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  1. Registriert seit
    03.06.2013
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    9

    Alle Jahre wieder...

    Ich bin seit längerer Zeit in psychotherapeutischer Behandlung. Nachdem es mir von September bis ungefähr Januar richtig gut ging, schlitter ich nun wieder in alte Verhaltensmuster. Seit gestern bin ich wieder in einer Depression. Meine Therapeutin hat derzeit 3 Wochen Urlaub.
    Ich kann mich zu nichts aufraffen, blaffe meine Kinder wegen Nichtigkeiten an, esse ohne Limit (eins meiner Hauptprobleme: essen als emotionaler Ersatz), schlafe kaum bin aber gleichzeitg dauernd müde. Bin unfassbar erschöpft, mein Immunssystem schwächelt etc.
    Morgen sollte ich eigentlich arbeiten, fühle mich aber nicht dazu im Stande. Kennt ihr das, dass ihr dann Angst habt zum Arzt zu gehen, weil er dich als Simulant darstellen könnte?
    Ich mag niemanden um mich haben. Ich möchte nur dasitzen. Wie schaffe ich die Zeit ohne Therapie?


  2. Registriert seit
    24.11.2015
    Beiträge
    511

    AW: Alle Jahre wieder...

    TE - auch wenn Du gerade eine Therapie machst kannst Du Dir natürlich jederzeit außerhalb der Therapie Hilfe holen wenn du das brauchst. Ich bin bei deinem Post auf ein paar fragen gekommen .

    Du rutscht seit Januar in eine erneute / wiederholte depressive Phase. Warum hast du das nicht mit deiner Therapeutin angesprochen udn Verhaltensänderunge begonnen.

    Deine Therapeutin ist sein ein paar Tagen in einem dreiwöchigen Urlaub. Warum hast du mit ihr nicht einen "Notfallplan" - für Dich besprochen, was du tun könntest, wenn es dir schlecht geht ? Beispielsweise Fußboden putzen oder einen Spaziergang mit Sonnenbrille machen oder Musik hören oder Tagebuch schreiben ?

    Du schreibst, es geht dir momentan gesundheitlich auf mehreren Ebenenen sehr schlecht und du getraust dich nicht zum Arzt. Weiss er, daß du Therapie mahcst ? Falls nein - erzähl ihm das und sag dass dein momentanes Befinden / Krnkheit mit dem Urlaub der Therapeutin zusammenhängt - und du nicht Arbeit und Haushalt und Kindererziehung auf die Reihe bekommst - momentan- und und und. Wenn du erzählst, daß du Therapie machst - nur dies, nicht was in der Therapie genau besprochen wird - dann versteht der Arzt, daß du einen Durchhänger hast - und weiss auch dass du dich schon um die "kausale" Behebung deiner Krankheit kümmerst und momentan zu erschöpft bist um arbeiten zu können.

    Kannst du - manchmal - mit deinen Kindern als Ausgleich für deine dünnen Nerven etwas machen - beispielsweise ihr lasst euch Pizza ins Haus liefern - ihr geht ins Kino oder schaut eine DVD an - Im Fernsehen läuft gerade dieser entsetzliche Pferdefilm - das ist ein Mädchenfim wie es sich gehört - und dazu eine Packung Chips. Ja - und wenn du da noch mehr in dich reinstopfst - momentan kurzfristig ist es wichtiger den Kindern ein gutes Erleben zu verschaffen, wie deine Ernährung richtig hinzubekommen.

    Mich stört auch der Einstieg - Alle Jahre wieder..... Ds ist kein Naturgesetz, djaß eine depressive Verstimmung alle Jahre wiederkommt. Warum hast du dich mit diesem Rhytmus - in der Therapie - beschäftigt und einen Ausstieg / Abmilderung angesrpchen ?

    Alles Gute !


  3. Registriert seit
    03.06.2013
    Beiträge
    9

    AW: Alle Jahre wieder...

    Hallo Allesch.

    Der Titel war relativ wahllos. Natürlich weiß meine Therapeutin von meinen Phasen. Und natürlich arbeiten wir an Verhaltensänderungen. Aber wie gut das klappt ist dann ja auch immer noch was anderes. Ich habe gut 1 Jahr gebraucht, bis die Therapie "Wirkung" gezeigt hat. Und ich weiß ja auch, dass eine Heilung nicht linear verläuft. Ich schätze, dass es einfach "Pech" ist, dass ich grad jetzt in eine Depression rutsche....

    Ich kann mir nocht nicht mals den Namen meines Hausarztes merken, so selten gehe ich zu ihm. Das letzte mal im letzten Jahr. Er weiß nicht, dass ich Therapie mache. Ich war am Donnerstag dann bei ihm und habe ihm gesagt, dass ich erschöpft und depressiv bin. Er hat mich bis Samstag krank geschrieben. Gestern ging es dann auch besser und heute ist alles wieder düster. Ich habe mich heute viel zurückgezogen. Das war gut.
    In rationalen Momenten verzweifle ich daran, wie gut es zwischendurch lief und wie bergab es derzeit geht. Ich komme nicht in die Aktivität, ich komme nicht aus diesem passiven rumjammern und rumsitzen raus.
    Mein Mann sagt immer, dass das ja die Krankheit ausmache, dass man sich halt nicht mal eben "zusammenreißen" könne und aufraffen. Aber ich fühle mich genua so, als müsste ich mich einfach mal zusammenreißen und den Hintern hochkriegen. Ich weiß auch nicht...

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