Antworten
Seite 2 von 4 ErsteErste 1234 LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 33
  1. User Info Menu

    AW: Fluoxetin - Erfahrungen? Auch langfristige?

    Hallo Florentina, ich habe deine Frage an mich leider erst jetzt gelesen.

    Ja, warum die Umstellung?
    Ich hatte den Eindruck, dass mir das Fluktin einfach nicht mehr hilft.
    Bei mir kam aber zu diesem Zeitpunkt eine Krebserkrankung dazu, die mich auch psychisch sehr belastet hat.
    Also stellte ich auf Cypralex um und begann eine Psychotherapie.


    Als ich Fluktin abgesetzt habe, kam der Fall in das tiefe Loch auch ganz schleichend. Ich denke, das Medikament wirkt noch etwas nach, auch wenn man die Einnahme unterbricht.
    Ein Ausschleichen wäre aber sicher besser gewesen.
    Wie gesagt, ich hatte es ohne Arzt gewagt.


    Mit Cypralex geht es mir gut, ich habe mit 10mg begonnen und nehme jetzt 20.
    Da ich auch Schlafprobleme hatte, nahm ich abends Syneudon, die ich mitlerweile wieder absetzen konnte.

    Ich nehme das Medi, weil es mir hilft, meine Leben lebenswerter macht. Es geht mir gut damit.
    Ich sehe das ähnlich, wie deine Therapeutin.
    Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.
    (Vaclav Havel)


    Liebe Grüße Clematis

    Pro-Aging anstatt Anti-Aging

  2. User Info Menu

    AW: Fluoxetin - Erfahrungen? Auch langfristige?

    Hallo,

    ich hätte an Euch - die Ihr Fluoxetin nehmt oder genommen habt - auch eine Frage und zwar in Sachen Gewichtszunahme.

    Habe dieses Medikament rund 1,5 Jahre genommen (davon 1 Jahr auf 40 mg) und es hat mir sehr gut getan. Am Anfang nahm ich sogar ein wenig ab aber im Laufe der Zeit habe ich gute 10 kg zugenommen und das ging so unkontrolliert von statten, dass ich daraufhin das Medikament im Sommer d. J. ausschleichen ließ. Nun purzeln die Pfunde langsam wieder, weil ich auch recht appetitlos bin. Als ich das Medikament noch nahm, habe ich sehr viel mehr und auch unkontrolliert gegessen.

    Ich bin mir nun nicht sicher, ob die Gewichtszunahme wirklich mit dem Medikament zusammenhängt oder ob mich mein damaliges Wohlbefinden dazu animiert hat, mit mehr Appetit zu essen.

    Habt Ihr Erfahrungen in dieser Hinsicht? Hintergrund meiner Frage ist, dass ich am überlegen bin, Fluoxetin wieder einzunehmen, da meine Depressionen langsam aber stetig wieder überhand nehmen.

    Danke!

  3. Inaktiver User

    AW: Fluoxetin - Erfahrungen? Auch langfristige?

    eigentlich steht Fluoxetin in dem Ruf, dass es nicht dick macht. Ich bin zwar nicht gerade schlank, habe aber auch nicht den Eindruck, dass das Medikament grossen Einfluss auf meine Figur hat. Im Gegenteil, ich hab nicht mehr solche Fressatacken.

  4. User Info Menu

    AW: Fluoxetin - Erfahrungen? Auch langfristige?

    Hallo Florentina,

    ich habe auch ein paar Monate Fluoxetin genommen, da ich in eine starke Krise gerutscht bin. Durch das Medikament war meine Antriebskraft wieder vorhanden und die Ängste kaum noch spürbar, aber ich spürte auch, dass sie "unter der Oberfläche" brodelten und nur die Chemie meine Ängste in Zaum hält. Dennoch es ging mir besser und das war gut. Aber ich kann dich sehr gut verstehen, Florentina, denn mir geht es genauso - ich kann auch nur sehr schwer akzeptieren, dass ich das Medikament vielleicht dauerhaft brauche. Mir kommt es so vor, als wenn ich mit der Einnahme des Medikamentes meine Selbstbetimmung aufgebe, ich hatte das Gefühl, durch das Medikament "gelenkt" zu sein. Und vielleicht ist das ja auch ein bisschen so, nur, dass ich nicht meine Selbstkontrolle aufgeben möchte.

