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  1. Wenn die Depressionen wiederkommen....

    Liebe Brigemeinde,

    in diversen Strängen haben ja einige von euch schon mitbekommen, dass es mir nicht gut geht in letzter Zeit. Kurz zur Vorgeschichte: erste depressive Phase hatte ich Mitte der 90er, danach dann eine recht langwierige und schwierige ungefähr von 2004 bis 2007 (es hat lange gedauert, bis ich die Krankheit erkannt habe) mit einem zehnwöchigen Klinikaufenthalt.

    Seit ca. September geht es mir nicht gut. Ich war insgesamt schon 6,5 Wochen krank geschrieben und bin jetzt schon wieder seit einer Woche zu Hause. Ich nehme wieder AD, momentan bin ich seit ein paar Tagen bei 50 mg Fluoxetin. Therapie ist wohl wieder unausweichlich. Die Symptome sind klassisch: Antriebslosigkeit, tiefe Traurigkeit, Gefühlslosigkeit in Bezug auf positive Gefühle usw. Und es wird momentan eher schlimmer als besser. Mir erscheint alles grau und ziemlich sinnlos zurzeit. Ich habe Angst.

    Mich würde insbesondere von denen, die mehr als eine depressive Phase im Leben miterlebt haben. Wie habt ihr das gehandhabt, als ihr gemerkt habt, dass es wieder schlechter wird, dass die dunklen Gedanken wiederkommen? Ich möchte einfach nicht, dass es wieder drei Jahre dauert, bis es mir wieder besser geht. Soll ich erst einmal eine ambulante Therapie versuchen? Oder ginge auch eine stationäre Behandlung sofort?

    Ich würde mich freuen, von anderen Erfahrungen zu lesen. Danke euch.

    Marilyn
    Time is an ocean but it ends at the shore - Bob Dylan

    Und wenn der Wind mal von vorne kommt - leicht nach vorne beugen und einfach weitergehen - S.B.

  2. Inaktiver User

    AW: Wenn die Depressionen wiederkommen....

