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  1. Registriert seit
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    Depression und Atemapnoe

    Hallo zusammen,

    Ich kämpfe seit mehreren Jahren mit Depressionen. Früher immer nur kurzweilig, seit Februar diesen Jahres wurde es heftig.
    Über mehrere Tage Antriebslosigkeit, sehr dunkle Gedanken, panische Angstattacken, Decke starren, das ganze Programm halt.
    Ich suchte Hilfe in einer psychiatrischen Notaufnahme - Fehlanzeige, dann Psychologin in Österreich, die meinte, Überlastungs Depression festgestellt zu haben, dann Hormonspezialistin, die nichts Aufregendes fand und zuletzt Schlaflabor, wo 35 Atemaussetzer pro Stunde festgestellt wurden, sogleich Atemapnoe diagnotiziert wurde und die Depressionen darauf zurückzuführen seien.
    In der Tat habe ich keine Tiefschlafphase und lt Schlafaufzeichnungen pro Nacht zwischen 2 Stunden und 4 Stunden Schlaf. Das bestätigt mir auch mein Fitbit Armband.

    Ich habe nun seit 2 Monaten ein Atemgerät von Löwenstein medical. Ich habe das Gefühl, dass es nichts bringt.
    Seit gut einer Woche bin ich wieder in einer heftige Depressionsphase.
    Hat jemand ein ähnliches Problem? Depressionen aufgrund Schlafmangel ist plausibel. Gibt es andere Möglichkeiten aus dieser Schlafapnoe zu kommen?
    Ich habe das Gerät geleast und kann es jederzeit zurückgeben, oder ist es möglich, dass sich erst nach längerem Gebrauch Erfolg einstellt?

    Vielen Dank im Voraus für Tipps.
    Geändert von LoveLover (09.10.2018 um 21:48 Uhr)


  2. Registriert seit
    03.12.2014
    Beiträge
    152

    AW: Depression und Atemapnoe

    Ich bin selbst nicht betroffen, aber mein Ex war Schlafapnoiker. Insofern Wissen aus zweiter Hand, aber: Eigentlich sollte sich eine Verbesserung der Schlafqualität / Erholtheit am Morgen recht schnell bemerkbar machen. Binnen Tagen oder zumindest binnen weniger Wochen. Wenn du denn bereits das richtige Gerät hast. Bzw. die richtige Einstellung am Gerät. Bzw. die (für dich individuell passende) richtige Maske dazu. Bis zu einem Abklingen der Depression kann es dann trotzdem noch etwas dauern (Depressionen können sich verfestigen / verselbstständigen, je länger man sie hat desto eher). Nichtsdestotrotz: Eine Verbesserung im Allgemeinbefinden sollte mit dem passenden Gerät vorhanden und deutlich spürbar sein. Du sagst hingegen klar dass du das Gefühl hast, dass dir das Gerät bis jetzt nichts gebracht hat. Dann würde ich da an deiner Stelle schnell auf Austausch / weitere Schritte zu Anpassung dringen. Evt. auch in Absprache bzw. mit Unterstützung der dich behandelnden Schlafmediziner, z.B. indem du zur Kontrolle noch einmal eine Nacht mit Gerät in's Labor gehst. Eben dran bleiben. Falls erforderlich auch noch ein zweites oder drittes oder viertes Mal. So lange halt bis es dir tatsächlich mit einem gut angepassten Gerät merkbar besser geht. Schlafmangel ist was ganz furchtbares (damit habe ich, wennglich aus anderen Ursachen, durchaus eigene Erfahrungen), er macht lethargisch, er lähmt, und ja: anhaltender Schlafmangel kann Depressionen auslösen bzw. bereits vorhandene Tendenzen zu Depressionen ganz massiv verstärken. Mal ganz abgesehen von einer Reihe anderer Risiken (Unfälle, Herzgesundheit etc.pp.). Tu dir das nicht länger an, versuch alles was möglich ist, um das so bald wie möglich abzustellen: Du hast Handlungsmöglichkeiten - nutze sie! Außer den CPAP-Geräten gibt es wohl leider nicht viel: Es gibt je nach Apnoeart bisweilen die Möglichkeit, mit Schienen (einer Art Zahnspange für nachts) oder auch mit OPs zu behandeln. Die CPAPs haben aber (wenn man denn dann das richtige Gerät / Maske / Einstellung gefunden hat) die weitaus höhere Erfolgs- und weitaus geringere Komplikationsrate. Insofern empfiehlt es sich wirklich, da erstmal dran zu bleiben. Was gerade dann wenn man von Schlafmangel und Depris erschöpft ist ganz, ganz furchtbar schwer sein kann. Aber es lohnt sich!

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