    Ich habe aufgrund der erheblichen Nebenwirkungen Fluox. wieder abgesetzt und auch, weil ich mich wieder spüren wollte und mein Leben in meine eigenen Hände nehmen möchte. Ganz besonders schlimm fand ich, dass ich während der Einnahme keinen Kontakt mehr zu mir hatte... ich fühlte mich so verloren und fremd im eigenen Körper. Als ich das Medikament absetzte, sagte ich, dass das das Beste war, was mir im Jahr 2009 passiert ist! Jetzt nach ca. 3 Monaten ohne merke ich zunehmend, dass ich überlege wieder ein Anti-Depressivum zu nehmen. Ich werde aber mit meiner Ärztin sprechen, ob ich etwas anderes ausprobieren kann.

    Vielleicht braucht es einfach lange Zeit und einen langen Leidensweg bis man für sich erfährt, welcher Weg für einen richtig ist. Trotzdem scheint es, als würden die Meinungen da sehr weit auseinander gehen was die Medikamenteneinnahme betrifft. Eine Therapeutin (lediglich Beratungsgespräch) sagte zu mir, dass ich zügigst eine Therapie anfangen müßte, um von den Medis runter zu kommen.

    Eine neue Therapie werde ich beginnen, aber ob ich ohne Medi kann/will?? Momentan tendiere ich zum Medikament, da meine Kraft schwindet, aber ich bin genauso hin und hergerissen wie du, Florentina.

    Alles alles Gute erstmal
    Wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart.

  5. User Info Menu

    AW: Fluoxetin - Erfahrungen? Auch langfristige?

    ich habe auch schon einige Male über jeweils ein paar Monate eingenommen, mir ging es auch sehr schnell immer besser, aber jetzt hadere ich mit mir, ob ich wieder damit anfangen soll- hatte nach einigen Wochen ziehmliche Nebenwirkungen- z.B. massive Schlafstörungen, ich konnte überhaupt nicht mehr auch nur eine Nacht mal durchschlafen und hab total komische Träume gehabt....
    Als Folge davon dann wiederum extreme Konzentrationsstörungen tagsüber, hab mich dann selber im Job einige Male "erwischt", daß ich Fehler gebaut habe, die ich ohne Fluoxetin wohl kaum gemacht hätte...
    Das hat mich schon sehr gestört und als ich meinte, wieder einigermaßen stabil zu sein, hab ich dann runterdosiert und später dann ganz abgesetzt.
    Zugenommen hab ich in der Zeit jedoch nie, eher abgenommen, weil es mir so gut ging......
    Ich glaube, daß optimale Antidepressivum gibt es (noch) nicht für mich....
    Geändert von kath_3 (16.01.2010 um 13:16 Uhr)

  6. User Info Menu

    AW: Fluoxetin - Erfahrungen? Auch langfristige?

    Hallo! Ist ja schon lange her das ihr hier geschrieben habt. Wie geht es denn euch jetzt? Ich hadere nämlich auch mit der Einahme

  7. User Info Menu

    AW: Fluoxetin - Erfahrungen? Auch langfristige?

    ich kann das gleiche berichten wie einige hier. ich habe fluoxetin über ein jahr genommen und ich habe dadurch auch 10kg zugenommen und war wie ferngesteuert. andererseits fühlte ich mich aber stabiler und hatte kaum noch ängste und war viel lockerer irgendwie. das gefühl die selbstkontrolle zu verlieren trifft es ganz gut, irgendwie hemmungsloser im handeln. das war dann auch der grund für mich wieso ich es absetzte.

  8. User Info Menu

    AW: Fluoxetin - Erfahrungen? Auch langfristige?

    Ich finde es interessant, dass tatsächlich einige mit Fluoxetin zunehmen, obwohl es doch allgemein heisst, Fluoxetin sei das AD, mit dem das nicht passiere.....

    Was mich betrifft: ich habe Fluoxetin seit Mai 2010 wieder abgesetzt und möchte, wenn irgendwie möglich, nie wieder ein AD nehmen.... mir ist einfach nicht wohl dabei.
    Ich kann das nicht wirklich rational begründen, es ist einfach nur mein Gefühl.
    Das ist wirklich eine sehr individuelle Sache, wie jeder damit letztendlich umgeht.

