Ich (w/18)versuche mich kurz zu halten, diese Freundin (w/18)hat eine Soziale Phobie und das schon seit der Grundschule, was mir nie aufgefallen ist,ich dachte immer sie ist nur schüchtern, sie sagte es mir so in der 7. Klasse, wir gingen gemeinsam zur selben schule und ich merkte immer mehr wie schwer es ihr fällt morgens in die schule zu gehen, sie wohnt auch in meiner Nähe und ja, sie hat immer voll gezittert, naja auf jedenfall,sie setzte ein Jahr aus und ging in Psychische Behandlung und war auch in einem Heim, (Probleme Zuhause), letztendlich hat es nichts gebracht, sie hat nur noch davon geredet wie sehr sie Ärzte (da ihr Opa gestorben ist und Ärzte ihn nicht mehr retten konnten)und Psychologen hasst. Sie hat die wirklich gehasst,tut sie immernoch.
Ich weiß nicht was passiert ist,sie hat es mir nie erzählt und ich weiß auch nicht warum sie diese Phobie hat, sie möchte es nie sagen und ich dränge sie auch nicht dazu. Sie ging wieder zu schule und ehm ja sie hat diesen Sommer (2015) die Schule abgebrochen, ihre Mutter hat die Familie verlassen,ihr Vater ist voll streng und ihre Stiefmutter unerträglich. Gerade läuft bei ihr einfach alles scheiße.Sie verkriecht sich immer mehr in ihrem scheiß Zimmer, das die ganze zeit von ihrer Katze vollgepinkelt wird und einfach richtig widerlich ist.
Seit Oktober Leben wir uns langsam auseinander,ich habe die schule gewechselt (Gym.) und meine neuen Schulkameraden mobben mich nicht, sondern bringen mich dazu mehr abends raus zu gehen und Spaß zu haben. Diese Freundin will nie mitkommen und ich frage sie eigentlich langsam auch nicht mehr ob sie Lust hat. Auf andere Sachen hat sie auch keine Lust, ich bekomme sie aus diesem Zimmer nicht raus! Nicht mal ihre Schwester schafft das. Sie hat ihr Angeboten mit ihr und ihren Mann in eine neue Wohnung zu ziehen,aber sie lehnt alles ab.
Sie hat letztens kurz erwähnt, dass sie denkt sie ist depressiv und kaum wollte ich darüber reden und eine Lösung mit ihr gemeinsam finden hat sie sofort aufgehört darüber zu reden und hat mich voll abgewiesen, Schlafstörungen und essstörungen sind auch standart bei ihr.
Sie meinte letztens auch ich soll ich Bescheid sagen wenn ich diese Freundschaft beenden soll...Das war richtig verletztend, sie denkt immer ich werde abhauen wenn es ihr scheiße geht und sie versteht nicht das ich ihr wirklich helfen will, das hat sie nie, nach all dem war ich die einzige die noch neben ihr stand und sie sagt sowas zu mir, wir sind schon seit 14 Jahren befreundet...
Jetzt wo ich das ganze nochmal überblicke,habe ich langsam einfach auch keine Lust mehr, ich weiß nicht was ich machen soll, nichts kommt zu ihr durch, sie will keinesfalls zu einer Psychologin, sie will nicht mal richtig mit mir reden, man ich werde langsam depressiv wenn ich die ganze zeit gegen eine Wand rede und versuche zu helfen
Was soll man da tun??
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Ergebnis 1 bis 9 von 9
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04.01.2016, 12:19
Gute Freundin möchte keine Hilfe
Geändert von KaterinaBraun (05.01.2016 um 12:35 Uhr)
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04.01.2016, 13:12Inaktiver User
AW: Gute Freundin möchte keine Hilfe
Loslassen. So schwer es auch ist.
Hallo Katerina.
Du warst auf dem besten Weg, eine Art Ersatz-Therapeutin für Deine Freundin zu sein, das ist aber nicht Deine Aufgabe und hat auch keinen Platz in einer Freundschaft/Liebe, sollte es jedenfalls nicht haben, darunter kann sich mitunter auch eine sogenannte Co-Abhängigkeit ergeben (frage mal Frau Google, ich bin mir sicher, Du wirst erkennen, dass Du solche Züge zeigst).
Deine Freundin benutzt Dich aus meiner Betrachtung heraus auch in dieser Rolle und dieses Bescheid geben, von wegen, wenn Du die Freundschaft beenden würdest, das grenzt schon an emotionale Erpressung.
Was mich aus Deinen Zeilen heraus etwas fassungslos macht, ist, dass diese Familie da so sehr versagt hat, wahrscheinlich wäre in diesem Fall eine stationäre Aufnahme der beste Weg für das Jetzt.
Aber. Nochmals. Das ist nicht Deine Aufgabe.
Soziale Phobien können tatsächlich diese Auswirkung haben, bleiben sie unbehandelt, dass die Betroffenen das Haus nicht mehr verlassen können, selbst wenn sie es wollten.
Sollte Deine Freundin suizidale Gedanken haben und/oder sogar einen Suizid ankündigen, kannst Du die zuständigen Behörden/Arzt informieren, mehr kannst und solltest Du nicht tun.
