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  1. Inaktiver User

    AW: Wie habt ihr es aus der Depression geschafft?

    Zitat Zitat von neustart_jetzt Beitrag anzeigen
    Also Du leidest, kannst damit umgehen und bist nach eigenen Angaben nicht depressiv. Für mich folgt daraus, das Traumata (wenn Du denn sowas hast...) und Diagnose durchaus nicht zusammenhängen.
    Ja. Aus einem Trauma erwächst nicht zwangsläufig eine Depression, und eine Depression hat nicht zwangsläufig ein Trauma als Ursache.
    Wenngleich die Wahrscheinlichkeit für Letzteres recht hoch ist.


  2. Registriert seit
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    AW: Wie habt ihr es aus der Depression geschafft?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja. Aus einem Trauma erwächst nicht zwangsläufig eine Depression, und eine Depression hat nicht zwangsläufig ein Trauma als Ursache.
    Wenngleich die Wahrscheinlichkeit für Letzteres recht hoch ist.
    Deswegen würde ich Depressiven eben nicht raten, sich damit zu beschäftigen.
    LASSEN SIE IHRE GEDANKEN NICHT UNBEAUFSICHTIGT.Sie beeinflussen Ihre Gefühle.


  3. Registriert seit
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    AW: Wie habt ihr es aus der Depression geschafft?

    Zitat Zitat von neustart_jetzt Beitrag anzeigen
    Also Du leidest, kannst damit umgehen und bist nach eigenen Angaben nicht depressiv. Für mich folgt daraus, das Traumata (wenn Du denn sowas hast...) und Diagnose durchaus nicht zusammenhängen.
    ich hab keine Diagnosen. Ich geh nur zum Arzt, wenn es unvermeidlich ist, sonst nicht.

    Traumata können was zur Depression beitragen, oder auch nicht. Kommt halt immer darauf an.

    Dieses Empfinden von Verlassenheit hat durchaus mein Leben stark geprägt, es ist ein einschneidendes Erlebnis. aber ich hab so einigermassen begriffen, wie ich in Frieden mit mit selbst sein kann. Aber ich weiss auch, wie kurz und schnell der Weg zum nächsten Absturz sein kann. Es gibt immer wieder Dinge, die mich komplett erschüttern.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  4. Registriert seit
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    AW: Wie habt ihr es aus der Depression geschafft?

    Zitat Zitat von neustart_jetzt Beitrag anzeigen
    Deswegen würde ich Depressiven eben nicht raten, sich damit zu beschäftigen.
    Wenn es hilft, sich selbst besser zu verstehen, warum nicht? ich denke, es ist wichtig, bewusst Frieden zu machen mit den schwierigen Seiten der eigenen Geschichte.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

  5. Avatar von Kitty_Snicket
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    AW: Wie habt ihr es aus der Depression geschafft?

    Zitat Zitat von neustart_jetzt Beitrag anzeigen
    Deswegen würde ich Depressiven eben nicht raten, sich damit zu beschäftigen.
    Zumindest nicht unbegleitet.
    Whatever happened until now only served to deliver this moment.

  6. Avatar von Simpleness2
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    AW: Wie habt ihr es aus der Depression geschafft?

    Zitat Zitat von Kitty_Snicket Beitrag anzeigen
    Zumindest nicht unbegleitet.
    Ich finde es wichtig herauszufinden, ob man davon betroffen sein könnte, weil davon auch abhängt ob man die richtige Therapieform gewählt hat. Sich z.B ins Thema Schock-Entwicklungstrauma einzulesen ist sicherlich nicht gefährlich.

    Eine Freundin von mir war vor 30 Jahren wegen Essstörungen und Ängsten in einer Klinik, danach lange Jahre immer wieder in ambulanter Therapie. Die Essstörung hat sie überwunden, dennoch kam sie in der Folge mit ihrem Leben nicht zurecht.
    Es war eine Heilpraktikerin die viele Jahre später schließlich die Vermutung Trauma äußerte. Bis dato meinte meine Freundin sie würde davon nicht betroffen sein.
    Das erste Buch, welches sie darüber las war eine Offenbarung für sie. Endlich konnte sie ihr Reaktionen und Verhaltensweisen verstehen und einordnen.
    Ihre Traumatisierung wurde einige Jahre später von einer Psychotherapeutin bestätigt. Da fragt man sich schon weshalb dies vorher andere "Fachleute" nicht erkannten. Das hätte ihren Leidensweg wesentlich verkürzt.
    Mein Eindruck ist, dass erst seit ca. 10 Jahren das Thema Trauma im Bewusstsein der Therapeuten ist. Leider gibt es bis heute sehr wenig gut ausgebildete Leute in dem Bereich.