  9. User Info Menu

    AW: Fluoxetin - Erfahrungen? Auch langfristige?

    hallo zusammen,

    bin neu hier und habe mich mal um hier meine erfahrung schreiben zu können angemeldet.

    kurz meine geschichte:
    ich bin heute 40 jahre alt und hatte das erstemal schwere depressionen und angstzustände von 1993-1997. in dieser zeit habe ich das haus sogut wie nie verlassen. meine ehe zerbrach und ich fing an alleine mein leben zu bestreiten, was nicht leicht war in dieser zeit. ich nahm zu der zeit keine medikamente. da ich so aber nicht mehr leben wollte gab es nur zwei möglichkeiten. sich umbringen oder hilfe holen. ich habe mir hilfe geholt und eine therapie gemacht. damit kám ich bis 2002 auch gut durch. nur ich hatte immer einen zustand der nicht ich war.
    da ich aus einer tablettensucht-familie komme hatte ich eine mega phobie vor medikamenten. ein hausarzt dem ich sehr vertraue hat mir dann erstmals fluoxetin verschrieben und ich hab sie auch neben einer erneuten therapie genommen. dazu muß man sagen das ich bei jemand bin, der seinen körper total beobachtet und jede veränderung oder zwicken dem medikament zuordnet. es war mir auch egal das man evtl davon dick wird. zu dieser zeit hätte ich ein bein gegeben wenn meine seele in ordnung wäre. ich habe es genommen und merkte irgendwann das ich am leben wieder teilnahm und spaß hatte.
    ich bin dann 2005 schwanger geworden und mußte es ausschleichen. es gelang auch ganz gut und mir ging es die letzten jahre besser, trotz das ich alleine war mit kind und voll berufstätig.

    anfang diesen jahres merkte ich dann wieder eine veränderung. ich wurde depressiver hatte ständig eine glocke auf dem kopf und was ich machte war pflichtprogramm. ich gab meinen job auf weil ich nicht mehr konnte. den stress mit kind und voll arbeiten. ich arbeitete bis dahin mit jugendlichen. und es kommen noch andere umstände dazu. ich lebe sozial sehr zurückgezogen weil ich eben abends wegen dem kind nicht weg kann. habe einen sehr lieben freund der leider nur am wochenende zeit hat.
    jetzt ist es soweit das ich ohne medikamente nicht auskommen. ich habe wieder fluoxetin bekommen.
    ich nehme es jetzt seit zwei tagen und habe natürlich wieder eine rießen angst, obwohl ich damals vertragen habe und auch nicht zugenommen habe.
    meine ärztin erklärt es mir so:

    da es ein serotonin wiederaufnahme medikament ist sorgt es für den stoffwechsel im gehirn, der durch viel stress oder belasstungen nicht schnell genug arbeiten kann. dieses medikamt unterstützt diese botenstoffe und schafft somit wieder eine verknüpfung zwischen den nervenzellen.
    hört sich alles logisch und einfach an. ich versuche mir zu denken das es so ist und das es menschen gibt die andere medikamente brauchen um zu leben. ein zuckerkranker macht sich auch keine gedanken über nebenwirkung wenn er insulin nehmen muß, weils da lebensnotwenig ist.

    ich kann nicht sagen das ich mich damals so verändert habe und keine gefühle mehr zeigen könnte. ich glaube man ist auch nicht emonzionslos. ich glaube man ist einfach wieder der alten mensch der man wäre wenn man sowas nicht nimmt, weils dann ja normal wäre.
    natürlich bin ich auch nicht glücklich darüber soetwas nehmen zu müßen und frage mich auch immer warum passiert mir das, wo es mir eigentlich gut gehen könnte.
    andere menschen sind viel kränker und müßen ganz andere dinge über sich ergehen lassen und ganz andere dinge schlucken.
    ich hoffe das es mir wieder genauso hilft wie damals, dann ist es mir auch egal wenn ich es ewig nehmen muß, was ich nicht glaube. ich bin dabei mein leben wieder zu ändern und aufzuräumen. mache eine therapie und will das ich wieder die alte werde. und fluoxetin ist kein dämpfendes AD.

    liebe grüße

  10. User Info Menu

    AW: Fluoxetin - Erfahrungen? Auch langfristige?

    Hallo, seit Gestern nehme ich wieder Fluxet..ich kann nicht anders und hab mich lange gewehrt. Meine Psychologin sagt ich solle es als chemischen Tritt in den Hintern sehen...das es mir hilft das ich wieder agieren kann.
    Hab es schon mal 2006 für ein Jahr genommen und da hat es mir echt das Leben gerettet...nun kämpfe ich mit den Nebenwirkungen, aber das war mir auch schon vorher bewusst das ich da durch muss.
    2006 waren die Nebenwirkungen nach ca. 2 Wochen weg und es ging mir besser

Antworten
Seite 2 von 4 ErsteErste 1234 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •