Diese langen Wartezeiten sind auch bei Fachärzten in D ganz normal! So hoppla hopp geht das nirgends, außer Du hast einen Eintrag auf Dringlichkeit auf Deiner Überweisung oder Deine Ärztin ruft selbst dort in der Praxis an.
Momentan bist Du durch die Medikation Deiner Hausärztin überbrückungsweise versorgt. Im Notfall kannst Du in die psychiatrische Ambulanz eines Krankenhauses gehen.
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07.01.2014, 18:03Inaktiver User
AW: Körperliche Symptome bei Depression!
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07.01.2014, 19:00
AW: Körperliche Symptome bei Depression!
Ja, ich meinte eine psychosomatische Klinik, die mit "herkömmlichen" Krankenhäusern nicht viel gemeinsam hat.
Und ich kenne die Problematik mit Haustieren. Mir wurde letztes Jahr eine stationäre medizinische Reha (wegen meiner chronischen Erkrankung) bewilligt, obwohl ich ambulant beantragt hatte...mein erster Gedanke war auch: Hilfe, was mache ich 3-4 Wochen mit der Katze!?? Allerdings hätte ich im Leben die Reha nicht abgesagt, weil einfach der Leidensdruck - nämlich starke Schmerzen - so groß war, dass ich mir einen Catsitter gesucht habe, der in der Zeit bei mir gewohnt hat.
Ja, einen so "tollen" Mann hatte ich auch. Ich finde es sehr problematisch - so lese ich es raus -, dass du scheinbar die Anwesenheit deiner Tochter und der Hunde als "Rettungsanker" siehst. Meine Mutter war auch depressiv und hat mich, als ich schon ausgezogen war, in schlechten Phasen fast täglich angerufen und ihre Last bei mir abgeladen. Ich wohnte zu der Zeit 400 km entfernt und habe mir oft nur noch Sorgen gemacht, aber auch gemerkt, dass "gute Ratschläge", Vorschläge, von meiner Seite oft aus Hilflosigkeit angebracht, bei ihr überhaupt nicht ankamen. Sie hatte alles bei mir abgeladen - bis zum nächsten Mal. Und ich saß da, weit entfernt, in Sorge, und konnte nichts tun (das konnte ich eh nicht, aber zu der Zeit hatte ich so oft das Gefühl, ich MÜSSTE irgendwie helfen...).Du hattest also auch so einen tollen Mann wie ich?
Ich merk bei mir,dass es schlimmer geworden ist,wie meine Tochter so gut wie ausgezogen ist,weil sie meinen Mann nicht mehr ausgehalten hat.Bis zu dem Zeitpunkt hatte ich ja sie noch.
Es ist schlicht eine Überforderung....Ist das Leben nicht schön!?
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07.01.2014, 20:03Inaktiver User
AW: Körperliche Symptome bei Depression!
Ist schon klar,dass man nicht so von einem Tag auf den anderen einen Termin bekommt.Mich hat nur die Frage ob ich Privatpatient bin geärgert.Und das war das Erste was die Dame wissen wollte.
Ich versuche absolut meine Tochter aus allem raus zu halten,aber natürlich merkt sie wie schlecht es mir geht.Und jetzt durch meine "Krankheit" haßt sie meinen Mann noch mehr,weil sie ihm allein die Schuld gibt.Sprich unser gesammtes Familienleben ist das absolute Chaos.
Das mit dem anrufen hat eigentlich immer sie gemacht.Bis zu drei oder viermal am Tag ist da nicht selten.Das war schon so,als es mir noch gut ging.Liegt auch daran,dass ich ein sehr sehr gutes Verhältnis zu meinem Mädchen hab.Natürlich belastet es mich,dass sie sich Sorgen um mich macht.
Wenn ich jetzt so nachdenke,stimmt das auch was meine Ärztin zu mir gesagt hat.Es gibt viele Formen von Depressionen.Die Einen können zum Trinken anfangen,die Anderen können Tabletten nehmen,und wieder andere sind so sensibel und schlucken alles runter.Zur Letzteren Gruppe gehöre ich,und meine Mutter hatte jahrelang ein Alkoholproblem.Und meine Oma,dass weiß ich nur aus Erzählungen, hatte ganz schlimme Depressionen bekommen,als bei ihr diese Wechselgeschichte anfing.
