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  1. Registriert seit
    24.07.2016
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    AW: Wie habt ihr es aus der Depression geschafft?

    danke für Deine Antwort!!
    Es sind 37,5 aber retard steht nicht drauf.
    Weiss nicht,ob was dringeblieben ist,es kam fast nur Flüssigkeit beim Übergeben,da ich ausser Kaffe nichts im Magen hatte.
    Wohl auch nicht so günstig...

    Es geht jetzt wieder ein bisschen aber ich ruf trotzdem nochmal beim Arzt an.

  2. Avatar von Bergkiefer
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    AW: Wie habt ihr es aus der Depression geschafft?

    Liebe GreenTree,

    Du mussst die Depression betrachten wie jede andere Krankheit auch.
    Wenn Du Diabetes hättet, würdest Du auch nicht auf den Gedanken kommen, dass Du es allein ohne Medikamente schaffen müsstest. Also keine Selbstvorwürfe!
    Dieses Stadium hatte ich auch einmal, aber das ist falsch und sinnlos. Leider gibt es immer noch Menschen, die glauben, sie müssten "reiss Dich zusammen" sagen, aber Gott sei Dank immer weniger. Unter meinen Angehörigen und Freunden schon gar nicht.
    Es wird ja immer mehr in Zeitungen usw. über Depressionen geschrieben, das hat sehr geholfen, die Menschen zu sensibilisieren.

    Mit den richtigen Medikamenten wird es Dir sicher bald besser gehen, es passt halt nicht jede Pille für jeden.
    Ich nehme im Moment Cymbalta.


  3. Registriert seit
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    AW: Wie habt ihr es aus der Depression geschafft?

    Hallo Bergkiefer,
    ich verurteile mich sehr stark selbst,was glaub ich auch in hohem Masse für die Depressionen mitverantwortlich ist...aber ich arbeite daran,mich selbst zu akzeptieren,
    Hattest Du die ersten Tage Nebenwirkungen mit Cymbalta?
    Im Moment geht es bei mir,konnte sogar was essen,wahrscheinlich erwarte ich wie immer zuviel,dass ich mich sofort besser fühle,ist natürlich unmöglich...
    Aktuell fühle ich mich einfach schlapp und ab und zu kommt innere Unruhe auf.
    Könnte schlimmer sein aber ich möchte mich endlich mal wieder gut fühlen...

  4. Avatar von LaCraca
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    AW: Wie habt ihr es aus der Depression geschafft?

    Geduld, liebe GreenTree, Geduld. Die Mittel brauchen ein paar Tage bis Wochen, bis die positive Wirkung eintritt. Die innere Unruhe wird mit der Zeit wieder vergehen. Das blöde ist, zuerst kommt oft die Antriebssteigerung und dann erst die Stimmungsaufhellung. Das ist nochmal anstrengend. Kannst du jemanden erzählen, dass du Medikamente nimmst? Dass noch jemand drauf schaut, wie es dir geht.
    Warte ab, du bist nun schon Monate in der Depression, ein Antidepressivum kann nicht sofort wirken.

    Ich weiß es gerade nicht, du warst in Reha, nicht? Hattest du auch eine Psychotherapie? Mir hat eine kognitive Verhaltenstherapie vieles klargemacht, warum ich so wenig Selbstbewusstsein habe, warum ich mich selbst so schlecht mache. Und ein paar Strategien, wie ich aus der Abwärtsspirale wieder rauskomme.

    Bergkiefer, der Diabetesvergleich ist sehr treffend.

    Ich wünsche einen schönen Abend :-)
    LaCraca
    Geändert von LaCraca (24.11.2016 um 19:42 Uhr) Grund: Ungenau

  5. Avatar von LaCraca
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    AW: Wie habt ihr es aus der Depression geschafft?

    Ach ja, auf meiner Packung steht: Hartkapseln, retardiert.
    Auf die Tabletten war mir auch schlecht, und ich könnte mir vorstellen, dass die retardierten angenehmer wirken, weil das Medikament nicht auf einmal freigesetzt wird.
    Alles Gute!

