Liebe Leser!
Ich habe viele Jahre immer mal wieder unter einer generalisierten Angststörung gelitten. Es gab Phasen schlimmer Depression und angstattacken. Die Ursachen sind nicht so eindeutig oder anders ausgedrückt multikausal. Ich war in therapeutischer Behandlung, jedoch endete diese vor zwei Jahren. Ich nahm drei Jahre antidepressiva und es ging mir viel besser damit.
Meine schlechten Phasen waren zeitlich begrenzt. Ich spürte sie kommen. ein dunkler Schatten, der sich über alles legt. Irgendwann der Höhepunkt und dann ging es mir langsam wieder besser.
Nun bin ich seit einem halben Jahr ohne Medikation. Bis vor ein paar Wochen ging es mir sehr gut damit, jedoch entwickelte ich eine schlimme pms.
Schon seit Jahren habe ich starke regelbeschwerden, aber kein Vergleich zu den letzten Monaten. Ich habe jedes Symptom. Stimmungsschwankungen, Heißhunger, Schmerzen in Brust und rücken, wassereinlagerungen
- einfach alle Merkmale. In letzter zeit geht es mir nur noch schlecht!
Nach der Regel ist vor der Regel.
Außerdem bin ich ständig krank. Mein leben führe ich sonst "ordentlich", also ich arbeite in leitender position, mache viel Sport.
Langsam leidet aber alles unter meiner erschoepfung, welche ich empfinde. Ich bin nur noch fertig.
Gefühle werden langsam gleichgültig, alles wieder im hübschen grau. Nichts wirklich schön, keine Lust auf irgendwas.
Ich habe schon Ärzte um Hilfe gebeten. Leider wird man ,besonders was pms betrifft, schnell weggeschickt. Alles nur psychosomatisch. Ja, Super und nun???? Man kommt ja nicht so einfach an seine Psyche und ich bin nun wirklich sehr reflektiert und auch psychologisch gebildet sozusagen:-}.
Trotzdem weiß ich nicht, wie ich mir helfen kann! Vieles hab ich ja schon versucht.
Ich bin seit zwei Wochen wegen einer Erkrankung Zuhause und kann mich mal etwas entspannen. Die Grundstimmung bleibt.
Ich habe jeden Tag andere Beschwerden. Ohrendruck, nackenverspannung, Bauchschmerzen- all den psychosomatischen sch...!
Manchmal überlege ich in so eine tagesKlinik zu gehen. Aber ist es dafür akut genug? Ich möchte, dass es mir besser geht.
Vielleicht geht es ja einigen ähnlich. Danke fürs lesen.
Gruß hops( ich bin übrigens 32)
Antworten
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29.09.2012, 22:10Inaktiver User
Psychosomatischer Teufelskreis
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29.09.2012, 22:13Inaktiver User
AW: Psychosomatischer Teufelskreis
Ich hab halt auch Angst, meine berufliche Situation zu gefaehrden!
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29.09.2012, 22:19Inaktiver User
AW: Psychosomatischer Teufelskreis
Ich habe keine Erfahrung mit Depressionen, und eigentlich auch keine mit Regelbeschwerden. Aber bei meinen heftigen Wechseljahresmaläsen (Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, anfangs auch Haarausfall und noch diverses mehr) kann mir mein Akupunkteur gut helfen. Vielleicht ist das etwas, das du mal versuchen könntest?
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29.09.2012, 22:21Inaktiver User
AW: Psychosomatischer Teufelskreis
Danke für den Tipp!
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29.09.2012, 22:21Inaktiver User
AW: Psychosomatischer Teufelskreis
Hallo Hopsundhuper,
was spricht dagegen die Antidepressiva wieder zu nehmen? Ich würde zumindest ausprobieren ob sich mit Deine Beschwerden verbessern oder legen.
Warst Du beim Frauenarzt? Sind die Schilddrüsenhormone in Ordnung?
