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  1. Registriert seit
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    AW: Wie habt ihr es aus der Depression geschafft?

    Zitat Zitat von neustart_jetzt Beitrag anzeigen
    Bei Substanzmißbrauch funktioniert es meiner Meinung nach nicht. Das hat seine ganz eigene Dynamik.
    Wie Süchte funktionieren, und auch, wie man daraus rauskommt, ist durchaus bekannt (Millimeter für Millimeter, zwei Schritte vor einen zurück...). Dass Depression mit Sucht Hand in Hand geht, halte ich eher für die Regel als die Ausnahme.

    Am Grundsatz ändert sich nichts: man kommt raus, wenn man a) es selbst will und b) beharrlich und aufmerksam tut, was immer man kann, um das eigene Leben zu verbessern und c) sich darauf konzentriert, ehrlich zu sein mit sich selbst.

    und auch dann ist und bleibt es eine lange Reise mit vielen Rückschlägen und Schwierigkeiten.

    besser langsam vorwärts kommen, als gar nicht vorwärts kommen...

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

  2. Avatar von Kitty_Snicket
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    AW: Wie habt ihr es aus der Depression geschafft?

    Da ich ursprünglich das Stichwort geliefert habe, möchte ich das gerne erklären.

    Ich hatte nur noch im Hinterkopf, dass Dim-Dim diesen Aspekt selber eingebracht hatte. Leider kann ich jetzt nicht penibel suchen und belegen, womit - vermutlich #609?
    Gut möglich, dass ich das ebenfalls im Hinterkopf mit dem Parallelstrang vermischt habe, ich verliere oft genug den Überblick.
    Da diese Angelegenheit für sich genommen somit hier doppelt OT wäre, ist es klar, dass ich das hier nicht weiter thematisieren darf.
    Dennoch halte ich es für nahezu unmöglich, diese Thematiken komplett zu trennen bzw. die eines möglichen Alkoholproblems bei einer tiefergehenden Betrachtung außen vor zu lassen; auch dazu wurde schon einiges hier geschrieben (danke an Lyanna ).

    Denn, um es jetzt mal ganz unverblümt zu sagen: Ich habe wirklich oft mit deinn langen, recht strukturfreien und somit auch teils sehr schwer verständlichen Beiträgen gekämpft, Dim-Dim - und nicht gewusst, wie man durch diesen Nebel (ich beziehe mich hier ausdrücklich auf deinen Begriff) durchzudringen vermag. Und es wäre durchaus eine Erleichterung, wenn der vom Alkohol kommt (ob Betrunkenheit, Kater, Delirium, was auch immer) - denn das ließe sich ja dann abstellen. Nicht ohne viel Arbeit und Kummer, vermutlich, aber einfacher z.B. im Vergleich mit Schäden durch physisches Trauma, Unfall, Schläge, Hirntumor - et cetera.
    (Ich hoffe, es ist verständlich, worauf ich hinaus will.)

    So oder so, da du keinen Austausch mit mir wünscht, respektiere ich das. Ich wollte nur einen Aspekt einbringen, der mir nicht unwichtig erscheint (in Hinblick auf Anamnese - also Ursachen eines Problems - und daraus folgend, wie man ihm begegnet. Und ich bin einfach dafür, die Chancen auf Hilfe und Besserung - Heilung, im Idealfall! - zu maximieren, und das geht am besten, wenn man genau hinschaut, _was_ das Problem ist.)
    Whatever happened until now only served to deliver this moment.


  3. Registriert seit
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    AW: Wie habt ihr es aus der Depression geschafft?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Am Grundsatz ändert sich nichts
    Eine Suchtproblematik ändert von grundauf alles für den Betroffenen. Die Körperchemie, die Wahlfreiheit von Gedanken und Verhalten, die Färbung der Stimmung usw Ohne Entgiftung schreitet die Suchterkrankung fort. Die Genesung an der Depression bleibt auf der Strecke, wird allenfalls überlagert.
    LASSEN SIE IHRE GEDANKEN NICHT UNBEAUFSICHTIGT.Sie beeinflussen Ihre Gefühle.


  4. Registriert seit
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    AW: Wie habt ihr es aus der Depression geschafft?