Stellt sich für mich die Frage,ob sowas vielleicht vererbt werden kann?!?
Aus meiner Kindheit hat sich bestimmt auch so einiges angestaut,und mein Mann gibt mir jetzt den Rest.Ich dachte bisher immer das ich eh stark bin.
Ist aber doch sehr erschreckend.Allein in meinem näheren Umfeld kenn ich drei Personen die massive psychische Probleme haben.Gab es diese Krankheiten früher auch schon in solch einer Form,oder war es den Leuten "wurscht" und es ist unter den Tisch gekehrt worden,weil es eben keine Behandlung gab,oder ist das jetzt unsere Zeit.
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07.01.2014, 20:56
AW: Körperliche Symptome bei Depression!
Liebe Sammy
Dann teile mal deine Tochter mit, das eine Depression immer in einem selber begründet ist und ihren Vater keine Schuld trifft.Ich versuche absolut meine Tochter aus allem raus zu halten,aber natürlich merkt sie wie schlecht es mir geht.Und jetzt durch meine "Krankheit" haßt sie meinen Mann noch mehr,weil sie ihm allein die Schuld gibt.Sprich unser gesammtes Familienleben ist das absolute Chaos.
Ehrlich gesagt, klingt das für mich eher nach Abhängigkeit, als nach gutem Verhältnis.Das mit dem anrufen hat eigentlich immer sie gemacht.Bis zu drei oder viermal am Tag ist da nicht selten.Das war schon so,als es mir noch gut ging.Liegt auch daran,dass ich ein sehr sehr gutes Verhältnis zu meinem Mädchen hab.Natürlich belastet es mich,dass sie sich Sorgen um mich macht.
.Stellt sich für mich die Frage,ob sowas vielleicht vererbt werden kann?!?
Aus meiner Kindheit hat sich bestimmt auch so einiges angestaut,und mein Mann gibt mir jetzt den Rest.Ich dachte bisher immer das ich eh stark bin
Mit eine Kindheit bei alkoholkranken Eltern brauchst die Gründe für deine Depression nicht bei den Erbanlagen suchen.
Und mit deinem Mann lebst Du erst zusammen seit dem du erwachsen und für dich selber verantwortlich bist.
[/QUOTE]Ist aber doch sehr erschreckend.Allein in meinem näheren Umfeld kenn ich drei Personen die massive psychische Probleme haben.Gab es diese Krankheiten früher auch schon in solch einer Form,oder war es den Leuten "wurscht" und es ist unter den Tisch gekehrt worden,weil es eben keine Behandlung gab,oder ist das jetzt unsere Zeit.
Psychische Störungen waren bis vor einigen Jahren ein Tabuthema. Die Leute haben sich lieber aufgehängt, als sich hilfe zu suchen.
Wenn sich der Termin bei der Fachärztin nicht vorziehen lässt, bitte deine Hausarzt die Medikation anzupassen, wenn die jetzige Dosis noch keine deutliche Besserung bringt.
Grüße
Luftpost
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07.01.2014, 21:39Inaktiver User
AW: Körperliche Symptome bei Depression!
Irgenwann ist das Fass voll und es gibt keine Ausflüchte mehr....An diesem Punkt bist Du gerade. Gut so!
Deine Tochter scheint sich noch nicht abgenabelt zu haben, denn "normal" ist das nicht das sie so häufig anruft. Oder sie fühlt sich für Dich verantwortlich. Dem kannst Du nur entgegen treten, wenn Du ihr zeigst das Du jetzt für Dich etwas unternimmst und Deine prekäre Situation lösen möchtest. Klar ist sie emotional beteiligt und einen eigenen Standpunkt und Abstand dazu zu finden ist, vor allem in jungen Jahren nicht einfach.
Ich kenne Deinen Mann und Deine familiäre Situation nicht aber es liest sich schon so, dass Du sehr unter ihm leidest. Diese für Dich scheinbare ausweglose Situation kann Deine Depression über lange Jahre des ertragens und nicht lösen könnens, verursacht haben.
Ich bin anderer Meinung als Luftpost. Klar hast Du ihn als Erwachsene geheiratet aber wenn man sich vorher nicht mit seiner Ursprungsfamilie auseinandergesetzt hat, sucht man sich unbewusst ein ähnliches destruktives Umfeld, Beziehung und lebt in den alten, erlernten Mustern weiter und die stammen von dem konditionierten Kind in Dir und nicht von der erwachsenen Sammy. Wenn Du etwas tiefer gräbst wirst Du sicherlich Ähnlichkeiten in den Verhaltensweisen zu damals und heute feststellen.
