+ Antworten
Ergebnis 1 bis 6 von 6

  1. Registriert seit
    23.07.2018
    Beiträge
    1

    Depressive Verstimmung wegen der Pille danach, mir selbst oder Liebeskummer?

    Am 13.06 musste ich die Pille danach nehmen und hab mich danach sogar nochmal vom Frauenarzt untersuchen lassen, der daraufhin meinte, alles okay, Fruchtbarkeit wäre auch nicht in Sicht. Die erste Woche hab ich gar nichts gemerkt aber dann wurde ich irgendwie immer empfindlicher, schnell genervt, leicht reizbar und unglaublich nah am Wasser gebaut.
    Ich muss dazu sagen, ich stecke in einer schwierigen Beziehung die auf ihr Ende zusteuert und ich hatte zum Ende des Semesters jetzt viel Stress in der Uni. Die Situation war aber den Monat vor der Pille danach schon dieselbe.
    Meine Periode ist jetzt mehr als 10 Tage überfällig, daher habe ich vorgestern einen Test gemacht, negativ.

    Seit ich aus meiner Studentenbude für meinen Geburtstag nach Hause gefahren bin geht es mir einfach schrecklich. Was sich vorher nur so leicht angebahnt hatte ist jetzt auf einmal wieder Thema. Mein Exfreund. Mit dem es seit drei Jahren vorbei ist. Ich hab ein altes Tagebuch gefunden, das ich mal täglich geführt hatte, daraufhin den Schluss gezogen, dass ich alles kaputtgemacht habe, was ich damals mit ihm hatte. Es war wirklich eine sehr gute Beziehung, zumindest war er ein guter Partner (wir waren fast vier Jahre ein Paar) aber nunmal meine erste Liebe und es war einfach zu früh. Man erkennt wohl erst immer was einem fehlt wenn man es verliert.

    Eine Freundin hat mich getröstet, aber sie ist nunmal auch mit seinem Bruder zusammen und dann hab ich gleich noch erfahren, wie sehr er sich charakterlich durch seine neue Freundin verändert hat. Das tut weh.
    Schwach wie ich momentan bin, hab ich ihm irgendwann geschrieben, dass er mir fehlt, rein menschlich. (ich glaube wirklich nicht, dass ich sagen kann, dass ich ihn noch liebe, ich habe bis vor einem Monat nicht an ihn gedacht)

    Aber er ignoriert meine Nachrichten. Irgendwie tut das sauweh...wir hatten eine gute Trennung, vorher hat er mich über alles geliebt. Und jetzt bin ich ihm wohl so zuwider, dass er mir nichtmal mehr antworten will? Natürlich kann es sein, dass ich ihm einfach egal geworden bin, sowas passiert, aber es tut sakrisch weh. Gerade jetzt.

    Ich hab fast meinen gesamten Geburtstag über geweint, weil alles um mich herum Erinnerungen getriggert hat(und ich mir so sehr gewünscht hätte ich könnte die Zeit zurückdrehen, dahin als er noch da war...und alle meine Freunde damals) und dann bin ich vor meiner Verwandtschaft in Tränen ausgebrochen, als mein kleiner Cousin mit meinem Geschenk auf mich zugewackelt kam.
    Was ist denn auf einmal los?

    Ich neige zu depressiven Verstimmungen im Zusammenhang mit der Pille, das hatte ich schon früher, aber kann die Pille danach über einen Monat nach Einnahme noch Wirkung zeigen? Eigentlich bin ich ein fröhlicher Mensch, mit gelegentlichen normalen Tiefs...sowas kenne ich von mir nur selten und nicht so drastisch.
    Vielen Dank, falls du dir das alles durchgelesen hast. Es musste auch irgendwie mal raus...


  2. Registriert seit
    26.01.2009
    Beiträge
    11.608

    AW: Depressive Verstimmung wegen der Pille danach, mir selbst oder Liebeskummer?

    Verklärte Wirklichkeit, es geht Dir vielleicht gar nicht um den Ex, sondern Deine Sehnsucht jemanden zu haben der an Deiner Seite ist.... Er ist gerade im Kopf Dein emotionaler Lückenfüller....
    Das Leben macht was es will und ich auch!


  3. Registriert seit
    13.02.2017
    Beiträge
    108

    AW: Depressive Verstimmung wegen der Pille danach, mir selbst oder Liebeskummer?

    Hallo lilaschirm, ich würde da gerne trennen wollen zwischen deinem Prozess (gut) und dem, was man mit anderen macht (aufpassen).

    Die "Pille danach" kann emotional belastend sein, denn die hat man ja nicht ohne Grund genommen. Und der Grund ist nun mal nicht ohne für die Psyche. Das wäre schon ein komplett fordernder Grund, warum es dir psychisch gerade nicht gut geht. Da muss keine Pille wirksam sein...

    Außerdem hat dich das deutlich fragen lassen, wo du gerade stehst. Und du stehst eben da, dass du unzufrieden mit deiner jetzigen Beziehung bist (Schwangerschaft sozusagen als Gipfel der Frage, wo man mit dem Freund steht), Stress, bestimmter Status im Studium, normale Lebensfragen, nicht verarbeitete vergangene Beziehung und das Was-wäre-wenn-Syndrom.

    Dem ganzen würde ich mich unbedingt zuwenden, denn da spricht was mit dir.

