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  1. Registriert seit
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    AW: Wie würdet ihr die Empfehlung eines Tapetenwechsels deuten ?

    Ja. In den USA gibt es weniger Unterstützung, wenn die Seele nicht mehr so mitmacht aber vielleicht ist Deine Seele ja auch wieder ok wenn Du mit Deiner Frau zusammen bist. Du könntest also schon in den USA sein, nur nicht arbeiten? Wie lange denn? Man kann in manchen Grossstädten für Deutsche Firmen arbeiten und da wird der Vertrag dann "nachträglich" in Deutschland gemacht (auf dem Papier).

    Oder Du arbeitest schwarz mit etwas, was Du kannst. Den Leuten den Computer neu einstellen die das nicht können usw.

    Und zu zweit ist es auch billiger zu leben. Joggen kostet nichts und in vielen Städten die Universitäten haben, da findest Du auch Institute, wo man für fast nichts Therapeuten sehen kann, die gerade mit dem Studium fertig geworden sind. Die müssen dabei garnicht extrem jung sein. Das ist hier so ein Studiengang, denn viele als zweite Karriere machen. Also, Du kannst einen gleichaltrigen oder älteren Therapeuten finden.

    Ich finde das sinnvoller als zu Hause depressiv rumzusitzen und sich zu überlegen, wie man gesünder wird und dabei vermisst Du ganz einfach Deine Frau

  2. Avatar von Simpleness2
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    AW: Wie würdet ihr die Empfehlung eines Tapetenwechsels deuten ?

    Zitat Zitat von annakathrin Beitrag anzeigen
    Ja. In den USA gibt es weniger Unterstützung, wenn die Seele nicht mehr so mitmacht aber vielleicht ist Deine Seele ja auch wieder ok wenn Du mit Deiner Frau zusammen bist.
    Ich glaube nicht, dass das die Lösung ist. Die Probleme nimmt er mit.


  3. Registriert seit
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    AW: Wie würdet ihr die Empfehlung eines Tapetenwechsels deuten ?

    Wenn sein Hauptproblem ist, dass er seine Frau vermisst, dann nimmt er das Problem sicher nicht mit! Wenn ich in einem anderen Land leben müsste als mein Partner, dann wäre ich auch deprimiert.

    Ich kannte schon Paare, die das eine Weile praktizierten. Und die, die es auf längere Zeit ausgehalten haben, die haben sich dann getrennt als es auch gut ohne den Partner ging. Also länger als ein halbes Jahr würde ich nicht ertragen. Da müsste ich umziehen oder mein Partner zurück kommen.

  4. Avatar von Simpleness2
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    AW: Wie würdet ihr die Empfehlung eines Tapetenwechsels deuten ?

    Hast Du das EP gelesen? Hier handelt es sich nicht um eine depressive Verstimmung, aufgrund der Trennung.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hallo,
    ich bin seit 2 Monaten mit der Diagnose "mittelschwere Depression und posttraumatische Belastungsstörung" krankgeschrieben,da mein Job mich echt fertig gemacht hat.
    Der/ein Partner als Allheilmittel? - kann nicht Dein ernst sein. Es ist nicht gut für eine Parnerschaft, wenn einer so stark klammert und abhängig ist. Außerdem kann ein Partner kein Therapeut sein, sondern bestenfalls unterstützend da sein.
    Die eingefahrenen Muster bestehen weiterhin, auch im nächsten Job, wenn er nicht daran arbeitet.


  5. Registriert seit
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    AW: Wie würdet ihr die Empfehlung eines Tapetenwechsels deuten ?

    Vielleicht fühl ich mich hier zu persönlich ein. Das kann man ja dann dem TE überlassen, ob mein Beitrag ihm hilft oder nicht.

    Ich hatte mal eine Beziehung mit einer etwas doppelt so weiten Entfernung und wir sind beide fast verrückt geworden. Und war das tägliche Telefonieren und das Texten so wichtig, dass es sich negativ auf alles ausgewirkt hat.

    Wir passten im Büro nicht mehr 100% auf (wegen der Zeitverschiebung die beste Zeit zu Kommunizieren) und unternahmen auch weniger mit Freunden.

    Der TE sagt doch, dass seine Depression sich verzieht in der Zeit, in der er sich auf die nächste Reist zu ihr vorbereitet. Unsere Beziehung ist daran kaputt gegangen.


