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    AW: Fluoxetin - Erfahrungen? Auch langfristige?

    hallo zusammen,

    meine einnahme von fluoxetin nach ca 8 wochen.
    habe im juni schonmal hier geschrieben, seit dem ist jetzt einige zeit vergangen und ich wollte euch diese zeit etwas beschreiben, für die angst haben solche medikamente zu nehmen.

    zu anfang habe ich mit 10mg angefangen. es haben sich bei mir sämtliche nebenwirkungen eingestellt, wie panik und angst. die depressionen wurden so schlimm das ich nicht mehr zum handeln fähig war. ich wußte aber das dies zu anfang passieren kann und steigerte langsam auf 15mg. ab und an merkte ich das es besser wurde. im urlaub mit freunden, die ständig bei mir waren, steigerte ich dann auf 20mg. dies ist die eigendliche wirkdosis von fluoxetin. jetzt seit 4 wochen nehm ich diese 20 mg. seit zwei wochen merke ich eine deutliche besserung. zu anfang war eine antriebsteigernde wirkung, jedoch blieb die freude bei einigen dingen noch weg. ich machte alles was an pflichprogramm zu machen war ohne angst. jetzt seit einigen tagen merke ich das ich mich auch wieder auf dinge freuen kann und ab und an glücksgefühle hoch kommen.

    man merkt die wirkung von fluoxetin in soweit das man einfach etwas gelassener wird dingen gegenüber die einen vorher zum grübeln gezwungen haben, man kann besser handeln und hat einen gewissen abstand. emotional wird man auch nicht mehr so anfällig.

    das einzige was für mich von nachteil ist das ich merke das ich ohne dieses medikament zur zeit nicht klar kommen würde. aber ich denke das wird sich auch noch legen, das ist eben mein kopf. ich mache nebenher natürlich eine theraphie um irgendwann ohne auszukommen. ich bin schon ein gegener solcher medikamente und mir hat es zu anfang auch große angst gemacht.
    was ich aber sagen kann ist das es mir kopf und kragen gerettet hat, keine ahnung wo ich ohne dieses medikament wäre. ich hatte auch liebe menschen an meiner seite die mir geholfen haben. ich bin alleine mit meiner tochter und geh bald wieder voll arbeiten.
    ich hätte nicht gedacht das dies alles nochmal möglich ist.

    möchte auf diesem weg all dehnen etwas hoffnung machen die noch am anfang der behandlung stehen und angst haben. ich weiß das man bei depressionen denkt das es niemals vorbei geht. es geht vorbei und man lernt einiges dazu.
    es ist meine dritte phase an depressionen die ich durch habe und es war jedesmal schwer aus diesem loch zu kommen. man weiß hinterher was man ändern muß und warum es einem so ging. ich bin über einen burnout reingeschliddert. ich habe einfach nicht auf mich gehört und immer weiter gemacht.natürlich kamen noch andere dinge dazu. irgendwann bin ich liegengeblieben und hab nach hilfe gesucht.

    also laßt euch nicht verrückt machen von menschen die gegen diese medikamente sind, sie helfen und man verändert nicht seine persönlichkeit, sondern wird wider der alte mensch. bis man das richtige antidepressiva gefunden hat kann es auch dauern, aber es lohnt.

    lg

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    AW: Fluoxetin - Erfahrungen? Auch langfristige?

