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    Selbstmord ist keine Option mehr...

    ... seit ich Kinder habe. Aber seither fühle ich mich nur noch auswegloser...

    Hallo zusammen,
    ich lese hier schon länger immer mal wieder mit, und habe mich nun angemeldet in der Hoffnung, meine wirren Gedanken einerseits für mich selbst ein wenig sortieren zu können, und vielleicht auch, für manche Details hilfreiche Tipps zu erhalten.

    Meine Überschrift klingt vielleicht ein wenig blöd, trifft es in gewisser Weise aber auf den Punkt. Ich kenne schon sehr lange immer mal wieder "dunkle Phasen" in meinem Leben, aus denen ich mich bislang immer wieder mal mehr, mal weniger gut rausarbeiten konnte und auch zunehmend gelernt hatte, erste Anzeichen zu erkennen und zu reagieren.

    In diesen Phasen war das Thema "Selbstmord" eine Option, die als positiver Anker für mich da stand. Es war so der Prüfstand: so schlimm, dass es wirklich nicht mehr weitergehen soll, dass das Danach für mich gleichgültig ist, so weit ist es noch nicht. Und auch: ich habe selbst die Wahl, ob ich dieses Leben weiter lebe und gestalte oder es beende. Diese Wahlmöglichkeit empfand ich als sehr kraftvoll.

    Jetzt habe ich zwei noch relativ kleine Kinder - und der Gedanke daran, ihnen den Selbstmord ihrer Mutter zuzumuten, ist schlicht nicht denkbar. Aber das Problem ist für mich zunehmend: bin ich ihnen denn so, wie ich jetzt bin, zumutbar? Wo tragen sie mehr Schaden davon?

    Ich würde mir am liebsten eine Decke über den Kopf ziehen und einfach aus dieser Welt verschwinden. Manchmal hatte ich schon den bösen Gedanken, dass eine tödliche Krankheit gar nicht so schlimm wäre - es wäre ein Abschied, an dem ich nicht schuld bin, der bei den Menschen, die ich liebe, keine unüberbrückbaren Blessuren hinterlassen dürfte, und ich gebe ihnen den Weg frei, mit jemandem aufzuwachsen, der nicht meine Defizite hat.

    Vor der Geburt der Kinder habe ich relativ viel gearbeitet, aber zunehmend mit weniger innerer Beteiligung und Befriedigung; ich wurde während der Schwangerschaft des Großen dann zur HÄlfte etwa aus dem Verkehr gezogen. Die FA hatte damals "BurnOut-Gefahr" als Begründung für das Beschäftigungsverbot angeführt; ich hatte es so verstanden, dass sie mir in meiner Mobbingsituation, in der ich mich befand, aus dem Rennen ziehen wollte, ich hatte vor Stress kaum noch geschlafen.

    Die Zeit mit Kleinkind war natürlich anstrengend, aber auch glücklich; genauso auch dann die bald folgende Schwangerschaft zum zweiten Kind. Ich war zwar erschöpft, hätte mich aber nicht als depressiv eingestuft.

    Das zweite Kind hat dann sämtliche noch vorhandenen Kraftreserven aufgebraucht. Schreikind, sehr fordernd, aber auch, wenn es ihm gut ging, von Beginn an sehr wach und zunehmend lustig. Er will nur eben mit dem Kopf durch die Wand (und zwar nicht nur sprichwörtlich, sondern richtig: Anlauf nehmen und testen ob die Wand wirklich nicht nachgibt, wenn man mit dem Kopf dagegendonnert, wurde alles ausgetestet...). Es ist nicht so, dass man diesem zweiten Kind und seiner ungeheuren Energie nicht Herr werden könnte - aber es ist so unglaublich anstrengend, alles und jedes immer wieder auszudiskutieren, das Kind von wichtigen Dingen zu überzeugen, usw.

    Das trägt sicher auch zu diesem heftigen Erschöpfungsgefühl bei. Aber mittlerweile ist es oft morgens so, dass schon der Anblick des Geschirrs, das noch aufgeräumt werden sollte, mich in Tränen ausbrechen lässt, weil es einfach zu viel ist. Die Ordnung in meiner Wohnung war immer schon auch ein Spiegelbild der Ordnung in mir selbst - und hier herrscht seit langer Zeit Chaos, und ich schaffe es immer weniger, dem Herr zu werden. Ich bin auch so unerträglich langsam geworden, sowohl im Denken, als auch in jeder Bewegung. Es geht mir ungemein schwer von der Hand, was auch immer ich mache. Konzentration, um etwas selbst zu schaffen? Ich kriege nichts mehr zustande.

