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    Erfahrungen mit Opipramol?

    Hallo zusammen,
    nun bin ich in dieser Rubrik hier gelandet - wobei ich nicht mal genau weiß, gehöre ich nun mit meinen Symptomen zu Depressionen, Ängsten oder Erschöpfungssyndrom - es ist von allem etwas, deshalb schreibe ich meinen Beitrag hier herein.
    Aufgrund verschiedener Ereignisse, die ich jetzt nicht genauer ausführen möchte, war ich irgendwie an einem Punkt angelangt, wo es nicht mehr so weitergehen konnte wie bisher, weil meine ganze Lebensqualität darunter gelitten hat. Ich schlief nachts sehr schlecht, schwitzte, war früh statt ausgeruht wie erschlagen, hatte schwache Beine und war völlig kraftlos. Jede Kleinigkeit wurde mir zuviel. Wegen der inneren Unruhe war ich bei der Hausärztin, die konnte Schilddrüsenstörungen durch Blutuntersuchungen ausschließen. Ich habe mit allen Mitteln und Methoden versucht, die Lage selbst in den Griff zu bekommen - früh geduscht und mich "abgerumpelt", um irgendwie diese schwachen Beine loszubekommen, viel an die frische Luft gegangen, Rad gefahren, gewandert, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, das macht es nicht besser. Der Gipfel war dann, dass ich wegen eines Treffens (das nicht mal in unserem Haus stattfand, also null Vorbereitung für mich!) mit meinen 3 Kindern und deren Anhang so aufgeregt war, weil ich Anst davor hatte, dort wegen meiner Schwäche irgendwie zu versagen! Das Ganze war nicht mehr normal, und ich hatte das Gefühl, hier hat sich was angestaut, womit ich jetzt allein nicht mehr fertig werde. Ich habe mich durchgerungen, endlich meine HÄ aufzusuchen und bin froh darüber, dass ich endlich den Mut gefunden habe, mir alles von der Seele zu reden. Nun sind wir gemeinschaftlich noch auf der Suche nach einem Therapeuten, was sich als ziemlich schwierig herausstellt. Gleichzeitig hat sie mir noch Opipramol verschrieben, früh 50mg und abends 100mg (wenn das nicht ausreicht, darf ich auch mal 200mg abends nehmen, was ich aber bisher nicht gemacht habe).
    Heute nehme ich die Tabletten den 3. Tag, bin also noch ganz neu dabei. Bisher haben sie mir zu einem zwar nicht ganz durchgehenden, aber trotzdem irgendwie besseren Schlaf verholfen. Trotzdem ist meine morgendliche Schwäche natürlich noch vorhanden, ich habe gelesen, das hat mir auch meine Ärztin gesagt, dass die Wirkung nach ca. 14 Tagen eintritt. Die sedierende Wirkung tritt aber relativ schnell ein, bei mir eigentlich schon nach den ersten 2-3 Tabletten. Meine Frage ist nun: Wann nehme ich am besten die morgendlichen 50mg ein, wo ich früh sowieso noch sehr gerädert bin? Wie macht Ihr das? Und wie lange haben bei Euch solche Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit, Müdigkeit, Kopfschmerzen etc. angedauert? Die "Opitablette" gehört ja wohl zwar zu den trizyklischen AD, hat aber eine andere Wirkweise als die anderen, deshalb wäre es schön, wenn auch jemand von Euch mit diesem Medikament Erfahrungen hätte.
    Dankeschön schon mal!
    Wita
    Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist - wir würden uns gegenseitig mehr Freude machen.
    Ricarda Huch

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    AW: Erfahrungen mit Opipramol?

    Hallo Wita,

    ich habe letztes Jahr auch Opipramol einnehmen müssen. Bei mir war es ein Zusammenbruch aufgrund von Burnout, dessen akute Phase mit dem Opipramol behandelt wurde. Richtig ist natürlich, daß solche Medikamente ausschließlich dazu dienen können, die akute Situation für den Betroffenen erträglich zu machen und ihn überhaupt erstmal in die Lage versetzen, das Problem anzugehen. Um eine psychologische Betreuung kommt man nicht drumherum. Aber das hast du bzw. dein Arzt ja auch schon erkannt.

    Mir wurde geraten, das Opipramol "einzuschleichen", also die Dosis langsam zu steigern. Dadurch minimieren sich die Nebenwirkungen bei der Umstellung. Trotzdem hatte ich am Anfang etwas mit Müdigkeit und Schwindel zu tun. Ich habe es allerdings auch nur abends genommen. Daher ging es einigermaßen. Nur beim Autofahren habe ich gemerkt, daß ich sehr aufpassen muß. Ich hab's dann gelassen, bis ich wieder stabil war. Jedenfalls, nach ca. 2 Wochen hat sich das alles eingespielt und dann ging es mir auch besser.