    Das stimmt, das kann dauern, bis man richtig eingestellt ist. Bei mir hat es auch gedauert. Aber es hat sich gelohnt. Anfangs hatte ich auch etwas Bammel, wegen der als häufige Nebenwirkung genannten Gewichtszunahme Im Nachhinein muss ich aber zugeben, dass ich sie in Kauf genommen hätte. Das mit den Nebenwirkungen hat auch viel mit Wahrscheinlichkeitsrechnung zu tun. Aber eine häufige Nebenwirkung tritt immerhin in einem bis zehn von hundert Fällen auf. Das mit dem Ausschleichen ist wirklich nicht so einfach. Ich habe es mal vor ein paar Jahren probiert. Das war aber ein ungünstiger Zeitpunkt. Ich hatte gerade meinen Job verloren und stand vor einem beruflichen Neuanfang. Deshalb hat meine Ärztin mir das Medi wieder verschrieben, auch, als Stütze, um die schwierige Zeit des beruflichen Umbruchs besser zu überstehen. Jetzt, wo alles wieder halbwegs im grünen Bereich ist in meinem Leben, steht jetzt laut Ärztin doch wieder im Raum, es nochmal zu versuchen. Diesbezüglich hatte ich dieses Jahr ein Erlebnis. Ich war im Sommer in Lappland. Dort sind die Nächte im Sommer bekanntlich sehr kurz bis nicht vorhanden, je nachdem wie weit man im Norden ist und wie lange die Sonnenwende her ist. Angesichts des vielen Tageslichts, habe ich meine Medis an den meisten Tagen dort schlichtweg vergessen. Hier in Mitteleuropa wäre mir das nie passiert. Da merke ich das schon nach zwei Tagen, wenn ich sie mal vergesse. Ok, es war eine andere Situation, Urlaub, und das Sonnenlicht soll sich ja wirklich positiv auf den Serotoninhaushalt auswirken. Warum das so ist, dass auch das Sonnenlicht dafür sorgt, dass dem Körper mehr Serotonin zur Verfügung steht, weiß ich auch nicht. Wenn ich den Wirkungsmechanismus des Medikaments richtig verstehe http://www.ellviva.de/Gesundheit/sel...r-Wirkung.html(ich will jetzt nichts falsches sagen), soll es ja auch dafür sorgen, dass dem Körper mehr Serotonin zur Verfügung steht, indem es die zu frühe Aufnahme des Botenstoffes in die Nervenzellen verhindert. Aber diese Erfahrung hat mir gezeigt, dass es möglich sein sollte.
    Geändert von Teufelskralle (31.08.2011 um 10:46 Uhr)

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    AW: Fluoxetin - Erfahrungen? Auch langfristige?

    Hallo,

    ich bin ganz neu hier und habe mich insbesondere wegen dieses Themas angemeldet...
    Augenscheinlich sind die letzten Posts zu Fluoxetin ja schon etwas her. Vielleicht findet sich aber trotzdem jemand, der ein paar Ratschläge hat

    Ich habe ca. 1 1/2 Jahre Fluoxetin genommen und es vor 4 Monaten "ausschleichen" lassen. Leider geht es mir seitdem konstant so viel schlechter, dass ich wieder mit der Einnahme anfangen möchte.
    Nachdem ich - wie viele andere offensichtlich auch - endlich den Gedanken überwunden habe, dass ich nicht die Stärke beweisen muss, 'ohne' klarzukommen (bzw. eingesehen habe, dass mich das nicht zu einer weniger eigenständigen Persönlichkeit macht) stehe ich noch vor den Problemen der Nebenwirkungen, die mir zu schaffen gemacht haben.
    Denn mit der Einnahme kamen bei mir Haarausfall, Schlafstörungen und der Verlust der Libido. Da Letzteres ja quasi auch meinen Lebensgefährten betrifft hatte ich da doch sehr dran zu knabbern - auch wenn die Punkte von außen betrachtet vielleicht nicht so dramtisch erscheinen. Trotzdem weiß ich, dass der positive Effekt von Fluoxetin das alles wett macht.

    Worauf ich eigentlich hinauswill: Hat jemand Erfahrungen, wie man so gut wie möglich mit diesen Nebenwirkungen klarkommt? Ich möchte nicht noch mehr Medikamente nehmen und will daher auf Homöopathie undsoweiter setzen... Vor allem beim Thema Haarausfall erzählt einem ja jeder was anderes.
    Nach Beratung mit meiner Ärztin sollte ich nämlich schon bei Fluoxetin bleiben.

    Ich bin für Tipps/Erfahrungsberichte dankbar. Das klingt jetzt alles sehr salopp. Aber ich habe mich durchaus lange damit auseinander gesetzt. Und will einfach das Beste rausholen.

    Schonmal Danke & viele Grüße
    Geändert von What_Katie_did (14.02.2012 um 11:16 Uhr)

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    AW: Fluoxetin - Erfahrungen? Auch langfristige?