    Ich mag mich auch immer weniger mit anderen Menschen unterhalten. Lasst mich doch alle in Ruhe. Über mich gibt es nichts mehr zu erzählen - ich bin mit den Kindern zu Hause (die übrigens vormittags eine Kita besuchen, ich hätte also schon auch Zeit, die ich relativ konzentriert verbringen könnte...) und versuche, eine Selbständigkeit aufzubauen (die eigentlich schon gescheitert ist, weil ich so wenig zustande gebracht habe, ich müsste viel kommunizieren (was mir an sich liegt), aber ich bin immer sprachloser und vor allem (mit am schlimmsten:) ich bringe immer weniger INteresse dafür auf, was andere machen.

    Es hat eine Weile gedauert, bis ich mir jetzt selbst eingestehen konnte, dass ich Hilfe brauche. Da, wo ich herkomme, geht man nicht in Therapie. Man reißt sich zusammen. Und das ist auch das, was mein Umfeld mir vermittelt: ich müsste mich doch nur ein wenig am Riemen reißen, dann könnte das doch alles gar nicht so schlimm sein. Andere kriegen viel mehr geregelt. Ja, weiß ich. Und finde ich auch. Es ist kein schönes Gefühl zu wissen, dass man nicht mal das wenige schafft, das andere neben einem 10-Stunden-Tag noch locker nebenbei wegarbeiten. Es bestärkt mich darin, dass ich mittlerweile ein völliger Versager bin. Natürlich schaue ich auch, ob ich nicht doch irgendwo wieder in ein Arbeitsverhältnis außerhalb meiner Selbständigkeit wechseln könnte. Aber schon beim Lesen der Stellenanzeigen werde ich so mutlos, weil ich mittlerweile das Gefühl habe, gar nichts von dem zu können, was gebraucht wird.

    Mein Mann.... kämpft auch. Er hat schon Verständnis, mittlerweile, seit er begriffen hat, dass nicht er dafür verantwortlich ist, und ich ihn nicht mit Tränen erpressen will, sondern manchmal einfach nicht mehr die Kraft habe, sie auch vor ihm noch zu verbergen. Aber auch er denkt, dass ich mich doch nur ein bisschen am Riemen reißen müsste...

    aber meine Kraft geht zunehmend dafür drauf, den Kindern so weit wie möglich normal zu begegnen, ihnen nicht dauernd etwas vorzuheulen (obwohl auch das, ich gebe es schamvoll zu, schon passiert ist).

    Und Therapeuten? Rufen noch nicht mal zurück, geschweige denn, einen Termin zu ermöglichen. Ich bin nicht dumm (dachte ich zumindest früher immer), ich hab viel gelesen, weiß auch um manche Mechanismen, die für ein stabileres Nervenkostüm sorgen, aber ich finde zunehmend weniger die Energie, es auch umzusetzen. Genügend Schlaf... tja, wenn ich es tatsächlich mal schaffe, früh einzuschlafen, dann wird bestimmt ein Kind wach und braucht mich.
    Jeden Tag raus an die frische Luft - ja, das muss ich zwangsläufig mit den Kindern, aber das ist zu wenig Bewegung, ich müsste mehr, aber beim Anblick bleibt es...
    An Johanniskraut wurde ich neulich erinnert, nehme ich wieer, aber bis das wirkt...

    Im Moment sehe ich irgendwie so wenig Licht, um da wieder rauszukommen... und immer, wenn ich zB denke: diese Woche stehst du noch durch, nächste kannst du dann zum Arzt und da mal erste Schritte einleiten - passiert etwas, hier jetzt konkret ist mein Ältester krank geworden, und ich bin wieder damit beschäftigt, die Bedürfnisse anderer zu erfüllen.

    Sorry, es ist lang geworden, ich weiß nicht, ob irgendjemand etwas damit anfangen kann. Und auch eigentlich nicht, was ich von euch jetzt erwarte... vielleicht einfach das Gefühl, nicht so alleine im Raum zu stehen?

    Ich geh jetzt erstmal und seh zu, dass ich meinen Tränenfluss abstelle. Mein Mann mit den Kindern kommt bald wieder nach Hause...

