner und ich kann nicht mehr

    Zitat Zitat von Dine2011 Beitrag anzeigen
    Hallo, ich bin inzwischen selber krank .. ja. Ich leide unter einem massiven Erschöpfungszustand. Alleinerziehende Mami..
    Ich denke, Du selbst weißt inzwischen ganz gut, dass nur eine Trennung
    das Dilemma beenden kann.

    Es wundert mich, dass Du es hinnimmst, Dein Kind mittlerweile drei (!) Jahre
    dieser Situation ausgesetzt zu haben. Das geht gar nicht.

    Warum haben denn die bisherigen Klinikaufenthalte bei Deinem Partner
    überhaupt nichts bewirkt? Wie lautet denn der ärztliche Rat?

    Das Damoklesschwert "Suizid" hängt wohl wie eine schwarze Wolke über
    Deinem eigenen Leben mittlerweile. Das ist schlimm, wenn Du sagst, dass
    es sich hier um ein tägliches (!!) Thema handelt.

    Was gäbe es für eine Lösung wegen der Firma?


  3. Registriert seit
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    AW: Depressionen beim Partner und ich kann nicht mehr

    Hallo, ich kenne Depression auch „von innen“, war auch schon in einer schweren Phase stationär, und ich habe erfahren, dass mir eine gute Therapie aus Medikation und Gesprächstherapie helfen konnte, wieder gesund zu werden.
    Aber das ist natürlich sehr individuell, ich habe während der Zeit auch viele Mitpatienten in wesentlich stärker festgefahrenen Zuständen erlebt, wie es denen heute geht, weiß ich nicht.
    ( ich schreibe noch weiter, schicke den Beitrag aber mal ab, ich tippe am Handy und das System schmeißt mich immer schnell raus...)


  4. Registriert seit
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    AW: Depressionen beim Partner und ich kann nicht mehr

    Jedenfalls hat sich die Depression bei mir so ausgewirkt, dass ein vernünftiges Gespräch mit mir auch nicht möglich war...ich war so mit mir beschäftigt, ich hatte null Energie mich um Mann und Kinder und Geschäft ( bin auch selbstständig) zu kümmern.

    Es muss schrecklich für dich sein!
    Egal ob die Krankheit schuld ist oder die hier vermutete Lethargie deines Mannes.

    Das du darüber verwundert bist, dass hier alle zur Trennung raten, interpretiere ich so, dass du aus Verantwortungsgefühl diesen Trennungs-Wunsch nicht zulässt, obwohl er mehr als legitim ist.

    Es ist ein erster Schritt sich selbst diesen Wunsch einzugestehen. Und sollten da Gewissensbisse auftreten, die als solche wahrzunehmen, das „ehrt dich“... Du solltest aber an dieser Stelle, den Gedanken nicht deshalb aufgeben, sonst entsteht diese quälende Unfreiheit, in der deine Selbstverantwortung mit der Verantwortung für deinen Mann ringt.

    Wie du dann konkret handelst, kann sich ergeben, wenn du etwas befreiter denken kannst.

  5. Inaktiver User

    AW: Depressionen beim Partner und ich kann nicht mehr

    Dine, die Diskussionen um Krankheitsgewinn, Ursachen usw. sind müßig. Du mußt und kannst die Verantwortung abgeben, nicht nur in deinem Interesse und dem deines Kindes, sondern auch in seinem. Du bietest ihm den Rahmen, in dem er verharren kann, statt selbst aktiv zu werden.

    Du fragtest, wo er denn hin soll? Wo ginge er hin, wenn es dich nicht gäbe?

    Ob Trennung oder nicht ist aktuell für dich nicht zu entscheiden. Nimm Kontakt mit der Klinik auf, teile mit, daß du dich räumlich trennen mußt weil du die Verantwortung für ihn nicht mehr übernehmen wirst und bitte um weitere Unterstützung bei der Umsetzung, sei es bei der Aufnahme in vollstationäre Versorgung oder betreutes Wohnen oder was auch immer. Setze ihm und dir einen Termin, wann er umgezogen sein muß.

    Gib ihm die Hilfestellung, die Verantwortung für seinen weiteren Weg selbst zu übernehmen, und dann laß los.