    Mich wundert es insofern nicht, wenn jemand jahrelang in Therapie ist und trotzdem nicht weiter kommt, zumindest könnte ein unerkanntes Trauma und die falsche Therapieform dafür ursächlich sein.
    Heutzutage kann und muss man sich in allen Bereichen wirklich selber schlau machen.
    Geändert von Simpleness2 (04.09.2019 um 02:57 Uhr)


  7. Registriert seit
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    AW: Wie habt ihr es aus der Depression geschafft?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Wenn es hilft, sich selbst besser zu verstehen, warum nicht? ich denke, es ist wichtig, bewusst Frieden zu machen mit den schwierigen Seiten der eigenen Geschichte.

    gruss, barbara
    In den meisten Fällen ist es eben nicht der Weg zu Frieden, sondern ein weiterer Mühlstein um den Hals.

    Ich finde auch viele Veröffentlichungen zu dem Thema übertrieben und den Begriff Trauma inflationär verwendet.
    LASSEN SIE IHRE GEDANKEN NICHT UNBEAUFSICHTIGT.Sie beeinflussen Ihre Gefühle.


  8. Registriert seit
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    AW: Wie habt ihr es aus der Depression geschafft?

    Zitat Zitat von neustart_jetzt Beitrag anzeigen
    In den meisten Fällen ist es eben nicht der Weg zu Frieden, sondern ein weiterer Mühlstein um den Hals.
    Der Mühlstein ist ja da, egal ob man ihn benennt oder nicht. Einen vorhandenen Mühlstein zu ignorieren, und so zu tun, als sei er nicht da, ist auf alle Fälle auch kein Weg zu besserem Befinden.

    Wenn man aber mal hinguckt und feststellt - da ist ein Mühlstein - gibt einem das auch weitere Optionen. Zum Beispiel jene, den Mühlstein bequemer auf den Buckel zu packen. Oder gar das eine oder andere Stück davon am Weg zurück zu lassen, und die Last leichter zu machen.

    Kann durchaus auch sein, dass man hinguckt und feststellt: oh, der Stein ist gar nicht so gross, sondern nur ein Steinchen, und ausserdem sieht er gut aus und hat Fossilien drin . Es gibt ja nicht nur posttraumatische Störungen, sondern auch posttraumatisches Wachstum.

    Ich finde auch viele Veröffentlichungen zu dem Thema übertrieben und den Begriff Trauma inflationär verwendet.
    Jeder Mensch erlebt Traumata, und hat Spuren davon in sich. Trauma muss nicht so etwas Schlimmes sein, wie im Krieg zu erleben, wie das Elternhaus in Grund und Boden gebombt wird, oder eine Vergewaltigung, oder sowas. Es kann auch eine abgelehnte Freundschaft sein, oder ein Trauma durch medizinische Behandlungen (zB bei Frühgeburten, die haben das wohl mehr oder weniger automatisch...), oder ein Geschwisterkind, das einen fallen liess, der Tod eines Haustiers... es gibt tausend Situationen, die ein Trauma verursachen. und gerade für ein Baby, das in diese fremde Welt geboren wird und am Anfang nichts versteht, nichts selbst tun kann, sich so sehr von Grudn auf orientieren muss, dass man erst so anscheinend simple Dinge lernen muss wie "das ist mein Körper, dies ist der Rest der Welt" - kann vieles traumatisch wirken. auch in einer liebevollen, achtsamen Umgebung.

    Aber man muss die schon nicht auf eine Weise suchen gehen, wie man sich das neuste Accessoire im Modegeschäft besorgt, das auf keinen Fall.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  9. Registriert seit
    03.06.2016
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    394

    AW: Wie habt ihr es aus der Depression geschafft?

    Ich bin da anderer Ansicht und ich halte an meiner Warnung fest.
    LASSEN SIE IHRE GEDANKEN NICHT UNBEAUFSICHTIGT.Sie beeinflussen Ihre Gefühle.

  10. Inaktiver User

    AW: Wie habt ihr es aus der Depression geschafft?