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    AW: Selbstmord ist keine Option mehr...

    Zitat Zitat von frustfresserchen Beitrag anzeigen

    Mein Mann.... kämpft auch. Er hat schon Verständnis, mittlerweile, seit er begriffen hat, dass nicht er dafür verantwortlich ist, und ich ihn nicht mit Tränen erpressen will, sondern manchmal einfach nicht mehr die Kraft habe, si Aber auch er denkt, dass ich mich doch nur ein bisschen am Riemen reißen müsste..



    Im Moment sehe ich irgendwie so wenig Licht, um da wieder rauszukommen... und immer, wenn ich zB denke: diese Woche stehst du noch durch, nächste kannst du dann zum Arzt und da mal erste Schritte einleiten - passiert etwas, hier jetzt konkret ist mein Ältester krank geworden, und ich bin wieder damit beschäftigt, die Bedürfnisse anderer zu erfüllen


    Frustfresserchen, du scheinst eine echte Depression zu haben. Suche dir bitte gleich morgen einen guten Therapeuten oder geh zu deinem Hausarzt und erzähle ihm von den Sebstmordgedanken !

    Allein das Wort Selbstmord dürfte reichen, um dir eine schnelle, zeitnahe Behandlung zukommen zu lassen.
    Unterstützung geben dabei Antidepressiva plus eine Gesprächstherapie.

    Liebe Grüße


    Du wirst sehen, dann geht es dir bald besser

    Tut mir leid, aber dein Mann hat keine Ahnung - in dem Zustand, in dem du dich aktuell befindest, funktioniert das "am Riemen reißen" nicht !!!
    Geändert von Sheena (30.07.2012 um 06:45 Uhr)

  3. VIP

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    AW: Selbstmord ist keine Option mehr...

    Liebe Frustfresserchen,


    gibt es in der Stadt, in der Du lebst, eine Uniklinik, ein Max-Planck-Institut für Psychiatrie, eine Anlaufstelle wie z.B. das Atriumhaus oder den sozialpsychiatrischen Dienst. Ich kann mir vorstellen, dass man über eine solche Notfalleinrichtung schneller an einen Therapieplatz kommt. Notfalls auch Einrichtungen wie die Telefonseelsorge( 0800 1110111 oder 0800 1110222) oder die Caritas? Irgendeine Anlaufstelle für den Akutfall? Ich weiß, es ist schwierig, ad hoc einen qualifizierten Therapeuten mit freien Stunden zu finden. Vielleicht hilft Dir da die Psychotherapeuten-Suche des Psychotherapie-Informationsdienstes (030 - 209166330) oder dieses Psychotherapie-Portal.

    Ich finde das Kompetenznetz Depression gut und es gibt auch eine Internetseite mit Angeboten für Mütter mit postpartaler Depression: Schatten und Licht.

    Bitte such Dir schnell Hilfe.
    Ich schreib Dir eine PN.

    Liebe Grüße
    katelbach
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

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    AW: Selbstmord ist keine Option mehr...

    Weisst du, ich kann nicht verstehen, warum du dich als Versagerin fühlst. Ist es nicht viel eher so, dass wir von den Medien immer wieder vorgegaukelt bekommen, wie einfach das wäre, Kinder, Haushalt, Beziehung und Beruf unter einen Hut zu bringen?

    Das stimmt einfach nicht. Die Stars und Sternchen haben doch keine Ahnung mit ihren Haushälterinnen und Privatschulen wie es ist, unter normalen Umständen das alles geregelt zu kriegen.

    Ich finde, du darfst sehr stolz darauf sein, Mama zu sein. Wahrscheinlich mutest du dir einfach zu viel zu, wenn du denkst, Kleinkinder und Haushalt seien nur so "halbe Aufgaben". Das ist es einfach nicht. Es gibt wahrscheinlich nichts Anstrengenderes. Im Schulalter wird das bestimmt besser.

    Auch ich kenne das Gefühl, dass ich daheim nicht viel auf die Reihe bringe. Ich kann dir den praktischen Rat geben, dass du trotz Selbstständigkeit nicht von daheim aus arbeiten sollst. Man ist einfach nicht bei der Sache. Vielleicht kennst du ja jemanden, bei dem du dich im Büro einquartieren kannst. Das ist meist gar nicht so kompliziert und teuer, wie es scheint und es lohnt sich wirklich. Ansonsten kannst du ja auf die Schnelle vermehrt von der Bibliothek oder einer Universität aus arbeiten, was ja bei Computer-Arbeit gut möglich ist. Nichts gegen Kinder, sie mögen ja die grössten Schätze sein. Aber du musst dich auch wieder unter Menschen begeben, die dich vom Intellekt fördern und mit denen du dich austauschen kannst.