Nach 2 Jahren Pause hättest Du, meines Wissens wieder Anspruch auf Kostenübernahme ambulanter Therapie. Welche Therapieform hast Du gemacht? Vielleicht wäre es sinnvoll einmal einen vollstationären Aufenthalt in Betracht zu ziehen.
Alles Gute
Sesam
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29.09.2012, 22:23Inaktiver User
AW: Psychosomatischer Teufelskreis
Kannst du dich da mal vorstellen und fragen, wie sie dir helfen könnten? Die Entscheidung, da wirklich hinzugehen, kannst du erst dann treffen, wenn du weißt, was da geschieht.
Eine andere Frage: Bist du glücklich in deinem Beruf? Hast du einen (uneingestandenen) Kinderwunsch, der sich mit deinem Beruf nicht gut verträgt? Wenn du vermutest, dass deine Beschwerden eine psychosomatische Komponente haben, würde ich in dieser Richtung suchen.
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29.09.2012, 22:28Inaktiver User
AW: Psychosomatischer Teufelskreis
Nachtrag: Wichtig wäre das Du an Deine Gefühle herankommst, zuläßt. Das löst sehr oft körperliche Beschwerden.
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29.09.2012, 22:34Inaktiver User
AW: Psychosomatischer Teufelskreis
Ja, ich war beim Frauenarzt. Dort wird die Pille empfohlen.ich möchte sie eigentlich nicht anfangen zu nehmen, bin noch ganz Pille-frei! Es wurde nur ein Eisen-Mangel festgestellt.
Ich habe eine Gesprächstherapie gemacht. Tiefenpsychologisch sozusagen.
Ich gestehe mir meinen Kinderwunsch ein:-), aber der passende Mann fehlt noch! Ich weiß halt nicht, ob es mir so gut tut, lange aus dem Job raus zu sein. Vielleicht verliere ich ihn. Das waere finanziell problematisch. Außerdem bin ich da eh eher nicht konstant und nun eigentlich am Ziel. Vielleicht ist das mein Problem. Im Gründe könnte Ruhe einkehren nach länger suche nach dem richtigen Job. Aber nun mach ich es anders wieder unruhig.
Nach 2 Jahren Pause hättest Du, meines Wissens wieder Anspruch auf Kostenübernahme ambulanter Therapie. Welche Therapieform hast Du gemacht? Vielleicht wäre es sinnvoll einmal einen vollstationären Aufenthalt in Betracht zu ziehen.
Alles Gute
Sesam[/QUOTE]
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29.09.2012, 22:43Inaktiver User
AW: Psychosomatischer Teufelskreis
Ich würde den Arzt wechseln. Gibt es eine naturheilkundlich orientierte Ärztin in deiner Gegend? Oder ein Frauengesundheitszentrum?
Und zum Kinderwunsch:Was heißt denn lange aus dem Job raus sein? Ein Jahr? Ein halbes? Ich habe selbst keine Kinder. Aber meine Schwestern arbeiteten spätestens ein Jahr nach der Geburt wieder, und die Betreuung durch andere Menschen als die Mutter hat meinen Nichten und Neffen nicht geschadet.
Liegt da das Problem? Langweilt dich insgeheim dein Job? Kennst du von Barbara Sher: "Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast"?nun eigentlich am Ziel.
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29.09.2012, 22:48Inaktiver User
AW: Psychosomatischer Teufelskreis
Ich meinte den Job, nicht das Kind. Missverständnisse. Ich glaube aber auch, dass es besser ist, ein wenig mit sich im reinen zu sein. Kinder sind gerade kein Thema, weil der Mann fehlt. Ja mich langweilt mein Job manchmal, obwohl ich gerade der bestimmter sein darf! Ich mag meine Arbeit grundsätzlich sehr, aber durch mein erschöpft sein, habe ich kaum kraft sie gut zu machen.


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