Für Dein so junges Alter klingst Du sehr reflektiert und ich möchte Dir sagen, fange an Dein Leben, so wie Du es andeutest zu leben.
Ich habe mich übrigens letztes Jahr von so einer langjährigen Freundin getrennt. Waren andere psychologische Hintergründe, aber ich hatte genug von dieser ewigen Negativspirale, die auch mich zunehmend runterzog, auch wenn ich viele Dinge gut verstehen konnte (arbeite selber als Therapeutin), aber ich habe gelernt, dass es (lebens)wichtig ist, sich und seine Bedürfnisse zu akzeptieren und die eigenen Grenzen unbedingt einzuhalten.
Bei meiner Freundin habe ich übrigens ein klärendes Gespräch geführt, in der ich die Abgrenzung ankündigte. Es gab dann noch einen Vorfall, seither ist Ende im Gelände. Ich gebe zu, dass ich das auch sehr regide durchziehe.
Dir alles Gute und ein netter Gruß von
narrare.
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04.01.2016, 13:24
AW: Gute Freundin möchte keine Hilfe
Du kannst nichts tun, denn sie will nicht dass ihr geholfen wird, da kannst Du nichts ausrichten.
Bleib einfach dran und melde Dich regelmässig bei Ihr damit sie sieht dass sie für Dich noch etwas bedeutet aber lebe Dein Leben!!!Das Leben macht was es will und ich auch!
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04.01.2016, 13:45Inaktiver User
AW: Gute Freundin möchte keine Hilfe
Die Soziale Phobie gehört zur Gruppe der Angststörungen. Diese Störungen sind den Betroffenen meist sehr bewusst und sie sind verzweifelt, weil sie das Leben, wie in diesem Fall, stark und immer stärker beeinträchtigen. Es entsteht zudem eine große Scham, sich dazu zu bekennen und Hilfe anzunehmen.
Sieht man z.B. die Gruppe der Persönlichkeitsstörungen, da ist es oftmals anders, es besteht überhaupt keine Krankheitseinsicht.
Erschwerend in dem Fall, so deutet sich das hier ja auch an, ist, dass Angststörungen sehr häufig mit einer Depression als Komorbidität (eigenständiges Störungsbild neben der Sozialen Phobie) einhergehen. Eine Depression in schwerer Auswirkung kann vollkommen handlungsunfähig machen.
Insofern sehe ich also eher: sie kann sich nicht helfen lassen, da müsste jetzt schnell und konsequent die Familie agieren (Katarina, das würde ich noch tun, der Familie in dem Fall der Schwester, den Link zu Deinem Strang schicken, vielleicht tut sich dann etwas).
Einen recht kompakten und gut verständlichen Text über die Soziale Phobie gibt es bei Wikipedia.
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04.01.2016, 14:48
AW: Gute Freundin möchte keine Hilfe
Hi (:
Danke erst mal das ihr euch Zeit genommen habt, ehm Hallo Narrare
Erst mal so wie ich verstanden habe ist diese Co-abhängigkeit das man alles tut um einer nahe stehend Person zu helfen und dabei sich selbst vernachlässigt und der Person garnicht so richtig hilft. (die meisten Beispiele waren mit Drogen oder Alkohol Problemen)
Ehm ich muss zugeben,ja sowas gab es zwischen uns,seit sie dieses eine Jahr ausgesetzt hat und im Heim war, hat so eine Art Co-abhängigkeit angefangen, bis diesen Sommer. Nachdem sie ihre Schule abgebrochen hat, obwohl ihr nur ein Jahr fehlte, wurde mir klar das ich aufhören muss und auch mein Leben leben muss. Da bin ich auch etwas auf Abstand gegangen und habe mir Zeit genommen für meinen anderen Freunde und es hat sich gelohnt.
Und ich habe auch versucht eine Art Ersatz Therapeutin zu sein für sie,da sie sich geweigert hat zu einer richtigen zu gehen und ich es wichtig fand das sie darüber redet, also über ihre soziale Phobie und alles drum und dran mit ihrer Familie.
Ihre Familie ist so kaotisch und ihr Vater wie schon gesagt ist sehr streng und er glaubt nicht an sowas mit soziale Phobie, er hat damals die Therapien nur bezahlt wegen ihrer Mutter, und ihre Stiefmutter glaubt auch nicht das es ihr wirklich schlecht geht und meint immer sie würde das alles nur Schauspielern und allgemein ihre Familie wirkt so als ob die einfach keine Lust haben sich damit auseinander zu setzten. Ihre Schwester hat ihr Angebot da raus zu kommen, aber genau das lehnt sie ab und meint das sogar die Höhle angenehm sein kann wenn man sich einmal dran gewöhnt hat. Ich war so sauer auf sie. Danach habe ich nur noch zugehört, bis sie aufgehört hat zu erzählen und zurzeit ist es richtig still zwischen uns.