  6. Registriert seit
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    AW: Wie würdet ihr die Empfehlung eines Tapetenwechsels deuten ?

    Also im EP stand:

    "Da die Psychiaterin durchaus gemerkt hat,daß mein Privatleben quasi mein Gegenpol ist, der mich daran hindert, ganz überzuschnappen, könnte man ""Vielleicht mal ein Tapetenwechsel" doch als unterschwellige Aufforderung sein, mich mal in diese Richtung zu orientieren,also mal einen Urlaub ins Auge zu fassen, oder ? Wie seht ihr das ?"


  7. Registriert seit
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    AW: Wie würdet ihr die Empfehlung eines Tapetenwechsels deuten ?

    Und in seiner ersten Antwort schrieb Werni:

    "Insofern ist der einzige Lichtblick, wenn ich alle halbe Jahre in die USA reise,um meine Frau für 2-3 Wochen zu besuchen. Da freue ich mich schon Monate vorher drauf. Ich merke sogar selbst,dass ich regelrecht aufblühe, wenn es wieder in diese Richtung geht. Man könnte als Außenstehender meinen,dass da ein ganz anderer Typ vor einem steht,wenn man mich da erlebt."

    Da denke ich schon, dass er seine Frau vermisst. Es ist dann manchmal einfacher, wenn sich beide nicht genügend Mühe geben zusammen zu sein, dass man sich trennt. Aus meiner Erfahrung braucht man oft in den USA doch eine ganze Weile, sich einzugewöhnen ausser man arbeitet in einem sehr speziellem Gebiet, wo die Umgangssprache auf der ganzen Welt Englisch ist und man nahtlos in einen amerikanischen Betrieb umsteigen kann.

    So ein keyboard ist schon mal anders! Zum Bleistift.


  8. Registriert seit
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    AW: Wie würdet ihr die Empfehlung eines Tapetenwechsels deuten ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Gerade in Hinblick auf meine Zukunftsplanung (Stichwort USA) wäre es wohl sinnvoller, mich erstmal "reparieren" zu lassen. Nicht nur,weil das Arbeitsleben dort härter ist,sondern weil dort das Gesundheits/Sozialsystem es einfach unmöglich macht, sich erneut eine Auszeit zu nehmen, weil der Kopf nicht mitspielt.
    Leider funktioniert das „reparieren „lassen von außen einfach nicht. Der Therapeut kann Anregungen geben und vielleicht eine Orientierungshilfe sein. Die Arbeit musst du selber machen.

    Wenn du es in deiner Firma nicht mehr aushältst würde ich nach einer neuen Stelle oder neuen Perspektiven suchen.


  9. Registriert seit
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    AW: Wie würdet ihr die Empfehlung eines Tapetenwechsels deuten ?

    Nicht zu arbeiten kann einen auch verrückt machen. Ich bin eigentlich froh, in den USA zu wohnen wo so was wie krankschreiben gar nicht geht. Wenn die Arbeit einen verrückt macht, dann muss man eine andere Arbeit suchen.

    Meine amerikanische Grossmutter sagte immer "work is a blessing", weil es einen durch harte Zeiten bringt, wenn man eine Arbeit hat.

    Aber nicht falsch verstehen! Ich finde hier das Gesundheitssystem und wie man mit kranken und alten Menschen umgeht ganz schrecklich und helfe auch wo ich kann. Aber, wenn man seelisch angeknackst ist, dann ist es oft besser, für eine Weile eine harmlosere Arbeit zu machen, als zu Hause zu sitzen. Da würde es mir immer schlechter gehen.

    Ich hab' in solchen Zeiten schon in Buchläden gejobbt oder bei Freunden im Büro ausgeholfen. Für die Seele ist das besser.

  10. Inaktiver User

    AW: Wie würdet ihr die Empfehlung eines Tapetenwechsels deuten ?