    Zitat Zitat von neustart_jetzt Beitrag anzeigen
    Eine Suchtproblematik ändert von grundauf alles für den Betroffenen. Die Körperchemie, die Wahlfreiheit von Gedanken und Verhalten, die Färbung der Stimmung usw Ohne Entgiftung schreitet die Suchterkrankung fort. Die Genesung an der Depression bleibt auf der Strecke, wird allenfalls überlagert.
    ich sehe das als Gesamtpaket. Der Mensch hat EIN Problem, und das äussert sich in Sucht UND es äussert sich in depressiver Stimmung, depressivem Empfinden.

    Die Körperchemie wird durch beides verändert. Es ist meist auch nicht verkehrt, das Suchtverhalten als Versuch der Eigentherapie zu interpretieren - auch im Wissen, dass Suchtstoffe Probleme nicht lösen, so verschaffen sie doch ein bisschen Urlaub davon. Ein bisschen Erleichterung, solange die Wirkung anhält. manchmal ist die Welt nüchtern einfach nicht zu ertragen, es ist zu schmerzhaft. ja, auch dann, wenn die schlimmen Folgen der Nebenwirkungen sich zu manifestieren beginnen.

    Genesen muss der Mensch, mit allem, was er ist und hat - nicht eine Diagnose.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

  5. Inaktiver User

    AW: Wie habt ihr es aus der Depression geschafft?

    Bezug: Threadbeiträge 609 und 842

    Die diesem Thema entsprechenden fünf Zeilen meines Beitrags 609 hätten so geschrieben werden müssen:

    Der Chefarzt sagt: Dim-Dim, Ihnen hat man ins Gehirn geschissen. Dim-Dim denkt: Ich weiss dass ich defekt bin. Dieser Gedanke ist eine Übersetzung von der Fäkalsprache in normale Sprache. Mehr nicht. Die Formulierung: Ich weiss dass ich krank bin wäre falsch. Denn das ist eine neutrale Aussage. Der Satz des Chefarztes war ein große Abwertung – und die muss auch in der Übersetzung zu lesen sein .

    Dim-Dim denkt „ Sie Chefarzt hätten die Aufgabe, mir zu sagen, wie ich diese Scheisse aus dem Gehirn bekommen kann. Vielleicht indem ich jeden Tag 10 Minuten auf einem Fuß hüpfe – dann bildet sich um die Scheisse eine Haut, wie das bei Granatsplittern geschieht. Vielleicht, indem ich jeden Tag fünf Liter Wasser trinke – dann wird die Scheisse ausgeschwemmt, wie Nierensteine ausgeschwemmt werden. Vielleicht indem eine Operation stattfindet, bei der die Scheisse entfernt wird. Schädel aufsägen – Staubsauger ansetzen – Schädel zumachen. „ Bei der dritten Option hat sich Dim-Dim in der Sekunde, in der sie an diese Option dachte selbst am Ohr gezupt: So geht das nicht, damit ist auch das Gehirn weg, damit bin auch ich weg. Aber – es wäre eine Option um die Scheisse wegzubekommen.

    Soweit die überarbeitete Fassung. Ich kann jetzt entweder die Politikerhaltung einnehmen und mich für die schlechte Formulierung und und und entschuldigen - oder ehrlich sagen - beim Beitrag 609 konnte ich den Text nicht anders schreiben, wie der, den ich geschrieben habe. Was nicht im Beitrag 609 steht, was aber dazu hätte geschrieben werden müssen:

    Warum hat Dim-Dim den ersten Satz ihrer Gedanken nicht laut gesagt ? Warum hat Dim-Dim es nicht geschafft, den ersten Gedankensatz und die folgenden Gedankensätze über die möglichen Optionen zu trennen und nur den ersten Satz freundlich lächend zu sagen ?



    Damit habe ich mE verständlich formuliert, was ich sagen will. Weitere Antworten zum Thema Trinken gebe ich hier nicht. Falls die zwei oder drei Personen, die mit mir im Dialog sind dazu eine Frage haben würde ich ihnen auf PN Anfrage eine PN Antwort geben. Ggf. kann es eine Woche dauern, bis ich antworte.


  6. Registriert seit
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    AW: Wie habt ihr es aus der Depression geschafft?