  6. Avatar von Bergkiefer
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    AW: Wie habt ihr es aus der Depression geschafft?

    Zitat Zitat von LaCraca Beitrag anzeigen
    Geduld, liebe GreenTree, Geduld. Die Mittel brauchen ein paar Tage bis Wochen, bis die positive Wirkung eintritt. Die innere Unruhe wird mit der Zeit wieder vergehen. Das blöde ist, zuerst kommt oft die Antriebssteigerung und dann erst die Stimmungsaufhellung. Das ist nochmal anstrengend. Kannst du jemanden erzählen, dass du Medikamente nimmst? Dass noch jemand drauf schaut, wie es dir geht.
    Warte ab, du bist nun schon Monate in der Depression, ein Antidepressivum kann nicht sofort wirken.

    LaCraca
    Genau so ist es, meine Tabletten haben auch nicht sofort gewirkt. Und Nebenwirkungen gab es bei mir eigentlich nicht.
    Wenn es Dir wieder besser geht, kannst du dich auch besser akzeptieren, das geht Hand in Hand.


  7. Registriert seit
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    AW: Wie habt ihr es aus der Depression geschafft?

    Vielen dank ihr lieben für eure Antworten.
    Heute hatte ich keinen Durchfall oder Erbrechen ,um 11 Uhr hatte ich einen Termin bei meinem Psychiater.
    Der meinte ebenfalls,dass die innere Unruhe zunächst verstärkt werden kann.
    Ich hab zwar innere Unruhe aber eigentlich nicht stärker als zuvor,ich bilde mir sogar ein,dass schon eine leichte positive Wirkung zu spüren ist aber ich mache mir da glaub ich manchmal auch was vor,weil ich mich so nach einem Heilungserfolg sehne...
    Dennoch ist ja Fakt,dass heute "alles drin geblieben ist".Und mein Psychiater war so lieb,mir die retardierten Kapseln aufzuschreiben.
    Bis Anfang Januar bin ich jetzt noch krankgeschrieben und danach hoffe ich soweit stabil zu sein,dass ich in die psychosomatische Klinik kann.

    An LaCraca:

    Ich war im Juni in der Psychiatrie,2 Wochen vollstationär und 2 Wochen teilstationär.
    Das ging es mir aber auch saudreckig auf deutsch gesagt.
    Bei der Entlassung war ich zwar einigermassen stabilisiert aber rückblickend gesehen war es noch viel zu früh um wieder arbeiten zu gehen.
    Ich hatte dort auch Verhaltenstherapie aber leider nur wenige Sitzungen.
    Trotzdem haben die mir vom Kopf her schon geholfen,man muss einfach lernen,gegen die Negativgedanken positive einzusetzen .In Eigenregie fällt mir das noch schwer und ich hoffe ,dass bald ein Platz frei wird für meine Verhaltenstherapie,stehe da schon auf der Liste.
    Inzwischen versuche ich mir selbst realistische,positive Sätze zu erarbeiten und einzuüben.
    Leider verfalle ich immer wieder in diese Grübeleien aber mittlerweile merke ich es wenigstens.
    Hab mir jetzt so eine Karte mit einer Blume drauf gekauft und immer,wenn ich wieder negativ grüble,denke ich an die Blume als Symbol für meine Heilung.
    Was gut ist: ich habe keinen Appetit mehr also endlich keine Essanfälle mehr.
    Alleine dafür bin ich schon dankbar...

    An Bergkiefer:

    ja,wahrscheinlich kann ich die Selbstabwertung besser in den Griff kriegen,wenn die Tabletten ihr stimmungsaufhellende Wirkung zeigen.
    Danke für den Hinweis!


  8. Registriert seit
    23.11.2012
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    AW: Wie habt ihr es aus der Depression geschafft?