    Die andere Sache ist die mit deinem Exfreund. Dein Exfreund als jetzige Person, nicht als der Teil deines Lebens, der Teil, der etwas mit dir gemacht hat. Und da wäre ich ganz vorsichtig. Dein Exfreund hat eine Freundin, ein Leben, eine Entscheidung getroffen. Vielleicht ist er "charakterlich verändert", wie es die gemeinsame Freundin von euch sagt. Bleibt aber auch deren Deutung. Und Veränderung gefällt vlt. nicht jedem, evtl. aber ihm. Aber das ist sein Leben.

    Zitat Zitat von lilaschirm Beitrag anzeigen
    alles kaputtgemacht habe, was ich damals mit ihm hatte.
    Wenn du wirklich alles kaputt gemacht hast (woran ich zweifle), dann ist das sehr traurig, jedoch der Punkt, an dem du damals standest. Wichtig ist, jetzt daraus zu lernen und sich auf den Prozess einlassen, sich zu verzeihen.

    Zitat Zitat von lilaschirm Beitrag anzeigen
    Und jetzt bin ich ihm wohl so zuwider, dass er mir nichtmal mehr antworten will?
    An der Stelle möchte dann doch mal den mahnenden Zeigefinger heben: Ich bin mir sicher, dass es nicht leicht war für ihn, weiter zu gehen (gerade, wenn er dich geliebt hat). Und er scheint eine Entscheidung getroffen zu haben, nämlich die, weiterzugehen. Und das ist sein Recht. Einfach so ins Leben von anderen platzen wollen, wenn es einem selbst schlecht geht... das ist menschlich, jedoch unfair. Denn sehr wahrscheinlich bist du ihm nicht zuwider, sondern machst es ihm gerade schwer. Da solltest du nicht nur an dich denken und was die Nichtantwort für dich bedeutet...

    Begib dich in deinen Prozess, schau genauer hin, was du möchtest, das scheint zu kurz zu kommen. Schau aber auch, welchen Effekt du damit auf andere hast. Meiner Erfahrung nach: Je länger man vermeidet, sich dem nicht widmet, umso größer übrigens das Risiko, irgendwann genau so zu sein, wie man nie sein wollte. Ich wünsche dir alles Gute.


  4. Registriert seit
    20.04.2015
    Beiträge
    45

    AW: Depressive Verstimmung wegen der Pille danach, mir selbst oder Liebeskummer?

    Die Pille danach hat mit deiner depressiven Verstimmung nichts zu tun. Die kommt vielmehr von deinem Kummer und deinen Problemen.

    Probier doch mal pflanzliche Produkte gegen deine Verstimmung aus? Ich habe zB mal Sedariston genommen und das half mir sehr gut. Gibt es glaube ich in jeder Apotheke. Du kannst ja dich da nochmal informieren und deinen Apotheker um Rat fragen oder du schaust mal auf [...]. Da gibt es auch viele weitere Informationen generell um das Thema.

    Deinen Exfreund solltest du besser in Ruhe lassen. Er will dich nicht mehr, bzw. hat er den Kontakt zu dir abgebrochen weil du ihn wahrscheinlich damals sehr verletzt hast. Das heißt nicht, dass er dich jetzt hasst oder dich nicht mehr mag. Wahrscheinlich hat er immer noch Gefühle für dich, aber zu seinem eigenen Schutz schreibt er dir nicht mehr. Er weiß wahrscheinlich, dass es wieder schmerzhaft für ihn werden könnte, wenn er dich wieder in sein Leben lässt und diese Erfahrung will er vermeiden.
    Geändert von BRIGITTE Community-Team (14.08.2018 um 10:28 Uhr) Grund: Link gelöscht


  5. Registriert seit
    15.03.2017
    Beiträge
    22

    AW: Depressive Verstimmung wegen der Pille danach, mir selbst oder Liebeskummer?

    Ich denke auch dass es wahrscheinlich eher um deinen Kummer wegen dem Ex geht. Und die Frustrierung wird auch mit der Zeit weg gehen. Alles braucht Zeit

    und bald schon wird es dir besser gehen


  6. Registriert seit
    03.06.2016
    Beiträge
    192

    AW: Depressive Verstimmung wegen der Pille danach, mir selbst oder Liebeskummer?

    Ich hatte auch mal eine sanfte Trennung, und der Kummer kam viel später. Ich hatte dem Mann nichts vorzuwerfen, also blieb mir nur der Kummer.

    Dass er nicht mehr reagiert, also ich glaube viele Männer sind so, die machen da den Cut und fertig. Das sagt nix über Dich, es tut mir leid, dass Dich das so verletzt. Auch dass Du meinst, Du hättest die Beziehung zerstört, am Ende gehören doch immer zwei dazu.

    Insgesamt klingt es für mich so, dass das Ganze gerade eventuell in einer depressiven Verstimmung oder depressiven Episode kristallisiert, wobei das Sache eines Arztes ist, das treffend zu benennen. Ob Hormone da nachgeholfen haben, halte ich für gut möglich. Das heißt aber, auch, dass sich die Wogen wieder glätten werden. Schade, dass ich Deinen Beitrag nicht früher gesehen habe. Wie geht es Dir denn inzwischen?

    Alles Liebe und Gute!
    neustart

+ Antworten

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •