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  1. Registriert seit
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    AW: Mein Mann hat Depressionen. Und nun?

    Hallo allesch,

    danke für Deinen Tipp. Das habe ich ihm gesagt und ich werde es hier und da immer Mal wiederholen.

    Er sagte gestern, nachdem ich ihn an eine Situation (ich glaube Ende November letzten Jahres) erinnert habe, dass er zu diesem Zeitpunkt Liebe empfand und glücklich war - im nächsten Atemzug 'war das natürlich schon ewig her'.

    Ich hoffe, dass er sich auch an die schönen Zeiten erinnert und sie auch so wahrnimmt. Ich weiß, dass er in den letzten Jahren auch glücklich war. Ich weiß, dass er auch Liebe empfunden hat. Ich hoffe, dass er das auch bald wieder weiß.

  2. Avatar von huppsi
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    AW: Mein Mann hat Depressionen. Und nun?

    Das Problem ist: wenn man in der Depression steckt, dann weiß man zwar, dass alles gut ist, aber man kann es nicht mehr fühlen. Man kann eigentlich gar nichts mehr fühlen ausser Leere und Traurigkeit. Es gibt aber auch die ganz klare Empfehlung, während der depressiven Phase keine weitreichenden Entscheidungen zu treffen. Das wird ihm in der Therapie sicher vermittelt! Hat er denn eine Idee, warum er depressiv wurde? Hatte er sowas früher schonmal? Waren die letzten Monate zu anstrengend? Vielleicht ist es einfach eine Erschöpfungsdepression. Das muss furchtbar sein für Dich, da so hilflos daneben zu stehen

  3. Avatar von Karla48
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    AW: Mein Mann hat Depressionen. Und nun?

    Glück und Liebe zu empfinden kann für einen Depressiven unmöglich sein.
    Das hat nichts mit dir zu tun, sondern mit ihm.

    Eine Paartherapie hat überhaupt keinen Zweck jetzt. Erst einmal muß er selbst gesund werden.
    The original Karla
    est. 2006



  4. Registriert seit
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    AW: Mein Mann hat Depressionen. Und nun?

    Zitat Zitat von Karla48 Beitrag anzeigen
    Es ist schwer wenn der Partner depressiv ist. Man steht so - daneben und kann nichts tun.
    ja, das ist leider so :-( es ist schwer.

    Es ist sehr wichtig für Angehörige, für sich selbst zu schauen - selbst Kraft zu bewahren - Dinge zu tun, die einem gut tun.

    Und ja, diese negativen Aussagen kommen aus der Depression. Depressive scheinen oft eine unheimliche Begabung dafür zu haben, genau das zu sagen, was Angehörige am meisten trifft und verletzt. aber - es ist die Depression die spricht.

    Sorge für dich und dein Kind! Unternehmt Dinge, habt Spass miteinander, lacht... Ein depressiver Mensch kann seine Umgebung in einen Strudel von Negativität ziehen - lass das nicht zu. Erlaube dir, positiv und fröhlich zu bleiben. Schaffe Gelegenheiten dafür.

    Wenn dein Mann deine Hilfe wünscht - von sich aus - so hilf ihm. Aber mir scheint, im Moment sei die beste Hilfe, die du ihm geben kannst, dass er sich selbst in Ruhe sortiert, in seiner Therapie.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  5. Registriert seit
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    AW: Mein Mann hat Depressionen. Und nun?

    Er kann leider nicht sagen, woher die Depression kommt. Er sagt, dass sie schon mehrere Jahre da wäre und er sich nur eingeredet hätte, dass er glücklich war.

    Wir haben im Moment natürlich viel Stress, er ist zeitweise unzufrieden mit seinem Job, wir sind nebenbei noch selbstständig, bauen ein Haus (mit wirklich vielen Steinen im Weg) und haben noch unseren Sohn.

    Ich hoffe, dass sein Therapeut ihm dazu rät, er hatte ja erst einen Termin. Und ich hoffe auch, dass er wieder zu seiner Familie findet. Er macht sich Gedanken darüber, ob das schon alles im Leben war und hat wohl Angst, sein Leben nicht genug genutzt zu haben.


  6. Registriert seit
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    AW: Mein Mann hat Depressionen. Und nun?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Es ist sehr wichtig für Angehörige, für sich selbst zu schauen - selbst Kraft zu bewahren - Dinge zu tun, die einem gut tun.

    Sorge für dich und dein Kind! Unternehmt Dinge, habt Spass miteinander, lacht... Ein depressiver Mensch kann seine Umgebung in einen Strudel von Negativität ziehen - lass das nicht zu. Erlaube dir, positiv und fröhlich zu bleiben. Schaffe Gelegenheiten dafür.
    Das ist jetzt natürlich noch sehr schwer. Meine Gedanken kreisen den ganzen Tag und die ganze Nacht darum. Ich habe große Zukunftsängste und dass er sich plötzlich nicht mehr auf unser Haus freut, Spaß am Einrichten und dem Gedanken, mit uns dort zu leben, hat, will einfach nicht in meinen Kopf.

  7. Inaktiver User

    AW: Mein Mann hat Depressionen. Und nun?

    Hallo Rieke12,

    ich habe mir deine alten Beiträge mal angeschaut, Beziehungsprobleme scheint es ja nicht erst seit kurzem zu geben. Es spricht also vielleicht nicht nur die Depression aus ihm, sondern viel Unterdrücktes, das sich mglw. in der Depression eben auch ausdrückt. Vielleicht.

    Trotzdem und erst recht, weil du gar nicht unterscheiden kannst, was momentan nun was ist: Im Moment gar nichts entscheiden. Kein Druck. Lass ihn seine Therapie machen. Schau nach dir und eurem Kind, was euch gut tut, setze Grenzen.

    Keine Zukunftsentscheidungen im Moment, kein "Was möchtest du, was fühlst du, wie soll es weiter gehen". Kann er dir in großen Teilen gar nicht abschließend beantworten. Das macht mehr kaputt als ganz.

    Nachtrag:
    Zitat Zitat von Rieke12 Beitrag anzeigen
    Ich hoffe, dass sein Therapeut ihm dazu rät
    Meine Therapeutin hat mir immer gesagt, dass sie sozusagen die Anwältin meiner Bedürfnisse ist. Das ist ein feiner, wichtiger Unterschied zum Ratschlag geben. Wenn es das Bedürfnis deines Mannes ist, wird der Therapeut mit ihm auch daran arbeiten.
    Geändert von Inaktiver User (26.07.2018 um 18:20 Uhr)


  8. Registriert seit
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    AW: Mein Mann hat Depressionen. Und nun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Keine Zukunftsentscheidungen im Moment, kein "Was möchtest du, was fühlst du, wie soll es weiter gehen". Kann er dir in großen Teilen gar nicht abschließend beantworten. Das macht mehr kaputt als ganz.
    Das kann er tatsächlich nicht, damit muss ich auch erstmal klar kommen. Danke für Deinen Beitrag!

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