    Hallo,
    hier mal ein Update. Nicht nur der Vollständigkeit halber, sondern weil ich wieder euren Rat brauche.
    Zum Zeitpunkt meines Eröffnungspostings war ich mit der bekannten Diagnose krankgeschrieben und nahm Antidepressiva. Doch die machten mich eigentlich nur todmüde, halfen mir aber nicht wirklich. Höchstens in der Hinsicht, als dass jeder 2.Gedanke war, wann ich endlich wieder schlafen kann. Ergo hab ich sie abgesetzt. Leider war von der Psychiaterin auch keine Hilfe zu erwarten, die blockte Patienten, die nicht vorher zum Gespräch angemeldet waren, sogar regelrecht ab (sprich: Ich kam hin und bekam direkt im Vorzimmer den neuen Krankenschein und durfte wieder gehen). Also hab ich mich nicht nur nach einem Therapieplatz, sondern auch noch nach einem anderen Job umgeschaut. Einen Therapieplatz suche ich heute noch (fast 14 Monate später...Therapeuten sind hier in der Gegend ungefähr so häufig wie Eiswürfel in der Sahara). Dafür habe ich einen anderen Job gefunden.

    Im neuen Job schien es mir auch tatsächlich erstmal besser zu gehen. Bis ich irgendwann den Eindruck bekam, ich sei irgendwie nur als Sündenbock für die Verfehlungen der Chefs eingestellt worden, der meine Aufgaben bis dahin selbst machte. Sprich: wenn irgendwas nicht funktionierte, wurde ich vor´s Loch geschoben, obwohl ich vollkommen unschuldig war und ohne mir die Möglichkeit zu geben, tatsächlich irgendwas zu ändern. Das verursachte natürlich wieder Stress bei mir und wieder kamen die alten Probleme zum Vorschein: ich wurde vergesslich, was nur für noch mehr Ärger sorgte, wenn ich wichtige Arbeiten vermasselte. Das Ende vom Lied: mein (eh erstmal nur befristeter) Vertrag wurde nicht verlängert und ich befinde mich nun seit knapp 10 Tagen wieder in der "Obhut" der Agentur für Arbeit.

    Dummerweise ist man als Umschüler in einem IT-Job nicht wirklich gut angesehen,d.h. in einer Gegend mit einer technischen Uni reißen sich die Firmen nicht gerade um einen. Allerdings gibts in der 50km entfernten Landeshauptstadt einige Firmen im Endkundensupport im technischen Bereich. Sprich: 1st Level Support, also wieder Callcenter. Da möchte mich das Amt gerne wieder hinvermitteln, was auch die Zahl der Vermittlungsvorschläge zeigt. Als IT´ler und mit Callcenter-Erfahrung bin ich natürlich rechnerisch DER perfekte Arbeitnehmer. Allein der Gedanke daran lässt meinen Stresspegel rapide ansteigen und ich merke, wie sich alles in mir sträubt, in diese Branche zurückzukehren. Sprich: ich möchte das unbedingt vermeiden. Leider interessierts das Amt nicht die Bohne, was ich will, für die zählen nur Atteste usw. Nur hab ich sowas momentan nicht.

    Hat jemand einen Tip, wie ich momentan anfangen könnte ? Wie ich sehen musste, scheint der Jobwechsel ja nun kein Allheilmittel zu sein, genausowenig wie die Einnahme von Antidepressiva. Und eine Therapie ist auch nicht in Aussicht. Momentan würde es mir schon helfen, wenn ich erstmal dem Amt klar machen könnte, dass ich auf keinen Fall in die Callcenterbranche zurück will und kann. Ich hab beim letzten Mal schon 2x auf dem Seitenstreifen einer Autobahnbrücke gestanden und habe überlegt, der Sache ein Ende zu setzen und ich weiß nicht, was ich mache, wenn ich wieder in so eine Phase in meinem Leben komme.

    Zum Stand der USA-Sache: Wie sich letztes Jahr rausstellte, hat die damals in unseren Greencardprozess involvierte Anwältin riesengroßen Bockmist gebaut und absichtlich (!) die falsche Kategorie beantragt. Die Folge war, dass der Chef meiner Frau im August endlich die Nase voll hatte und den Fall an einen anderen Anwalt übertragen hat. Auf dessen Rat hin wurde der Greencardantrag mangels Erfolgsaussichten zurückgezogen und von ganz vorn begonnen. Über 2 Jahre Zeit und an die 12000$ verplempert. D.h. ich werde -wenns schnell geht- noch mindestens bis zum Frühjahr 2020 hier in D festhängen, was meinem Gemüt momentan auch alles andere als zuträglich ist. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie groß mein Wunsch ist, dem alten Anwalt ordentlich die Kauleiste zu verbiegen. Mist bauen...ok, das macht jeder Mal. Aber absichtlich Mist bauen ist ein No Go.

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