Hallo...
Wollte mal von euch wissen wie ihr das seht. Es ist mir klar das wir alle nur Laien sind.
Ich habe immer wieder Phasen in denen es mir sehr schlecht geht. Bin dann sehr Müde und antriebslos. Fange ohne Grund einfach an zu weinen. Bin sehr schnell schlecht gelaunt und sehr schlecht drauf und weiß manchmal gar nicht warum. Ich bin auch schon seit Jahren suizdgefährdet und leider auch schon einige Versuche hinter mir.
An diesem Verhalten sind auch schon einige Beziehungen gescheitert. Soll ich mir ärztliche Hilfe suchen?
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Thema: Depressiv?
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20.06.2011, 16:59
Depressiv?
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20.06.2011, 17:09
AW: Depressiv?
Sicher musst Du das. Das, was Du in wenigen Sätzen schilderst, hört sich verdammt nach einer schweren Erkrankung an.
Such Dir einen Psychiater in der Gegend und mach mit ihm einen Termin aus. Du wirst Dich da gedulden müssen, die Praxen sind ziemlich überlaufen. Er oder sie wird sich zeit nehmen, Dich untersuchen und mit Dir eine medikamentöse Therapie beginnen. Das sind keine Glückspillen, sondern sie brauchen zeit, um zu wirken. Evtl. ist auch eine Aufnahme in einer Tagesklinik erforderlich. Ich würde da nicht lange mit herumfackeln.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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20.06.2011, 17:13
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20.06.2011, 17:28
AW: Depressiv?
was soll ich tun wenn ich von der Familie und von Freunden nicht wirklich Hilfe bekomme? Fühle mich mir meinen Problemen so allein stehend und von niemanden wirklich verstanden..
Grade macht mir meine Trennung zu schaffen. Hab ziemlich viel falsch gemacht. Mir ging es sehr oft schlecht und er hat es mitbekommen aber leider habe ich den Fehler gemacht und mit ihm nicht drüber gesprochen sondern immer nur gesagt es ist alles in Ordnung. Habe ihm auch nie gesagt das es mir sehr oft so geht und auch nicht das ich suizid gefährdet bin, da ich es von meiner anderen Beziehung kenne das der Mann dann geht weil er damit nicht klar gekommen ist. Aber leider habe ich durch diese Phasen und durch mein Verhalten auch diesen Mann verloren. Konnte mit ihm auch nicht wirklich drüber sprechen was ich alles schon in meinen Leben durch machen musste
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20.06.2011, 17:37
AW: Depressiv?
Kittymaus, bei Deinen psychischen Problemen kann Dir Deine Familie nicht helfen, nur ein Arzt.
Und Du kannst mit einem Arzt ernsthaft über alles reden. Vielleicht schickt er Dich auch zu einem Therapeuten, der sich alles von Dir erzählen lässt, aber Dich sicher unterbricht, um Dir aus dem Sog der eigenen schweren gedanken herauszuholen.
Und wenn Du nicht weißt, wie Du an einen Psychiater kommst, so gehe zu Deinem Hausarzt und lass Dich zu einem Psychiater überweisen. Wenn die Praxis Deines Arztes gut ist, macht sie für Dich auch einen Termin.Geändert von Opelius (20.06.2011 um 17:41 Uhr)
Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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20.06.2011, 18:33
AW: Depressiv?
Ich weiß das meine familie mir da nicht helfen kann aber es wäre ja schön wenn man wenigstens dort etwas halt finden könnte und nicht ganz allein da stehen würde
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20.06.2011, 18:50
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21.06.2011, 12:10
AW: Depressiv?
ja denke das werde ich auch bald tun, da ich selber mit der situation einfach nur unzufreiden bin. Kann mir jemand sagen ob jemand schon deswegen beim arzt war und ob es wirklich geholfen hat oder ob die depressionen wieder kamen
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21.06.2011, 15:47
AW: Depressiv?
Meine Frau ist vor drei Jahren an Depressionen erkrankt. Es war eine lange Odyssee bis sie zur einer Psychaterin gegangen ist. Die hat ihr einen Rehaplatz in der Gemeindepsychatrie besorgt und sie mit Medikamenten versorgt. Mit der ersten Einnahme der Medikamente hellte sich ihr Gemütszustand auf.
Sie nimmt auch heute noch ihre Medikamente, wenn auch inzwischen in geringerer Dosis, und kann wieder arbeiten. Du kannst hier in mehren Strängen nachlesen, wie es Patienten damit geht. Die allergrößte Gefahr besteht darin, dass Patienten, wenn es ihnen besser geht, ohne ärztliche Nachfrage ihre Medikamente absetzen. Dann treten Depressionen auch wieder auf - und meistens noch heftiger als Zuvor. Das ist eine Tortur für die Angehörigen, denn sie können nicht, aber auch wirklich garnichts, daran tun. Es wäre so, als wenn ein Diabeteskranker seine Medikamente absetzt und wieder seine alten Essgewohnheiten aufnimmt und sich darüber wundern würde, dass es ihm sehr schlecht geht.
Die Medikamente ersetzen Botenstoffe, die Deinem Gehirn inzwischen wahrscheinlich fehlen. Dafür kann selbst überhaupt nichts, es gibt auch keinen konkreten Anlass, obwohl erschütterte Erlebnisse dazu beitragen können.
Schieb das jetzt nicht mehr so lange vor Dich her, von allein wird nichts besser, eher schlimmer.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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21.06.2011, 17:18
AW: Depressiv?
ja das weiß ich denn ich bin schon seit jahren depressiv und mein Vater und ich haben es auch erkannt aber es noch nicht so schlimm gehalten.
Bei mir wurde auch vor kurzem MS festgestellt und depressionen sind auch ein Sythom davon denke mal dadurch wurden die schon vorhanden depressionen verstärkt und dann kam noch die Trennung von meinen Freund.
Werde wenn ich in 3 Wochen noch mal zum Neurologen muss es ansprechen und sehen ob er was gegen machen kann oder mich dort hin überweist wo ich richtig aufgehoben bin



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