    Hallo marilyn ,
    es tut mir sehr leid, dass du wieder "drin steckst".
    Ich kann dir nur schwer etwas raten, da ich nicht diagnostiziert
    bin als depressiv. Ich habe seit langem immer wieder schlechte Phasen, aber ich bin so blöde, das mit mir selber (allein ) ausmachen
    zu wollen.Ein Fehler, ich weiss. Ich habe Angst vor einem Gang
    zum Neurologen, Psychologen, dabei würde ich jedem anderen in der
    Situation dazu raten, zum k****
    Medikamente habe ich noch nie genommen, ich muss viel Auto fahren,
    hier ist alles so weitläufig, ich habe auch Angst, dass ich meinen kleinen
    Sohn ( 2 einhalb) dann "verliere", dass er dann woanders untergebracht
    werden muss usw.
    Bei mir ist es eine Zeit der Trauer, die das alles ausgelöst hat,
    vor knapp 2 Jahren und da finde ich noch nicht wirklich raus.
    Also ist es keine "klassische Depression", egal, es fühlt sich trotzdem
    sch*** an. Auch vorher hatte ich schon solche Verstimmungen, nach dem Tod meines Ehemannes, bzw als er krank wurde, das war 2003/2004, schon damals wollte unsere Hausärztin mich für einige Wochen stationär einweisen, ich wehrte mich mit Händen und Füssen,auch gegen jegliche
    Medis. Hochdosiertes Johanniskraut half eine Weile, ich habe so schreckliche
    Angst, irgendwie abhängig zu werden.
    Die Symptome die du schilderst, habe ich ( wahrscheinlich in schwächerer Form) auch und ich tue alles dafür, das bloss nie vor anderen (und vor mir selber) zuzugeben.Da bist du sehr viel weiter als ich.
    Bei mir ist es auch eine sehr starke Angstsymptomatik, die meine Lebens-
    qualität enorm negativ beeinflusst.Manchmal verselbständigt sich diese
    Angst, an anderen Tagen habe ich das ganz gut im Griff.
    Ich weiss, vom Kopf her, das ich Hilfe brauche, habe mir auch ganz fest
    vorgenommen endlich den richtigen Arzt aufzusuchen und bete, dass
    ich dazu endlich den Mut aufbringe.Vor einigen Jahren war ich mal, wegen
    "ugewöhnlicher Wahrnehmungen" bei einer Psychiaterin, ich hatte Angst schizophren zu sein, das schloss sie gottseidank aus, sagte aber: du bist depressiv! Darauf ging ich nicht weiter ein, wollte davon auch nichts wissen,
    lehnte weitere Untersuchungen ab.
    Bei mir ist ein grosses Problem das Essen: ich habe einfach oft keinen
    Appetit, bin zu dünn, friere viel, an manchen Tagen schaffe ich es nicht, mich überhaupt zum essen zu zwingen, dann halte ich mich an der Kaffetasse fest und tue so als ob.
    Gerade in dieser Zeit, vor Weihnachten, ist es schlimm, man steht in der Küche und macht und tut, bergeweise Plätzchen backen usw,aber nichts davon schmeckt mir selber.Es ist ein "Automatenleben" irgendwie.
    Man zwingt sich endlos, zu fast allem.
    Bei mir hat das ganz klar auch mit der Jahreszeit zu tun, im Sommer ging
    es deutlich besser.
    Bisher bin ich immer "raus gekommen", nach einiger Zeit, oft unmerklich
    anfangs, wurde es von Tag zu Tag etwas besser.
    Oft bin ich so traurig, das mein Sohn ( der Kleine) nur eine fast immer oder zumindest oft traurige Mama kennt, löst dann Schuldgefühle aus. Du hast auch kleine Kinder, meine ich gelesen zu haben ?
    Was immer gut tut : raus an die Luft und laufen, danach fühle ich mich immer etwas besser, egal wie es draussen war, egal bei welchem Wetter.
    Derzeit habe ich ein sehr grosses Schlafbedürfnis, Ruhebedürfnis und wenn es geht, gebe ich dem auch nach.
    Suizid war nie ein Thema für mich, da ist immer eine starke Macht, auch mein Glaube, die mich daran hindern würde. Aber mal wieder richtig gern leben, das wäre schön
    Ich wünsche dir von ganzem Herzen gute Besserung, oft sind es kleine
    Schritte, die man gehen muss, Tag für Tag aushalten, es WIRD besser !!
    Diese dunklen, kurzen Tage gehen vorbei. Obwohl, wenn man ganz tief drin steckt nimmt man den Frühling auch nicht wahr, so ging es mir 2009.
    Eine ambulante oder stationäre Therapie kann unter Umständen genau
    das richtige sein, aber da habe ich (noch) keine Erfahrungen, es gibt
    hier bestimmt andere User, die dir da mehr raten können.
    Ich wünsche dir, mir und anderen Betroffenen den baldigen Weg zurück
    ins "richtige" Leben
    Lieben Gruss
    S.


  3. Registriert seit
    02.08.2006
    Beiträge
    1.817

    AW: Wenn die Depressionen wiederkommen....

    Liebe Marilyn,
    ich bin so eine, und ich kann dich verstehen.
    Ich würde sofort einen Klinikplatz suchen!
    Wenn du eine Adresse brauchst, bei der man auch schon mal kurzfristig Glück haben kann, dann melde dich!
    liebe Grüße
    kaffeesahne


  4. Registriert seit
    17.08.2010
    Beiträge
    406

    AW: Wenn die Depressionen wiederkommen....

