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  1. Inaktiver User

    Krank oder nur keinen Willen?

    Eine povozierende Frage in dieser Rubrik, ich weiß.

    Es ist mein Thema wegen einem Familienmitglied.
    Ich kenne Menschen die diese Diagnose haben. Es gibt die die kämpfen, die ihr Leben versuchen auf die Reihe zu bekommen, imme wieder neu, auch wenn es nicht immer dem entspricht, wie die Gesellschaft es erwartet.

    Der Mensch ist individuell - jeder Mensch!

    Das Leben ist nicht immer einfach, weiß auch jeder. Es gibt die unterschiedlichsten Gegebenheiten und Konstellationen, auch viele ungünstige, wie Menschen ins Leben geschubbst werden.

    Aber nicht Jeder mit einer schrecklichen Kindheit wird Massenmörder und nicht jeder der sensibel ist und der unter schwierigen Umständen arbeitet oder lebt, wird depressiv!

    Warum ist das so?
    Nehmen wir mal körperliche Unzulänglichkeiten weg - Serotoninmangel, Vererbung, etc.

    Gibt es heute mehr Depressive, als vor 50 Jahren?
    Die Mensche damals mussten mit Hunger und Krieg klar kommen. Heute ist es "nur" der tägliche Kampf ums Überleben in einem reichen kapitalistischen Staat.

    Bei manchen kommt es mir vor, als nehmen sie Depression als ausrede nicht arbeiten und nicht funktionieren zu müssen!

    Ja, es gibt diese Leute - unbedingt.
    Die Therapien ablehnen, nicht klean werden wollen von Alkohol oder Drogen trotz Depression, die in der Tagesklinik sagen, sie gehören da nicht hin, meinen auch sie sitzen da nur ihre Zeit ab und belächeln die, die ihnen helfen wollen. Die die wieder darauf warten das sie jemand rettet, aus all ihren Problemen raus holt - das schaffen sie immer wieder und wieder. Vorher verweigern sie sich bis zum Suizidversuch und dann kommt ja hoffentlich die Rettung und alles geht wieder von vorn los.

    Nein, mit mir nicht mehr. Wer nicht will und keinen Willen hat, den soll man lassen und nicht aufheben!

    Da hasse ich diese ganzen Weichspülprogramme, denn sie helfen nicht wirklich, sie verlängern nur und kosten - kosten unendlich viel Geld das derer, die es erarbeiten!

    Es gibt auch die die Therapie machen und kämpfen, jeden Tag neu, Hut ab vor denen.

    Das eine ist Krankheit aber Willen braucht es trotzdem, kämpfen wollen, auch mal dinge durchzustehen, die nicht schön sind und ganz wichtig, die eigenen Energien einteilen, damit man nicht vor die Hunde geht.

    Aber das muss auch jeder der nicht "krank" ist.

  2. Inaktiver User

    AW: Krank oder nur keinen Willen?

    Verurteile niemanden, bevor Du nicht genau an seiner Stelle gewesen bist.

  3. Inaktiver User

    AW: Krank oder nur keinen Willen?

    Ich bin nicht im Niemandsland. Das Leben ist nicht leicht, aber ich kämpfe!

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    AW: Krank oder nur keinen Willen?

    Es ist immer leicht, sich über jemand anders zu erheben. Was weißt du, wie jemand innerlich kämpft?
    Ein Verstand, der einmal
    durch eine neue Idee über sich hinaus wuchs,
    kehrt niemals
    zu seiner ursprünglichen Form zurück.

    [Oliver Wendell Holmes]

  5. Inaktiver User

    AW: Krank oder nur keinen Willen?

    an diesem punkt kann ich dir nur einen buchtipp geben:

    depression, helfen und sich nicht verlieren. ein ratgeber für freunde und familie. von huub buijssen im beltz-verlag.

    und dann entscheide selbst wieviel und wie weit du mit-tragen kannst und willst. denn es nutzt deinem gegenüber auch nichts, wenn du vor selbstaufgabe auf der strecke bleibst.

  6. Inaktiver User

    AW: Krank oder nur keinen Willen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das Leben ist nicht leicht, aber ich kämpfe!
    nicht jeder hat diese kraft. hut ab!

    und an diesem punkt kann man/frau hilfe anbieten- aber niemanden zwingen sie auch anzunehmen. es gibt tausend gründe warum ein anderer mensch eben nicht kämpft.

  7. Inaktiver User

    AW: Krank oder nur keinen Willen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    nicht jeder hat diese kraft. hut ab!

    und an diesem punkt kann man/frau hilfe anbieten- aber niemanden zwingen sie auch anzunehmen. es gibt tausend gründe warum ein anderer mensch eben nicht kämpft.
    Danke.