    Ich sende dir herzliche Grüsse . Lass dich nicht entmutigen und glaube nicht, dass es anderen einfach einfacher fällt.

    Bibareska

  5. Inaktiver User

    AW: Selbstmord ist keine Option mehr...

    frustfresserchen,

    1. Du hörst jetzt sofort auf, Frust zu fressen und zu relativieren.
    2. Du fährst entweder heute noch in eine Klinik mit einer Psychiatrie, oder sitzt morgen in einer Praxis eines Facharztes für Psychiatrie und Psychotherapie. Es ist buchstäblich Holland in Not, Du kannst gerade keine Verantwortung für Deine Kinder oder sonstigen Kram tragen - Du brauchst JETZT !! Hilfe, und Dein Mann / Deine Familie muss in Sachen Kinder einspringen, damit Du Dir diese Hilfe holen kannst.
    3. Macht Dir bewusst, dass das kein Luxus ist, sondern Notwendigkeit. Du kannst nur gut für andere, für Deine Kinder sorgen, wenn Du auch Deine Grundbedürfnisse wahrst und für Dich sorgst. Das steht momentan massiv auf der Kippe.

    Genug der Worte. Fass Mut, und werde aktiv. Lass Dir helfen. Mach es dringend - denn es IST dringend.

    JETZT!

  6. Inaktiver User

    AW: Selbstmord ist keine Option mehr...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    3. Macht Dir bewusst, dass das kein Luxus ist, sondern Notwendigkeit. Du kannst nur gut für andere, für Deine Kinder sorgen, wenn Du auch Deine Grundbedürfnisse wahrst und für Dich sorgst. Das steht momentan massiv auf der Kippe.
    Möchte dass hier noch mal dick unterstreichen. Es ist leider auch ein Symptom der Depression, dass man seine Erkrankung nicht ernst nimmt, und sich immer wieder zurückstellt - schließlich schaffen es die anderen doch auch irgendwie, und man fühlt sich als Versager, weil man die "einfachsten" Dinge nicht auf die Reihe kriegt.

    Aber mit einer Depression sind eben die einfachen Dinge garnicht einfach, und bei dir scheinen die Symptome ja auch schon über ganz lange Zeit latet dagewesen sein, da kommt leider nicht alles wieder ins Lot, nur weil man sich ein bißchen zusammen reisst.

    Ich war neulich in einer akuten Krisensituation bei einer psychiatrischen Beratungsstelle, das ist eine gute erste Anlaufstelle. Die nehmen dich ernst und können dich an weitere Stellen verweisen. Und man kriegt dort schnell einen Termin.

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    AW: Selbstmord ist keine Option mehr...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Möchte dass hier noch mal dick unterstreichen. Es ist leider auch ein Symptom der Depression, dass man seine Erkrankung nicht ernst nimmt, und sich immer wieder zurückstellt - schließlich schaffen es die anderen doch auch irgendwie, und man fühlt sich als Versager, weil man die "einfachsten" Dinge nicht auf die Reihe kriegt.

    Aber mit einer Depression sind eben die einfachen Dinge garnicht einfach, und bei dir scheinen die Symptome ja auch schon über ganz lange Zeit latet dagewesen sein, da kommt leider nicht alles wieder ins Lot, nur weil man sich ein bißchen zusammen reisst.

    Ich war neulich in einer akuten Krisensituation bei einer psychiatrischen Beratungsstelle, das ist eine gute erste Anlaufstelle. Die nehmen dich ernst und können dich an weitere Stellen verweisen. Und man kriegt dort schnell einen Termin.
    Ja, Frustfresserchen, dick unterstreichen will ich das auch nochmal........das ist so wichtig!
    Mit Depressionen geht fast nichts mehr, so wie es früher mal ging und das läßt sich von außen einfach nicht überblicken.
    Ich weiß, wovon ich rede, stecke ich doch selber seit Jahren in dieser Situation und zweifle doch immer wieder selber daran, das es alles so stimmt und denke, ob ich nicht vielleicht nur übertreibe ........oder faul bin oder zu schlecht organisiert, dabei-
    ich weiß es besser und doch ist es kein "akzeptiertes" Wissen. Teufelskreis eben.
    Es ist schwer, was Du vor Dir hast, aber Du mußt es angehen.
    Alleine schaffst Du es nicht- das wäre katastrophales Wunschdenken.
    Du brauchst schnellstmöglich professionelle Unterstützung!
    Lass Dir nichts von Deinem Umfeld einreden, Du bist kein Versager!