    liebe marilyn,

    ich kenne das zu gut und weiss keinen wirklichen rat.
    ich hatte bislnag keinen klinikaufenthalt, aber ich habe auch schon medikamente genommen.
    haben dir die geholfen?
    ich fand nicht, dass das eine wirkliche besserung gebracht hat, aber vielleicht hatte ich auch das falsche präperat. im moment nehme ich nichts, da ich schwanger bin und ich möchte eigentlich auch nicht wieder damit anfangen, weil ich keinen positiven effekt verspürt habe.

    hilfreich finde ich die therapie die ich mache (seit märz diesen jahres).
    ich frage mich zwar auch oft, was das eigentlich bringt, weil mir die therapeutin keine konkreten tips gibt (so nach dem motto: hier hätten sie sich aber anders verhalten sollen), weiss aber, dass sie momentan eine starke und wichtige instanz in meinem leben ist.
    es ist einfach eine stunde in der woche, in der ich alles erzählen kann, was mir auf dem herzen liegt. ich weiss, da finde ich gehör und unterstützung und wenn ich wieder gefahr laufe "abzurutschen" ist sie da und gibt mir "hausaufgaben" auf. dabei muss ich mir eine art stundenplan schreiben, um meinen tag zu strukturien und dinge festlegen, die ich mir jeden tag vornehme.

    braucht man dafür eine therapie?
    in meinem fall ja, denn alleine fühle ich mich oft nicht motiviert genug und mit meiner therapeuthin im hinterkopf geht es oft einfacher durchzusetzen und sich zu zwingen, sachen zu unternehmen und vor die tür zu gehen. sie ist eine art überprüfer und ansporner und so dumm es klingt, wenn ich mit halben hausaufgaben ankomme find ichs irgendwie doof.
    ohne sie hatte das keinen nutzen.
    in meinen depressiven phasen habe ich mir auch versucht, jeden tag ein tagesziel zu setzen, das ich verfolge und durchziehe. das hat aber immer nur eine begrenzte zeit funktioniert und auch nicht wirklich, denn nach ca. einer woche kam dann wieder der endgültige zusammenbruch, bei dem ich dann eine woche nur im bett lag und unfähig war aufzustehen.
    so habe ich drei phasen erlebt, die immer heftiger wurden. in der dritten hatte ich extreme selbstmordgedanken und angst vor mir selber, sodass ich zum arzt gegangen bin.

    ich weiss nicht, wie es wird, wenn die therapie zu ende ist. momentan wird sie gerade verlängert.
    aber ich würde sagen, dass mich die therapie vor einem zu tiefen level bewahrt. sie hat mich bisher nicht wirklich geheilt, die umstände sind einfach auch schwierig, aber das ganz grosse tief konnte dadurch aufgefangen werden.

    machst du denn noch eine ambulante therapie?
    vielleicht wäre das sinnvoll, eine stunde die woche mit einer neutralen person zu sprechen?
    vielleicht hilft es dir auch, dir ein tagesziel zu setzen?

    ich hoffe, dass du bald wieder rausfindest.
    es ist schlimm sich so ausgeliefert und hilflos zu fühlen.

    fühl dich umarmt,
    fox

  5. Avatar von Lailany
    Registriert seit
    10.10.2010
    Beiträge
    269

    AW: Wenn die Depressionen wiederkommen....

    Liebe Marilyn,

    eben hat sich meine Antwort ins Datennirwana verabschiedet . Also zweiter Versuch, wenn auch etwas verkürzt...

    Fühl Dich erst mal ganz lieb . Ich kann Dich so gut verstehen! Ich kenne die Ursache Deiner Depressionen nicht, daher möchte ich jetzt nur auf die von Dir gestellten Fragen antworten.
    Ambulante/stationäre Behandlung: Wenn Du denkst, dass Dein Zustand kritisch ist und Dir jetzt erst mal damit geholfen ist, auch räumlich Abstand zu gewinnen, dann lass Dich stationär einweisen. Wenn Du lieber in Deiner gewohnten Umgebung bleiben möchtest, dann kommt die ambulante Behandlung für Dich in Frage.