    Bei mir war es ähnlich wie bei dir, erst massive Panikattacken, dann Depressionen. Ich hatte das Glück, einen sehr guten Psychiater in einer PIA zu finden, der schrieb mich bei den Panikattacken kurze Zeit krank, ich bekam Beruhigungsmittel, musste zuerst jeden Tag, dann jeden 2. Tag hin kommen.
    Nach 1 Woche schickte er mich wieder arbeiten, ich war erst entsetzt, er meinte aber, ich würde das schaffen, wenn nicht, solle ich sofort wieder kommen. Und was soll ich sagen: ich schaffte es, meine damalige Krise hatte auch nichts mit meiner Arbeit zu tun, grundsätzlich arbeite ich gern und fühle mich dort auch wohl.

    Die Beruhigungsmittel fuhren wir nach 3 Wochen wieder herunter, das ist ja nichts was man auf Dauer nehmen soll, aber es half am Anfang immens.
    Leider wehrte ich mich bei der Depression lange gegen Medikamente, ich weiß heute auch nicht mehr, warum. Als ich dann zustimmte und wir das richtige Medikament gefunden hatten, ging es mir erstaunlich schnell besser. Schon nach 10 Tagen merkte ich, dass meine Stimmung sich aufhellte, das wurde dann immer besser. Nebenwirkungen hatte ich so gut wie keine. Endlich fühlte ich mich wieder wie früher, ich bin grundsätzlich ein fröhlicher, lebensbejahender Mensch.

    Das alles ist nun 6 Jahre her, die Antidepressiva habe ich auf die halbe Menge herab gesetzt, es geht mir gut, von Zeit zu Zeit habe ich mal einige Tage ein kleines Tief, bin jetzt auch in den Wechseljahren. Dann mache ich lange Läufe, schaue weniger Fernsehen und versuche, Dinge zu tun die mir Spaß machen. Gleichzeitig brauche ich in diesen Phasen aber einfach auch Ruhe für mich selbst, dann stabilisiert sich das alles schnell wieder. Mir hat autogenes Trainig sehr geholfen, inzwischen gebe ich selbst Kurse darin.
    Viel Glück für dich, du wirst sehen, mit dem richtigen Medikament geht es dir bald wieder besser.
    Es gibt keinen Weg zum Frieden, der Frieden ist der Weg (Mahatma Gandhi)


  9. Registriert seit
    24.07.2016
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    AW: Wie habt ihr es aus der Depression geschafft?

    Hallo Fels,

    find ich ja klasse,dass Du es so schnell geschafft hast,wieder zu arbeiten.
    Ich glaube,ich habe anfangs zu wenig Beruhigungsmittel genommen aus Angst vor Abhängigkeit.
    Ich hätte sie eher eine Weile nehmen sollen und dann ganz,ganz langsam rausfahren.
    Meine Arbeit mache ich grundsätzlich auch gerne,überlege dennoch nach der Genesungsphase etwas ganz anderes zu machen.Aber so weit ist es noch nicht.

    Ruhe tut mir ebenfalls gut in Kombination mit leichter Bewegung in der Natur.
    Manchmal geh ich auch ein bisschen shoppen,wenn ich mich einigermassen fühle.
    Das geht aber nicht jeden Tag sonst kriegt mein Mann Depressionen ,wenn er auf´s Konto guckt.

    Ich kann das mit dem Medikament jetzt auch für mich annehmen als Stabilisierungshilfe.
    Du und Deine Vorschreiber haben mir dabei sehr geholfen.

    Du hast eine tolle Signatur!
    Geändert von GreenTree (25.11.2016 um 16:44 Uhr)

  10. Avatar von LaCraca
    Registriert seit
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    AW: Wie habt ihr es aus der Depression geschafft?

    Guten Abend!
    Es freut mich, dass dir nicht mehr schlecht ist, GreenTree. Und ich drücke die Daumen, dass es bald klappt mit der Therapie.

    Eine Übung mit Hausaufgabe war, abends drei Dinge aufzuschreiben, die ich tagsüber gut gemacht habe. Am Anfang fand ich das enorm schwer, und mir fielen nur Winzigkeiten ein. Mit Übung wurde es viel besser. An meinem Spiegel hängt seitdem ein Zettel: Heute schon gelobt?

    Alles Gute weiterhin. Schreib, wenn du was brauchst und auch so natürlich :-)
    LaCraca

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