    Nimm Dich und Deine Leiden ernst!

    Ich drück Dir alle Daumen für einen schnellen Anfang, okay?
    Faulheit ist der Hang zur Ruhe ohne vorhergehende Arbeit.
    - Immanuel Kant

    Gott hat einen harten linken Haken.....
    ....aus: "Ein Haus am See" von Peter Fox

  8. User Info Menu

    AW: Selbstmord ist keine Option mehr...

    Herzlichen Dank für euern Zuspruch und vor allem auch für diese wertvollen Links!!!
    Oh Mann, ich fühle mich gleichzeitig so dumm... so vieles hätte ich im Normalfall doch auch selbst vorher rausfinden können... aber gut, es gehört mit zu meiner aktuell eingeschränkten Leistungsfähigkeit, auf so viele Ideen gar nicht zu kommen ;-(

    Nachdem ich die halbe Nacht die Tränen habe fließen lassen, hat glaube ich auch mein Mann verstanden, dass es aktuell nicht mehr in meiner Macht liegt, wieder zu funktionieren.
    Obwohl ich die Kinder wegen Kitaferien bei mir habe, wäre ich heute trotzdem zumindest zur Hausärztin, um mal eine Überweisung usw. zu kriegen - aber sie hat natürlich 2 Wochen Urlaub.
    Und obwohl ich heute immer wieder von Tränen übermannt werde, habe ich es am Morgen mit den Kindern ganz gut geschafft; jetzt gerade hat ein Freund sie mir für kurze Zeit abgenommen. Und ich telefoniere die Liste ab, die ich dank der tollen Links jetzt vor mir habe. Schön mit Protokoll, damit ich notfalls auch jemanden ohne Kassenzulassung nehmen kann, denn die anderen... nun ja, wem erzähle ich das. Auch das ein Link von hier, wie man nachweisen kann, dass man eben keine andere Wahl hat.

    sorry, ich bin sehr dankbar für eure Beiträge, aber ich schaffe es gerade nicht, richtig drauf einzugehen. Ich muss die kurze Zeit jetzt nutzen...

  9. User Info Menu

    AW: Selbstmord ist keine Option mehr...

    Liebe Frustfresserchen,

    ich kann es gar nicht fassen, dass du versucht hast, deine Krankheit mit Johanniskraut zu heilen!
    Bei einem aufgeschlitzten Oberschenkel würdest du auch kein Pflaster draufkleben.

    Du hast eine Krankheit. Du bist nicht Schuld an deinem Zustand. Du bist nicht zu schwach. Es ist gut, dass du dich jetzt kümmerst. Warte nicht zu lange. Jeder Hausarzt kann dir ein Antidepressivum verschreiben, bis du einen Platz für eine begleitende Therapie findest. Du wirst merken, wie du plötzlich Kraft bekommst, wie deine negativen Gedanken in den Hintergrund rücken. Ich weiß, wovon ich rede. Ich nehme seit 10 Jahren Medikamente, und bin seitdem ein relativ normaler Mensch. Es ist toll, wie dein Mann immer noch zu dir hält. Aber jeder Mensch hat auch Grenzen der Belastbarkeit. Und bei Depressionen können Freunde und Familie nur sehr begenzt helfen.

    Ich drück dir die Daumen. Es wird dir besser gehen!

    LG

  10. User Info Menu

    AW: Selbstmord ist keine Option mehr...

    Naja, Cassandra, aber wenn du dich in den Oberschenkel schneidest stillst du die Blutung vielleicht auch erstmal mit einem Pflaster, bis du ärztlich versorgt werden kannst - besser als nichts ist es allemal...

    Ich bin immer noch am Telefonieren, habe aber für Ende August immerhin einen Termin beim Arzt. Therapieplätze sehen immer noch mau aus, aber gut.

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