    Fluoxetin - [...] Ich habe die Bestellung erhalten und es war zeitlich und die Pillen wirken prima.
    Geändert von BRIGITTE Community-Team (09.03.2012 um 10:58 Uhr) Grund: Kommerziellen Link gelöscht

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    AW: Fluoxetin - Erfahrungen? Auch langfristige?

    Hört sich so an als ob Du die einfach bestellt hast. Sind verschreibungspflichtig und das ist auch gut so. Man kann die doch nicht einfach bei schlechter Laune nehmen

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    AW: Fluoxetin - Erfahrungen? Auch langfristige?

    Bei mir wirkt Fluoxetin super.
    Geändert von naty (26.02.2014 um 12:47 Uhr) Grund: Shop-Angabe gelöscht

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    AW: Fluoxetin - Erfahrungen? Auch langfristige?

    Hallo!
    Meiner 14 jährigen Tochter wurde dieses Medikament gegen ihre Depression und soziale Phobie verschrieben.
    Eine stationäre Therapie ist beantragt und sie befindet sich auch in einer wöchentlichen Therapiestunde.

    Kann mir jemand etwas über seine Erfahrung mit dem Mitte Fluoxetin berichten?

    Schönen Gruß
    faengebo

  8. Inaktiver User

    AW: Fluoxetin - Erfahrungen? Auch langfristige?

    Zitat Zitat von What_Katie_did Beitrag anzeigen
    Ich habe ca. 1 1/2 Jahre Fluoxetin genommen und es vor 4 Monaten "ausschleichen" lassen. Leider geht es mir seitdem konstant so viel schlechter, dass ich wieder mit der Einnahme anfangen möchte.
    Nachdem ich - wie viele andere offensichtlich auch - endlich den Gedanken überwunden habe, dass ich nicht die Stärke beweisen muss, 'ohne' klarzukommen (bzw. eingesehen habe, dass mich das nicht zu einer weniger eigenständigen Persönlichkeit macht) stehe ich noch vor den Problemen der Nebenwirkungen, die mir zu schaffen gemacht haben.
    Denn mit der Einnahme kamen bei mir Haarausfall, Schlafstörungen und der Verlust der Libido.
    Manchmal passiert es, dass bei erneuter Einahme plötzlich Nebenwirkungen aufttreten, die manchmal auch nicht wieder in Griff zu bekommen sind. Dann muß man auf ein anderes Medikament wechseln.
    Wie lange nimmst du Fluoxetin schon wieder? Oft dauert es mindestens 3 Monate, bis sich alles wieder einpendelt. Haarausfall kann zum jetzigen Zeitpunkt auch jahreszeitbedingt sein. Ich habe z.B. grundsätzlich immer zum Frühjahr und zum Herbst hin Haarausfall, der sich aber von alleine wieder gibt. Das ist eine völlig natürliche Reaktion auf den Jahreszeitenwechsel.

    Libidoverlust: Kann durchaus wieder rückläufig werden. Ich würde mit meinem Partner darüber reden. Ich hatte dieses Problem vor ein paar Jahren mit einem anderen Psychopharmaka. Es war aber nicht so gravierend, das sich komplett abgeblockt habe. War aber auf eine Animation durch meinen Partner angewiesen weil von mir aus nichts kam. Das kann man aber im Gespräch klären.

  9. VIP

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    AW: Fluoxetin - Erfahrungen? Auch langfristige?

    @faengebo

    Meine persömlioche Erfahrung mit Fluoxetin ist sehr psoitiv.
    Ich habe es vor 13 Jahren verschrieben bekommen, nachdem ich mit anderen SSRI nicht klargekommen bin.

    Ich habe es Depression/sozialer Phobie, die durch ein Trauma getrigert wurden oder wieder auflebten, bekommen.

    Die Nebenwirkungen waren am Anfang stark, aber nach ein paar Wochen hatte ich keine mehr.
    Ich habe es dann nicht ganz 2 Jahre genommen, wenn ich mich recht erinnere.

    Aber ich war Mitte 40 und kein Teenager. Das muss man sich vor Augen halten.

    Alles Gute für Deine Tochter.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

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    AW: Fluoxetin - Erfahrungen? Auch langfristige?

    @ Katelbach

    Vielen Dank für Deine Erfahrung.

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