    Mundtrockenheit und Kopfschmerzen hatte ich allerdings auch nicht. Und eine vermehrte Müdigkeit konnte ich auch nicht feststellen. Im Gegenteil, ich war erst durch die Einnahme überhaupt wieder in der Lage, meinen Tagesablauf in den Griff zu bekommen. Die gravierendste Nebenwirkung war bei mir, daß meine Periode ausblieb. Eine häufige Nebenwirkung, wie mir meine Gynäkologin bestätigte.

    Letztlich habe ich die Medikamente glücklicherweise auch wieder absetzen können. Ich habe sie auch wieder "ausgeschlichen", d.h. über 7-10 Tage die Dosierung verringert. Und ich hatte keine Entzugserscheinungen oder ähnliche Probleme dadurch. Nur meine Regel war danach noch längere Zeit durcheinander.

    Ich wünsche dir alles Liebe und Gute für deine Therapie.
    Altern ist keine Strafe, sondern eine Gnade.
    Bedenke dies, wenn du das nächste Mal über ein Fältchen jammerst.



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    AW: Erfahrungen mit Opipramol?

    Danke Dir für die Erfahrungen, Sia.
    So, wie Du es schreibst, ist es eigentlich bei mir auch der Plan - wenn sich die Symptome verlieren und ich insgesamt wieder stabiler werde, soll das Zeugs auch wieder "ausgeschlichen" werden. Die von Dir genannte gravierendste Nebenwirkung, das Ausbleiben der Periode, kann bei mir aus biologischen Gründen zum Glück nicht mehr auftreten - vor zwei Jahren war damit bei mir Schluss.
    Es beruhigt mich schon etwas, wenn Du schreibst, dass die Nebenwirkungen ca. 14 Tage angehalten haben, denn im Moment ist mein Zustand nun nicht so berauschend - aber wie gesagt, es sind ja erst 3 Tage, und jeder Körper reagiert anders.
    Hat denn jemand Erfahrung mit der Einnahme am Vormittag?
    Danke für Deine Wünsche, Sia, ich bin frohen Mutes, dass ich so schnell wie möglich wieder die Alte bin - im wahrsten Sinne des Wortes.

    Dir auch alles Gute!
    Wita
    Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist - wir würden uns gegenseitig mehr Freude machen.
    Ricarda Huch

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    AW: Erfahrungen mit Opipramol?

    Liebe Wita,
    ich habe Opipramol längere Zeit genommen und hatte mich zuvor bei einem befreundeten Arzt sowie einem Apotheker erkundigt, wie gefährlich es sei. Beide hatten mir versichert, dass es auch weder abhängig machen würde.
    Ich war am Anfang zwar etwas müde, aber eher so als Gefühl "in Watte gepackt", was mir dann vieles im Alltag erleichterte, da ich vieles nicht mehr so an mich ran kommen ließ.
    Ich habe mit diesem Medikament nur gute Erfahrungen gemacht, auch als ich mich dann entschlossen hatte, es nicht weiter zu nehmen, ging dies ohne Probleme.
    da ich meinen Blog nicht mehr erwähnen darf, das sei Werbung, ich weiß zwar nicht, wieso das Werbung sein sollte, aber gut. Also, ich habe einen Strickblog
    carpe diem
    Alles wird gut
    Lieber groß gemustert, als keinkarriert

    BVB
    Cuba oder Kuba

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    AW: Erfahrungen mit Opipramol?

    Danke, Meta, das hört sich doch sehr verheißungsvoll an! Ich habe eigentlich im Netz sehr viele positive Meinungen zu diesem Medikament gelesen.
    Allerdings stört mich, dass ich kreislaufmäßig vor allem vormittags damit zu tun habe, aber wenn ich Dich richtig verstehe, lassen ja wohl die Nebenwirkungen mit der Zeit auch nach. Ich nehme sie ja nun erst den 4. Tag. Hast Du sie auch tagsüber oder nur abends genommen?
    Erstaunlicherweise ist es meiner Hausärztin heute gelungen, mir einen Termin bei einem Therapeuten am 24.10. zu besorgen! Das war der reinste Glückstreffer, denn vor ihr hatte gerade eine Frau dort angerufen und ebendiesen Termin abgesagt.
    Naja, man muss ja schließlich auch mal Glück haben !
    Kann mir eigentlich jemand sagen, wie in etwa so ein Termin abläuft? Ich bin absolut unbeleckt auf diesem Gebiet...worauf kann/darf/muss ich mich ungefähr einstellen?
    Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist - wir würden uns gegenseitig mehr Freude machen.
    Ricarda Huch

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    AW: Erfahrungen mit Opipramol?