    Ja seine Kräfte einteilen, schaun wie viel man tragen kann, wie man dem anderen helfen kann, so dieser es auch will.
    Ich kenne beide Seiten, die von dem der kämpft und manchmal kaum noch kann, manchmal auch am liebsten nicht mehr kämpfen will- aber mein Charakter oder wer weiß was es ist verbietet es mir aufzugeben!

    Ich kenne auch mindestens eine Person die kämpft! Es geht! Und ja es hat mit Willen und kämpfen wollen zu tun!

    Ja, ich habe wenig Verständnis für die die nur nehmen und nichts geben, die angeblich keine Hilfe wollen, aber doch in der sozialen Hängematte liegen und andere machen lassen.
    An das Gewissen und die Ehre dieser die gar nicht mehr wollen appeliere ich schon! Es ist kein einfach so verurteilen, ich kenne 2 Leute persönlich die so seit Jahren leben und ich finde es Sch...!

    Jeden kann es mal erwischen, aber man muss da auch selbst raus wollen - es gibt da x Möglichkeiten und Wege die in unserem Land angeboten werden.

    Ich verurteile die die über Jahre nur nehmen und sich in die Hängematte legen - JA!
    Da finde ich es mist, das wir ein Sozialstaat sind, in der Natur wird das anders geregelt. Das Leben ist halt hart und nur wer kämpft überlebt.

  8. Inaktiver User

    AW: Krank oder nur keinen Willen?

    ich kenne auch beide seiten.

    und ich kenne auch die zeit, wo ich nicht kämpfen konnte. es ging einfach nicht. glücklich war ich damit auch nicht.
    ich war froh drum, dass da nicht sofort auch der kampf ums überleben dazu kam. dass es diese hängematte gab.

    wer sich darin einrichtet- dessen entscheidung. wenn ich allerdings für mich das gefühl habe ausgenutzt zu werden- da kann ich mich selbst für mich abgrenzen. das habe ich gelernt. da lasse ich mich nicht mehr vereinnahmen.

    das wir in einem sozialstaat leben, so wie unsere gesetze dem einen oder andern zu lasch sein mögen- es gibt immer menschen, die wissen wo ihr weizen blüht, die für sich das beste rausholen können.

    aber letztendlich muss ich mir im spiegel in die augen schauen können. ich bin nicht für die anderen verantwortlich. ich kann hilfe anbieten, ich bin froh, dass mir geholfen wurde- aber wer dieses system ausnutzt- das ist deren entscheidung- und die müssen auch damit klarkommen.

    du kannst auch sagen: brighid ist ein gutmütiges kamuffel- aber wenn es bei mir mal rum ist, dann wird eher der mond viereckig als dass ich mich dann nochmal veräppeln lasse.

    erstmal hat jeder mensch einen gewissen vertrauensvorschuss bei mir. hat vielleicht mit meiner blauäugigkeit zu tun.

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    AW: Krank oder nur keinen Willen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da finde ich es mist, das wir ein Sozialstaat sind, in der Natur wird das anders geregelt. Das Leben ist halt hart und nur wer kämpft überlebt.

    Ich wünsche dir von Herzen, dass du niemals in eine Situation kommst, in der du es toll findest, in einem Sozialstaat zu leben und dass dir immer die Kraft zu kämpfen erhalten bleibt - kann sich oft von jetzt auf gleich ändern.....
    liebe Grüße von
    Spotzl



    Stil ist nicht der hintere Teil des Besens und Niveau ist keine Gesichtscreme!

    .... ohne ein paar Katzenhaare ist man nicht vollständig angezogen ....

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  10. Inaktiver User

    AW: Krank oder nur keinen Willen?

    Ein gutmütiges Kamuffel bin ich auch.... sonst wäre mir alles egal und würde an mir abprallen.

    Mein Artikel ist Wut und Hilflosigkeit zugleich. Ich kämpfe und kämpfe bin dann noch da, mache mir Sorgen, renne telefoniere, wo man Hilfe her bekommen kann, rufe die 112 an und dann wo die Person sich gerettet fühlt, ist ja alles halb so wild, andere sind krank und irgendwann geht alles von vorn los....

    Mich abgrenzen los lassen - ja aber wo fängt es an, wo hört es auf und dann das mit dem sich schuldig fühlen, wenn doch jemand alles verliert oder sein Leben doch beendet?

    Und von mir wird immer erwartet, ich muss alles meistern, ohne Anerekennung und immer noch von irgendwo ein Tritt, sogar von den Eltern....

    Also, das Leben kann echt Sch... sein -aber ich kämpfe weiter!

    @brighid, es ist völlig ok sich helfen zu lassen und sich auch mal für eine Zeit aus allem raus zu ziehen, und mal die Hängematte zu nutzen, wenn man nicht mehr kann!!! Aber irgendwann hat man wieder Kraft und fühlt sich besser und geht das Leben mit seinen Aufgaben wieder an und wenns auch nur kleine Schritte sind und mit mehr Aufmerksamkeit für sich selbst.

    Du bist auch ne Kämpferin. ;)

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