    Marilyn, sind Dir die AD von einem Facharzt verordnet worden?
    Ich weiss aus Erfahrung, dass sich bei Einnahme von AD leider oftmals zuerst die Nebenwirkungen bemerkbar machen - und man fühlt sich dadurch erst mal nicht besser . Die positive Wirkung setzt erst später ein, aber da erzähle ich Dir bestimmt nichts Neues. So, hab ein wenig Geduld und gib den AD die Möglichkeit zu wirken.

    Mir hat geholfen, dass ich vertraute Ansprechpartner habe, die ich um Hilfe bitten kann (Haus-/Facharzt, Therapeutin) und mich da gut aufgehoben weiss.

    Und von Depression zu Depression lerne ich, besser auf mich zu achten und diese Hilfen früher anzunehmen (Selbstironie aus).

    Wenn Dir meine zwei offenen Ohren bzw. Augen dabei helfen können, Dich ein wenig besser zu fühlen - nur zu, liebe Marilyn! Gerne auch per PN.

    Ganz liebe Grüße
    Lailany

  6. Avatar von sandfloh
    Registriert seit
    11.10.2002
    Beiträge
    926

    AW: Wenn die Depressionen wiederkommen....

    Liebe marylin,

    ich bin irgendwann Anfang des Jahres von meiner Hausärztin (die gleichzeitig Ärztin für Psychotherapie ist) gefragt worden: "Sie sind aber nicht mehr depressiv?" Ich erwiderte darauf: "Ich würde nicht wagen zu sagen, dass ich nicht mehr depressiv bin. Aber ich fühle mich stabil."

    Will sagen: Ich halte die Depression grundsätzlich für nicht heilbar. Ich würde unterscheiden zwischen latenter und manifester Depression.

    Ich bin, wenn ich zurückschaue, sicherlich schon seit Kindesbeinen an depressiv und habe mit Ängsten zu tun. Meine erste ambulante Therapie, für die ich mich bewusst entschieden habe, als ich merkte "Es geht nicht mehr" war vor ca. 10 Jahren; ich beendete sie nach etwa einem Jahr, als der gefühlte Leidensdruck nicht mehr da war.

    Die zweite, ich nenne es jetzt mal, depressive Episode kam dann vor ungefähr 6 Jahren. Da folgte auch der erste Klinikaufenthalt, der mir gut bekam, so gut, dass ich danach nicht weitermachte. Eigentlich wollte ich eine ambulante Therapie anschließen, musste aber so lange auf den Therapieplatz warten, dass ich es drangab. Ich fühlte mich ja auch wieder arbeitsfit, konnte auch auf der Arbeit einiges für mich umsetzen, im Privaten weniger, aber naja...irgendwie ging es ja wieder, ich habe wieder funktioniert.

    Der dritte Einbruch kam dann schon etwa zwei Jahre später. Ich bin dann erneut in die Klinik gegangen, und da hat sich bei mir einiges mehr getan. Ich konnte mich mehr auf die Therapien einlassen, mir meine Baustellen umfassender anschauen. Es war ein bisschen so, als habe jemand den Schalter umgelegt, als sei es zur Initialzündung gekommen. Im Nachgang habe ich dann sehr schnell eine Therapeutin gefunden, auch ganz viel in Sachen Selbsterfahrung unternommen, sehr hart an mir gearbeitet. Es war so wie der berühmte Dominoeffekt: ein Steinchen angestoßen, und der Rest ist nicht mehr zu stoppen.