    Ich hatte zu Anfang meienr Therapie das Medikament morgend und abends genommen, dann nur noch abends, damit ich auch mal eine längere Schlafphase habe.
    Irgendwann habe ich gemerkt, dass es mir nicht mehr wirklich hilft und habe es dann einfach ganz weg gelassen, ohne jeglichen Probleme.
    da ich meinen Blog nicht mehr erwähnen darf, das sei Werbung, ich weiß zwar nicht, wieso das Werbung sein sollte, aber gut. Also, ich habe einen Strickblog
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    BVB
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    AW: Erfahrungen mit Opipramol?

    Zitat Zitat von meta1 Beitrag anzeigen
    Ich hatte zu Anfang meienr Therapie das Medikament morgend und abends genommen, dann nur noch abends, damit ich auch mal eine längere Schlafphase habe.
    Meta, ich steh jetzt gerade bissel auf dem Schlauch ;-)...wieso hattest Du dadurch, dass Du früh keine Pille mehr geschluckt hast, eine längere Schlafphase? Das will mir irgendwie gerade nicht einleuchten, wie Du das meinst....
    Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist - wir würden uns gegenseitig mehr Freude machen.
    Ricarda Huch

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    AW: Erfahrungen mit Opipramol?

    Zitat Zitat von Wita Beitrag anzeigen
    Kann mir eigentlich jemand sagen, wie in etwa so ein Termin abläuft? Ich bin absolut unbeleckt auf diesem Gebiet...worauf kann/darf/muss ich mich ungefähr einstellen?
    Da mußt du dir keine Gedanken machen. Der Therapeut wird dich schon "an die Hand" nehmen. In aller Regel wird er dir Fragen zu deiner aktuellen Situation, deinem Befinden stellen. Und nach deinen Vorstellungen über die Zielsetzung und Durchführung einer Therapie.

    Bei mir war es auch so, daß ich damals noch einen ellenlangen Fragebogen ausgefüllt habe (allerdings in Ruhe daheim). in Vorbereitung zu meinem Aufenthalt in der Tagesklinik. Aber das muß bei dir ja nicht so sein.

    Noch eine Empfehlung: Solltest du dich bei dem Therapeuten nicht wohlfühlen (sollte man aber vielleicht nicht gleich nach dem ersten Besuch entscheiden), dann scheue dich auch nicht, zu wechseln. Immer wieder habe ich von Patienten gehört, die sich trotz Problemen nicht getraut haben, Konsequenzen zu ziehen. Psychotherapie ist ein sehr persönliches Ding. Man KANN und MUSS nicht mit JEDEM Therapeuten auf einer Wellenlänge liegen. Wobei das auch nicht heißen soll, daß einen der Therapeut nur "streichelt". Die müssen auch manchmal unbequeme Fragen stellen, um einen weiterzubringen. Aber wie gesagt: Wenn du dich ganz und gar nicht wohlfühlst, sprich das bitte an. Ein guter, professioneller Therapeut wird das berücksichtigen und auch akzeptieren.
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    AW: Erfahrungen mit Opipramol?

    Danke, Sia! Na, dann lass ich mich einfach mal überraschen...das, was mich überhaupt dazu gebracht hat, mir helfen zu lassen, ist weniger eine Depression (obwohl manchmal Anzeichen dafür sprechen, aber nicht überwiegend), sondern unangemessene Ängste und Aufregung, wo es sich eigentlich gar nicht erklären lässt....
    Ich habe mir auch schon fest vorgenommen, die Sache nur durchzuziehen, wenn der Therapeut mir zusagt - aber da bin ich schon bissel "guter Hoffnung", weil mir meine Hausärztin den extra empfohlen hat, obwohl er nicht gleich hier um die Ecke wohnt.
    Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist - wir würden uns gegenseitig mehr Freude machen.
    Ricarda Huch

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    AW: Erfahrungen mit Opipramol?

    Zitat Zitat von Wita Beitrag anzeigen
    Meta, ich steh jetzt gerade bissel auf dem Schlauch ;-)...wieso hattest Du dadurch, dass Du früh keine Pille mehr geschluckt hast, eine längere Schlafphase? Das will mir irgendwie gerade nicht einleuchten, wie Du das meinst....
    da hab ich mich wohl etwas missverständlich ausgedrückt
    Ich habe sie dann eben nur noch abends genommen, um schlafen zu können, sonst hätte ich die Tabletten ganz weg gelassen.
    da ich meinen Blog nicht mehr erwähnen darf, das sei Werbung, ich weiß zwar nicht, wieso das Werbung sein sollte, aber gut. Also, ich habe einen Strickblog
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