    Ob es möglich ist sich am eigenen Schopf aus einer Depression infolge eines Traumas - egal ob Schock- oder Entwicklungstrauma herausziehen - sehr unwahrscheinlich aber möglich ist alles. Was ziemlich sinnlos ist
    darauf warten, dass es vorbeigeht, sich selbst einen Blumenstrauß kaufen, mit einem - so er vorhanden wäre - Freund reden. Was vielleicht geht - immer irgendetwas tun - die Handlungsoption und was gar nicht abstellbar ist - immer wieder im Internet / in Büchern herumsuchen. Manchmal gibt es da kleine Erkenntnisklicks - noch keine Hilfe aber immerhin eine Information über den eigenen Seinszustand und das ist mehr als nix.

    Ob der Begriff Trauma inflationär verwendet wird oder nicht weiss ich nicht. Aber - die frühere vegetative Dystonie ist inzwischen die Depression, die frühere endogene Depression wird inzwischen meistens als Traumafolgedepression ( Entwicklungstrauma-folge) bezeichnet. Die Begriffe wandeln sich - nicht die Krankheit. Denn ganz früher - Achtung Ironie - da gab es keine Depression, das war die Schwermut oder die schwarze Galle.

    Der Definition von Entwicklungstrauma der ich anhänge: Eine Folge von Situationen die die Bewältigungsmöglichkeiten des Kind_ Menschens überfordert haben. Die Situationen können weder erinnert werden, noch wären sie als eine Einzelaktion mit schwerwiegenden Folgen versehen oder dann, wenn die jeweiligen Einzelaktionen angemessen von den Bezugspersonen "gesehen" worden wären hätte es auch keine lebenslangen Folgen gehabt - aber die Situationen wirken sich noch heute - hier im jetzt - im erwachsenen Menschen aus.

    Mir ist es nicht Jacke wie Hose, ob man das Kind Trauma nennt oder nicht - Trauma ist die Klarstellung, dass irgendetwas geschehen ist - ob von der Bezugspersonenumgebung gewollt oder ungewollt, ob von der Bezugspersonenumgebung gesehen ( Filme z.B. Peergruppenhandlungen zl.B.) oder nicht gesehen - was sich ereignet hat. Also nichts das vom Schicksal - vom Universum - von den Genen her kommt und unveränderlich ist sondern dieses Wort weisst auf eine Ursache hin.

    Veränderung muss nicht notwendig Kenntnis vom Trauma beinhalten - sogar Luise Reddemann hat irgendwann in ihrer Praxis erkannt, dass das wieder und wieder durchkauen der Traumasituation nicht hilfreich ist - aber die heutigen Folgen müssen irgendwie gesehen ( Muster) und dann können sie modifiziert werden.

    Für mich ist die wichtigste Traumafolgewirkung ein sehr enges Stressfenster ( Window of Tolerance) .
    Wer gestresst ist kann weder entspannen, kann weder konzentriert sein, kann weder Entscheidungen treffen - und hat ein ganz geringes Energielevel übrig. Die "ganze" Energie geht in die Stressbewältigung.
    Diese Symptome sind deckungsgleich mit Depressionssymptomen .

    Wobei - es gibt sicher die reaktive Depression - Beispiel eine Frau pflegt drei Jahre lang tagtäglich ihren Mann, verliert dabei alle sozialen Kontakte, hat keinen Tag frei - die kann - sie muss nicht aber sie wird - in eine Depression rutschen.

    Oder eine Mutter verliert ihr Kind durch einen Kinderschänder - ja ich könnte auch das modernere Wort Pädophile sagen - der das Kind zuerst entführt und dann nach Tagen/Wochen getötet hat. Die Frau kann auch in eine Depression fallen - aufgrund eines Schocktraumas.

    Das Thema des Mehr-Personen-Stranges hier ist - wie kommt man / ich aus der Depression raus. Dazu gehört auch ein Gespräch, was mir nichts hilft - andern kann das helfen - und auch eine Gesprächsgestaltung, die manche Beiträge einfach vorbeilaufen lässt oder indirekt beantwortet ( bei den Themen a la soll ich ihn verlassen - er will eine offene Ehe oder mein Mann hat mich verlassen was tun - das sind kurzfristige Themen, die sich innerhalb von zwei Wochen oder Monaten irgendwo-wie klären) Dies hier ist ein Langzeitstrang.

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