    [QUOTE]
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Der Chefarzt sagt: Dim-Dim, Ihnen hat man ins Gehirn geschissen. Dim-Dim denkt: Ich weiss dass ich defekt bin. Dieser Gedanke ist eine Übersetzung von der Fäkalsprache in normale Sprache. Mehr nicht.
    Da fängt schon ein Problem an: Diese Aussage bedeutet dass jemand etwas unerklärliches/dummes/unverständliches getan hat. Wenn du denkst, du wärst defekt, ist das nachdenkenswert. Ich würde eher darüber nachdenken, in welcher Situation ein Arzt mir so etwas sagt.

    Damit habe ich mE verständlich formuliert, was ich sagen will. Weitere Antworten zum Thema Trinken gebe ich hier nicht.
    Da du es ja selbst geschrieben hast, möchte ich dazu anmerken, dass jeder, der schon mal mit jemandem gelebt hat, der Suchtprobleme und Depressionen hat, weiss, wie beide Krankheiten sich unterstützen und es fast unmöglich machen, da raus zu kommen, aber wie man liest (hier von einer Userin) man kann es schaffen.


  7. Registriert seit
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    AW: Wie habt ihr es aus der Depression geschafft?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dim-Dim denkt „ Sie Chefarzt hätten die Aufgabe, mir zu sagen, wie ich diese Scheisse aus dem Gehirn bekommen kann.
    .
    Theorie und Praxis - der hat doch schlicht nicht gewusst, was er machen könnte, und hat dann angefangen, Blödsinn zu reden.

    Vergiss ihn! Leute mit keiner Ahnung gibt's überall, es lohnt sich nicht, Zeit mit ihnen zu verschwenden.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  8. Registriert seit
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    392

    AW: Wie habt ihr es aus der Depression geschafft?

    ich sehe das als Gesamtpaket. Der Mensch hat EIN Problem, und das äussert sich in Sucht UND es äussert sich in depressiver Stimmung, depressivem Empfinden.
    Es gibt bestimmte Substanzen wie Alkohol und diverse Drogen, die auf den Transmitterhaushalt derart einwirken, dass sie eine Depression, Panik oder Verfolgungsideen unmittelbar verursachen können. Dafür spielt es keine Rolle, ob die Substanzen zu Selbstmedikation herangezogen wurden. Psychotherapie läuft dann ins Leere. Der erste Schritt zur Genesung ist die Entgiftung.
    LASSEN SIE IHRE GEDANKEN NICHT UNBEAUFSICHTIGT.Sie beeinflussen Ihre Gefühle.

  9. Inaktiver User

    AW: Wie habt ihr es aus der Depression geschafft?

    Zitat Zitat von neustart_jetzt Beitrag anzeigen
    Es gibt bestimmte Substanzen wie Alkohol und diverse Drogen, die auf den Transmitterhaushalt derart einwirken, dass sie eine Depression, Panik oder Verfolgungsideen unmittelbar verursachen können. Dafür spielt es keine Rolle, ob die Substanzen zu Selbstmedikation herangezogen wurden. Psychotherapie läuft dann ins Leere. Der erste Schritt zur Genesung ist die Entgiftung.
    Das habe ich auch schon gehört. Ist das auch Konsens in den ärztlichen Leitlinien? Wenn ja, müsste dann ein Psychotherapeut die Therapie abbrechen, wenn er unbehandelten Alkoholismus bemerkt? (Annahme: Der Patient kann das auf Dauer nicht verheimlichen.)


  10. Registriert seit
    12.07.2007
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    AW: Wie habt ihr es aus der Depression geschafft?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das habe ich auch schon gehört. Ist das auch Konsens in den ärztlichen Leitlinien? Wenn ja, müsste dann ein Psychotherapeut die Therapie abbrechen, wenn er unbehandelten Alkoholismus bemerkt? (Annahme: Der Patient kann das auf Dauer nicht verheimlichen.)
    Das tun Therapeuten...allerdings sagen sie nicht unbedingt, weswegen ...das läuft dann unter "therapieunfähig"
    Mit Alkohol im Blut ist KEINER therapiefähig,.. auch nicht nach 10 Jahren Therapie ...
    egal um welche Therapie es geht ...
    manchmal dauert es sehr lange, bis jemand drauf kommt ...leider.
    Ich war ein perfekter Schauspieler diesbezüglich und nicht nur ich ...
    Es ist immer JETZT

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