Verständnis wirst Du von Deinem Mann nicht erhalten. Es wird auch nichts nützen, wenn Du ihm Infobroschüren hinlegst. Er will nicht das sich in eurer Beziehung etwas ändert bzw. er will sich nicht verändern.
Es kommt jetzt darauf an, dass Du zu Kräften kommst, einen Therapeuten findest mit dem Du aufarbeiten kannst was aufzuarbeiten ist, neue Perspektiven entwickelst und selbtbewusster und unabhängiger wirst.
Das wird seine Zeit brauchen. Gut wäre wenn Du außer Deiner Tochter noch andere Menschen hättest die Dich dabei unterstützen.
Alles Gute
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07.01.2014, 22:49
AW: Körperliche Symptome bei Depression!
Liebe Dakini
Das sehe ich genau so, nur mit dem Unterschied, das nicht der Ehemann für diese Situation verantwortlich gemacht werden kann, wenn die Ehefrau 2 Jahrzehnte in einer für sie unerträglichen Ehe verbringt. Sie hat die 20 Jahr schließlich nicht im Kellerverlies zugebracht! Die Ursachen der Duldung diese Zustände in ihrer Ehe liegen in der Ehefrau begründet und nur sie hätte es ändern können und kann es immer noch ändern.Ich kenne Deinen Mann und Deine familiäre Situation nicht aber es liest sich schon so, dass Du sehr unter ihm leidest. Diese für Dich scheinbare ausweglose Situation kann Deine Depression über lange Jahre des ertragens und nicht lösen könnens, verursacht haben.
Ich bin anderer Meinung als Luftpost. Klar hast Du ihn als Erwachsene geheiratet aber wenn man sich vorher nicht mit seiner Ursprungsfamilie auseinandergesetzt hat, sucht man sich unbewusst ein ähnliches destruktives Umfeld, Beziehung und lebt in den alten, erlernten Mustern weiter und die stammen von dem konditionierten Kind in Dir und nicht von der erwachsenen Sammy. Wenn Du etwas tiefer gräbst wirst Du sicherlich Ähnlichkeiten in den Verhaltensweisen zu damals und heute feststellen.
Grüße
LuftpostGeändert von Luftpost (07.01.2014 um 22:53 Uhr)
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08.01.2014, 09:04Inaktiver User
AW: Körperliche Symptome bei Depression!
Liebe Luftpost!
Ist nicht ihr leiblicher Vater,und er hat sie eigentlich immer abgelehnt,bzw war immer eifersüchtig auf sie.Am Anfang hat er sich noch "verstellt" und mit den Jahren ist sein Verhalten immer schlimmer geworden.
Besonders als ihm bewußt wurde,dass ich finanziell von ihm abhängig bin.
Abhängigkeit meinst du von ihrer Seite,oder von meiner?
Kannst aber in gewisser Weise Recht haben,von beiden Seiten.
Liebe Dakini!
Ich denke auch,dass sich meine Tochter noch nicht vollständig abgenabelt hat von mir.
Meine Hausärztin meint auch,dass dieses jahrelange "ertragen" meine jetzige Situation verursacht hat.
Infobroschüren interessieren ihn nicht,denn sowas ist Blödsinn.Und das er nichts verändern will,weiß ich leider auch.Er hätte am liebsten,dass ich nur für ihn da bin,und das sich alles nur um ihn dreht.
Hauptproblem ist,dass er immer nur den anderen an allem die Schuld gibt,und er ist immer nur das Opfer.
Letztes Jahr war ein schlimmer Vorfall,wo die Polizei ihm für 2 Wochen ein Betretungsverbot für unser Haus verordnet hat.
Nichteinmal da hat er ein bisschen nachgedacht,ob er nicht auch etwas dran Schuld hätte.So wie auch ich sicherlich einen Teil Schuld habe.Hab damals mit einer Psychologin von der Polizei gesprochen,und die bestätigte mir,dass dieses "arme Opfer" Verhalten sehr oft vorkommt.
Bin mir natürlich bewußt,dass ich selber für mein Leben verantwortlich bin,und nur ich es ändern kann.