    Ich habe also gut und gerne 10 Jahre, eine ambulante Langzeittherapie, zwei Klinikaufenthalte und eine Kurzzeitthrerapie gebraucht, bis ich so in die Tiefe vorgedrungen war, dass ich sagen würde, ich habe einen großen Schritt nach vorne gemacht. Wie gesagt, ich halte mich für alles andere als "geheilt", aber ich bin nun so sensibilisiert, dass ich hoffe, frühzeitig zu merken, wenn ich mich wieder in die Spirale begebe, um dann auch noch handlungsfähig zu sein, um mir Hilfe zu holen. Derzeit erlebe ich z. B. eine nahezu identische Situation auf der Arbeit wie damals vor sechs Jahren, als ich überhaupt keine Sorge für mich tragen konnte, weil ich es schlicht nicht besser wusste...dass mir das jetzt noch einmal begegnet, quasi als Déja Vu, ist fast wie ein Fingerzeig: Zeig, dass du etwas gelernt hast! Sorge für dich, achte auf dich, mach es anders als damals. Das ist gerade ein ziemlicher Selbstversuch, schließlich tappe ich im Neuland und auf unbekanntem Terrain. Aber es läuft ganz gut.

    Ich glaube, dass man zu Anfang seiner Therapielaufbahn nur etwas an der Oberfläche kratzt, das bearbeitet, was gerade geht und nicht überfordert. Was noch weiter unten schlummert, zeigt sich erst später, wenn sich die ersten (kleinen) Veränderungen zeigen. Das braucht seine Zeit. Ich merke seit der letzten Therapie, dass ich auch meine Ruhephasen zwischendurch habe, wo es mir richtig, richtig gut geht, und dann kommt wieder der Tiefschlag, irgendwas Neues, Unbekanntes bricht raus, vor dem ich mittlerweile mit staunenden Augen stehen kann: "Ach...DAS AUCH NOCH???" Ich habe von C. G. Jung das Zitat gelesen: "Die Depression ist gleich einer Dame in Schwarz. Tritt sie auf, so weise sie nicht weg, sondern bitte sie als Gast zu Tisch und höre, was sie zu sagen hat.“ Es ist mühsam und anstrengend, aber ich habe gemerkt, dass ich viel offener geworden bin für Veränderung.

    Wenn ich merken würde, dass ich wieder in eine Spirale reingerate und mir nicht auf die Weise selbst helfen könnte, wie es nunmehr seit geraumer Zeit klappt, würde ich heute wohl immer direkt zu meiner Ärztin gehen und um eine erneute Überweisung in die Klinik bitten, quasi als Notfallprogramm, weil es mit den ambulanten Therapieplätzen so ewig dauert.

    Ich wünsche dir alles Gute, pass auf dich auf!

    Lieben Gruß
    sandfloh
    Ist das Leben nicht schön!?

  7. Inaktiver User

    AW: Wenn die Depressionen wiederkommen....

    Liebe Marilyn,

    erstmal ist es ein gutes Zeichen, dass du es erkennst und dir Hilfe suchst. Auch in Form von Medikamenten.

    Früher wusstest du wohl noch nicht, dass es eine Depression ist, aber jetzt hast du es erkannt und deshalb kannst du handeln.

    Könnte es noch etwas mit der hormonellen Umstellung zu tun haben?

    Ob Medikamente reichen oder du mehr machen müsstest, das kann ich leider so überhaupt nicht beurteilen. Du kannst ja immer 3 Notfallsitzungen im Quartal in Anspruch nehmen. Vll. solltest du das tun und dann merkst du, ob es dir gut tut?

    Hast du damals herausbekommen, was bei dir die Depressionen begünstigt? Stress z.B.
    Dann könntest du da z.B. entgegenwirken, in dem du einen Gang runterschraubst.

    Wichtig finde ich, dass du damals die Depressionen in den Griff bekommen hast, das sollte dir zeigen, dass du dazu fähig bist - das Rüstzeug ist in dir und du wirst es schaffen.

  8. Inaktiver User

    AW: Wenn die Depressionen wiederkommen....

    Hallo marilyn,

    es tut mir so leid, dass es dir schlecht geht.

    Nach einer postnatalen Depression 1997 bin ich aufgrund eines tinnitus wieder in einer depressive Phase mit extremen Angstzuständen gerutscht (seit September diesen Jahres). Ich hab nicht lang gefackelt und bin zu meinem Psychiater gegangen. Mit Antidepressiva und einer Psychotherapie geht es mir momentan nicht schlecht.