Was ihre soziale Phobie angeht, wie du sagtest sie weiß es genau und dieses Wissen macht sie denke ich fertig, sie sagt immer sie möchte ein normales Leben, sie möchte abends raus gehen und Spaß haben, sie möchte aus diesem Haus raus, aber am Ende macht sie nichts, ich habe ihr Angebot in die disco zu gehen oder in die Stadt (wir waren in diesen 14 Jahren nur ein einziges mal zusammen in der Stadt...) und sie hat ja gesagt, aber am Ende waren wir nur bei uns im Dorf... Sie möchte das,aber sie tut nichts dafür, sie sitzt in ihrem Zimmer und wartet und meckert wie scheiße es ist und macht aber nichts,das macht mich auch sauer. Ja klar sie hat richtig Angst, aber ich verlange ja nicht das sie sofort auf die Bühne springt und singt oder so,sondern nur das sie mal Schritt für Schritt vorwärts geht,bis sie ohne Probleme mal in die Straßenbahn einsteigen kann oder wenigstens nicht in ihrem Zimmer vergeht. Das braucht alles Zeit,aber man ich habe ihr schon ca 5 Jahre Zeit gegeben. Ich habe keine Lust mehr mit anzusehen wie sie in dem Zimmer verreckt und sich selbst alles kaputt macht, aber andererseits ich habe Angst ihr passiert was wenn ich sie aufgebe, ich hatte ihr versprochen für sie da zu sein und ich habe kein einziges mal dieses versprechen gebrochen, ich habe paar Freunde verloren, weil ich mich immer für sie entschieden habe, letztens meinte meine Mutter schon zu mir,dass ich nicht zuviel Zeit in diese Freundschaft investieren soll,da sie es eh nicht zu schätzen wisse...
Ganz ehrlich loszulassen fällt mir echt nicht schwer,aber bei ihr schon, sie war meine aller erste Freundin, ich selbst hatte eine wirklich scheiß Kindheit (zu lang zum erzählen :D) und sie war auch die aller erste die mir zugehört hatte, sie hatte mir geholfen und ich fühlte mich so als ob ich ihr was schuldig bin und gab ihr das Versprechen. Ich weiß ich bin ihr nichts schuldig, aber dennoch fällt es mir schwer.
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04.01.2016, 15:10Inaktiver User
AW: Gute Freundin möchte keine Hilfe
Katarina.
Co-Abhängigkeiten können sich auch in Beziehungen entwickeln, ganz ähnlich wie bei stoffgebundenen Süchten und zeigen sehr ähnliche Züge. Du bist da schon an der richtigen Stelle gewesen.
Deine Angebote sind der Versuch, ihr therapeutisch unter die Arme zu greifen. Da müssen aber Profis ran. Es gibt z.B. tolle Ansätze dafür in der Kognitiven Verhaltenstherapie, ebenso Angebote für solche junge Menschen in begleiteten WGs, dann wäre sie auch weg von Zuhause (das wichtigste für den Moment!), dort vermute ich auch liegt der Kern für die Entwicklung dieser Ängste.
Nochmals. Sie kann nicht. Auch, wenn sie es will, wie sie es ja sehr genau verbalisiert hat. Da helfen auch keine kleinen Schritte, ohne therapeutische Unterstützung.
Es ist schlimm, dass der Vater das nicht sehen will, spricht aber auch eine eigene Sprache und zwar eine sehr ungute, geht es dem eigenen Kind so schlecht. Und dann noch so eine Stiefmutter obendrauf
, das ist ein heftiges Paket, das Deine Freundin schultern muss.
Ich wiederhole meinen Tipp. Hole die Schwester ins Boot, schicke ihr den Link zu Deinem Strang. Wenn Deiner Freundin nicht geholfen wird, kann das wirklich schlimm enden, wie ich bereits andeutete, kann das auch zu einem Suizid führen. Sie müsste, so schnell es irgend geht, raus aus diesem "Familien"-System.
Du kannst Ihr ja mal erzählen, dass es solche WGs gibt (auch ein Zusammenziehen mit der Schwester finde ich nicht eine gute Wahl, wenn es aber doch als Übergangssituation wäre, wäre Deiner Freundin damit aber erstmal geholfen), vielleicht öffnet das ein wenig ihren Blick auf eine Alternative.
Abschließend. Behalte Deinen Weg
bei, er ist der richtige, auch und gerade für Deine Freundin, mache Dir das bewusst, dann wird er etwas einfacher zu gehen sein.
Vielleicht wird sie das irgendwann sogar mal selber erkennen, aber ohne jedwede Bewegung wird sich nichts ändern. Es wird schlimmer werden, das besagen die allgemeinen "Werte" aus der Psychiatrie.
Nochmals alles Gute, für Euch beide, von
narrare.
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04.01.2016, 18:50
AW: Gute Freundin möchte keine Hilfe
Kannst du vielleicht ein paar Absätze in deinem Text setzen? Ich kann das so nicht lesen...
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04.01.2016, 19:03Inaktiver User
AW: Gute Freundin möchte keine Hilfe
geht es um dieselbe Person?
Unsere Freundschaft zerbricht langsam...
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05.01.2016, 12:33
AW: Gute Freundin möchte keine Hilfe
Ja es geht um die selbe Person


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