Nur es ist soooo schwer!
Ich hoffe,dass ich es mit Hilfe eines Therapeuten auch schaffe.
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08.01.2014, 12:52Inaktiver User
AW: Körperliche Symptome bei Depression!
Ich bin da nicht so streng und glaube das sehr viele Menschen in seltsamen Beziehungsmustern leben ohne das ihnen richtig bewusst ist was da abläuft. Oft kennen sie es von ihrer Ursprungsfamilien her nicht anders. Und oft stehen massive Ängste, sowie mangelndes Selbstwertgefühl im Weg um etwas zu verändern.
@Sammy
Ihr seid beide in die Opferrolle gegangen. Und beide profitiert ihr auf irgendeine Weise davon und sei es nur keine Verantwortung für das eigene Leben übernehmen zu wollen. Bekanntes Terrain = Sicherheit! Die meisten Menschen bleiben deswegen genau dort, auch wenn es viel Leid beinhaltet. Damit kennt man sich aus, da weiß man was man hat und braucht keine Risiken und somit Unsicherheiten einzugehen.
Deinen Anteil in diesem Rollenspiel wirst Du in der Therapie entwirren können.Geändert von Inaktiver User (08.01.2014 um 13:21 Uhr)
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10.01.2014, 17:34
AW: Körperliche Symptome bei Depression!
Die Verantwortung für das Gelingen wie Scheitern einer Beziehung liegt immer auf beiden Seiten. Als ich noch dick in der Depression drin war, habe ich mir zielsicher einen Partner gesucht, der mein Muster bedient hat. Ein krankes System entsteht da, in dem beide Täter wie "Opfer" sind. Und es kann auch nur auf diese Weise bestehen bleiben, dass beide krank sind und bleiben. Sobald sich ein Teil des Systems bewegt und verändert, ist das System bedroht.
Als ich mich damals aufgemacht habe und konsequent an mir gearbeitet habe, stieß ich nur auf Widerstand. Verständlicherweise - mein Ex-Gatte hatte Angst. Wäre ich damals nicht so überzeugt davon gewesen, dass ich weitermachen muss, für mich ganz allein, wäre ich vermutlich wieder in bekannte Muster zurückgegangen.
Ich weiß, dass ich auch heute noch eine Tendenz habe, mir süchtige Männer zu suchen. Das klappt fast schlafwandlerisch. Ich weiß ganz genau, wenn ich jemanden interessant finde, dann jemanden mit einer Suchtstruktur. Und das, obwohl ich meine Ursprungsfamilie in mehreren Therapien von vorn bis hinten angeguckt habe. Ich weiß, dass es eine lebenslange Aufgabe bleiben wird und ich kenne meinen Anteil, warum es immer wieder zu solchen Verbindungen kommt.
Als kleinen Buchtipp: "Die Sucht, gebraucht zu werden" von Melody Beattie.Ist das Leben nicht schön!?
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12.01.2014, 12:51
AW: Körperliche Symptome bei Depression!
Das sehe ich auch so bzw. habe es selbst erlebt.Ich bin da nicht so streng und glaube das sehr viele Menschen in seltsamen Beziehungsmustern leben ohne das ihnen richtig bewusst ist was da abläuft. Oft kennen sie es von ihrer Ursprungsfamilien her nicht anders. Und oft stehen massive Ängste, sowie mangelndes Selbstwertgefühl im Weg um etwas zu verändern
Der Alltag, kleine oder heranwachsende Kinder, berufliche Sorgen etcetc. lassen kaum Zeit und Raum zu erkennen, dass die Wurzel allen Übels nicht der Streß, die beginnenden Wechseljahre, Krankheiten usw. sind, sondern die Erkenntnis darüber, dass man sich in einem ungesunden System befindet.
Zwar weiß man diffus, hier stimmt etwas nicht, aber kann den Ursprung nicht richtig orten. So ging es mir.
Das kann übrigens alles Mögliche sein. Nicht nur die Partnerschaft, sondern auch Arbeitsplatz, die Familie oder eine Mischung aus allem.
Selbstreflektion und "Auf-sich-Acht-geben" müssen viele Frauen erst lernen.
Oftmals muss auch erst was "passieren", dass man aus seinem vertrauten Muster ausbricht.
Viel Kraft für Deinen Weg
polilla



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