    Was für dich das beste ist, da kann ich nur raten. Wenn du es mit deinen 2 Zwergen gebacken kriegst, würde ich zur stationären Therapie raten.

    Was sagt denn dein Arzt?

  9. AW: Wenn die Depressionen wiederkommen....

    Hallo, Sinnsucht
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hallo marilyn ,
    es tut mir sehr leid, dass du wieder "drin steckst".
    Ich kann dir nur schwer etwas raten, da ich nicht diagnostiziert
    bin als depressiv. Ich habe seit langem immer wieder schlechte Phasen, aber ich bin so blöde, das mit mir selber (allein ) ausmachen
    zu wollen.Ein Fehler, ich weiss. Ich habe Angst vor einem Gang
    zum Neurologen, Psychologen, dabei würde ich jedem anderen in der
    Situation dazu raten, zum k****
    Mal weg von mir - aber du solltest dir wirklich professionelle Hilfe suchen. Auch wenn ich gerade das Gefühl habe, wieder abzurutschen, so bin ich aus der letzten Phase nur deswegen so gut wieder rausgekommen, weil ich überhaupt etwas getan habe.
    Medikamente habe ich noch nie genommen, ich muss viel Auto fahren,
    hier ist alles so weitläufig, ich habe auch Angst, dass ich meinen kleinen
    Sohn ( 2 einhalb) dann "verliere", dass er dann woanders untergebracht
    werden muss usw.
    Über all das solltest du wirklich mit einem Fachmann oder Fachfrau sprechen.

    Oft bin ich so traurig, das mein Sohn ( der Kleine) nur eine fast immer oder zumindest oft traurige Mama kennt, löst dann Schuldgefühle aus. Du hast auch kleine Kinder, meine ich gelesen zu haben ?
    Ja, ich habe zwei Kinder, sechs und ein Jahr alt. Und genau für die Kinder empfinde ich das Verantwortungsbewusstsein besonders, etwas für mich zu tun und mich den düsteren Gedanken irgendwie entgegenzustellen

    Tu was für dich, es ist nicht immer einfach, aber das geht. Irgendwie.
    Time is an ocean but it ends at the shore - Bob Dylan

    Und wenn der Wind mal von vorne kommt - leicht nach vorne beugen und einfach weitergehen - S.B.

  10. AW: Wenn die Depressionen wiederkommen....

    Zitat Zitat von kaffeesahne Beitrag anzeigen
    Liebe Marilyn,
    ich bin so eine, und ich kann dich verstehen.
    Ich würde sofort einen Klinikplatz suchen!
    Wenn du eine Adresse brauchst, bei der man auch schon mal kurzfristig Glück haben kann, dann melde dich!
    liebe Grüße
    kaffeesahne
    Ich weiß auch nicht, vom Gefühl her wäre mir eine stationäre Behandlung zurzeit auch lieber. Wenn ich bedenke, ich müsste erst wieder mir einen ambulanten Platz irgendwo suchen, stünde dann wieder auf irgendeiner Warteliste, gerate wieder an einen Therapeuten, mit dem es nicht passt, suche dann den nächsten, stehe wieder auf einer Warteliste und stelle dann irgendwann fest, dass es doch ambulant nicht geht, um dann wieder auf einer Warteliste für einen Klinikplatz zu landen... und zwischenzeitlich geht die Zeit ins Land, während es mir immer schlechter geht.... ne, da hab ich Angst vor.

    Ich hätte halt gerne eine Klinik in der Nähe meines Wohnortes, damit ich die Kinder auch einigermaßen regelmäßig sehen kann.
    Time is an ocean but it ends at the shore - Bob Dylan

    Und wenn der Wind mal von vorne kommt - leicht nach vorne beugen und einfach weitergehen - S.B.

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