  6. Registriert seit
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    AW: Depressionen beim Partner und ich kann nicht mehr

    Hallo zusammen,
    Es geht auch nicht um das Thema Krankheitsgewinn.
    Warum ich mich noch nicht getrennt habe war eine der Fragen.
    Ich glaube weil es alles so verstrickt ist .. weil ich so verstrickt bin.
    Als ich meinen Mann kennenlernte hätte ich niemals geglaubt das Depressionen ein Thema sein könnten. Im Gegenteil. Er war lustig und hatte Humor. Er war ein Mann auf Augenhöhe und wir haben gute Gespräche geführt.
    Im Nachhinein ist mir klar geworden das er damals schon Depressionen hatte die er mit Substanzen „ weggedrückt „ hat., um weiter zu funktionieren.
    Er zog bei uns ein und das ganze Ausmaß wurde sichtbar . Ich war damals sehr klar und sehr deutlich.
    Er machte einen Entzug und seitdem lebt er abstinent.
    Es starb ein Elternteil überraschend ., Job gekündigt..
    Ich dachte einfach er hat eine schwere Zeit. Burnout.
    Also übernahm ich mehr und mehr.
    Nachlass .. Firma.. Post.

    Heute bin ich maximal erschöpft und belastet . Nehmen jemanden zu leben der immer schweigt.. in seiner Welt lebt.
    Niemand der verlässlich da ist.
    Und immer die schwarze Wolke aus Depressionen wenn man das Haus betritt.

    Warum es mir dennoch schwer fällt ?

    Er ist ein lieber Mensch im Herzen.
    Er ist schwer krank und brauch eigentlich mehr Hilfe von Ärzten .. Therapeuten etc.
    Und er hat tatsächlich niemanden mehr.
    Keine Freunde, keine Familie.
    Moralisch könnte ich niemals damit leben wenn er sich das Leben nehmen würde.
    Auch wenn ich weiß das ich niemanden abhalten kann., aber ich möchte auch nicht der letzte Tropfen sein.


  7. Registriert seit
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    AW: Depressionen beim Partner und ich kann nicht mehr

    Hallo Dine,
    ich habe jetzt nicht den ganzen Thread durchgelesen sondern fange einfach mal mit deinem letzen Beitrag an:
    Daraus kommt für mich eine Frage: Wie kann es dir besser gehen? Daraus die zweite Frage, wo - wie kann die BriCom Ideen dafür produzieren ?

    Es ist ein moralisch-ethisches Dilemma. Du fürchtest, wenn du dich von ihm abwendest, dann begeht er Suizid. Und du sagst. er bräuche mehr Hilfe von Ärzten und Therapeuten.

    Wäre er vielleicht auf einer akuten psychistrischen Station besser aufgehoben, wie in der Tagesklinik? Dort wäre er 24-7 betreut, in der Tagesklinik nur 8 Stunden oder so an sieben Tagen. Und eigentlich - so wie du seine momentane Lage beschreibst - ist er gar nicht mehr fähig, irgendeinan Alltag zu haben- bewältigen. Ist das nicht die Voraussetzung für eine Tagesklinik ??

    Hast Du schon die Telefonseelsorge angerufen ? Die sind auch für so jemand wie Du in deiner Situation da. Einfach mal reden - zeitnahe ohne Wartezeiten. Oder gibt es sonst irgendwo ein Angebot - ich weiss nicht, ob die Dejpressionshilfe für sowas zuständig ist - wo man immer wieder anrufen kann. Oder - vielleicht in eien Selbsthilfegruppe von Angehörigen, die jemand durchSuizid verloren haben. Damit treibst du niemand in den Selbstmord - aber das ist eine Forum, in dem du über die unberechtigten aber dennoch vorhandenen Schuldgefühle reden kannst. - Vielleicht.

    Die Abgrenzung ist wichtig - für dich. Schaffst du es zeitlich, jeden Tag mit deinem Kind etwas zu tun - Schwimmbad gehen - Spaziergang - Kino - Sjielplatz- wo ihr beide zwei Stunden raus aus dem Haus seid und was - jetzt ein Etikettenbegriff - "Schönes macht ?"

    Lässt sich die Hausarbeit vereinfachen - Putzfrau - convenience Produkte - kein Mensch stirbt von Fertigpizza -???

    Auch wenn Weihnachten ist - ich will nochmals auf den Flugbegleitersatz hinweisen: Liebe Eltern - wenn die Luft in der Kabine ungenießbar wird - dann setzen sie sich zuerst die Sauerstoffmaske auf - erst danach setzen sie ihrem Kind die Maske auf. Du bist überlastet. Dein Erste Aktion muss es sein nach Entlastung zu suchen.

    Mögicherweise wird er Suizid begehen - das hast du nicht in der Hand und das ist keine Schuld die dann entstehen würde. Weiss eigentlich das System Tagesklinik - die ärzte- Therapeuten- Beschäftigeungtherapeuten und alles - dass er suizidgefährdet ist ?

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